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01. Mai 2009 Lesezeit: ~3 Minuten

10 weitere Peinlichkeiten von Fotografen

Liebe Leute, heute ist der 1. Mai und es ich habe mal wieder Lust, einwenig über mich selbst und so manche Fotografeneigenschaft zu schmunzeln. Vor mehr als einem Jahr hatte ich hier ja die 10 peinlichsten Angewohnheiten von Fotografen gebloggt und heute möchte ich diese Liste um 10 weitere Punkte verlängern.

Wie letztes Mal möchte ich betonen, dass ich mit diesem Artikel niemenanden direkt ansprechen, keinem auf die Füsse treten will, manches überspitzt geschrieben habe und die ein oder andere Eigenschaft gut von mir selbst kenne. Ist also nicht wirklich ernst gemeint, ne?

1. Der Zwang, irgendeinen technischen Fehler in den Bildern anderer zu finden und diesen dann schön lange als Kommentar auszubreiten. In manchen Fällen sind bei genauerem Hinschauen genau diese Fehler auch in unseren eigenen Fotos zu finden. Autsch.

2. Auf Fotomessen mit einem 600er Telebjektiv (auf der 1D *zwinker) rumzulatschen obwohl wir es gar nicht einsetzen können, weil die Räume vor Ort viel zu eng sind. Wir tragen es aber trotzdem. Aus Prinzip cool (oder eher peinlich).

3. Auf einer Fotosafari nach jedem (zweiten) geschossenen Foto dem anderen Fotografen zeigen, wie geil unser Foto geworden ist. Bekommen wir mal das LCD des anderen zu sehen denken wir aber: „Shit, dem seine sind ja noch besser als meine“. Wir verziehen dabei kein bisschen unser Gesicht und fotografieren so richtig professionell weiter (nix anmerken lassen!).

4. Oder umgekehrt: Wir zeigen allen möglichen Leuten unsere besten Bilder (die wirklich gut sind), betonen aber dabei, dass wir eigentlich gar nicht gut fotografieren und auch noch nicht lange dabei sind. Diese Masche, Leute zu beeindrucken, finden wir selbst ziemlich gut.

5. Wir lernen jemanden auf einer Party kennen und sagen schon bei der Begrüssung: Hallo, ich heisse … und bin Fotograf. Dass das Dank der 3 umgehängten Kameras nicht zu übersehen ist, kommt uns dabei nicht in den Sinn.

6. Wir sind überproportional von unseren Fotos überzeugt und glauben auch, dass wir überdurchschnittlichen, supergeil, extrem derben Style haben, der nur noch nicht entdeckt worden ist. Deshalb betonen wir auch besonders gerne, dass wir nicht so sind „wie alle anderen“ Fotografen.

7. Beim Shooting mit einer Person sind wir so sehr auf die perfekte Bildkomposition bedacht, dass wir dadurch die Person vor der Kamera völlig vergessen. Nach 10 Minuten fällt uns dann ein, wieder mal etwas zu sagen und wundern uns, warum die Person sich irgendwie schwer tut, ein Lächeln aufzuziehen.

8. Mitsamt Ipod (voll aufgdreht) in den Ohren und 3000 Gadgets in der Tasche sind wir sowas von übermotiviert, dass wir gar nicht bemerken, was wir da eigentlich fotografieren. Am Ende des Tages fragen wir uns, warum wir eigentlich so gestresst sind.

9. Unser Wortschatz ist voll von Worten, die andere niedriger als uns einstufen: Anfänger, User, Kunden, Profi (das sind natürlich wir).

10. Wir geben anderen Tipps (zu Ihrer Ausrüstung oder ihren Fotos), nach welchen sie nie gefragt haben. Nachdem wir sie völlig vollgelabert haben bemerken wir, dass „irgendwas nicht stimmt“ und fragen uns, warum uns die Leute ständig aus dem Weg gehen.

Fallen Euch noch irgendwelche Peinlichkeiten ein? Bin schon gespannt! Ausserdem: Wünsche Euch nen angenehmen 1. Mai. Feiert schön!

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