kwerfeldein
28. Mai 2009 Lesezeit: ~3 Minuten

Tipp: Beim Fotografieren die Rückschauzeit ausstellen

„Wenn ihr fotografieren lernen wollt, dann klebt mal Eueren LCD mit einem Stückchen Tape zu“.

So ähnlich klingt ein Satz, den ich vor langer Zeit irgendwo mal gelesen habe. Und nein, ich habe mein LCD nicht zugeklebt, aber ich möchte heute mit Euch über das Prinzip sprechen um das es dabei geht.

Vorgestern
… habe ich mal wieder ein Konzert fotografiert und dabei ist mir zum x-ten Mal aufgefallen, wie häufig ich doch eigentlich auf meinen LCD schaue, nachdem ich ein Foto gemacht habe. Manchmal schaue ich nach jedem gemachten Foto hintendrauf. Schließlich will ich ja wissen, ob die Schärfe stimmt, das Licht passt und ich den Musiker so drauf habe, wie ich es wirklich wollte. Also verbringe ich manchmal eben soviel Zeit damit, meine Kamera von aussen zu betrachten wie ich tatsächlich durch den Sucher schaue.

Zu viel Zeit. Und zu viele potentielle Möglichkeiten, ein gutes Foto zu schiessen, die dabei flöten gehen.

Ich habe mich dann kurzerhand entschlossen, mal die Rückschauzeit auszustellen, denn die geht ja automatisch nach jedem Klick an (bei manchen Kameras nur, wenn ich die Kamera vom Gesicht nehme). Ausschalten. Somit werde ich nicht ständig vom Aufblinken des LCD’s abgelenkt und kann mich besser aufs Fotografieren konzentrieren.

Wer sich davon angesprochen fühlt, der kann das ja einfach mal ausprobieren.


Situationen, in denen es sich lohnt

Denn wie bei einem Konzert gibt es viele Situationen, in denen ich die Einstellungen wie Belichtungszeit und Blende längere Zeit beibehalte. Da werden kurz ein paar Fotos gemacht, um diese beiden Komponenten festzulegen und das Ganze passiert im „M“-Modus.“M“ steht für manuell und bedeutet, dass die Kamera beim Fotografieren nichts verstellt. Das bietet sich beispielsweise in der Landschaft am Tag oder bei Portraitaufnahmen unter gleichbleibendem Licht an.

Und da kann es sich unter Umständen wirklich lohnen, im übertragenen Sinne das LCD „zuzukleben“, also die Rückschauzeit auszustellen.

Ein Grund weniger

Ich muss dann beim Fotografieren nur noch darauf achten, sauber zu fokussieren und zu komponieren und das wars.  Dementsprechend fällt dadurch noch ein Grund weg, ständig auf den LCD zu schauen und ich kann mich viel besser auf das eigentliche Fotografieren konzentrieren.

Natürlich gehört da am Anfang auch einwenig Disziplin dazu, denn ich kann ja immer noch auf „Play“ drücken – und die Möglichkeitn, ein Foto kurz zu beurteilen sind auch super (möchte das hier nicht schlechtreden oder so), aber manchmal lohnt es sich, dat Dingen einfach auszuschalten ;)

Habt Ihr das schonmal probiert?
Macht das für Euch Sinn oder nicht?

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57 Kommentare

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  1. Ja und Nein :)

    Bei Events habe ich es mir auch abgewöhnt ständig aufs Display zu schauen – denn unter Garantie passiert genau DANN etwas, was man dann nicht „im Kasten“ hat. Ich habe ab und an auf Modenschauen fotografiert (schlimmste Lichtbedingungen – dunkel, schlimmste Lichtfarben, lange Brennweite) und beim ersten Mal sind mir da wirklich einige „durch die Lappen“ gegangen. Je öfter ich dort fotografiert habe, desto sicherer wurde ich und hab immer weniger aufs Display schauen müssen. So hab ich dann auch nichts mehr verpasst.

    Im Studio ist das etwas anderes. Da schaue ich doch recht oft aufs Display auf direkt auf den PC-Monitor. Da kann ich nichts verpassen. Wenn das Model „in Fahrt“ ist, schieße ich schonmal 30-60 frames durch … mache dann aber eine Pause um zu kontrollieren, Posen auszuwerten und ggf zu wiederholen.
    Wenn es ein „schweres“ Shooting ist – also das Model tut sich schwer, dann schau ich mir mit dem Model jedes zweite / dritte Bild an, bis sie sich sicherer fühlt … und dann geht es idR ganz gut weiter =)

    J-C

  2. Jo, wobei man auch bedenken muss, dass das Licht auf der Bühne meist eben nicht statisch ist. Daher kann man schon mal gelegentlich checken. Aber das mit der verlorenene Zeit das kenn ich. Und dann nervts weil man ein tolles Bild verpasst hat!

    Das Ausschalten kann auch noch bei anderen Events sinnvoll sein. Und zwar immer dann, wenn jemand sieht dass man fotografiert und dann mit einem „Lass mal sehen“ daherkommt. Wenn das Display aus ist fällt diese Ablenkung mal weg.
    Wo ich das Display auch ausmache ist bei Hochzeiten (Speziell in der Kirche) und da auch noch gleich den Sound. Das könnte nerven.

  3. Ja manchmal kann etwas nützliches zum Hindernis werden.
    Aber grundsätzlich lasse ich die Rückschauzeit an.
    Warum? Ich bin damit schneller!
    Man muss nicht jedes mal auf „Play“ drücken um mir die Bilder anzuschauen.
    Aber ich gebe dir da auch recht das man dabei viel Disziplin haben muss um nicht nach jedem Bild auf den Monitor zu schauen. Als erstes sollte man dann besser an seiner Disziplin arbeiten den das hilf ungemein in der Fotografie aber auch im Leben!
    Also Disziplin ist viel wichtiger in der Fotografie als man es oft denkt.

    In diesem Sinne gut Licht und viel Disziplin ;-)

  4. Ich finde die Idee super, habe mir das von Anfang an ähnlich angewöhnt.
    Bei der alten non-SLR cam deaktivierte ich das auch, seit der DSLR mache ich mir das ganze etwas einfacher.
    Zummindest bei meiner Nikon D70 verschwindet das zuletzt gemachte und nun eingeblendete Photo sofort, sobald ich den Auslöser erneut zu ersten Stufe eindrücke, somit mache ich diese zummeist nach jedem Photo.
    Das ganze hat aus meiner Sicht den Vorteil, dass man das Bild ohne Play drücken zu müssen angucken kann, sofern man es doch einmal machen möchte, jedoch auch nicht abelenkt wird, sobald das Bild auf dem LCD erscheint, da man es selbst ohne hinzugucken verschwinden lassen kann.

  5. Ja, habe da auch oft drüber nachgedacht. Aber ich vertraue mir anscheinend noch nicht so weit, daß ich ganz sicher weiß, daß die Bilder was werden. Wenn ich die Kamera und meine Objektive besser kenne, werde ich es auch so halten…

  6. Nach dem Update auf meine neue Kamera habe ich beim Konfigurieren gleich die automatische Anzeige gleich deaktiviert. Bis jetzt fahre ich damit gut. Schaue zwar dennoch hin und wieder gleich das Bild an mit einem Griff zur Play-Taste, aber das ist ja durchaus sinnvoll. Aber wenn mehrere Bilder bei gleichen Umständen angefertigt werden, sollte man sich auch darauf zunächst konzentrieren, was das Deaktivieren der automatischen Anzeige unterstützt.

  7. Ich selbst nutze das Rückschaubild während des Fotografierens eigentlich immer nur dann, wenn sich die Lichtsituationen geändert haben und ich checken will ob es mit den vorhandenen Einstellungen noch passt. In der Regel reicht dazu ein sehr kurzer Blick aufs Display und es kann direkt weitergehen… – aber selbst in diesem kurzem Augenblick kann einem gerade in der Actionfotografie schnell mal das eine oder andere Motiv durch die Lappen gehen.
    Dennoch werde ich es wohl weiterhin so halten, bevor ich am Ende nur noch ungewollte Ergebnisse produziere. Deinen Grundgedanken kann ich aber absolut nachvollziehen. Wenn man noch mal an „früher“ zurückdenkt, wo man dieses Feature noch gar nicht zur Verfügung hatte, so ist es den Fotografen dennoch gelungen beeindruckende Fotografien zu produzieren.
    Ich frage mich hierbei dann nur, warum auf die heutigen Möglichkeiten verzichten, wenn sie einem schon zur Verfügung stehen, dann sollte man auch ruhig seinen Nutzen daraus ziehen.

    Als kleines Experiment und um ein besseres Verständnis für Blende, Zeit etc. zu erlangen, werde ich mich aber mal darauf einlassen und bei einer der nächsten Fototouren komplett auf die Option verzichten – bin jetzt schon gespannt auf die Ergebnisse ;)

  8. Verstehe den Ansatz, und stimme dem auch eigentlich zu.

    Allerdings würde ich nicht so weit gehen, das Teil abzukleben. Mir passiert es leider immer noch sehr häufig, daß ich in ner Situation wo ich meine „Das müßte n Superbild werden“, vor lauter Aufregung erst mal vergesse die Kamera richtig einzustellen.

    Da wäre dann n abgeklebtes Display etwas blöd.

    Ich glaub ich werd in Zukunft mich einfach mal dazu zwingen nicht ständig auf das Teil zu glotzen. Zumal es mich (warum auch immer) total nervt, wenn ich andere Leute mit ner Kamere sehe, die nach jedem Bild da drauf gucken.

  9. Hmmm, geht mir eigentlich garnicht so…ich benutze das Display eigentlich eh nur für die Histogramm-Anzeige. Schärfebeurteilung am Display ist sowieso zum Scheitern verurteilt, wenn wir ehrlich sind. Mir fällt eher auf, wie selten ich aufs Display schaue, und mich manchmal wirklich zwinge, das gemachte Foto nochmal dort anzuschauen und das Histogramm zu kontrollieren. Ich glaube ich vertraue einfach zu sehr auf Autofokus und Belichtungsautomatik ;-). Die Möglichkeit der RAW-Bearbeitung im Postprocessing macht wahrscheinlich etwas sorglos, was die EXAKTE Belichtung des Bildes vor Ort angeht…

    Stefan

  10. Das ist wie beim Auto das ESP abzuschalten nur um „anderen zu beweisen“ was man für ein guter Fahrer ist. Nicht ständig aufs Display blicken ist was anderes als es komplett abzuschalten, denn gerade bei Konzerten, wenn sich das Licht sehr schnell ändert — und das innerhalb von Millisekunden — habe ich vielleicht ein Foto geschossen, dass zwar allen anderen meiner Vorstellungen entspricht, aber eben genau in der falschen Millisekunde getätigt wurde. In solchen Fällen möchte ich doch recht flott wissen, ob ich es wiederholen muss, oder nicht…. und das geht mit der Rückschau eben schneller als erst auf die Play Taste zu drücken.

  11. Hmm. Bei deiner Art Forografie macht das bestimmt sinn. Ich bin aber erst einmal darauf angewiesen, dass ich meine Einstellungen prüfen kann (Infrarot Fotografie). Dementsprechend bin ich auf das Display angewiesen.

    Ich versehe aber was du meinst.

  12. mir geht es wie chikatze. ich vertrau mir selbst noch nicht. und oft ist es wirklich besser einen blick aufs bild zu werfen. auch lerne ich mehr, wenn ich mich gleich korrigieren kann. letztens habe ich mal wieder analog fotografiert und wollte die schärfe prüfen… tja. :-)
    aber ich habe schon bei konzerten oder auch bei sportevents gemerkt, dass -wenn es spannend wird – ich die rückschau nicht nutze und „am ball“ bleibe.

  13. Nachgedacht habe ich ehrlich gesagt noch nie darüber. Ich begrüße eigentlich das Feature, meine Bilder nach dem Knipsen ansehen zu können, gerade weil es manchmal passiert, dass man nicht auf alles achtet.

    Dass es bei Events wie Konzerten sinnvoll ist, mag ich gar nicht bestreitet, da man dort schon etwas verpassen kann, nur finde ich keinen Grund, es bei normalen Touren abzustellen.

  14. Und weil wir schon von „Action“ geredet haben – bei Nikon (weiß nicht wie es bei Canon ist) kann es ziemlich störend sein, wenn die Bildkontrolle (Rückschauzeit) aktiviert ist, denn wenn man das aktive Fokusfeld wechseln will, passiert nichts, weil man stattdessen verschiedene Ansichten des Bildes durchswitcht (Histogramm, Überbelichtung, EXIFs etc) …

    Und weil ich gern und schnell das AF-Feld wechsle ohne das Auge vom Sucher zu nehmen(egal ob Studio oder Event oder oder oder), hat mich diese „Fehlbedienung“ jedes Mal Zeit (und damit ein Gutes Bild?) gekostet – also hab ich die automatisch Bildkontrolle ziemlich bald deaktiviert. Für den Einstieg fand ich die Bildkontrolle super – später kann es störend sein. Wenn ich die Bilder kontrollieren will, dann bewusst.

    Außerdem hält so der Akku länger – genaue Zahlen kenn ich nicht, aber ich denke mit den große 3″-Displays geht auch ordentlich „Saft“ mit weg.

    J-C

  15. (sry @martin, der letzte post war zu früh falsch geklickt, bitte löschen, danke! ;))

    @9. Stefan:

    Autofokus und Belichtungsautomatikverwöhnt, das kann ich leider nicht ganz von mir behaupten, da ich effektiv mein Sigma 17-70 als solches nutzen kann, desweiteren besitze ich nur zwei „alte“ Objektive, eine feine 50mm FB und ein 70-200mm Tele, als M42 via Adapter, da muss ich das alles selbst machen, aber auch dabei ist der Blick aufs Display meist nur am Anfang einer Bildserie da, um die grobe Belichtungseinstellung zu überprüfen ;)

  16. Den Begriff ‚Rückschauzeit‘ dafür kannte ich noch garnicht. Die automatische Bildanzeige nach Aufnahme habe ich aber schon lange aus. Schon, weil mich genervt hat, dass beim Fotografieren im (Halb)dunkel immer das hellere Bild geblendet hat. Und weil ich mehr Akkulaufzeit habe, wenn ich das abstelle.

  17. Ich habe gestern erst die Zeit von 4s auf 8s erhöht, weil mir jedes mal beim berachten des bildes das display ausging. ausmachen werd ich mal versuchen. hat sicher was die bilder erst daheim am pc zu sehen.
    ab und zu wird man es trozdem brauchen, um belichtung/ blende etc

  18. Ich hab die Bildvorschau standardmäßig abgeschaltet. Auf Konzerten guck ich fast gar nicht mehr direkt nach dem Foto drauf, sondern eher in der Pause oder danach, außer es ändert sich drastisch was am Licht. Kommt immer auf die Situation an. Wenn ich Zeit hab und irgendeine statische Sache fotografiere, dann ist das natürlich eine andere Geschichte. :-)

  19. Demnächst (genauergesagt morgen) kaufe ich mir das 50mm 1.4 oder 85mm 1.8 und ich habe auch schonmal darüber nachgedacht das zu tun, aber mir fehlte die Disziplin!
    Ich denke ich werde das morgen gleich mal ausprobieren, und erst wenn ich wieder zuhause bin, die Bilder anschauen :) Ist ja kein wichtiges shooting =)

  20. Ich denke es kommt darauf an, was man fotografiert. Sicherlich macht es teilweise sinn, das Ergebnis sofort zu kontorllieren. Bei anderen Situationen kann es dann aber auch wieder passieren, daß man gerade, wenn man das Foto kontrolliert, den entscheidenden Augenblick verpasst.

    Mir ist aufgefallen, daß man sich sehr schnell an den Kontrollblick gewöhnt. Wenn ich eine Weile mit der Digitalkamera fotografiert habe und dann wieder auf analog umsteige, ist es mir schon mehrfach passiert, daß ich dann erst mal auf den schwarzen Rückdeckel geschaut habe und ganz enttäuscht war, daß da nichts zu sehen ist.

  21. Mir ist’s gestern Abend auch bei einem Konzert passiert.
    Durch den Blick auf das LCD habe ich verpasst, wie alle gleichzeitig in dei Luft gesprungen sind.

    Doch: Überprüfen muss schon einmal sein, wenn man dei Möglichkeit hat. ;)

  22. Auch ich habe es eigentlich immer abgeschaltet.
    Erstens nervt mich das das Aufblinken des Displays und lenkt ab und zweitens spart es auch ganz schön Strom, wenn das Display nicht dauernd an ist. (Besonders wichtig, wenn man in der kalten Jahreszeit auf einem Workshop unterwegs ist und kein Ersatzakku dabei hat) ;-)

  23. Eigentlich könnte ich die wohl auch ganz ausschalten – stimmt schon, schließlich geht die Anzeige so schnell an und wieder aus bei meiner derz. Einstellung, dass ich bis dahin die Kamera noch nicht mal soweit in Position habe um das Bild wirklich betrachten zu können….
    Wobei es aber schon manchmal hilft – zumindest wenn man das ultimative Talent hat zwar im M-Modus zu fotografieren aber nach der Blendeneinstellung dann mal wieder völlig verpennt auch nachzusehen ob die Belichtung einigermaßen im grünen Bereich liegt … da sieht man dann im Aufblitzen des Bildes nämlich gerade noch dass es irgendwie verflixt duster geworden ist (oder verflixt hell).
    Vom Prinip her – alles wo man schnell auf Situationen reagieren muß, da sollte die vielleicht mindestens ignoriert werden wenn nicht ausgestellt (also Hochzeiten – damit man nicht auf’s Display guckt, wenn das Brautpaar irgendwas interessantes macht, Sportevents, Konzerte, … alles mit Bewegung eben) bei Landschaftsaufnahmen kann es stören muß es aber nicht kommt ein bißchen drauf an was man an der Landschaft fotografieren will (also wenn ich eh Postkartenwetter habe kommt es nicht darauf an ob ich zwischen drin mich vielleicht von dem Teil ablenken lasse, wenn ich dagegen eine aufziehende Sturmfront fotografiere könnte ich mich hinterher ärgern wenn ich mich hab ablenken lassen und damit den genialen Sonnenstrahl verpasse der nur 2 min zu sehen war).

  24. Ich habe jetzt seit ein paar Tagen auch das Display deaktiviert. Denn es verleitet wirklich nach jedem Bild uz schauen, ob es auch etwas geworden ist. Und früher, bei meiner alten SLR ging das ja schliesslich auch nicht ;). Klar, ein entscheidender Punkt ist natürlich, dass ich meiner Kamera dahin gehend vertraue, ein scharfes Bild abzuliefern mit einer stimmigen Belichtung. Jedenfalls solange ich sie zumindest auf Halbautomatik lasse. Auf M mache ich ein paar Schüsse die ich kontrolliere und dann dann schaue ich nur in Abständen mal nach.

  25. Kommt drauf an. Wenn ich „normal“ Fotografiere, behalte ich die Funktion aktiv, damit ich nach dem Abdrücken einen kurzen Eindrück habe, ob das Bild grundsätzlich ok ist.
    Letztens war ich im Zoo und dort wollte ich innert kurzer Zeit Fotos mit verschiedenen Optionen (z.B. andere ISO Empfindlichkeit machen). Zum Umstellen habe ich an meiner Nikon die ISO-Taste gedrückt und wollte mit dem Rädchen den Wert verändern. Solange dabei jedoch noch die Bildkontrolle auf dem Display aktiviert war, habe ich immer wieder die Anzeige auf dem Display verstellt, anstatt dass die ISO-Funktion aktiv war. :-(
    Somit habe ich kurzerhand auch das Display deaktiviert und erst nachdem ich die gewünschten Fotos geschossen habe, einen Blick aufs Display gewagt.

  26. Es kommt immer auf die Situation an.
    Letzte Woche: Fotos im Kindergarten. Jedes mal musste das Bild gezeigt werden. Die Kleinen kennen das halt so von zu Hause. Damit wurde aber auch das Vertrauensverhältnis aufgebaut für die späteren Bilder, die dann die eigentlichen waren.
    Andere Situation im Studio oder draussen: Ich brauche irgendwie das innere Gefühl für das Modell oder die Landschaft. Das kann ich durch einen ständigen Blick auf den Monitor nicht aufbauen und habe dann nicht die Aussage in den Bildern, die ich sonst hätte, wenn ich mich gefühlsmäßig ganz darauf einlasse.

  27. Für mich ist es ganz wichtig, schnell einen Überblick darüber zu bekommen und zu überprüfen (was du auch gesagt hast), ob ich die richtigen Einstellungen gewählt habe, das Licht stimmt, etc.

    Man kann doch den Fortschritt des digitalen Zeitalters nutzen, damit man nich etliche Fotos schiesst und hinterher, um eine Zwischenbilanz o. Ä. zu ziehen, sieht, dass alles „umsonst“ war.

    Ich finde es wirklich nervig, wenn ständig Leute sagen, was man wie zutun hat, damit man „richtig“ fotografieren lernt. Klar schoss man nicht wie wild um sich, als es ausschließlich analoge Kameras und (teure) Filme gab, man achtete im Vorhinein penibel auf alles Mögliche (nehm‘ ich mal an) – heute ist das anders und man KANN doch einen Blick auf die Ergebnisse werfen und sich DIREKT Gedanken machen, was man sofort (in dem Moment) besser machen kann/muss.

  28. Ich denke nicht, dass man das so pauschalisieren kann. Ich mache sowas eher davon abhängig was ich wie fotografiere. Wenn es ein richtiger Shoot ist, dann ist der Blick auf’s Display, in meinem Fall auf den Monitor schon recht wichtig um zu die Ergebnisse schnell beurteilen zu können. Auch im Hinblick dass meine Blitze auf 1/1 schonmal länger zum recyclen brauchen hat man dann kurz Zeit um mal schnell das ein oder andere Bild anzugucken.
    Normalerweise mache ich jedoch meine Einstellungen einmal und schaue prüfe dann bei jedem Einstellunsshot Schärfe und Histogramm; wenn ich dann der Meinung bin, das alles passt ist es für mich wichtiger durch den Sucher zu gucken um gute Momente zu sehen.

  29. Displays sind so schwachsinnig wie Stützräder am Fahrrad. Ohne Stützräder zu fahren lernt man eben besser, hat man keine dran!
    Fotografie lernt man auch ohne Stützräder.
    Und „M“ steht nicht dafür, dass sich die Kamera nicht mehr verstellt sondern dafür, dass man bitteschön weiß, was man tut und nicht auf die Unterstützung der Kamera angewiesen ist. „M“ steht für manuell. Und manuell macht immer noch der Mensch – nicht die Kamera.

  30. wobei man falsche, beziehungsweise vielleicht besser, passende blendeneinstellungen am display nicht immer gleich erkennen mag. genauso wie eine fehlfokussierung nicht zwangsläufig sichtbar ist.
    dann lieber ein bruchteil eines momentes länger durch den sucher gucken und einstellen als nach jedem bild zu überprüfen ob alles passt.

  31. Ich hab die Rueckschauzeit nach 2 Tagen abgeschaltet, weil mich dieses aufblinken einfach immer nervte. Ich druecke halt den Knopf wenn ich das Bild sehen/kontrollieren will, und wenn ich grad was besseres zu tun hab nervt mich nix :)

  32. Ich habe meine Rückschauzeit auf 2 Sek. eingestellt. Ganz abschalten kann ich nicht, da ich mich gerne vergewisser ob alles passt, so wie ich mir das vorstelle.

    Wenn es schnell gehen muss, könnte es natürlich eine Option sein das Display auszuschalten. Aber das war bisher noch nicht nötig.

  33. @Tilla Pe: Hm deine Meinung teile ich nicht. Sicherlich lernt man wahrscheinlich am besten, wenn einem nicht alles abgenommen wird. Aber viele Leute sind mit den Parametern der Fotografie und wie diese Zusammenhängen schlichtweg überfordert. Die sind froh, dass es Automatiken gibt.

    Und auch das Display – wenn es so großer Schwachsinn wäre, dann würde sich sicherlich kein Display an den „großen“ Kameras befinden. Aber auch die Mittelformatkameras haben Displays. Und das hat definitiv nichts mit „lernen“ zu tun. In der Fotografie kann so viel „schief“ gehen – dass das Displays nicht die „Stützräder“ sind, sondern vielmehr die geöffneten Augen, um nicht blindlings vor einen Baum zu fahren :)

    Wenn ich mir mal genau bewusst machen, WIESO ich zur Kontrolle auf das Display schaue sind das folgende Punkte:
    – grobe Belichtung (genaue per Histo oder am PC)
    – Bildausschnitt (im Sucher seh ich nur 95%)
    – Ausdruck des Models
    – gibt es Störendes?
    – ganz grob die Schärfe (ob total verhauen)

    Früher haben Studiofotografen mit Porlaroids gearbeitet – und waren begeistert von dieser Möglichkeit des „Schnellbildverfahrens“

    J-C

  34. Also ich finde das der Bildausschnitt schon beim schießen des Photos bedacht und nicht am Bildschirm bewertet werden sollte.
    Bei der Belichtungsfrage gebe ich dir recht, aber auch dazu gibt es doch in der Kamera (sucherintern) Hilfsmittel, auch im M (jetzt mal lt. der Kommentare hier „Master-Modus“ genannt ;) ).
    Störendes bekomme ich persönlich auf dem Monitor nicht mehr mit als zuvor durch den Sucher!

  35. Ich bin ein Wenig-Display-Gucker :-) Ich lasse mich üblicherweise nicht davon ablenken… ich bilde mir jedenfalls ein, nur bewußt draufzuschauen.
    Liegt vielleicht mit daran, daß ich die „technische Ansicht“ bei mir eingestellt habe, in der das Bild nur recht klein ist, dafür aber die Histogramme der Farbkanäle eingeblendet werden. Und das ist auch das, was ich – wenn ich flüchtig aufs Display sehe – überprüfe: Ob ein Kanal ausbricht.

    Will ich das Bild und die Schärfe kontrollieren, muß ich auf den Play-Knopf drücken; das tue ich – gezwungenermaßen – bewußt… und ziemlich selten.

  36. Ich hab das Display immer ausgeschaltet, da es mich nervt, wenn es da ständig hell wird. Wenn ich mal zwischendurch schauen will, dann drück ich den zugehörigen Knopf. Aber meistens schaue ich erst am Laptop wie die Fotos geworden sind.

  37. Nachdem schon öfter gesagt wurde, dass das Display zu hell ist und beim Blick durch den Sucher stört, was habt ihr denn alle für Kameras bei denen das so ist?

    Ich habe eine D70 (ohne s ;) ), da ist das LCD noch recht klein, stört somit aus meiner Sicht nicht.

  38. @fab yops bei meiner D70 hat es mich auch nicht gestört, aber die aktuellen Kameras mit 3″-Display – das ist schon ein heller Brocken :)

    und was den Bildausschnitt angeht – eher, was alles noch MIT drauf ist … weil eben die D70 keine 100% Sucherfeldabdeckung hat. und bei „Action“ kann auch oft schwer einschätzen, ob das nun alles mit drauf war, oder ob doch was abgeschnitten wurde > so war’s gemeint.

    J-C

  39. ich als anfänger kann da echt nicht so mitreden, was konzerte oder so betrifft…ich versteh schon das das recht viel zeit alles kostet mit hin und zrück schaun aber….
    ich kann nur für mich sprechen und ich muss sagen das mir die rückschauzeit eig echt hilft, vorallem jz (in der zeit wo man lernt).
    da ich generell NUR im M-Modus fotografier(für mich selbst der reiz an der ganzen sache, alles selber einstellen und ich find auch erst dann kann man sagen,DAS IST MEIN FOTO)ist es nicht immer so einfach die richtige blende oder verschlusszeit zu treffen, und da hilft mir die rückschauzeit so einiges, weil die zeigt mir blende doch etwas höher und verschlusszeit ein tick länger……
    wie gesagt ich spreche hier für mich, es gibt sicher leute die das zack zack eingestellt haben und das alles onlock machen.
    ich hoffe das ich eines tages meinen LCD auch mal zukleben kann, aber bis dahin take it easy

  40. Die Extremlösung „hinten zukleben“ finde ich übrigens arg grenzwertig… wie oft kam es bei mir schon vor, dass die Kamera aus unerfindlichen Gründen konstant über/unterbelichtete? Einige male. Dann ist Korrektur angesagt.. täte ich das nicht, würde ich eine ganze Latte Bilder mit falschen Einstellungen schießen.

    Ansonsten ist das natürlich korrekt, was das Problem angeht, dass man eventuell „DAS“ Foto verpasst, weil man mal wieder auf dem Display da hinten rumspielt… :D

  41. bin auch haeufig auf konzerten unterwegs. die musik ist so gut wie immer punkrock, metal, hardcore usw.
    da meine lieben jungs nie wirklich ruhig stehen koennen ist es mit der bildkomposition immer etwas schwierig. rueckschau hatte ich seit der ersten kamera noch nie an. find es mehr als stoerend wenn nach jedem klick das display leuchtet.
    bevor es richtig los geht mach ich ein paar test bilder an denen ich dann meine einstellungen mache. bilder am display schau ich dann meist nur in abschnitten an wo ich sicher bin das auf der buehne nicht viel passiert. hin und wieder bin ich aber dann doch zu neugierig und will das ergebnis gleich sehen. ;-)
    ein vorteil ist wenn man die bands/musiker und deren buehnenshow etwas kennt.
    vg mario

  42. Ausnahmsweise bin ich mit den Artikel einverstanden hab sogar noch einen Argument für die RAW-Fotografen. Was wird auf dem Display angezeigt? Auf jeden Fall nicht das, was aus den Sensor kommt. Das Bild wird optimiert um die Anzeige möglichst „optimal“ zu gestalten, wie – das wissen nur die Konstrukteure der Kamera. Sogar der sonst sinnvolle Anzeige „Unter/Überbelichtung“ kann man nicht wirklich trauen. Ich hatte schon oft bei einem rot blinkenden Himmel (bei Nikon bedeutet diese Anzeige Überbelichtung in allen drei Kanälen – also „keine Rettung“), später bei der Bearbeitung noch Details/Zeichnung in ein oder zwei Kanäle entdeckt.
    Für mich ist eine sinnvolle Beurteilung des Bildes an dem Display aufwendig (bei der Beurteilung der Schärfe muss man immer zoomen) oder nicht möglich (Beurteilung der Belichtung, da hilft eine Histogramm). Dazu kommt noch das oben erwähnte lästige Doppelbelegung der Bedienelemente bei neuen Nikon’s (D300, D700).
    Also weg damit :) Noch einen Feature den ich nicht brauche und nicht nutze.

  43. Mein Display hinten wird nur dann benutzt, wenn ich die Zeit dazu habe bzw die Pflicht den Schuss perfekt zu haben. Normal aber halte ich am analogen Stil fest. Erst die Bilder machen und erst später sehen was draus geworden ist. Das schult zu dem noch den Blick fürs wesentliche. Was letztenendes nichts geworden ist, hat Pech gehabt oder wird nachgeholt.

  44. Ich möchte das Display nicht missen und ich schaue auch tatsächlich nach jedem Foto drauf. Zu oft ist es mir schon passiert, dass ich das eben nicht getan hatte und zuhause verärgert feststellen musste, das irgendwas, Belichtung, Winkel … nicht 100%ig passte. Wenn es schon da ist, warum nicht nutzen … dann könnte ich ja gleich wieder analog fotografieren und mich daheim von der Filmentwicklung „überraschen“ lassen ;-)

  45. @42 J-C:

    ok, einverstanden, da mag das wirklich störender sein!

    mal gucken, vielleicht krieg ich bei gelegenheit mal solch eine in die hände um das auch mal selbst zu testen.

  46. @47 sweti: ich vermute mal, dass Nikon die JPEGs anzeigt, denn in den RAW-Files ist ja ein JPEG-Vorschaubild integriert. Und das JPEG nicht den vollen Dynamikumfang von RAW hat, wissen wir ja – ist ja einer der Gründe um in RAW zu fotografieren.

    Stimmt schon, die Anzeige ist keine 100%ige Garantie für eine Über-/Unterbelichtung … aber eine Tendenz lässt sich erkennen. Wenn mir die Kamera schon eine Überbelichtung anzeigt, dann versuch ich das zu korrigieren – denn dann hab ich im RAW auf jeden Fall noch genug „Fleisch“ um noch was zu korrigieren.

    J-C

  47. Ich hab das bei mir auch ausgeschaltet (Nikon D300), da es mir immer wieder passiert, daß ich ein Bild mache, dann die Blende verstellen will mit einem der Drehrädchen vorne oder hinten und dann anstatt die Blende einzustellen, plötzlich durch die Displaymodi browse und mich wundere, warum sich die Blende oder die Belichtungskorrektur nicht verändert. Eine gelegentliche Kontrolle finde ich aber durchaus sinnvoll um von der Belichtung nicht völlig daneben zu liegen. Also erstmal einen Testshot machen, anschauen und dann normal weiterfotografieren.
    -Horst

  48. Wenn ich privat fotografiere, dann verzichte ich auch ab und zu mal darauf, auf das Display zu schauen. Das ist kein Problem. Aber bei den Fotosessions für meinen Arbeitgeber kann ich mir das nicht leisten, mich später am PC „überraschen“ zu lassen.

  49. Haha. Auf den 1,8 Zoll meiner leider etwas betagten EOS 300D lässt sich leider eh keine Schärfe oder sonstige Dinge erkennen. Dementsprechend bin ich eh darauf angewiesen ohne auszukommen.

    Gruß

    Eike

  50. Konzertbilder und journalistischen Kram muss man leider angucken… bei kreativer Arbeit kann man es gerne mal weglassen und sich einfach in Ruhe auf das Photographieren an sich konzentrieren, dann werden die Bilder idR besser :)

  51. Das ständige aufs Display gucken lenkt meiner Meinung nach nur ab. Abgestellt und aufs Motiv konzentriert und ein Foto gemacht, wenn es die Situation ergibt. Aussortieren kann man später. Ja ok, in einer ruhigen Sekunde mal kurz die letzten bilder durchsehen ob die Belichtung noch hinkommt. Ist aber meist nur zur Beruhigung. So ist das bei mir.