kwerfeldein
14. Mai 2009 Lesezeit: ~2 Minuten

Der Landschaftsfotograf Michael Anderson

Heute möchte ich Euch das Portfolio des Reise- und Landschaftsfotografen Michael Anderson vorstellen. Als ich vor ein paar Wochen seine Fotos zum ersten Mal sah, hat es mir schier die Sprache verschlagen. Weil ich mich selbst auch als Landschaftsfotograf sehe, habe ich natürlich etwas genauer hingeschaut und bin nicht enttäuscht worden.

Michael Anderson’s Portfolio hat mich deshalb angesprochen, weil seine Fotos nicht nur ungewöhnliche Orte zeigen, sondern weil er ein sehr feines Gefühl für Stimmungen und Bildkompositionen hat. Und wie Michael zur Fotografie gefunden hat, ist mindestens ebenso eindrücklich wie seine Bilder:

„I was a backcountry ranger for several years in Yosemite National Park where I met Galen Rowell and spent the week of my 21st birthday at a remote ski cabin learning from Galen at one of his first workshops. He was a great story teller who lived through some extraordinary adventures and he lit a fire in my imagination that continues to this day. On the night of my birthday, Galen took me aside and we talked about how individual vision, seeing the unexpected, and an artist’s passion can combine to create great photographs, but also shape our view of the world and our goals in life. I wrote his words down on a piece of paper I keep in my copy of his famous book ‚Mountain Light‚ which he signed that week. Since then, I’ve worked hard to find my own voice and I’ve incorporated a lot of his philosophy into my work.“

Anderson liebt das Reisen, das Losgelöstsein von einem festen Ort und die Abenteuer, die damit verbunden sind. Seinen Bildern sieht man an, dass es sich lohnt (finde ich).

Auch wenn ich die Navigation durch Anderson’s Bilder etwas umständlich finde, beeindruckt mich dennoch seine Webseite, die seine edel und intensiv wirken lässt. Anderson fotografiert mit einer Hasselblad H2D und einem 39MP Rückteil. Dass Anderson auch Photoshop kann, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

So – und nun genug gesprochen, hier der Link:

Michael Anderson’s Portfolio

Anderson’s Webseite ist definitiv ein Lesezeichen wert und ich werde hin und wieder vorbeischaun, ob er nicht mal wieder ein paar neue Fotos hochgeladen hat.

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28 Kommentare

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  1. Das sind wirklich extrem geile Bilder. Besonders das Bild, daß Du auch für den Beirtag genommen hast, ist der Wahnsinn.

    Mich wundert nur, wie man bei einem solch hohen Anspruch an seine Bilder, einen so tiefen Anspruch an seine Website haben kann. Es macht wirklich keinen Spaß sich durch die Bilder zu klicken. Das geht heutzutage mit recht simplen Mittel wesentlich besser.

    Aber vermutlich ist ihm das egal – :)

  2. Die Bilder sind (technisch) brilliant. Aber ein Gutteil ihrer Faszination ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass sie eine Welt zeigen, die die meisten von uns nicht aus eigener Erfahrung kennen.

  3. Dank dir für diesen Tipp! Ich habe mir bisher zwar nur Südamerika angesehen, aber dort sind einige Aufnahmen dabei, da frage ich mich immer noch, wie er die gemacht hat?
    Er hat das Wasser „fließend“ aufgenommen = längere Belichtungszeit, soweit klar, aber dass dann die Gräser im Hintergrund noch gestochen scharf werden ist mir schier ein Rätsel…
    Gerade in den Höhen sollte ja zumindest ein laues Lüftchen wehen, welches automatisch eine Bewegungsunschärfe bei den Gräsern erzeugen müßte, hat er somit einfach nur Glück gehabt? War es die Bildbearbeitung? Oder sonstiges Tricks?

  4. @Jo: Das sachte ich auch in dem Moment.. .
    Die Bilder sind schön, aber nicht außergewöhnlich (technisch).. Der Inhalt macht da viel aus..
    Trotzdem schick zum Ansehen.. Allerdings ist die Navigation tatsächlich unglücklich umständlich..

    M.

  5. Da kann ich mich Maddin nur anschliessen. Die Bilder sind schön, aber nicht aussergewöhnlich. Ausschlaggebend sind hier die Motive.

    Warum er für diese Aufnahmen eine Hasselblad mit 39MP Rückteil braucht ist mir schleierhaft.

    – Das ist meine Eigene Meinung –

    Gruß
    Ronny

  6. Mir geht es wie Thomas. Die Bilder sind zu „schreiend“ hübsch.

    Ich habe nichts gegen Photoshop und bewundere jeden, der damit – im Gegensatz zu mir – virtuos umgehen kann. Hier wurde aber nach meinem Geschmack übertrieben. Bei jedem 2. Bild meldet mir mein Unterbewusstsein „Das ist so nicht echt. Das sieht in natura so nicht aus“. Das finde ich bei einigen Photothemen auch OK, bei Natur- und Landschaftsfotografie nicht. Hier wird nicht mehr Natur und Landschaft gezeigt, sondern es werden in (dank Photoshop) übersteigerte Form Kitsch-Klischees bedient.

  7. @Ronny: Nun, ich bin echt kein Hasselblad Experte, aber Hasselblad hat ja nicht nur Megapixel sondern auch qualitativ hochwertige Optiken… Denke, das könnte viel damit zu tun haben. Jemand anderes ne Idee?

  8. Ich glaube, eine Hasselblad *brauchen* und sich (einfach mal so) eine *leisten können*, sind zwei verschiedene paar Stiefel.
    Warum fahren manche Leute einen Ferrari?
    Das andere ist die Leidenschaft und das *haben wollen*, das *unbedingt haben wollen*… sich jeden Tag und mit jedem Foto an einer tollen Kamera freuen können.
    Ich glaube, es braucht keine besondere Begründung…

  9. Das Hauptargument für die Hasselblad und die 5D Mk II, die er benutzt liegt wohl in der Tatsache, dass es auch ein Leben außerhalb des Internets gibt.

    Für richtig ultraqualitative Großformat-Drucke bringen die Megapixel schlicht mehr Reserve beim Bearbeiten und die Qualität beim Druck (ich denk da in den Dimensionen 100cm und auch deutlch mehr) ist besser nutzbar.

    Würde er „nur“ fürs Web produzieren, würden viel weniger Megapixel auch ausreichen.

  10. @Martin und @Ronny:

    Ich würd das jetzt mal mit dem Vergleich zwischen Mercedes Benz und Bentley erklären. Der Mercedes ist auch teuer, hält trocken und fährt. Der Bentley tut das gleiche, allerdings auf ne subtil andere und irgendwie coolere Art und Weise.

    So ist das hier auch. Ne 1Ds Mark III ist ja nett. Macht Fotos und so. Das ganze mit Vollformatsensor. Die Hasselblad tut das gleiche. Nur mit Mittelformat. Früher (zu Analogzeiten) sagte man zu Vollformat übrigens noch Kleinbildformat. Was sich heute nach „voll groß“ anhört, war also damals „eher klein“. Und was sich heute mit Mittelformat irgendwie nicht so dolle anhört, ist eigentlich schon recht dufte.

    Und das ist nur einer der Gründe, der die Hasselblad vom Mercedes zum Bentley aufsteigen lässt. Natürlich ist der Mercedes auch ok. Hält wie gesagt trocken und fährt. Aber der Bentley kann einfach auch was auf emotionaler Ebene. Wie die Hasselblad. Mittelformat ist toll. Hasselblad ist toll. Fühlt sich gut an. Am besten einfach mal ausprobieren. Aber vorsicht: Wer zu lange damit rumspielt wird Gerüchten nach sehr schnell süchtig ;-)

  11. Einmal ganz abgesehn davon, mit welcher Technik er zu welcher Zeit diese Aufnahmen gemacht hat, sind sie von der Motivwahl und dem Augenblick des Motivs mehr als gelungen.

  12. Die Frage ab dazu eine Hasselblad und 39MP notwendig sind kann man ganz einfach oder gar nicht beantworten. Gar nicht deswegen weil wir ja nicht wissen was er plant mit seinen Fotos zu machen. Ich denke aber schon das er sie letztendlich verkauft. ;) Und da wird es ganz einfach. Weil für seine Zwecke die Hassi und die vielen Pixel das richtige Werkzeug ist, was er sich mit seinem Betrieb leisten kann. Fertich… Und nicht verwechseln… Keiner hat gesagt das man solche Fotos nur mit der genannten Ausrüstung machen kann!!

    Grüße,
    Andreas

  13. Hannes hat natürlich recht. „Mittelformat“ klingt heute irgendwie nach wenig, ist aber effektiv mehr. Die Bilder, die man mit den Kameras dieser Klasse produzieren kann, wenn man denn damit umgehen kann (und das können nur wenige Leute) sind in jeder Hinsicht außergewöhnlich.

  14. Und eine andere Gedankenanregung habe ich auch noch: Jemand, der mit einer solchen Kamera unterwegs ist, der weiß in der Regel extrem genau, was er tut, insofern ist es kein Wunder, dass die Bilder neben der technischen Schönheit zumeist auch kompositorisch und gestalterisch umwerfend sind.

  15. Das sind eher Bilder als Fotos, denn die Farbstimmung ist doch meist eher künstlerisch verstärkt als out of the box. Mir würden die Bilder ein bisschen weniger stark bearbeitet auch besser gefallen, die Präsentation an sich stört mich gar nicht…Webseiten so, wie ich sie seit Jahre kenne und damit umgehen kann…keine nervigen flash-dinger..ist doch ok! Aber: es muss nicht jedes bild ein farbwunder sein…aber interessanter Link, vielen Dank dafür!
    Grüße blue

  16. Ich wollte hier keine Diskussion über die Hasselblad lostreten. Die Vorteile der Kamera und der Optiken sind natürlich nicht von der Hand zu weisen.

    Leider sehe ich nicht die Benutzung der Hasselblad in seinen Aufnahmen. Vielleicht müsst man sich wirklich mal einen Grosformatdruck anschauen, um dies genau zu beurteilen.

    Gruß
    Ronny

  17. Die Aufnahmen sind wunderschön, gar keine Frage, aber auch viel mit Photoshop nachgeholfen um die Stimmung noch dramatischer zu bekommen. Bei manschen Bilder wirkt es wirklich sehr sehr künstlich. Mann muss aufpassen was in Vordergrund steht bzw. das Motiv oder das digitale Nachbearbeitung. Ich persönlich mag es auch wenn Farben knackiger wirken, aber die Farben so hinzubekommen, wie man sie in der Natur nie zur Gesicht bekommt ist wiederum Scheinwelt für mich. Trotzdem sind sie schön anzusehen und einem gehen die Spuke weg beim betrachten, das ist auch das Ziel von Michael Anderson. In diesem Fall betrachte ich solche Fotos sehr kritisch, was Verfremdung anbetrifft.

  18. Da hat es nicht nur dir die Sprache verschlagen. Michal Anderson ist einer meiner absoluten Favoriten, was Landschaftsfotografie angeht. Er bereist die Welt und erlebt unglaubliche visuelle Geschehnisse der Natur, und zum Glück hat er da dann auch noch eine gute Kamera dabei :)