Kwerfeldein
12. Mai 2009 Lesezeit: ~3 Minuten

Von den „richtigen“ Profis – eine offene Kritik

Ich bin ja gerne stiller Beobachter der Fotoszene und dabei fallen mir ab und zu so Sachen auf, die mir gar nicht gefallen. Und eins ist der Gebrauch des Wortes „Profi“. Den Nutzen des Wortes Profi möchte ich heute stark in Frage stellen.

„Hey, es ist doch nur ein Wort? Wo ist das Problem?“

Stimmt. Es ist nur ein Wort. Doch Worte drücken aus, was wir denken, wie wir handeln und vor allem, wie wir uns selbst und andere sehen. Worte setzen den Ton, gebe eine Richtung vor und bestimmen, wie wir mit anderen reden. Und Worte transportieren weit mehr als den sachlichen Inhalt – wie wir heute noch sehen werden.

Unbehagen

„Du bist doch ein Profi“ – so wurde ich in einer Email vor ein paar Wochen genannt. Da bin ich innerlich zusammengezuckt. Fühlt sich komisch an. Nee – Profi? – nee. In mir löst das Wort Profi Unbehagen aus. Warum?

Weil ich alles andere sein will als ein Profi.

Denn meine Assoziationen mit dem Wort Profi sind vorwiegend negativ belegt.

Wenn ich an einen Profi denke, dann schwingt da immer eine gewisse Unerreichbarkeit mit.

Profi klingt nach zu viel Geld und einer übelst derben Ausrüstung. Profi riecht nach „Nase oben“. Profi klingt nach „ich bin’s und Du nicht“.

Profi klingt nach Etikette, Jackette und 50 L Objektiven, die von einem Assi(stenten) hinterher geschleift werden. Und ehrlich gesagt identifiziere ich mich instinktiv mit dem Assistenten und nicht mit dem Profi.

Dabei stellt sich mir die Frage, wofür es dieses Wort eigentlich gibt, und welchen Sinn es hat. Dabei ist mir aufgefallen, dass es vor allem eines bewirkt:

Trennung.

Zwischen Profis und Anfängern. Trennung zwischen Profis und Amateuren. Trennung zwischen denen, die es offensichtlich checken und denen, die nicht noch nicht so weit sind.

(Update: Wer entscheidet eigentlich, wann jemand ein Profi ist und wie lange er noch Anfänger ist? Die Gesellschaft? Der Erfolg? Der Mercedes? Die 50000 € Kamera?)

Wie unnötig.

Das Wort bewirkt noch etwas.
Wer ein Profi ist, der hat einen gewissen Status erreicht – er ist ja „professionell“. Und schon wieder möchte ich kein Profi sein, denn das klingt mir zu sehr nach Stillstand. Es gibt nichts mehr zu lernen. Sorry. Nix für mich.

Nein. Ich will kein Profi sein.

Es gibt Fotografen (und auch andere), die legen einen immensen Wert darauf, ein „Profi“ zu sein. Diese Leute verlieren bei mir manchmal eine gewisse Portion Glaubwürdigkeit. Denn wer es nötig hat, immer wieder diesen Status in Vordergrund zu stellen, der hat irgendein Problem. Da stimmt was nicht.

Wer weiss, was er kann, der braucht das Wort „Profi“ nicht – denn er überzeugt durch sein Handwerk und nicht mit irgendeinem Titel.

Frage: Welche Assoziationen habt ihr beim Wort Profi?

Von den richtigen Profis und warum ich keiner sein will

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61 Kommentare

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  1. Bei dem Wort Profi denke ich an die gleichen Dinge wie du, nur im Grafiker Bereich. Nennen sich so, weil sie Druckmaschinen haben, 30″ Apple Cinema Displays und alle Farbfächer dieser Welt. Naja, nur weil ich das alles nicht habe, heißt das, dass ich dann Amateur bin? Hm. Ein einfaches: „Hm“.

  2. Ein Profi im Bereich Fotografie ist für mich jemand, der vom Fotografieren leben kann. Ganz einfach. Das sagt dann noch nichts über die Bilder aus, die derjenige macht – die können nach meinem Geschmack völlig belanglos sein.
    Aber alleine die Tatsache, dass jemand es schafft, vom Fotografieren zu leben, Miete und Lebensmittel zu zahlen und vielleicht eine Familie zu ernähren, die verdient meiner Meinung nach schon Respekt. Weil man sich als Profi heutzutage sicher mit viel Unangenehmem rumschlagen muss. Zum Beispiel mit Hobbyfotografen, die dem Profi Aufträge wegnehmen, weil sie billig arbeiten können. Mit der fehlenden Bereitschaft, für gute Arbeit auch angemessenes Geld zu bezahlen. Damit, dass man fotografieren MUSS, um zu leben und nicht, weil es Spaß macht.

  3. Bescheidensein bewahrt dich vor Peinlichkeiten. Vorallem wenn man dann doch nicht so „Profi“ ist wie man es selber denkt.

    Und bei „Profi“ hängt die Messlatte doch schon ziemlich sehr hoch, oder?

  4. Interessante Sichtweise! Über das Wort Profi habe ich bisher noch nie so intensiv nachgedacht. Für mich war ein Profi immer derjenige, der mit dem, was er macht Geld verdient und damit über die Runden kommt. Unabhängig, ob dieser nun reich ist. Die Definition bei Tante Wiki trifft es eigentlich:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Profi

    Und daran finde ich nichts Verwerfliches. Wer seine Arbeit gut macht, mit einer großen Sachkompetenz, der ist für mich Profi. Und das sagt nichts darüber aus, ob er noch etwas dazulernen kann, oder nicht. Sollte ich irgendwann mal soweit sein, dass ich mein Geld mit der Fotografie verdiene, und regelmäßig Aufträge bekomme, um davon leben zu können, bin ich gerne bereit, mich ebenfalls Profi zu nennen. Denn dann scheinen andere ja auf meine Fachkompetenz Wert zu legen.

  5. Hi,

    ich denke es gibt einen Unterschied:
    Menschen die sich selbst als „Profi“ bezeichnen und auch alle spüren lassen das sie sich für einen „Profi“ halten. Bei diesen Menschen unterschreibe ich das was Du sagst.

    Menschen die von anderen als Profi erkannt werden und bezeichnet werden. Ich denke in einem solchen Fall ist das Wort „Profi“ eine Wertschätzung und als solche kannst Du sie denke ich in dieser Mail die du bekommen hast auch verstehen.

    Viele Grüße,

    Claus-Peter Malek

  6. Ich sehe es genauso, wie in #1 geschrieben: ein Profi ist ganz einfach jemand, der damit sein Geld verdient, nicht mehr, nicht weniger. Und für mich liegt da auch die einzige Abgrenzung zwischen einem Amateur und einem Profi. Ein Amateur kann mit 50 L Objektiven daher kommen und viel tollere Bilder abliefern als ein Profi, wenn er damit kein Geld verdient, ist und bleibt er ein Amateur.

  7. Sehe das Ganze nicht so problematisch. In einem Profi sehe ich eine Person, welche in einem Teilbereich seiner Tätigkeiten sehr viel Erfahrung hat. Mehr nicht. Bei so einer Person gehe ich von einem starken Grundverständnis von den Systematiken aus, mit welchen sie jeden Tag zu tun hat. Das steht allerdings nicht im Umkehrschluss sofort für eine gute Qualität, denn auch so eine Person muss/kann immer noch lernen in Bereichen in denen sie noch nicht so viel Erfahrung gemacht hat. Nur kann sie sich als „Profi“ diese neuen Bereiche schneller und effektiver als ein Anfänger erlernen.
    Wichtiger hierbei empfinde ich die Frage, ob die Meinung eines Profis mehr „wert“ ist als die eines Anfängers? Allgemein kann man diese Frage aber zum Glück nicht beantworten.

    Ich, an Ihrer Stelle Herr Gommel, würde mich schlicht und einfach über das Lob als Profi bezeichnet zu werden freuen. Immerhin geben Sie mit Ihrem/n Blog/Tweets ein professionelles Bild ab. Den negativen Beigeschmack, den Sie empfinden, würde ich nicht so viel Beachtung schenken, denn das hatte der Sender der Botschaft garantiert nicht im Sinn.

  8. @Glayd: Danke für die Stellungnahmen – und ich biete hier auch mal das Du an… Natürlich habe ich mich auch gefreut über diese Bezeichnung, denn der Absender hatte ja Positives beabsichtigt und das ehrt mich sehr.. Doch das Ganze hat für mich u.A. auch das Denken über das Wort an sich ins Rollen gebracht.. Hmhmm…

  9. Also jemand der mit dem Fotografieren Geld verdient und seinen Lebensunterhalt bestreiten kann ist für mich noch nicht zwingend ein Profi, sondern einfach nur ein Berufsfotograf.
    Für mich ist Profi schon eher ein Qualitätsmerkmal, wenn jemand Bilder einer gewissen Qualität in einer nachweislichen Regelmässigkeit zu Stande bringen kann, dann ist er nahe dran am Profi. Das hat nichts mit der Ausrüstung, der Anzahl oder fehlenden Anzahl von Assistenten oder ähnlichem zu tun.

  10. Hallo!
    Ein Profi, egal in welchem Bereich, ist für mich erstmal jemand, der mit seiner Tätigkeit seinen Lebensunterhalt verdient. Für mich ist der Begriff an sich ohne negative Assoziationen behaftet. Auch sagt „Profi“ für mich nichts über die Fähigkeiten der Person aus, ich hatte oft genug mit Profi-Handwerkern, Profi-Einzelhändlern und Profi-Beamten zu tun, die absolut ungenügend gearbeitet haben ;-)
    Im Bereich der Fotografie gibt es für mich jedoch einen kleinen Unterschied. Fotografen, deren Arbeit mich fasziniert, sind plötzlich keine Profis mehr, sondern Künstler.

  11. Für mich ist ein Profi einfach jemand der mit seiner Tätigkeit auch Geld verdient, über Arbeitsqualität sagt das aber meiner Meinung nach nichts aus… es gibt auch super Hobbyfotografen die vielen Profis haushoch überlegen sind und natürlich umgekehrt :)

    Viele Grüße
    Ein „Profi“ ;-)

  12. Also im reinen Wortsinn sagt Profi/Amateur nichts über die Qualität der Arbeit aus – auch wenn diese Worte meist wertend eingesetzt werden. Der Profi betreibt etwas professionell, d.h. er lebt davon. Der Amateur (frz.) ist ein Liebhaber. Er lebt nicht davon sondern dafür. Ein glücklicher Profi ist im Herzen auch Amateur. In der Realität ist es oft so, dass ein Profi früher ein „Liebhaber“ war (und diesen insgeheim um seinen unbefangenen Zugang zum einstigen „Gegenstand der Liebe“ beneiden muss.) Viele Personen neigen dazu, auf Neid mit Abwertung des Beneideten zu reagieren um sich selbst zu beschwichtigen. In diesem Sinne also: besser mit dem Hobby Geld verdienen als das Hobby zum Beruf machen. (es lebe der feine Unterschied)
    Und wenn du von einem anderen als Profi bezeichnet wirst, ohne das du dich selbst so fühlst, dann nimm es einfach als Lob ;-)

  13. der eigentliche Wortsinn ist für mich ein ganz simpler

    Profi: Geld damit verdienen
    Amateur: kein Geld damit verdienen.

    Allerdings wird das Wort heutzutage natürlich anders benutzt. Es steht im allgemeinen Sprachgebrauch eher für „Könner“ „Spezialist“ etc. Umgekehrt steht „amateurhaft“ für schlecht.

    Vielleicht rührt Dein innerliches Zusammenzucken, wenn Du als Profi bezeichnet wirst, eher daher, daß Du Angst hast, den Ansprüchen an einen „Profi“ (Könner, Spezialist, etc.) nicht gerecht zu werden.

    Das würde dann ja Selbstzweifel bedeuten – Und das ist in meinen Augen durchaus eine positive Eigenschaft…

    Ich hoffe ich bin Dir mit meiner Pseudo-Psychogelaber nicht zu nahe getreten!

  14. ich habe die Erfahrung gemacht dass man (ich eingeschlossen) die Leute als Profi bezeichnet, die in einem gewissen Gebiet mehr Ahnung haben als man selbst und von denen man denkt, dass das Wissen haben alle (sich stellenden) Fragen beantworten zu können.

    Ich wurde schon als Photo-Profi, Excel-Profi, was-auch-immer-Profi bezeichnet, sehe mich in der Regel selbst aber gar nicht als so einer.

    Meiner Meinung nach drückt das Wort Profi eine Anerkennung der Fähigkeiten aus. Diese Anerkennung ist natürlich subjektiv und wird von jedem anders eingeschätzt…

  15. Also ich schließe mich da meinem Vorredner cpm an:

    Wer den „Profi“ raushängen lässt – solche Leute sind wirklich lästig und überflüssig. Und meistens sind die mit der größten Klappe solche Menschen, die nichts auf die Beine bringen und ihr geringes Selbstbewusstein darauf aufbauen müssen, andere runter zu machen oder sie spüren zu lassen, dass sie hier der King im Ring sind. Solche Menschen bedenke ich nur mit einem müden Lächeln. Wer weiß, was er kann, muss es nicht raushängen lassen oder damit vor sich her posaunen. Und außerdem hat so ein Verhalten wenig mit einem „Profi“ oder Professionalität zu tun.

    Ansonsten waren und sind Profis für mich die Personen, die mit dem was sie tun ihren Lebensunterhalt verdienen.

  16. Ich halte es da mit Begriffsdefinitionen wie sie in der Wikipedia nachzulesen sind. Sorry Martin, aber Deine Definition des Begriffs Profi ist mir etwas zu krass, anderen geht es offenbar ähnlich.

    Bin ich ein Fotoprofi? Nein, ich verdiene nicht meinen Lebensunterhalt mit der Fotografie. Aber professionelles Arbeiten als Fotograf – ja – DAS strebe ich an.

  17. Ja Martin, dieses Unbehagen kann ich durchaus nachvollziehen.

    Und wie Julian schreibt – man sieht Leute, die auf einem Gebiet mehr Ahnung / Erfahrung haben, als man selbst, fast automatisch als Profis an. Ob demjenigen das passt oder nicht.

    Was soll das aber heißen – „Profi“? Eigentlich bezeichnet das doch einen Professionellen – also jemanden, der damit Geld verdient, weil es seine Profession – also sein Job ist. Wenn man aber mal ehrlich ist, ist DAS nicht unbedingt die Art „Profi“, die Otto-Normal-Fotografierer damit meint. Denn es gibt genug „Profi-Fotografen“, deren Bilder einen NICHT vom Hocker reißen – sie sind okay / gut … aber nicht spektakulär, so dass man sagen würde: „Wow, wie professionell“ ;)

    Was eigentlich damit gemeint ist, ist doch eine gewisse Expertise. Also wäre die Bezeichnung „Experte“ da treffender. Aber – zumindest geht es mir so – klingt das auch sehr absolut. Als wenn es nichts mehr zu lernen gäbe. Ich selbst sehe mich immer als Lernender – es gibt so viele, bei denen ich bessere Fotos als meine sehe – und an denen orientiere ich mich. Klar, damit mache ich mich „klein“ – aber es bewahrt mich davor, einen Höhenflug zu kriegen.

    Als „Profi“ bezeichnet zu werden, bringt auch eine gewiss Verantwortung mit, die man sich vielleicht nicht aufhalsen will – das klingt so, als ob man sich keine Fehler mehr leisten dürfte… Alles muss perfekt sein – vielleicht hat man ja davor Angst =)

    Gruß
    J-C

  18. Ich finde Profi wirklcih nicht negativ belegt. „Profi“ zu sein und „professionell“ zu arbeiten kann man sogar, ohne damit sein Geld zu verdienen. Ein Profi ist für mich entsprechend jemand, der (im Bereich Fotografie) einiges kann, vieles weiss und entsprechend souverän mit seinem Instrumentarium umgehen kann. Stimme denjenigen zu, die das Wort also eher als Wertschätzung verstehen. Letztlich liegt die entsprechende Kategorisierung jedoch im subjektiven Auge des Betrachters.

    Das muss jedoch alles keineswegs auf diejenigen zutreffen, die sich selber für einen „Profi“ halten – und auch keineswegs auf diejenigen, die mit schlechter Fotografie Geld verdienen.

  19. Hi,

    das Wort Profi hat eine profane Bedeutung. Warum, Martin, Deine Assoziationen in so negative Richtung gehen, wurde mir nicht ganz klar. Aber scheinbar gibt es einen pejorativen „Missbrauch“ in der Szene.
    Profi entstammt dem Wort Professionalist, das schlicht eine Abgrenzung zwischen Hobbyismus und Profession kennzeichnet.
    Das Wort sagt nichts über „Erreichbarkeit“, „Können“, „Hochnäsigkeit“ und „Wert des Equipments“ aus, sondern darüber womit Du Deine Brötchen verdienst. Ein professioneller Fotograf fotografiert hauptberuflich- ein Amateur (Anfänger ist nicht das korrekte Antonym) nicht.

    Gut, so sollte dieser Begriff „Profi“ gebraucht werden. Wie wird er denn gebraucht? Kannst Du Beispiele aus dem Bereich der Fotografie nennen?
    Im Sport differenzieren wir ganz selbstverständlich und im eigentlich Wortsinn zwischen Profi und Amateuren. Unter Musikern entfernt man sich langsam in Richtung Anfänger ist das Gegenteil von Profi: man schreibt in Anzeigen vorsichtshalber man sei „ambitionierter Amateur“ um eine passende Band zu finden.

    Profi hat oft etwas mit formalen Qualifikationen zu tun- muss aber nicht. Und eigentlich jeder, der etwas formal gelernt hat, tut das in dem Bewusstsein, dass er sein Leben lang weiterlernen muss. Gerade deswegen könnte ich mir vorstellen, dass sich der ein oder andere auf den Schlips getreten fühlen könnte.

    Lg Line

  20. Robert hat es auf den Punkt gebracht. Profi sagt nichts über Können und Charakter aus, lediglich darüber ob man mit etwas sein Geld verdient. Es gibt Profis, bei denen stelle ich mir ernsthaft die Frage, wie die es schaffen ihren Schrott an den Mann zu bringen. Es gibt Amateure (im Sinne von die machen Hauptberuflich was ganz anderes), die schiessen hammergeniale Bilder. Aber es ist leider so, das Begriffe wie Amateur und Profi pauschal als Qualitätsmerkmal herangezogen werden.

    Für mich persönlich unterscheide ich bei den Begriffen, wie schon angedeutet: Der Profi verdient sein Geld mit seiner Tätigkeit, der Amateur nicht. Ist also eine Frage des rein beruflichen Status.

  21. Blogartikel dazu: Profis, Spezialisten und andere Superlativen - Huwis Achterbahn durchs Leben

  22. Die Bezeichnung Profi sagt primär nichts über die Qualität aus. Das Wort ist für mich nicht negativ besetzt. Für mich ist ein Profi jemand, der mit der Fotografie sein Einkommen bestreitet. Ich denke, der grösste Unterschied zum Amateur besteht darin, dass der Profi in der Regel Fotos im Auftrag erstellt und insofern weniger Freiheiten geniesst.

    Gruss
    Thomas

  23. Abgesehen von der Definition Profi als jemand der mit einer Tätigkeit oder Fertigkeit sein Geld verdient (wobei ich das noch eingrenzen würde und sagen würde der seine Haupteinkünfte durch diese Tätigkeit beschreitet) hat Profi durchaus auch einen Qualitativen Anspruch gegenüber dem Amateur.

    Einem Profi schreibt man unabhängig der Bezahlung zu das er seine Arbeit in einer konstanten Qualität abliefert, etwas was man einem (auch bezahlten) Amateur durchaus nachsieht. Ob die Arbeit des Profis im Einzelfall besser ist als die selbe Arbeit eines Amateurs ist dabei irrelevant. Der Profi ist deswegen ein Profi weil er diese Qualität konstant abliefert.

  24. gute Frage, Martin …

    wenn ich so darüber nachdenke, dann ist auch für mich das Wort Profi mit Umsatzsteuer, Termindruck, Hecktig, Büroalltag, 18-h-Tage, Verzweiflung und Freude bestückt; wobei hingegen das Wort Amateur oder Semi-Profi weitaus mehr Freude an seinem Tun hat, da er nicht draus angewiesen ist – ihm verzeiht man einen Patzer, er steht nicht unter Leistungsdruck, er nimmt sich Zeit und hat die Möglichkeit sich entsprechend (professionel) auf ein Termin vorzubereiten.
    Ein Profi bezahlt mit fotografieren seine Miete – ein Amateur, bzw. Semi-Profi kauft sich ein neues Objektiv, um noch mehr Freude am fotografieren zu erleben ;-)

    Sehe ich die Sache mal von der anderen Seite: muss ich für ein Shooting bares zahlen, dann erwarte ich, dass es sich bei dem Fotografen um einen Profi handelt, der einen Auftrag zu erfüllen hat.
    Bei TFP erwarte ich einen Semi-Profi, der sich ausprobieren will, der seine Ideen umsetzten will, der ausprobieren möchte, der sichtlich Spaß hat.

    Und ich gehe mit Daniela konform: das Wort Profi ist keine Qualitätsangabe.

  25. Hmm..
    Sehr gute Frage, Martin, da habe ich so auch noch nie drüber nachgedacht!
    Das Wort ist für mich auf jeden Fall mehr positiv als negativ behaftet, auch wenn ich keine klare Definition geben kann!

    Einerseits kann jemand Profi sein, der seinen Lebensunterhalt mit einer Aufgabe verdient, da gebe ich den anderen mal Recht.
    Andererseits kann jemand auch Profi sein (für mich jedenfalls), der sich auf einem Gebiet hervorragend auskennt und einfach nen guten Job macht, auch wenn es ein Hobby ist.

    Ich selbst bin Anwendungsentwickler und so vielleicht für den normalen User ein IT-Profi. Ich selbst würde mich aber nie als solcher bezeichnen, auch wenn ich meine Brötchen damit verdiene…
    Dich, Martin, würde ich zum Beispiel sehr wohl als Profi bezeichnen (natürlich auch positiv behaftet!).. ;) Du verdienst Dein Geld mit der Fotografie. Und auch, wenn das alles reines Hobby wäre, hättest Du viel Wissen und würdest super Ergebnisse präsentieren.

    Wie so oft im Leben ist wohl auch dieser Bereich voll von Schattierungen, ne s/w-Skizze kann ich auf jeden Fall nicht malen.. ;)
    Vielleicht ist das alles ne Frage des Blickwinkels bzw. der eigenen Fähigkeiten auf dem betreffenden Gebiet . . .

    Gruß
    Sven

  26. Ich sehe es unabhängig vom Equipment und der Qualität der Bilder:

    Profi: verdient sein Geld mit Fotografie, kann gute oder schlechte Fotos machen, kann die Nase oben oder unten haben, kann teure oder billige Kameras verwenden

    Amateur: ein Liebhaber der Fotografie, verdient kein Geld mit seinen Bildern, kann ebenfalls gute oder schlechte Bilder machen, kann die Nase ebenfalls oben oder unten haben und kann genauso eine teuere oder billige Kamera verwenden.

  27. Meiner Meinung nach verhält es sich bei Fotografen wie in allen anderen Bereichen auch. Profi ist, wer durch seine Tätigkeit Geld verdient und davon auch leben kann (Berufsfotograf). Natürlich gibt es genügend Fotografen die mit Ihren Fotos Geld verdienen, aber erst mit einer gewissen Efahrung, Know How und Qualität ist es möglich damit auch seinen gesamten Lebensunterhalt zu bestreiten.

  28. In vielen Fotoforen kann man den Begriff mit Asi oder Proll gleichsetzen. Da lassen sich manche von denen herab Leuten zu helfen, aber erwarten dann auch, dass es keine Widerworte gibt, da sie ja eh recht haben.

    Protzen in ihren Signaturen mit den teuersten Objektiven und in Threads, wo es um günstige (gemeint ist dabei unter 500 Euro) Objektive geht sagen sie dann Sätze „Ja, mit sowas kann man sicher auch Fotos machen….“, also im Ton von oben herab.

  29. Als ehemaliger Selbständiger ohne selbstbewusstseinsaufwertende Zertifikatsmappe habe ich mir die Definition aus den ersten Kommentaren schon lange zu eigen gemacht.

    Wenn irgendwas nennenswert zu deinen Einkommensströmen beiträgt, macht dich das zu einem Profi.

    Es ist keine Wertung der Qualität der Arbeit. Es gibt gnadenlos gute Hobbyisten und wirklich mäßige Professionelle.

  30. Du hast in deinem Beitrag den Begriff Stillstand erwähnt.

    Da kam mir gleich der Satz „Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!“ von Sokrates in den Sinn. ;-)

    Super Artikel von Dir. Stimme Dir da voll und ganz zu. ;-)

    In diesem Sinne…

    Marcel

  31. Ich definiere Profi so wie viele andere hier – einfach jemand, der mit seiner Profession Geld verdient und davon leben kann.

    Ich verstehe aber nicht ganz, wieso man Begriffe wie Profi oder Experte negativ belegen sollte.
    Ein Profi verdient Geld mit dem was er macht – toll, herzlichen Glückwunsch!
    Ein Experte ist jemand, der sich auf einem Gebiet gut auskennt – also jemand den man für sein Wissen oder können schätzen kann. Wer sagt denn, daß ein Experte sich nicht weiterbildet oder nichts dazu lernt? Das ist doch Quatsch!

    Man kann doch keine ganze Menschengruppe (in dem Fall Profis (und Experten)) in Misskredit bringen bzw. über einen Kamm scheren.
    Natürlich gibt es immer Menschen die unangenehm eitel sind oder auf dem hohen Ross reiten, aber das bedeutet doch nicht dass es auch das Gegenteil gibt.

    Und was ist so schlimm daran wenn jemand Anzug trägt? Oder eine teuere Ausrüstung benutzt? Der Fotograf wird sich immer die Ausrüstung suchen die seiner Weise zu fotografieren am besten gerecht wird und die für den Kunden erforderliche Qualität bringt. Und wenn das Mittelformat ist, muß es halt Mittelformat sein. Und wenn 3 Assis gebraucht werden damit Lichtdoubles da sind oder was auch immer dann muß es auch sein.
    Warum sollte man denn den Fotografen dafür schmähen?

    Ich versteh’s nicht.

  32. Profi ist man, wenn man mit der Fotografie seinen Lebensunterhalt verdient. Fotograf hingegen ist man, wenn man verstanden hat, dass dem gewillten, leidenschaftlichen und echten Betrachter einer Fotografie jedwedes Professionistentum herzlich egal ist.

  33. Ich habe in den letzten Wochen auch öfters mal den Kommentar bekommen, dass es doch schön zu sehen ist wie ein Profi fotografiert. Habe dann gefragt wo denn der Profi ist. Ich denke nicht das ich ein Profi bin und mag es auch nicht so genannt zu werden. Klingt für mich auch zu abgehoben.

    LG Alexander

  34. Ach Martin …
    Hm ich geh mit diesem Wort anders um. Du hast recht, wenn Du sagst, dass ein Profi „professionell“ handelt. Ich möchte aber betonen, dass jemand, der sich „professionell“ verhält ganz und gar nicht still steht. Ganz im Gegenteil: Er versucht gerade sich immer weiter fortzubewegen. Denn ein Profi muss davon leben, was er produziert.

    Ein Beispiel:
    Auch wenn es nicht immer so aussieht, aber ein professioneller Fussballspieler muss immer, jeden Tag, hart trainieren. Er muss immer besser sein, als alle anderen. Nur dann rechtfertigt er, dass er mit Fussballspielen Geld verdient.

    Das gleiche gilt auch für andere Bereiche. Ich hoffe, dass ich deinen Blick auf den „Profi“ einen neuen Blickwinkel geben konnte, denn ich will Profi werden, über all da, wo ich finde, dass ich gut bin und mich wohl fühle. Ich empfinde diesen Begriff nicht negativ.

  35. Hallo Martin!
    Sachlich: Der Profi erwirtschaftet sein Haupteinkommen mit der Fotografie, nicht mehr und nicht weniger. Ob er dabei den Spaß daran verloren hat oder gute Fotos macht, ist nicht gesagt.
    Persönlich: Ein Profi macht seine Sache professionell. Er plant voraus, ist pünktlich und verlässlich und hat Kontakte und Erfahrung. Er liefert stets etwas mehr als vereinbart und macht seine Kunden meistens glücklich. Gutes Geld für sehr gute Leistung ist sein Devise.
    Der ‚Möchte-Gern-Profi‘ nimmt den Auftrag an, ist überfordert und unzuverlässig, dafür gerne günstig / billig; er frustiert Kunden oft (das war ironisch gemeint).

    Schon lustig, wie unterschiedlich eindeutige Worte besetzt sein können. Danke für Dein Posting!

  36. Profi hin oder her – wenig profihaft ist für mich folgendes: Aus einer sprachlich ziemlich belanglosen Worthülse, welche von den einen so, von den anderen so verwendet bzw. gesehen wird, eine philosophische Grundsatzdiskussion zu machen. Dabei gleich zu Beginn alle Aspekte, die von den meisten Menschen als negativ gesehen werden, damit zu verbinden um sich dann – engelsgleich – im nächsten Schritt davon zu distanzieren. Bzw. sich als Strebender nach den positiven Gegenteilen zu outen. Sorry – meine persönliche Meinung – aber kitschiger gehts für mich kaum. Nein, ich will kein Profil sein, ich will nicht so gesehen werden – manche nennen das schlicht ‚fishing for compliments‘
    Vielleicht ein paar Dinge einfach mal entspannter sehen und pragmatischer angehen. Inhaltich schließe ich mich übrigens Carsten / topfloor von oben voll an. Nichts für ungut, ansonsten bin ich ein treuer Leses Deines Blogs!

  37. Ich sehe es so, wie es das Wort sagt: ein Profi ist nichts anderes als eine Person, die ihr Geld verdient mit der von ihr ausgeübten Tätigkeit, hier das Fotografieren – nicht mehr. Umgangssprachlich hat es sich eingeschlichen, dass man immer die Assosiation damit hat, diese Person macht in der Ausübung der Tätigkeit alles perferkt. Der Begriff sagt nichts über die Qualität aus – viele verwechseln das im täglichen Sprachgebrauch; – das wiederum hat einen anderen Hintergrund…

  38. Ein Profi ist für mich jemand, der mit der Fotografie (also darauf bezogen jetzt) Geld verdient. Alles andere ist erst mal egal, um Profi zu sein braucht man keine 50 weisse Riesenobjektive, ich glaube häufig sind Profis weniger gut ausgestattet als einige fanatische Hobbyfotografen (bzw. Fototechnikliebhaber). Auch sagt „Profi“ nichts über die Qualität der Bilder aus, es ist sogar durchaus möglich, dass die Qualität nicht an gute Amateursachen ranreicht, einfach weil der Profi in erster Linie auf Wirtschaftlichkeit achten muss (er muss sich ja mit dem Job seine Brötchen verdienen) und vielleicht nicht immer die Musse hat, Stunden aufzuwenden, um ein einzelnes Bild zu perfektionieren. Alles in allem bin ich eigentlich froh, Hobby- und nicht professioneller Fotograf zu sein und selber entscheiden zu können, was ich wie gut machen will und was nicht.

  39. Hallo,
    zunächst: ich bin Fotoamateur.
    Profi kommt von professional und dies bedeutet übersetzt: beruflich
    Bei meinen Ausführungen geht es mir um die Mehrheit. Sicher gibt es immer die Ausnahme: den schlechten Profi, den Überflieger Amateur.
    Von jemandem der sich einem bestimmten Thema beruflich widmet erwarte ich, dass die grundlegenden Dinge richtig gemacht werden, weil diese gelernt und durch die tägliche Praxis in Fleisch und Blut übergegangen sind. Es gibt dann zwei Richtungen: Stillstand und lernen. Jim Rakete ein Bsp. für weiters Lernen und er stellt sich einer schwierigeren Kameratechnik. Stillstand: der Fotograph kann dann immernoch handwerklich gute Bilder abliefern, es wird halt die Kreativität/der frische Wind fehlen.
    Aroganz ist etwas ganz anders, eher ein Perönlichkeitsdefizit. Man kann/will sich nicht mit Ihm in positiver Weise auseinandersetzen. Man kann und will sich nicht auf die geliche Stufe stellen bzw. dem anderen helfen. Es könnte ja vom eingen Glanz etwas genommen werden.

  40. Wenn jemand eine Ausbildung als Fotograf beendet hat ist er noch kein Profi für mich, aber auf dem Weg Professionell zu sein. Es gibt noch Fotografen mit Meisterbrief usw…
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man an Hand der Bilder erkennen kann ob es vom Profi oder Hobbyfotografen geschossen wurde. Es ist die Frage ob man Talent dazu hat und nicht weil er damit sein Lebensunterhalt verdient. Ganz klar ist das man Amateur und Profi unterscheiden kann und ich finde, das man sich nicht schämen muss so genannt zu werden. Ich finde deine Bilder zum größten Teil sehr Professionell… nur weiter so!!! :)

  41. Also ich erwische mich auch oft, dass ich sage die Profis machen das so, die Profis haben dieses etc.
    Damit meine ich es aber auf keinen Fall negativ – im Gegenteil. Für mich sind alle, die gute Fotos machen, ihr Handwerk vestehen, ihren eigenen Stil haben, Bilder die mich emotional bewegen, etc. Profis.
    Sich auf Ihr können und ihre Erfahrung weiterbilden und NICHT/NIE stehen bleiben – Kreative, die ständig lernen.

    Sry, aber wie auch du Martin. Mir gefällt deine Arbeit sehr und auch zu verfolgen, wie dein Handgeschick wächst.

    Macht weiter so ihr Profis :)

  42. Bei mir bedeutet das Wort Profi lediglich, dass der Profi-Fotograf seinen Lebensunterhalt verdient. Über die Qualität der Bilder sagt das gar nichts aus!

    Mir hat es mal die schuhe ausgezogen, als ich meine analogen filme bei einer stadtbekannten firma entwickeln lassen wollte. Da wurde mir gesagt dass sie meine Filme nicht entwickeln, weil ich ja kein profi bin! Man war ich sauer!

  43. Immer diese Neiddebatten mit Unfertigen! Erinnert ein bisschen an die Dikussion nach dem Schema: Wer hat den Längsten.

    Ganz selbstverständlich gibt es professionelle Fotografen und Amateurfotografen und es gibt Profifotografen, die fotografieren ganz scheusslich und fotografierende Amateure, die machen exelente Bilder. PS: mit Ausrüstung hat das in den wenigsten Fällen etwas zu tun.

    Profis, dass wurde hier schon verschiedentlich geschrieben, verdienen beim Druck auf den Auslöser, Amateure tun dies in der Regel nicht. Das scheint mir der rundum wertfreie Unterschied zwischen beiden zu sein.

    Aber alle wollen Profis sein oder mindestens so genannt werden oder eben nicht so genannt werden – wie der Autor dieses Beitrags – weil, da kommt ja noch was usw. Warum eigentlich? Weil dem Professionellen etwas Fertiges anhaftet, etwas Abgeschlossenes, Aufgeklärtes. Und was soll ich sagen, das stimmt! Und darum findet eure Profession und werdet glücklich. Fotografie hat viele, viele Möglichkeiten – für Fotografen.

    oh je: schon der neunundvierzigste Kommentar zu diesem Beitrag. Ich könnte platzen vor Neid …

  44. „Profi“ kommt von „Profit“, man macht sein Geld damit.
    Der „Amateur“ tut es aus liebe zur Sache. Alle die Latein können: Amare = lieben
    (Allerdings will ich jetzt nicht ausschließen, dass jemand der sein Geld mit Fotos verdient dies nicht auch mit Leidenschaft tun kann!)

  45. Blogartikel dazu: Eine Korrektur zum gestrigen Artikel | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel

  46. Ich bin zwar zu spät dran mit meinem Kommentar, aber dennoch: Profi heisst für mich persönlich einfach jemand, der mit der jeweiligen Arbeit Geld verdient. Damit ist im Grunde keine qualitative Wertung verbungen.

  47. Hi!

    Ich lese deinen Blog nun schon einige Zeit doch jetzt muss ich mal meinen Senf dazugeben :).

    Mir geht es ähnlich wie dir, wenn mich die Leute mit Profi ansprechen, jedoch auf einem anderem Themenbereich. Ich komm mir vor als würden die Leute zu viel von mir erwarten, eingeengt und in ein Klischee gedrückt.

    Man kann es aber auch von der Seite sehen wie die Leute dich sehen! Du hast sicher schon oft Leute sagen hören oder hast schon selber mal gesagt: „Der macht das profimäßig“.
    Ich bin mir sicher du hast das nicht negativ gemeint, sondern du hast dem Menschen bewunderung und Respekt entgegenbringen wollen. Daher denke ich, man soll seine Meinung vertreten, kein Profi, in dem Sinn wies wir meinen, sein will, man aber doch die andere Seite auch sieht und es akzeptiert, dass es Menschen gibt die zu einem aufschauen und sich denken: Ich will dieses oder jenes auch mal so gut können!

  48. Hallo!

    Ein Amateur, der auch noch so schöne Fotos schießt, bleibt trotzdem immer ein Amateur. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, bis er anfängt, gewerbsmäßig Fotos zu verkaufen.

    Das Wort „Profi“ sagt in meinen Augen nichts über das handwerkliche Können aus.
    Es sagt nur, dass jemand mit dem was er kann, auch regelmäßig Geld verdient.
    Eine Aussage zu Qualität ist darin nicht inkludiert!

    Insofern wäre ein Passbildautomat konsequenterweise als Profi zu bezeichnen ;-)

  49. Blogartikel dazu: Ressentiments in der Fotografie-Community: Eine Stellungnahme mit Ausblick | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel

    • Elegant am Thema vorbei, würde ich sagen.

      Es geht ja gerade darum, dass das Wort „Profi“ nicht viel mehr Aussagekraft hat als eine gewisse Trennung, ja „Klassen“-artige Struktur, zu schaffen.
      Das Wort und was es wirklich umfasst wird ja gar nicht definiert, viel mehr was ein anderer mit dem Wort assoziiert.

      Aussage ist also, dass jemand, der sein Handwerk so gut beherrscht, dass er seine „Aufgaben“, Aufträge, Ideen etc. damit erfüllen kann, dieses Wort nicht braucht um sich zu definieren.