kwerfeldein
18. Mai 2009 Lesezeit: ~2 Minuten

Retusche: Wo ist bei Euch die Grenze?

Dass wir mit Photoshop, Lightroom, Gimp und anderen Tools in Fotos eingreifen und sie verändern ist uns allen klar.

Landschaftsfotografen nutzen die Bildbearbeitung, um Tonwerte aufzubessern, Farben zu korrigieren oder z.B. den Himmel düsterer zu machen. Fashionfotografen retuschieren Fotos, um von Modelle von Hautunreinheiten oder anderen störenden Elementen zu befreien.

In Modemagazinen geht heute kaum ein Foto über den Tisch, welches nicht retuschiert wurde. So mancher Fotokünstler erstellt sogentannte Compositings, in der laternengroße Kochlöffel am Straßenrand stehen und überdimensionale Bügeleisen auf der Autobahn fahren.

Die Bildbearbeitung scheint „alles möglich“ machen zu können.

Doch wo ist die Grenze? Wann ist zu viel retuschiert, zu heftig manipuliert? Wo ist der Übergang von Realität zur Scheinwelt?

Eins ist sicher: Es gibt auf diese Fragen keine einfache Antwort. Die Fotografie ist zu komplex, die sind Möglichkeiten zu vielfältig und vor allem: Geschmäcker und Empfindungen unterschiedlich.

Ich selbst habe kein Problem damit, einen Himmel auszutauschen, Farben zu verändern und Bereiche aufzuhellen, abzudunkeln usw. Einen Pickel wegmachen oder Augen aufhellen – warum nicht? Doch wenn ich manchmal sehe, wie entstellt und ausperfektioniert so manches Modell in Fachzeitschriften aussieht, dann merke ich auch, dass ich das nicht mehr so gut finde.

Nun könnte ich hier weiter ausschweifen und begründen, was ich hier und dazu denke. Aber heute möchte ich Euch das Mikrofon-Monopol geben und danach fragen, wo Eure Grenze liegt:

Bildbearbeitung – Montage – Retusche: Wo ist bei Euch die Grenze?

Jede Meinung zu diesem Thema hat ihre Daseins-Berechtigung. Es gibt kein richtig oder falsch. Sagt, was Ihr denkt, ganz ehrlich und unverblümt.

Na dann legt mal lost! Ich denke, das kann eine spannende und (auch gerne) kontroverse Diskussion werden!

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