Facebook, Twitter, Profilbild, Augen, Portrait
19. Juni 2009 Lesezeit: ~ 5 Minuten

Wie man ein schickes Facebook Profilbild macht

Annahme: Die meistens Fotos, die ich täglich sehe sind Profilbilder. Egal ob auf Facebook, Twitter, oder im Blog – Selbstportraits schwirren überall rum. Kenne ich jemanden nicht und muss mich schnell entscheiden, ob ich ihn/sie adden will, dann spielt das Profilbild eine große Rolle. Doch was macht ein gutes Profilbild aus? Was ist cool und was nicht?

Gute Frage – und ich bin kurz davor “keine Ahnung” zu sagen. Denn:

a) kommt es sehr auf die Person an
b) bestätigt die Ausnahme die Regel und
c) bin ich hier nicht der Profil-Bild-Guru.

Doch es gibt ein paar Sachen, die mir im Laufe der Zeit aufgefallen sind, weil ich mir Profilbilder hier und da sehr genau ansehe. Sachen, die bei Else Sinn machen aber schon bei Horst überhaupt nicht funktionieren und deshalb auf keinen Fall allgemeingültig sind. Deshalb: Den ein oder anderen Punkt habe ich etwas überspitzt ausgedrückt, aber manchmal lebt das Argument von der Übertreibung.

Zeige Dein Gesicht (von vorne)
Es ist schön, wenn jemand eine schicke Frise hat oder einfach die neue Haarfarbe zeigen möchte. Doch auf einem Profilbild ist es immer von Vorteil die Person von vorne zu sehen und das ganze Gesicht erkennbar zu zeigen. So mancher sieht von hinten auch gut aus aber Dein Gesicht ist Dein Markenzeichen. Daran erkennen Dich alte Freund wieder und auch dann, wenn Du Dir ein neues Profilbild zulegst, weiß jeder gleich, dass Du es bist.

Zeige Dein Gesicht (so groß wie möglich)
Damit meine ich nicht unbedingt, dass man nur Augen, Nase und Mund erkennen sollte. Aber wenn jemand eine Ganzkörperaufnahme als Profilbild nimmt, dann ist das zwar ganz nett, aber ich erkenne eben das Gesicht nicht. Das ist dann zu klein. Da Profilbilder eh meistens mini mini mini sind, macht es Sinn, die wichtigen Sachen in “groß groß groß” zu zeigen.

Vergess die letzten 2 Punkte
Probier ruhig mal ein bissken aus. Was verrücktes. Was schon viele Leute machen, ist ihr Gesicht zur Hälfte abzuschneiden. So mancher zeigt gerne seinen Iro, ein anderer dreht das Foto um usw… Einfach mal ausprobieren. Löschen geht ja immer.

No-Go: Plattblitzen
Immer wieder begegnen mir Profilbilder, die so aussehen, als ob sie morgens um 4 auf ner Party mit der Kompaktkamera geschossen wurden und eben der Blitz der Kamera auslöste. Auch hier gibt es Ausnahmen, klar. Aber der Abstand zwischen “unschön” und “so unschön, dass es wieder cool ist” kann manchmal recht groß sein. Ich habe bisher wenige Profilbilder gesehen, bei denen das funktioniert hat, aber Ausnahmen bestätigen ja die Regel. Tipp: Entweder keinen Blitz benutzen, mit dem Aufsteckblitz an die Decke leuchten oder entfesselt blitzen.


DSLR mit drauf?
Okay, das ist so ein Steckenpferd, auf dem ich nun doch etwas rumreiten muss. Ich finde nur in den seltensten Fällen Profilbilder cool, bei denen die (meistens neue) DSLR mit drauf ist. Die Kamera ist halt ein Stück Technik, und vor dem Gesicht wirkt das auf mich (bis auf ein paar Ausnahmen) meistens nicht so fein. Gesichter sind doch eh 10 mal mehr sexy als die beste Kamera. Warum also die eigene Schönheit so verstecken?

Wohin mit den Augen?
Hier und da höre ich immer wieder, dass Portraits nur dann wirken, wenn die abgebildete Person in die Kamera schaut. Dem möchte ich hier einmal wiedersprechen (sonst würd ich auch nicht so ein Profilbild haben). Meiner Meinung nach muss das nicht immer sein und es gibt einige schicke Profilbilder, bei denen die Person wo anders hinschaut. Klar, es wirkt offen, freundlich und kontaktlustig, wenn man in die Kamera schaut. Aber ein “fotografisches Muss” ist das keineswegs.

Drittel Regel
Auch (oder gerade bei) Profilbildern macht die Bildkomposition eine Menge aus. Da Profilbilder alle im 1×1 Format sind, ist der Handlungsspielraum etwas begrenzt, fordert aber gerade deshalb ein wenig Fantasie. Versucht mal, Euer Gesicht etwas weiter links (oder rechts) zu setzen oder die Augen im oberen Drittel zu halten.

Kontrast
Weil Profilbilder eben klein sind, müssen sie irgendwie “auffallen”. Das menschliche Auge schaut gerne dahin, wo Kontraste sind (ist ne alte Fotografenweisheit, stimmt aber auch). Tipp: Dreht mal in Eurem Bildeditor einwenig die Kontraste hoch. Achtet darauf, dass das Bild dann nicht übersättigt wird und dreht ggf. die Sättigung etwas zurück.

Schärfe
Wenn ihr ein Bild für das Web klein macht und speichert, geht gerne mal ein Haufen Schärfe verloren. Einfach nach dem verkleinern bisschen nachschärfen. Auch hier: Nicht übertreiben. Ein überschärftes Profilbild sieht wirklich nicht gut aus.

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37 Kommentare

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  1. ich gebe zu, zummeist habe ich ein Profilbild weil das Feld dort, in Foren u.ä., sonst so leer aussieht. Daher war das bisher ein Bild das ich zufällig irgendwo fand.
    Das ganze stört mich schon eine Weile, war aber bisher immer zu faul das zu ändern, mal gucken, vielleicht lässt sich das aber jetzt mit den tips besser machen!

  2. Klasse Artikel!
    Ich bin mir zwar nicht sicher ob mein Avi “im Rahmen” liegt, aber momentan gefällt es mir so, daher bleibt’s :)
    Aber sollte ich mal ändern wollen, sind Deine Tipps klasse, Deine!

    LG

  3. Blogartikel dazu: Linktipps für den 21. Juni 2009 | Fotoholiker

  4. Blogartikel dazu: Das Geheimnis des Avatars | Guru 2.0

  5. Blogartikel dazu: #25 – 2009

  6. Super Beitrag, aber es kann doch auch wichtig sein, dass man nicht nur sich, sondern auch irgendwelche anderen Sachen mit ins Foto nimmt. Auf meinem z.B. die Gitarre. Sich selbst sollte man sich natürlich in den Vordergrund stellen.
    Wichtig für alle Mädls: ihr müsst nicht immer eure komplette Oberweite auf ein Foto bringen, auch ein Gesicht lässt sich interessant fotographieren!!

  7. Mir fällt es immer so schwer, von mir selber Fotos zu schießen. -.-
    Aber ich versuch’s nochmal. Deine Tipps haben mir einwenig weitergeholfen.
    Dankeschöön!!!

  8. ich verstehe es nicht ich will ein tolles fotoprogramm weil gimp is nicht so toll habt ihr vorschläge einfach eines womit ich rote flecken und so kaschieren kann
    könnetet ihr mir bitte helfen es ist sehr wichtig und gimp versteh ich nicht so ganz ich möchte mit einem tollen fotoprogramm einfach nur kleine fehler unt Rötungen ausbessen
    danke schon mal im vorhinein

  9. Alles in allem ein sehr schöner und informativer Beitrag! Ein oder zwei fehler waren drin (so wie in diesem Kommentar auch) auf denen ich nicht rumreiten will, denn Fehler passieren. Aber es kommt immer besser wen keine Fehler drinne sind
    LG maius

  10. Hmm das sind sehr gute Tipps. Ich hatte wohl den nicht ganz perfekten Ansatz ;-)
    Doch dachte ich, da mein Blog und nicht ich bekannt werden soll, nehme ich das Logo.

    Auf anderer Seite sollte man ja als Blogger sich zeigen und nicht hinter einem Blognamen verstecken …. Ich werde wohl mal mein Profil überarbeiten müssen :-)

    Danke für die tolle Übersicht, was ein Profilbild zeigen sollte.

  11. Blogartikel dazu: Tipps zur Profilerstellung in online Partnerbörsen | Kollermedia.at