kwerfeldein
20. Mai 2009 Lesezeit: ~3 Minuten

Aaaaah! Ich kann nicht mehr fotografieren!

Gestern Abend habe ich meinen guten Freund & Netzgestalter Daniel Ehniss (twitter) fotografiert. Da Daniel ein Liebhaber der Stadt ist, haben wir uns dazu entschieden, die Fotos von ihm in Karlsruhe zu machen. Also trafen wir uns um 17 Uhr bei ihm – ich hatte zwei Softboxen, meine beiden Blitze und den sonstigen Kram dabei. Entfesselt blitzen also – nur dieses mal nicht in der Natur sondern in der Stadt.

Nachdem wir zuerst ein paar Fotos im Hinterhof und Garten gemacht hatten, zogen wir los in Richtung Weststadt und suchten uns einen Ort, an welchem ich ihn fotografieren sollte. Es war schon 18.30 Uhr und das Licht wurde immer schwächer.

Und spätestens jetzt muss ich den Titel hier etwas relativieren, denn natürlich kann ich noch fotografieren. Aber – ich habe noch nie mit Blitzausrüstung (entfesselt) in der Stadt fotografiert. Es war also eine komplett neue Situation (die mich zuerst zugegebenermaßen etwas irritiert und verunsichert hat). Und dabei habe ich festgestellt:

Ich erinnerte mich an genau einen Tipp von Calvin Hollywood, den ich in nem Video gesehen hatte und der mir beim Fotografieren weiterhalf.*

Ansonsten war das Letzte …
… an das das ich dachte irgendwelche Foto-Tipps, Videos, Blogpost, Podcasts und Fotobücher mit schlauen Tipps zum Fotografieren. Ich hatte einfach keine Zeit, darüber nachzudenken und ausserdem hätte es keinen Sinn gemacht, mich hinzusetzen, tief in mich zu gehen und zu versuchen, mich an irgendeinen schlauen Tipp zu erinnern.

Da war der Daniel, die Stadt, das kontinuierlich schwächer werdende Licht der Abendsonne, die Softbox mit Stativ, meine Kamera und ich. Zwar habe ich schon etwas Erfahrung auf dem Gebiet, Menschen z.B. auf Hochzeiten zu fotografieren, doch nun war es dran, mich auf diese neue Situation einzulassen und mit den unterschiedlichen Komponenten zu spielen.

Die Fotos werde ich an anderer Stelle mal hier vorstellen, dafür ist jetzt aber zu früh :)

Ich stelle immer wieder fest, dass ich tausende Bücher lesen, hunderte Blogposts schreiben und x-Podcasts gesehen haben kann (shit, ich will hier doch gar nicht so sehr polarisieren hihi…)

Doch entscheidend ist:
Mich immer wieder in fotografisch völlig neue Situationen zu werfen, in denen ich herausgefordert bin, damit umzugehen. Das bringt zwar jede Menge Unsicherheiten mich sich – das Gefühl nicht mehr fotografieren zu können –  aber es inspiriert mich auch unglaublich. Das geht ab. Da werde ich kreativ. Und vor allem bringts eines: Erfahrung.

*Bei Gelegenheit kann ich den Tipp von Calvin und meine Gedanken dazu hier mal etwas weiter ausführen, doch das hätte definitiv den Rahmen gesprengt.

Aaaaah! Ich kann nicht mehr fotografieren!

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14 Kommentare

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  1. Da siehst du wieder. Du kannst nochsoviel in Büchern stöber, Podcasts hören oder sonstwo die Infos einziehen. Am Ende, genau da wenn es darauf ankommt, dann weist du nichts mehr.
    Probieren geht über studieren. Also von daher. Gratuliere zur neuen Erfahrung. :-)

  2. Ich kenn das nur zu gut, wenn ich meiner „natürlichen Umgebung“ – dem Studio – entrissen werde, komm ich mir auch sofort vor wie jemand, der soeben seine allererste Kamera in den Händen hält.

    Aber wie heißt es so schön? „Man wächst an seinen Herausforderungen“ – deswegen nehme ich die dann doch sehr gern an. Man braucht oft ein Weile, eh man sich „hineingefuchst“ hat, aber durch die Erfahrung, die man in anderen Bereichen gemacht hat und die man zwangsweise „besitzt“, kann man sich dann doch auf das Spezielle dieser „anderen“ Situation konzentrieren und entsprechend – wie du schon sagst – kreativ arbeiten.

    Aus diesem Grund lass ich mich doch gern auf „Abenteuer“ ein – außerdem hilft es ganz gut, die Grenzen / „neue“ Grenzen seines Equipments besser kennen zu lernen.

    J-C

  3. Kenn ich – kenn ich.

    Grad letzte Woche habe ich mich wieder mit den Kreativprogrammen meiner EOS auseinandergesetzt. Habe die Anleitung gewältzt, weil ich bisher immer auf „gut Glück“ fotografiert habe und halt einfach rumprobiert habe, ohne überhaupt irgendeinen Plan zu haben. Hab mir einen kleinen Notizzettel gemacht, was man wann einstellen sollte… hab es zum fotografieren mitgenommen und was war im Endeffekt?

    Ich habe krampfhaft versucht mich an irgendwelche aufgeschriebenen Notizen zu halten… ich war total verunsichert und stand allein inmitten von Feldern mit der Kamera in der einen und dem Zettel in der anderen Hand. Nachdem ich ein paar Aufnahmen gemacht hatte und das Gefühl nicht loswurde „dass ich nicht mehr fotografieren kann“, hab ich wieder in den M-Modus geschaltet (wie eigentlich fast immer) und einfach drauflosfotografiert. Und siehe da, es klappte wieder ;-)

  4. Etwas wirrer Post heute, finde ich.. :)

    Ansonsten: Fotografie ist wohl eines der Dinge, bei denen man laufend was neues lernt. Und man sich immer wieder vorkommt wie ein blutiger Anfänger.

  5. gespannt bin ich auch, nur der blogpost hört sich so an, als ob’s in die hose gegangen ist.

    aber hey, jeder fängt auf einem gebiet mit neuen equipment mal klein an – ganz normal :)

  6. Egal wie gut die Bilder sind: es wäre spannend, sie zu sehen! Und spannend wäre auch, was hätte anders sein sollen, was hätte besser sein sollen! gerade wenns nicht geklappt hat wäre es für mich super zum lernen wenn am ende ein „Und wenn ich folgendes gemacht hätte, wärs besser gewesen“ stehen würde – das wäre echt lesenswerte Erfahrung!Ansonsten: cooler Link zum Vid von Kevin!Danke!
    Grüße!

  7. @Ulli: Das was du geschrieben hast, lese ich sonst eigentlich immer anders rum, also zum Umstieg von der Automatik zu den Kreativprogrammen oder von P/Av zu M. ;)

    Ich hatte gerade gestern erst mein erstes „richtiges“ Portrait-Shooting. Es war nichts großes und auch eher technisch als kreativ, aber ne gute Gelegenheit um Erfahrung zu sammeln. Ich bin das auch eher unvorbereitet angegangen, hat dann aber doch ganz gut geklappt. Was ich aus der Situation gelernt habe: Ich brauche unbedingt noch mind. einen zweiten Blitz und richtige Lichtformer! ;)