kwerfeldein
10. Juni 2009 Lesezeit: ~2 Minuten

Der Fotograf C.M. Schmid erzählt Geschichten

Der Fotograf Christoph Martin Schmid erzählt Geschichten

Heute möchte ich Euch die Fotos von Christoph Martin Schmid vorstellen. Und mal ganz ehrlich: Ich habe ein paar mal hin und her überlegt, ob das hierher passt oder die Bilder zu weit weg und unerreichbar sind. Denn..

… Schmid’s Foto sind eigentlich zu perfekt. Zu sauber, zu edel und vor allem zu glatt.

Aber nur auf den ersten Blick. Denn wer es wagt, mal in die Bilder hineinzuschauen, der wird merken, dass der Fotograf es faustdick hinter den Ohren hat. So zeigt Christoph Martin Schmid Situationen, die entweder zum schiessen (also lachen) sind oder urkomisch auf ein Problem hinweisen.

Der Fotograf Christoph Martin Schmid erzählt Geschichten

Denn meistens sind es die Reichen…
… die Schmid durch den Kakau zieht und somit deren „heile Welt“ sehr intelligent zerstört: Ein Hündchen pinkelt in das Wasser eines Pools, in dem sich gerade eine junge Dame sonnt- die Tochter klaut der Mutter (während sie meditiert) die Kohle aus dem Geldbeutel, ein nackter Jogger läuft zum Verdries eines alten Golfers über den Platz.

Und auf einmal machen die glatten Fotos wieder Sinn, das teilweise zu perfekte Bild gehört zur Story hinter den Bildern.

Nicht selten kommt der „Aha-Effekt“ erst nach ein paar Sekunden. Ähnlich wie in einem Film erschließt sich dem Betrachter manchmal in kleinsten Details, welche Geschichte Schmid mit einem Foto erzählen will. Ich selbst habe mir die Fotos x-Mal angsehen und musste selbst nach dem 5. Mal über das gleiche Foto kichern.

Christoph Martin Schmid

Wie gefallen Euch diese „komischen“ Fotos?

Der Fotograf C.M. Schmid erzählt Geschichten

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32 Kommentare

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  1. Grade die Bilder die man sich mehrfach anschauen muss um sie verstehen zu können sind die Besten. Das bringt den Betrachter eben zum nachdenken was die Bildaussage ist, die eigentliche Kunst hinter der Fotografie. Seine Konzepte sind schlichtweg „genial“(wort der woche und so :P).

    Ich bin dir äußerst dankbar über diesen Tipp. Davon kannst du ruhig mehr zeigen, denn hier tummeln sich mittlerweile ja nicht mehr nur die Anfänger, der Mix machts für alle interessant hier.

    lg
    pattn

  2. Auch die Landschaften haben mir gut gefallen. Die Hochglanzoptik mag ich ebenso wie den manchmal etwas derben, klischeehaften Inhalt.

    Apropos Klischee, das Wort hätte dem Satz:
    „Denn meistens sind es die Reichen, die Schmid durch den Kakao zieht und somit deren `heile Welt´ sehr intelligent zerstört“ sehr gut getan.

  3. extreemst geil. der versteht sein handwerk. faszinierend, wie er es hinbekommt, dass man erst auf den 2ten oder 3ten blick erkennt, wo der witz sich versteckt hat.

  4. Sehr interessant!
    Teilweise sind die Bilder lustig, teilweise regen sie einen zum Nachdenken an: der offensichtlich obdachlose Mann, der an einem sehr frommen Haus vorbeiläuft in dem gebetet wird zB.
    Muss wohl tatsächlich seh aufwändig sein solche Fotos zu machen.
    Johannes

  5. Bei manchen Bildern bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Dadurch dass es eben nicht nur Klamauk ist, finde ich es ausgesprochen gut. Eine Fotokunst, deren Sinn sich mir sofort erschließt ist mir lieber, als eine die ich nicht verstehe und weswegen ich dann als Kunstbanause verschrieen bin ;-))

  6. Wie hat er die gemacht – das beschäftigt mich neben der Humorfrage. Wie echt ist das Set und wie viel Photoshop ist dabei? Wurden die Komponenten einzeln fotografiert und zusammen gebaut oder fand tatsächlich alles am Set statt. Vermutlich ne Mischung aus beidem. Interessant allemal.

  7. Wow … Die heuen einen ja echt um!

    Kann mir, als ultra Amateur Fotograf, jemand mal erklären wir man solche Bilder hinbekommt?
    Ich meine jetzt diese Klarheit des Bildes. Oder ist das alles einmal durch PS gedreht worden. Und sieht deswegen so super aus.

    Gruß
    Marco

  8. Endlich mal Fotografen mit Humor, die auch etwas zu erzählen haben. Besonders Toll ist, wie leicht es ist um zu erkenne worum es geht. Gut durchdacht und gut umgesetzt. Die Kulissen für eine Geschichte sehen spitze aus und Farblich sehr neutral… so mach ich es am liebsten.

  9. Die Bilder sind super …

    Vorallem die Situationen die dargestellt werden kommen einen doch bekannt vor und regen zum nachdenken an.

    Ob Kind was beim streit der Eltern nur noch nebensache ist und alleine von dannen zieht oder die Familie die sich nichts zu sagen hat und jeder seine eigenen wege geht.

    Und vorallem Thema Reich und Arm.

    Und und und …

    mfg David

  10. Einige fragen ja wie die gemacht worden sind.. es gab in einer Fotozeitung vor nicht allzulanger Zeit einen Bericht dazu.

    Zumindest bei dem Flitzer auf dem Golfplatz weiß ich noch, dass das Foto aus mehreren Einzelelementen entstanden ist. Also beträchtlicher Aufwand. Vom Look her dürfte das für die meisten anderen Fotos auch gelten, denke ich mal.

    Ist jedenfalls „nicht mal eben“ aus der Hüfte geschossen worden, bei weitem nicht.

  11. Die Ideen find ich auch echt klasse. Teilweise schaut es mir zu Sauber aus und zwischendurch hab ich ne kleinen dorn im Auge, welcher mir sagt hey da stimmt irgendwas nicht (composing / licht) ka genau. Dir auch danke für den Link.

    m.

  12. Also ich finde die Bilder sehr gelungen. Allerdings stehen aus meiner Sicht die Nachtbilder in keinem Vergleich zur ersten Bildreihe.
    Desweiteren erscheinen mir viele Bilder der Landscape Reihe etwas profan.

    Die Aussagen der Bilder werden, je nach Blickwinkel sehr schön herübergebracht, jedoch stört mich persönlich in nahe zu allen Bilder die offensichtlich gestellte Optik. Es fehlt mir das echte, authentische im Bild. Soetwas macht für mich auch Photographie aus, eine Momentaufnahme, bei der eben nicht (zwangsläufig) auffällt das sie gestellt ist.

  13. fab hat recht, mir fehlt auch bei einigen Bildern das authentische.
    Einige Bilder finde wirklich nicht gut und einige sind einfach klasse. So beispielsweise das Bild mit dem alten Mann, der über den Bordstein nicht rüber kommt.

  14. Blogartikel dazu: Das ist ja mal schräg: Fotos von Romain Laurent | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel

  15. Sehr cool. Das eine Haus in dem er Fotografiert (zum Beispiel hier das oberste Foto, oder der Mann der den Schlüssel für die Handschellen sucht :D) ist ja mal wirklich der hammer. TRAUMHAFT!

    Am besten hat mir das Foto des City Boys gefallen, den man gar nicht (mehr) sieht, jedoch genau weiß, wo er grad „scream“t… Da kann ich übrigens das Buch „City Boy“ sehr empfehlen.

    Cheers