kwerfeldein
28. Mai 2009 Lesezeit: ~3 Minuten

Tipp: Beim Fotografieren die Rückschauzeit ausstellen

„Wenn ihr fotografieren lernen wollt, dann klebt mal Eueren LCD mit einem Stückchen Tape zu“.

So ähnlich klingt ein Satz, den ich vor langer Zeit irgendwo mal gelesen habe. Und nein, ich habe mein LCD nicht zugeklebt, aber ich möchte heute mit Euch über das Prinzip sprechen um das es dabei geht.

Vorgestern
… habe ich mal wieder ein Konzert fotografiert und dabei ist mir zum x-ten Mal aufgefallen, wie häufig ich doch eigentlich auf meinen LCD schaue, nachdem ich ein Foto gemacht habe. Manchmal schaue ich nach jedem gemachten Foto hintendrauf. Schließlich will ich ja wissen, ob die Schärfe stimmt, das Licht passt und ich den Musiker so drauf habe, wie ich es wirklich wollte. Also verbringe ich manchmal eben soviel Zeit damit, meine Kamera von aussen zu betrachten wie ich tatsächlich durch den Sucher schaue.

Zu viel Zeit. Und zu viele potentielle Möglichkeiten, ein gutes Foto zu schiessen, die dabei flöten gehen.

Ich habe mich dann kurzerhand entschlossen, mal die Rückschauzeit auszustellen, denn die geht ja automatisch nach jedem Klick an (bei manchen Kameras nur, wenn ich die Kamera vom Gesicht nehme). Ausschalten. Somit werde ich nicht ständig vom Aufblinken des LCD’s abgelenkt und kann mich besser aufs Fotografieren konzentrieren.

Wer sich davon angesprochen fühlt, der kann das ja einfach mal ausprobieren.


Situationen, in denen es sich lohnt

Denn wie bei einem Konzert gibt es viele Situationen, in denen ich die Einstellungen wie Belichtungszeit und Blende längere Zeit beibehalte. Da werden kurz ein paar Fotos gemacht, um diese beiden Komponenten festzulegen und das Ganze passiert im „M“-Modus.“M“ steht für manuell und bedeutet, dass die Kamera beim Fotografieren nichts verstellt. Das bietet sich beispielsweise in der Landschaft am Tag oder bei Portraitaufnahmen unter gleichbleibendem Licht an.

Und da kann es sich unter Umständen wirklich lohnen, im übertragenen Sinne das LCD „zuzukleben“, also die Rückschauzeit auszustellen.

Ein Grund weniger

Ich muss dann beim Fotografieren nur noch darauf achten, sauber zu fokussieren und zu komponieren und das wars.  Dementsprechend fällt dadurch noch ein Grund weg, ständig auf den LCD zu schauen und ich kann mich viel besser auf das eigentliche Fotografieren konzentrieren.

Natürlich gehört da am Anfang auch einwenig Disziplin dazu, denn ich kann ja immer noch auf „Play“ drücken – und die Möglichkeitn, ein Foto kurz zu beurteilen sind auch super (möchte das hier nicht schlechtreden oder so), aber manchmal lohnt es sich, dat Dingen einfach auszuschalten ;)

Habt Ihr das schonmal probiert?
Macht das für Euch Sinn oder nicht?

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