kwerfeldein
18. Juni 2009 Lesezeit: ~1 Minute

Schauen wir beim Fotografieren zu sehr auf die Ausrüstung?

Da ich momenten viel mit der Ausarbeitung der DVD mit Video2Brain beschäftigt bin, habe ich Fashionfotograf Martin Krolop (Webseite, Blog) gefragt, ob er hier und da nicht für mich einspringen möchte. Martin hat prompt zugesagt und somit präsentiere ich Euch heute ein frisches Gastvideo von und mit ihm.

In diesem Video spricht Martin Krolop darüber, wie es ihm vor seinen Shootings manchmal ergeht und zeigt dabei auf, wie cool es sein kann, einfach mal nur mit einer Kamera und einem Objektiv loszuziehen. An Euch stellt ihr die Frage, wie es Euch mit dem Thema bisher ergangen ist und was ihr darüber denkt.

Videolänge: Ca. 6 min.

Martin Krolop: Schauen wir beim Fotografieren zu sehr auf die Ausrüstung?

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29 Kommentare

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  1. Danke Martin&Martin – Martin G. für die Möglichkeit und Martin K. für den Beitrag :)

    Ich stimme dir da absolut zu:
    einerseits neigen viele Fotografen dazu absolut technikversessen zu sein (ich glaube es gibt kein Gespräch, was nicht nach spätestens 5min bei diversen Technikfeatures landet) und vergessen darüber oft die Fotografie bzw der Spaß den sie haben hat sich quasi umgekehrt: „Boah ist das toll mit dem neuen 20’000mm f/0.1 XXL WE ISSD / ERGE IER zu fotografieren“ – eigentlich sollte es ja heissen: „Boah ist das toll, was mir heute vor die Linse gekommen ist“

    Wie du schon ansprichst – Kreativität ist dort gefragt, wo Grenzen sind – ganz egal, ob sie einem auferzwungen werden, oder ob man sie sich selbst auferlegt. Der Trend der 1-1000mm Zoomobjektive ist ja quasi auch ein Armutszeugnis für die Kreativität.

    Ich selbst versuche – schon aus Bequemlichkeit – nicht laufend die Brennweite zu ändern. Ich entscheide mich bei einer „Serie“ für einen Brennweitenbereich aufgrund einer bestimmten Bildwirkung die ich erreichen möchte … sollte ich dann „Platzprobleme“ bekommen muss ich halt schauen, was ich beim Bildausschnitt ändern kann – MUSS denn alles mit drauf?

    Welche Fragen ich auch oft gestellt bekomme (oder die im Netz gestellt werden): „Ist das Objektiv geeignet für …-fotografie“ – die Frage MUSS man eigentlich immer mit „JA“ beantworten – es kommt halt einfach drauf an, was man draus macht.

    Und ich muss dir da Recht geben, dass die Peoplefotografie wesentlich aufwändiger betrieben wird (was Ausrüstung angeht) als „normale“ Landschaftsfotografie: Studio, Blitzanlage, Visagistin, Stylistin, Lichtassi, […]

    J-C

  2. Ich möchte mich dem Dank auch einfach mal anschliessen :-)

    Die Selbstbeschränkung auf das Wesentliche wird heutzutage oft vergessen und nicht mehr geschätzt. Ich kenne das auch aus einem anderen Bereich, dem Motorradfahren. Selbst fahre ich das, was man ein „Dickschiff“ mit einigem Komfort nennt ;-) aber ich habe unglaublich viel Spaß daran, auch mal auf was kleines und leichtes umzusteigen um mich wieder mal auf das reine Fahrgefühl zu konzentrieren.

    In der Fotografie ist es ähnlich. Selbstbeschänkung kann unglaublich viel Spaß machen und neue Sichtweisen eröffnen.

  3. Wenn sich nur diejenigen eine Kamera kaufen würden, die an guten Fotos interessiert sind und nicht die ganzen Technikfreaks, die mehr am Spielzeug Kamera interessiert sind, hätte die Branche ein Problem. Früher war man mit einer etwas teureren Kamera ein Exot, heute sind massenhaft im Umlauf. Die Zahl der sehenswerten Bilder hat sich aber nicht wirklich erhöht.

  4. Sehr schönes Video!
    Ich kann Dir bei Deinen Gedanken vollstens zustimmen, Martin. Mir ergeht es wohl – zum Glück – so, dass ich gar nicht die Möglichkeit habe aus einer so großen Vielfalt an Objektiven und anderer Ausrüstung zu wählen und dadurch gezwungenermaßen aus dem was ich habe alles rauszuholen. Wobei natürlich auch dabei manchmal der Gedanke aufkommt; ja, hätte ich doch jetzt das und das.
    Aber wie du auch schon gesagt hast, ich bin eher der Landschaftsfotograf und brauche dazu auch gar keine großen Blitzmengen, o.ä.

  5. Bin mittlerweile nur noch mit einem Objektiv unterwegs, meistens mit Festbrennweite. Der Schlepperei wegen und weil ich für mich gemerkt habe dass ich mit einem Zoom zu viel „rumknipse“.

    Die zahlreichen Internetforen leben einem auch vor dass man alles braucht und davon nur das beste. Da werden Objektive zerredet mit Argumenten die schwer nachvollziehbar sind. Immer nur das beste vom besten. Technische perfekte Bilder sind das Ergebniss, aber eine Bildaussage bleibt auf der Strecke.

  6. War das jetzt so überraschend?

    Also mal ehrlich … Technik, Gimmicks, also das ganze bla bla ist natürlich toll, aber sie nervt, stört, zerstört, wenn sie nicht sinnvoll eingesetzt wird. Das gleiche gilt auch, wenn man minimalistisch unterwegs ist.

    Also: Es kommt doch darauf an, was für ein Foto am Ende stehen soll! Ich kann mir doch ungefähr vorstellen, was am Ende rauskommt, wenn ich eine bestimmte Ausrüstung verwende. Ich suche mir meine Ausrüstung danach aus. Was will ich am Ende sehen.

    Ich gehöre im übrigen zu denen, die es lieber mit wenig Ausrüstung angehen. Ich mag minimalistische Bilder, ich möchte das vorhandene Licht verwenden und es nicht durch Blitz oder Reflektoren manipulieren. Ich bin lieber näher am Objekt dran und verwende daher lieber 25mm oder Weitwinkel.

  7. ist dieses technick verseßene nicht auch ein bischen das streben nach perfektion??
    find ich langweilig…….
    aber ich muss zugeben das es mich auch packt und ich mich stehts bemühen muss mich da etwas zurückzuhalten..

  8. sehr schöner beitrag.
    ich bin einer der leute, die mit „people-fotofgrafie“ gar nix am hut haben, und die fotografie als hobby betreiben. Von daher ist meine ausrüstung auch ziemlich beschränkt. ich hab ne kamera, 3 objektive, n stativ – fertig.

    klar hätte ich gern mehr.
    vor allem ein richtiges weitwinkel für landschaftsbilder. womit wir auch schon beim thema wären.

    ich bin mir sicher, daß mir ein solches weitwinkelobjektiv die möglichkeit bieten wird, bessere bilder zu machen.
    trotz der technik sollte man sich aber nicht darauf verlassen, daß die bilder automatisch besser werden.

    irgendwie gefällt mir ja auch die herausforderung, mit technisch nicht optimalem material trotzdem gute bilder machen zu können ;) <– siehe mein altes minolta 70-210 Objetiv.

    Wie gesagt, so ganz kann ich nicht mitreden, da ich eine sehr überschaubare ausrüstung habe. ich kann mir aber gut vorstellen, daß einem so ne richtige profiausrüstung schonmal über den kopf wachsen kann…

  9. Die Idee ansich, möglichst wenig Ausrüstung mit sich rumzuschleppen trägt in der Portrait/People Fotografie spätestens dann Früchte, wenn man bei einem Event (bspw. Hochzeit):

    a) sich fast totgeschleppt hat
    b) den entscheidenden Moment verpasst hat, da man gerade am Linsen wechseln war
    c) ein Großteil der Bilder langweilig ist, da man nur noch in einer Ecke stand, da man ja keinen Turnschuhzoom braucht ?!

    Wobei ja nichts gegen „Ersatztechnik“ in der Tasche oder im Kofferraum spricht.

  10. Erstmal Danke für den Beitrag!

    Mir ergeht es gleich wie dem Martin. Ich kann gar nich aus so vielen Objektiefen auswählen und auch beim Blitzen bin ich sehr beschränkt. Aber genau das ist mein Ding und Ziel. Mit so wenig Ausrüstung wie möchlich, geile Fotos zu machen. Ich besitze im Monmment 3 Objektiefe und will auch nie mehr haben. Wenn ich mir ein anderes kauf, dann verkaufe oder verstecke ich ein anderes. So hab ich immer eine Herausforderung und kann den „Wenn ich nur ….. hätte, dann könnte ich …. “ Freaks zeigen das es auch anders geht!

  11. getreu nach McNelly’s Worten: Nur weil man es hat, muss man es noch lange nicht einsetzten.

    bevor ich losziehe, mache ich mir gedanken über das was ich fotografiere und welches ergebnis ich mir vorstelle, und da ich meine objektive sehr gut kenne, weil ich schon länger damit arbeite, weiß ich auch, welches ich nehmen muss, um das gewünsche ergebnis zu erzielen.

  12. Auf jeden Fall und es nervt!

    In einem bekannten Forum gibt es einen Galerie-Teil. Bei fast jedem Bild kommt schnell jemand daher „Also mich würden die Exifs“ interessieren.

    Gefolgt davon „Welche Kamera wurde verwendet?“….

    Man sollte ein reines Fotoforum oder Fotoplattform einrichten mit Exif-Verbot und ohne jegliche Technik-Unterforen.

  13. Jaja, schon gut: Mit weniger Ausrüstung ist der Profi/Kreative mehr gefordert – stating the obvious, würde ich sagen.

    Es ist die gute alte Gegenbewegung der „Gelernten“, denn mit Digitalfotografie („Was haben wir damals lange gewartet, bis die Sonne richtig stand. Und das Entwickeln erst …“) und immer besseren Funktionen („Naja, mit Paniktaste arbeiten doch nur Laien“) kommt die Angst (ja, die Angst) vor Jobverlust durch „Mein Nachbar hat ne SLR, der kann das ganz gut“-Fotografen auf.

    Dabei unterscheidet sich der Profi durch sein Erlerntes jederzeit vom Amateur. Auch heute. Deshalb: Das Equipment ist eine Sache des Gewichts, nicht mehr, nicht weniger. Wer das Equipment nur aus Bling-Gründen mitnimmt oder sich davon irgendwie hemmen lässt, macht was falsch.

  14. Äh…ähm…ein bisschen weniger von diesen beiden und es wäre etwas besser gewesen. Stimme zudem e7 voll und ganz zu. Was bitte sollen die ständigen Schnitte? Ist kein Actionfilm, sondern ein Interview. Ok genug OT und will nicht motzen, aber wenig Bekanntes und viel Bewährtes war dabei.

    Dank diesem und jeder Menge anderer Blogs sollte jeder vernünftige Fotograf dieses Thema mittlerweile abgehakt haben. Aber gut, kommen ja jeden Tag neue Fotografen/Leser hinzu.

  15. zum video:
    ich finde die schnitte cool.

    zum thema:
    ich habe mir letzte woche 3 trigger und 2 blitze bestellt, weil ich mehr menschen und im home-studio fotografieren will.
    man sollte trozdem aufpassen, dass das ganze nicht zu techniklastig wird. und das man mit dem Kit-Objektiv schöne bilder machen kann, dass beweisen tagtäglich hunderte menschen in flickr ;)

  16. Ja, schönes Video… 2 Kameras und in HD…
    Die 50er drauf, alte SW-Film (am besten abgelaufen) drin und schon ist man superkreativ… Und an Photoshop gar nicht denken… Wenn das nur so einfach wäre.
    Die Unterscheidung Aufragsarbeit (People-Fotografie, Beaty) vs. kreative fotografieren ist mir zu pauschal. Das was Renee (12.) sagte, hat mir gut gefallen – man soll die Technik die man hat sehr genau kennen und man muss wissen was man will, sprich, man soll seinen Still kennen. Technik muss man beherrschen, das ist das Handwerk und die Grundlage für die Kreativität. Ob unter Technik eine HOLGA oder MarkII versteht, ist vollkommen irrelevant. Und kreativ muss ich immer sein, sonst mache ich nur geile Fotos und nicht Bilder die zu mir passen.

  17. würde gern wissen mit welcher ausrüstung das video gemacht wurde, sieht vom look her nämlich spitze aus! :)

    also ich fotografiere mit meiner d90 und einem meiner 2 objektive – zu mehr reicht mein budget derzeit nämlich nicht :D
    macht aber auch laune und von zeit zu zeit kommen auch gute bilder raus! :)

  18. Haha, ich hätte gerne überhaupt so viel ausrüstung, um alles mit zu nehmen… Und das was ich habe, so nen Kit-Jogurtbecher und noch nen Jogurttele, reicht zwar grade zum Nötigen, doch das regt die Fotografie schon ziemlich an… Aber irgendwie denke ich mir dann immer ein 50er wäre sinnvoller, gar kein Zoom und das schönere Bokeh und so weiter… Aber eigentlich bin ihc damit noch „böser als die ganzen Kollegen die zu viel mitnehmen… Denn ich habe ja noch nicht einmal was ich will… Und ein Zoom macht schon ziemlich faul… Irgendwie ist das Pradox, denn jetzt denke ich mir naja, eben doch ein 50er…

    Naja, Auf jedenfall nettes Video, kann auch deren Blog nur empfehlen. Jedoch nervt der häufig wechselnde Bilduasschnitt ein wenig, weniger wäre hier imo mehr.

  19. Doch noch ein 2. Kommentar:

    Nun hört auf zu flamen..

    Die Schnitte sind super (nur der Augenkontakt mit der Cam nicht immer passend *g*). Das Video ist super clean, schön hell und angenehm anzuschauen.

    Respekt vor solch einer Leistung.

  20. Ich habe die Meinung, dass die Technikversessenheit erst dann aufhört, wenn es ausrüstungstechnisch nicht mehr viel höher geht. Kann man mit einer 300D keine guten Aufnahmen hinbekommen, dann wird man es mit einem Boliden a la 1D…. auch nicht schaffen.

    Ich persönlich nutze mittlerweile auch nur noch 2 Objektive, ein 17-50 und eine gute 50er Festbrennweite. Bilder sind zwar immer Geschmackssache, aber was das Motiv nicht reißt, kann die Technik erst recht nicht hinbiegen.

    Grüße Quick

  21. Ich kann mir vorstellen, dass so mancher Auftraggeber, so er vor Ort ist, eine gewisse Menge u. Qualität an Equipment sehen will. Also, Hochzeit für viel Geld mit ner Nikon D40 u. Kit Objektiv geht gar nicht, schließlich hat der Bräutigam ne D700 im Schrank.

  22. Zum Video: ein sauberes Video, keine wackelnde Kamera, kein Gezappel vor der Kamera, ein bißchen High Key, Ton gut – einfach super.
    Einzig die Schnitte waren mir etwas zu aggressiv, sanftere Schnitteffekte oder mal zwei sehr unterschiedliche Kamerastandpunkte fänd ich interessanter. Trotzdem toll!

    Zum Inhalt: ja, es ist offensichtlich, aber trotzdem nicht schlimm es anzusprechen. Einen nachhaltigen Lerneffekt wird das Zuhören wohl kaum auslösen, es gibt eben Dinge die ein Fotograf im Laufe seiner Entwicklung selbst herausfinden.

  23. @Martin: Meinst echt? Finde die ständigen Schnitte mehr als störend und machen das Ganze, zumindest in meinen Augen, total hektisch, nervös und die holprige Umgangssprache wird dadurch nur verstärkt.

  24. Blogartikel dazu: Schwarzer-Henker.de » [Fotoprojekt] Projekt 50mm

  25. Blogartikel dazu: Eine kleine Antwort ;) « Ucki`s Fotoblog

  26. etwas verspäteter kommentar: besonders gefallen haben mir die begriffe „auftragsfotografie“ und „kreativfotografie“, die meiner meinung nach, die unterscheidung beider richtungen besser zeichnet als begriffe wie „professionelle fotografie“ und „hobbyfotografie.

    ich bin mit martin’s aussage eins zu eins d’accord und habe mich schon früh dazu entschieden, nicht in komplexe ausrüstungen zu investieren, sondern aus meiner einfachen lumix GF1 mit 20mm pancake (vorher lumix LX3) das bestmögliche herauszuholen. es ist schon erstaunlich, was für eine gute qualität man doch mit basic equipment zustande bringt. und damit meine ich nicht nur in technischer hinsicht….

    weniger ist oft mehr, sagt der volksmund, dem ich in diesem fall gerne zustimme. die konzentration auf das wesentliche und die beherrschung der eigenen kamera sind für mich die grundvoraussetzungen für den spass an der kreativen fotografie.