Kwerfeldein
27. April 2009 Lesezeit: ~ Weniger als eine Minute

Alles nur geklaut?

In diesem Video spreche ich über das Thema Bilderklau im Internet. Meine Meinung hat sich zu diesem Thema deutlich verändert und deshalb möchte ich mit Euch darüber sprechen. Wie immer bin ich daran interessiert, was ihr darüber denkt und warte schon auf Eure Reaktionen. Viel Spass damit!

An alle, die die Auswertung der Monitor-Umfrage nicht erwarten können: Morgen wird sie erscheinen.

Alles nur geklaut?

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73 Kommentare

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  1. Hallo Martin.

    Ich fand deine Meinung beim ersten hören ehrlich gesagt sehr extrem, aber als ich selber darüber mal genauer nachgedacht habe, denke ich nun dass du da ziemlich recht hast. Eigentlich kann man sich darüber freuen, wenn andere die gemachten Bilder mögen und sie weiter verbreiten. Auch deine Position außerhalb des webs finde ich korrekt. Darüberhinaus wäre das mit der Nennung der Quelle / des Fotografen schon sehr wünscheswert. Dadurch wird man anderen Leuten ja bekannt gemacht.

    Im ganzen teile ich deshalb deine Meinung, und finde es ausgesprochen gut, dass du das auch Publik machst.

    Ich möchte mich außerdem nocheinmal bei dir für das Feedback bedanken, es gibt mir Mut und deinen Ratschlag werde ich auch versuchen in der nächsten Zeit umzusetzen.

    Bis dahin, vielen dank für deinen Blog, viele Grüße.

  2. Martin, das ist der Fluch des hohen Bekanntheitsgrades!;)

    Mir persönlich ist der Bilderklau nicht völlig Wurst. Sollten meine Bilder irgendwo ohne meine Erlaubnis im Web auftauchen, wäre ich damit nicht einverstanden. Es ist einfach nicht korrekt, wenn jemand das Ergebnis meiner Arbeit ohne Namensnennung oder Link für sich verwendet.

  3. Bilderklau tut nicht weh, aber kratzt natürlich am Ego des Fotografen.
    Ich habe lange Zeit meine Fotos mit Wasserzeichen versehen, um das Problem der “vergessenen” Credits abzumildern. Dann habe ich das hier gesen und das hat bei mir einen ähnlichen Umdenkprozess in Gang gesetzt. Inzwischen lasse ich das Wasserzeichen weg, weil es das Bild versaut.

  4. Hallo Martin und auch an alle Mitleser/-schauer,

    genau den Gedankengang bin ich vor einiger Zeit auch gegangen.
    Ein striktes Copyright hat für mich persönlich keinen Sinn mehr, sobald ich das Internet als Plattform benutze.

    Die meisten Bilder stelle ich unter der Creative Commons 3.0 Lizenz BY-NC-ND ein, also “Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitung”. Details hier: http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/

    In einigen Fällen verzichte ich aber auf den Anspruch, dass das Bild unbearbeitet gelassen werden muss, da oftmals (meist aus englischsprachigen Communities) Anfragen kommen, ob das Bild als Vorlage benutzt werden darf, um eine digitale Zeichnung, Fotomanipulation oder eine andere Form abseits der “reinen” Fotografie angefragt wurde.
    Das sehe ich auch nicht so kritisch und freue mich, wenn ich dann die Ergebnisse per Link oder Mail zugeschickt bekomme, denn so sehe ich auch die Ideen und die Umsetzungen der anderen Künstler, Artisten, Hobbyisten und merke manchmal: “Oh, daran hätte ich nie gedacht, soetwas mit meinem Bild zu machen”.

    Und Ruckzuck kann man im Dialog mit solchen Leuten stehen, Bearbeitungstipps oder sonstige Sachen austauschen.

    Klar, sowas ist nicht immer der Fall, aber selbst im Einzelfall habe ich für mich persönlich mehr gewonnen als durch Nachhetzen und Anwaltsschlachten wegen eines “verkrusteten” Copyrights.

    Die Linie ziehe ich, genau wie Martin, bei der kommerziellen Nutzung:

    Wer Profit in irgend einer Art und Weise generiert und sich dafür meiner Werke bedient, soll einen entsprechenden Teil abgeben, denn (mal salopp gesagt) ohne mein Bild hätte gar kein Profit generiert werden können.

    Insgesamt finde ich die Entwicklung weg vom klassischen Copyright hin zu den CreativeCommons Lizenzen gut und auch bestrebenswert.

    Gruß,
    Dominik

  5. Uff – in der Tat ein heikles Thema, wie du schon sagst.

    Persönlich steh ich dem Ganzen etwas gespalten gegenüber – weiß noch nicht so recht, wie ich mich da positionieren soll…

    Vor 3 Jahren hatte ich eine Zeit lang auch mit “Bildklau” zu kämpfen, bzw eher mit “Traffic”-Klau – hunderte “Teenie”-Seiten von “knuddels” (o.ä.) hatten ein Bild von mir verlinkt, auf dem ein kleines Tigerbaby zu sehen war. Damals war ich noch bei einem Provider, bei dem ich Trafficüberschreitungen teuer bezahlen musste – und dieses Bild (400KB) hat mir in dem einen Monat einen Traffic von knapp 9GB beschert – also etwas über 22.000 Abrufe.
    Da musste ich einschreiten und entsprechend meine Seite “dicht” machen – mit einem “Du klaust Bilder”-Bild (10KB ;) )… schwupps-die-wupps waren die Verlinkungen verschwunden.

    Was meine aktuellen Bilder angeht, so hab ich mir schon sagen lassen, dass man sie schon am Stil erkennt (da bin ich selbst nicht ganz so sicher) – und damit ist das ja eigentlich der beste “Kopierschutz” / “Verweis” auf mich =)

    Wenn ich Stillleben und Landschaften fotografieren würde, wäre ich sicher auch etwas “lockerer” bei der Geschichte – aber da ich Personen fotografiere muss ich sehen, dass auch deren Rechte gewahrt werden – und da ist es nicht ganz so einfach, da ganze “locker” zu sehen. Da kommt es mir wirklich auf den Kontext an, wo das Bild zu sehen ist. Ist es ein – spinnen wir mal – Bild, auf dem ein Mädel “lasziv” in die Kamera blickt, so ist die Wahrnehmung des Bildes auf einem “neutralen Blog” (wie zB hier) eine andere, als würde das Bild auf einer Erotikseite (ok .. Pornoseite) auftauchen …

    Ich teile auch bei Stockseiten den Leuten zumindest mit, wie und wo ich ein Bild (zB für ein Composing) eingesetzt habe …

    Das Kapitel “Bildklau für kommerzielle Zwecke” hast du ja auch schon angesprochen – das geht natürlich gar nicht. Dass die entsprechenden “Designer” oft gar nicht anders können, als Bilder zu klauen, weil sie Dorfdisco-Plakatkampagnen für 5€ machen … das ist eine andere (traurige) Geschichte.

    Deswegen schwanke ic selbst noch zwischen hässlichen Watermarks oder weglassen :(

    J-C ( http://www.jcphoto.de )

  6. Willkommen bei den Creative Commons. :-)
    Meine Bilder sind schon seit Jahren unter Creative Commons, allerdings by-nc-sa. Wenn ich mal über ein Bild von mir stolpere, und da etwas nicht eingehalten wird (kein Autor genannt, doch in kommerziellem Umfeld genutzt), dann schreibe ich schon mal hin, wenn ich eine Adresse finde.
    Manchmal passiert gar nix, manchmal nehmen die die Bilder einfach runter, selten bekomm ich eine Kleinigkeit von meiner Wunschliste (bei kommerzieller Verwendung).
    Ich markiere die verwendeten Bilder dann mit einem Tag in flickr und setzte Backlinks, was denen ja auch was bringen dürfte.
    Ich freue mich einfach, wenn meine Bilder in einem sinnvollen Kontext verwendet werden.
    Und wenn einer in China Ansichtskarten davon druckt und verkauft, werde ich es vermutlich ohnehin nie erfahren, und wenn, was sollte ich machen?
    Wenn aber einer in Deutschland eine reine Werbeseite betreibt, die er mit meinen Bildern noch bereichern will, ohne mir auch nur die Geringste Gegenleistung anzubieten, dann reagiere ich schon etwas sauer.

  7. Hey Martin, geiles Video, und n schwer wichtiges Thema. Ich hab da auch mal ordentlich drüber nachgedacht und bin so zum gleichen Ergebnis gekommen. Aber ich glaub eins hast du noch so n bisschen vergessen zu sagen, nämlich die Größe der Fotos und was man dann damit überhaupt anstellen kann.

    Erstmal hab ich meine ganzen Bilder bei Flickr liegen und das da so eingestellt, dass man die alle nur in 1024 mal wasweißich sehen kann, maximal, außer ich hab dich als friend or family in der Kontaktliste, dann darfste die volle Auflösung haben.

    Das ist für mich schon mal n wichtiger Punkt, denn – wie du auch gesagt hast – mich störts nicht, wenn einer ein Bild von mir benutzen will, aber wenn der dann damit gezielt Geld macht, ist der Spaß vorbei. Weil dann hab ich mich dafür abgerackert und der hat mit einem Klick sozusagen dann aus meiner Arbeit Geld gemacht, und ich hab nix davon. Und so wie ich das sehe, wirds wirklich schwer mit nem doch ziemlich kleinen Foto in 1024 mal wasweißich richtig Geld zu machen, das ist selbst für ne Postkarte schon zu wenig.

    Und ich glaub bei dir hab ich mal gesehn, deine Fotos sind alle nur 700px oder so, da würd ich mir erst recht keine sorgen machen, da kommerziell was dran zu tun ist nich sehr wahrscheinlich.

    Man muss halt immer was differenzieren, ob man gut zu den Leuten ist die einem schaden, oder doch lieber den Leuten die nur gute Absichten haben, ein paar Hürden hinstellt. Ich bekomm z.B. öfters mal Mails mit dem Inhalt “Hey dein Foto Blabla ist echt toll ich hätt das gern als Hintergrundbild, kannste mir das nicht was größer geben?”. Für sowas wärs natürlich klasse, den Leuten gleich das volle Ding geben zu können, weil ich doch denke dass die Hemmschwelle was groß ist, nur für ein Hintergrundbild extra da Kontakdaten von einem rauszusuchen, wo’s doch noch Millionen anderer gibt.

  8. seh ich ganz genauso –
    Allerdings sollte ein Link zum Urheber, oder mindestens der Name unter dem Bild stehen.
    Wenn aber jemand versuchen würde mit meiner Arbeit Geld zu verdienen, würd ich n ziemlichen Hals kriegen, und rechtliche Schritte einleiten.
    Mich hat mal eine schweizer Agentur, die zufällig über die google Bildersuche ein 3D Rendering von einem Technics Plattenspieler von mir gefunden hat, angeschrieben, ob Sie das Bild kaufen könnte. Fand ich sehr nobel, aber wenn man drüber nachdenkt, eigentlich selbstverständlich.

  9. Der Beitrag gefällt mir gut und ich finde deine Einstellung richtig! Ich bin ja auch sehr offen wenn es um meine langweiligen Bilder geht aber bei dir ist das schon was anderes.
    Wenn es wirklich ein kommerziellen Hintergrund hinter deinen Bildern gibt, dann sollte man sie überhaupt nicht auf flickr und co veröffentlichen. flickr und co sind für mich Spielwiesen wo jeder seine werke zeigt und andere auch damit bereichern kann (wallpaper, blog images, twitter image usw).

    Wer will auch schon Geld für meine Bilder ausgeben! Ausserdem ich bin stolz auf mich wenn ich anderen mit meinen Werken eine Freude machen kann.

    Und selbst wen sich jemand die Mühe machen sollte und entwickelt ein Poster von einem meiner Bilder … hell yeah ich würde selbst eins kaufen.

    Aber das ist nur meine Meinung.

  10. Schwere und zugleich einfache Frage!
    Einfach, weil bilderklau schei*e ist. Es gibt nur Ärger, der Beklaute ist frustriert und fühlt sich hintergangen, der Klauende ist auch nicht auf der sicheren Seite (und weis das auch) und könnte somit mit rechtlichtlichen Schritten gegen sich rechnen müssen.
    Schwer, weil ich auch nicht weis wie man das abstellen kann. Die Bilder nicht online stelle, wäre das einfachste, aber was will ich dann mit einem Fotoblog? Die Bilder nur mit Copyright über das gesamte Bild online stellen, dazu hab ich keine Lust und kein Zeit, jedes Bild dahingehend anzufassen. So wie Horst hier auf ein Tool verlinkt ist mir zu umständlich immerwieder nach meinen Bildern zu suchen.
    Also was bleibt ist? Pascals Ansatz ist da schon cool. Allerdings will ich meine Bilder auch groß im Internet anschauen, was mache ich dann?
    Ich für meinen Teil, habe einige Bilder bereits online gestellt. Ob über flickr oder andere Fotocommunities oder über meinen Blog. Da es immermehr werden, habe ich mir jetzt angewöhnt diese in Videos zu verpacken. Ich finde slideshows ja eher etwas eintönig. Zusammen mit Musik kommen die Bilder besser zur geltung. Das ist für mich EIN Weg die Bilder zu zeigen und dennoch eine Art Kopierschutz zu bewaren.

    Siehe hierzu mein Vimeoprofil: http://vimeo.com/user1418340

  11. Sehr interessant dein Beitrag heute. Generell zum Video möchte ich erstmal sagen, dass du sehr natürlich gesprochen hast und man sehr gut zuhören konnte.

    Zum eigentlichen Thema:
    Ich finde das nen sehr schwieriges Thema. Ich hatte bisher glücklicherweise noch nicht das Problem mit Bilderklau, oder habe es einfach nicht mitbekommen.
    Ich biete meine Fotos nicht unter einer CC Lizenz an, wobei ich auch schon darüber nachdachte.
    Wenn aber jemand über mich, mein Blog o.Ä. einen Blogeintrag schreibt und dafür eines meiner Fotos nutzt und auch dazu schreibt, dass es von mir ist und unter meinem Copyright steht, habe ich damit kein Problem. Er gibt es dann nicht als seins aus und promoted quasi nur mich und mein Foto.
    Wie ich mit richtigem Bilderklau umgehen werde, wird sich erst richtig zeigen, wenn es soweit ist.

    Klar ist, dass ich auch kein Freund von Wasserzeichen bin, weil sie einfach das Bild kaputt machen in meinen Augen. Allerdings könnte ich mich auch zu einem winzig kleinen in einer Ecke hinreißen lassen. Aber eben nicht so ein riesen Ding mittendrin. (Wobei das sind wahrscheinlich die einzigen, die etwas gegen Bilderklau nutzen)

  12. Bei mir ist es so, dass ich gar nicht weiss, ob schon irgendwer meine Fotos geklaut hat. Ich wüsste gar nicht, wo ich da gucken müsste und um Detektivarbeit zu betreiben, dazu fehlt mir schlichtweg die Zeit. Ja, ich finde es blöd, wenn jemand eines meiner Bilder klaut und nicht meinen Namen drunter schreibt. Deswegen freue ich mich über jede ehrliche Anfrage zur Nutzung eines meiner Bilder und erlaube das dann auch unter der Bedingung, dass mein Name genannt wird. Sollte ich zufällig mal jemanden erwischen, der eines meiner Bilder geklaut hat, würde ich schon ein paar Worte zu den Bildrechten schreiben. Ob es dann was nützt, ist ja die andere Frage. Da ich die Fotografie nicht gewerblich, sondern rein hobbymäßig betreibe, ist das zwar ärgerlich, aber es richtet keinen grossen Schaden an.
    Auf der FC stellt man die Bilder ja eh nur in max. 400 kb rein, damit kann man wohl kaum tolle Poster drucken lassen. Und in meinen Blog stelle ich sie momentan nur mit ca. 100 kb rein, weil ich max. 10 MB Bilder uploaden kann.
    Da ich überhaupt nicht berühmt und ich jedes Mal total überrascht bin, wenn ich mal eine Anfrage bekomme (wer braucht schon Plümschen-Bilder? *grins* ), habe ich mir noch keine sooo grossen Gedanken um das Thema gemacht. LG Frau Zausel

  13. Interessante Anregungen.
    Wie auch bei der Musik kann es sein, dass Versuche zur Besitzstandswahrung von Fotografen und faktische Realität mehr und mehr auseinanderklaffen. Das “Kostenlos-Prinzip” im Internet ist einfach kaum noch wegzudiskutieren.

    Dennoch gebe ich zu bedenken, dass kommerzielle Fotografen von den Erlösen durch ihre Fotos leben müssen.
    Daher halte ich folgendes Verfahren für angemessen:
    – Bei nichtkommerzieller Verwendung: Urhebernennung und Link
    – Bei kommerzieller Verwendung: Angemessenes Honorar
    Alles andere ist grob unfair.

  14. Das ist mir auch schon oft passiert. Deswegen mache in inzwischen ein kleines Wasserzeichen an den Rand meiner Bilder. So wird es wenigstens zu Werbung, wenn denn schon jemand so dreist ist, die Bilder zu klauen. Von FlickR kann man ja wenigstens offiziell einbinden, so dass der Link wieder dorthin zurück führt. So ist es wohl ideal, als ob man ein Youtube-Video von irgendwoher einbindet.

    Was soll es dem anderen auch bringen, wenn er Bilder klaut? Mein Portfolio beweist, dass ich in der Lage bin, gute Bilder zu machen, ein Bilderdieb kann mit dem Zeug nichts anfangen, außer sich darüber zu freuen, dass er ein gutes Bild von mir gefunden hat. Kriminell wird es natürlich, wenn mit geklauten Bildern irgendwie Geld verdient wird.

  15. Ich bin da etwas engstirniger. Es sind immer noch MEINE Bilder. Klar, ich kann sie nicht ins Netz stellen und denken, dass es keinen Bilderklau gibt. Aber insgesamt möchte ich schon selbst entscheiden können, wo meine Bilder veröffentlicht werden. Darum hab ich ein klitzekleines Wasserzeichen eingebaut, fast durchsichtig, aber die sollen wenigstens Arbeit haben, wenn sie meine Bilder schon klauen.

    Gab hier und da schon einmal eine Anfrage wegen der Bildnutzung, da war ich immer mit einverstanden – aber die Wahl möchte ich haben.

  16. Ich überlege gerade, warum der Beitrag wohl als Video erschienen ist – 8 Minuten zuhören vs. einen handhabbaren Text zu haben, den man auch bei Lärm im Hintergrund etc. lesen kann, später durchsuchbar ist etc. – manchmal ist das einfach schwierig. Vielleicht solltest du dir da noch mal Gedanken drüber machen.

  17. Gute Einstellung. Das ist das typische “Piraten”denken. Da du mir ja bei Twitter followest weißt du ja wie ich das meine. Falls nicht:
    Die Gedanken sind Frei und das Internet eben auch. Schon seit 20 Jahren. Finde es gut, dass du den Musikkünstlern nachempfindest und vorallem auf CC setzt.
    Je bekannter man wird und je besser die Fotos werden desto mehr Leute gibt es die diese Fotos anderen zeigen wollen. Vor allem hat in unserer schnellen Zeit heutzutage kaum einer die Zeit den Fotografen um Erlaubnis zu bitten.

    Solche Maßnahmen setzen Maßstäbe. Und ich hoffe, dass es in der Fotografie-“Lobby” (Gibt’s so was eigentlich) nicht so wird wie mit der Musiklobby wo die “Bilderklauer” vor Gericht gezogen werden.

    Bei den Musikern, die ihre Alben kostenlos vergeben, ist es ja auch so, dass die eben durch Konzerte und Merchandising gut genug verdienen. Bei Fotografen wären das dann die Fotoshootings (wobei ich das noch alles nicht genau sagen kann wie und was. Bin erstmal drauf bedacht meine letzten Abipüfungen zu machen)

  18. Zitat PieKey:

    “Vor allem hat in unserer schnellen Zeit heutzutage kaum einer die Zeit den Fotografen um Erlaubnis zu bitten.”

    DAS halte ich nicht für ein Argument, eher im Gegenteil: Heutzutage geht es superschnell, mit einer Email den Fotografen um Erlaubnis zu bitten.

  19. Der Vergleich mit der Musik hinkt. Gerade wenn man als Band von seinen Einnahmen leben muss/will, dann kann man schlecht alles gratis zum Download anbieten. Seine Musik bei myspace oder so zu streamen ist wieder was anderes, weil man ja die Kontrolle darüber behält.
    Ansonsten ist das mit den Creative Commons sicher kein schlechter Ansatz, aber ich finde es schon blöd, wenn man Bilder nimmt und einfach nicht auf den Urheber verweist. Das würde ich bei meinem Bildern auch tendenziell eher blöd finden. Ist aber so auch noch nicht vorgekommen.

  20. Also ich finde die Creative Commons auch sehr gut und hoffe, dass sich diese noch weiter etablieren, allerdings sehe ich das mit dem URL-Wasserzeichen etwas lockerer und halte die Verwendung in erster Linie praktisch: wenn ich ein Photo sehe, dass mir gut gefällt und im Watermark ist die Webseite des Photographen angegeben, dann hilft dies einfach, das Portfolio/die Homepage schnell zu finden.

    Schöne Grüße
    Michael

  21. Nun zum 28 mal: Heikles Thema :-) Was ich aber ergänzen kann und noch nicht erwähnt worden ist, dass einige Fotodiebe die geklaute Fotos sogar in Wettbewerbe einrichten. Dies war vor kurzen bei einer Fotozeitschrift bekannt geworden. Da der Fotograf aufeinmal sein Foto als Gewinnerfoto in einer Zeitschrift wieder gefunden hat unter anderen Namen und Adresse. Dies löste eine kleine Welle aus wo andere Fotografen auch aufmerksam wurden und ihre Bilder auch bei vielen Wettbewerbe (egal in welchen Medien) wiedergefunden haben. Seh ich in diesem zusammenhang nicht mehr so locker.

    Seit dem tuhe ich mnich sehr schwer Fotos im Web zu veröffentlichen. Wenn doch dann mit einem kleinen Wasserzeichen und nicht Größer als 500 Pixel breit. Reicht ja für mein Blog und flickr.

  22. Servus und danke für das Video!

    Ich war auch etwas überrascht von der Entscheidung, konnte sie aber nach dem Video durchaus nachvollziehen. Omori, wie auch die meisten hier, sind der Meinung, dass es spätestens bei der kommerziellen Verwertung der Bilder aufhören muss.
    Wenn ich mit meinen Bildern Geld verdienen möchte, lade ich sie nicht auf Flickr, sondern gebe sie gleich zu Bildagenturen. Die “freien” Werke würde ich dann mit der CC Lizenz ins Web bringen. Der Ansatz, den Pascal ins Spiel brachte ist durchaus interessant und man hat so zumindest etwas Kontrolle über die Bilder.
    Dennoch sollten sich Leute, die die Bilder nicht kommerziell verwenden möchten, angewöhnen, die Bilder direkt aus flickr heraus zu verlinken oder zumindest den Namen des Fotografen erwähnen. Ich denke, das ist nicht zu viel verlangt.
    Negativbeispiel: Schlecht wird es mir nur dann, wenn die Leute Bilder von mir als eigene Werke darstellen und sich nicht mal die Mühe machen, die Urheberinformationen zu ändern bzw. das Wasserzeichen zu entfernen. Das geht zu weit! Da kann ich auch nicht tatenlos bleiben.
    Positivbeispiel: Vor ein paar Tagen über Flickr die Anfrage erhalten, ob ein Bild von mir für ein Lehrposter an einer US Uni verwendet werden darf, inklusive der Frage, wieviel Geld ich denn für das Bild bzw dessen Verwendung als Poster verlange. Ich habe das Bild der Universität kostenlos zur Verfügung gestellt, mit der Bitte, mir ein Foto zu schicken, auf dem es dann abgebildet ist. Das hat wunderbar geklappt. Daraus ist nun ein sehr netter Kontakt entstanden.

    Mein Fazit: Wenn man den Fotografen fragt und/oder ihn verlinkt/namentlich erwähnt, bin ich gerne bereit, meine Werke zu teilen bzw. zur Verfügung zu stellen. Wenn es um die kommerzielle Nutzung geht, so sollte es eine Art Entlohnung für die Arbeit geben, da der Nutzer des Bildes damit Geld verdient.

    Gruß aus Neuburg,

    Ronny

  23. Hi Martin!

    Ich habe mir bereits angewöhnt wenn ich ein Bild veröffentliche, dass ich
    1.) verlinke
    2.) wenn ein Blog da ist ein Trackback sende
    3.) vorher anfrage.

    Finde auch das du es voll auf den Punkt gebracht hast. Ich wäre nämlich wirklich froh, wenn mir jemand mein Bilde “klauen” würde.

    Viele Grüße
    Flo

  24. Ich bin eigentlich immer für ein offenes Web. Das heißt auch, dass ich meine kreativen Produktion zum teilen veröffentlichen sollte … aaaaaaaaaaaber …

    Sollte zum Beispiel mit meinen Bildern Geld verdient werden, dann will ich zum größten Teil davon profitieren … das heißt jetzt nicht nur bei Druckerzeugnissen, sondern auch eventuelle Werbe einnahmen bei Websites oder ähnlichen Sachen.

    Außerdem möchte ich mir immer noch aussuchen, wem die Bilder präsentiert werden. Und ich will mir aussuchen, von wem die Bilder präsentiert werden und noch viel wichtiger, ich will mir aussuchen, wie die Bilder präsentiert werden.

    @Paul:
    Schau mal bei Olaf Bathke … der hat mal nen Tool für die Rückwärtssuche vorgestellt. Scheint wohl zu funktionieren.

  25. Martin, prinzipiell teile ich Deine Meinung, finde es aber wichtig, die Entscheidung über die Distribution (und noch mehr die Verwertung) der eigenen Bilder dem Urheber zuzugestehen; es ist aus meiner Sicht vorzuziehen, den bewußten Einsatz von Creative-Commons-Lizenzen zu fördern (wie auch ich sie für Bilder, auf denen keine Personen zu sehen sind, verwende), als in Richtung einer “ist doch egal”-Mentalität zu argumentieren (was ich dir hier nicht vorwerfe, sondern als Allgemeinplatz formulieren will). Das Ganze ist bleibt eine Sache des Respekts, auch in sich hoffentlich langsam ändernden Auffassungen über die Verteilung, Finanzierung und Förderung von Kunst und Kultur. Ja, der offene Ansatz gefällt mir besser.

    In jedem Fall aber finde auch ich durch Wasserzeichen oder eingeblendete URLs und Copyright-Hinweise verunstaltete Bilder eine lächerliche Zumutung; hier sollte der paranoide Urheber von einer Veröffentlichung doch eher absehen. ;-)

  26. Wer auch nur irgendwas ins Netz stellt, muss damit rechnen, dass es geklaut wird. Ist bei Texten so, bei Bildern, bei Software, bei Musik. Klingt gemein, aber niemand glaubt mehr an die Unschuld im Netz. Zudem denke ich, dass bei vielen die Gemüter heiß laufen, dass ihre hohe Kunst gestohlen werden könnte. Aber auch Diebe haben ihren Stolz. Die meisten müssen sich keine Gedanken machen, denn was sie für Kunst halten ist in Wahrheit Quatsch. Gemein, wenn man dann wegen eines “geborgten” Bildes einer Brezn verklagt wird, siehe Marions Kochbuch. Bei Bildern bekommt der Dieb ja ohnehin oft nicht die Master-Datei, sondern eine mickrige Bildschirmansicht. Damit kann keiner Plakate für den Tourismusverband rauslassen und dick kassieren.

    Wolf

  27. Blogartikel dazu: Kreative verdienen mit freien Lizenzen kein Geld! - stefan.waidele.info

  28. Für mich stand das nie groß zur Debatte. Ich war erst Blogger dann Photograph…Ich habe selbst, genuin, ohne schaden zu wollen, und natürlich ohne dabei nachzudenken Photos so kopiert, weil das wenn man sich mit der materie nicht auskennt einfach das natürlichste ist.

    Für alle die mindestens einen Link zuruck verlagen. CC hilft. Falls ich ein “all right reserved” Photo ohne Erlaubnis auf meinen Blog stellen würde(was ich nicht mehr tun würde), würde ich es sicher verschweigen wollen. Wer aber neben dem Photo schreit: “Benutz mich! (dafür aber bitte einen link)”, dann macht man das auch viel eher (und mit gutem gewissen).

    Ich persöhnlich veröffentliche auch meine Bilder mit einer BY-NC-SA (Namens Nennung, nicht Kommerziel, änderung nur unter ähnlicher Lizenz) Wer meine Bilder mag, der ehrt mich und soll die ruhig seiner Familien, seinen (40,000) Freunden zeigen können. Wer damit geld machen will, soll mich aber bitte am profit teilhaben lassen :]

  29. @Chrisoph @J-C Danke für die Info. Hatte den Hinweis von Horst wohl überlesen.
    Zum Thema: Ich halte es da eher wie Martin “früher”, d.h. ich finde es nicht gut, wenn Bilder einfach so weiterverwendet werden und würde auch versuchen, dagegen irgendwie vorzugehen. Aber: natürlich geht das nur, wenn es überschaubar bleibt. Wenn man irgendwann einen gewissen Fame im Netz erreicht hat und die Bilder ständig auf Explored landen, ist man (wie Martin ja auch erzählt hat) irgendwann nur noch damit beschäftigt, seinen Rechten hinterher zu rennen. Wenn man dann nicht die Kohle hat, sich eine eigene Rechtsabteilung für solche Fragen einzurichten, ist es wohl besser sich mit der Selbstbedienungsmentalität im Netz abzufinden. Alles andere würde in Sysiphos-Arbeit ausarten.

  30. Ein wichtige Frage für mich ist, wo genau kommerzielle Verwendung anfängt.
    Ich sehe das schon bei der Verwendung meiner Bilder in einem Blog, der Google Ads enthält gegeben, und möchte, dass dies unterlassen wird oder ich irgendwie entlohnt werde.
    Oft wird dann “argumentiert”, man bekomme da ja so wenig Geld, das lohne sich sowieso nicht. Dann sollen sie das IMHO lassen oder eben Bilder in einer Preisklasse suchen, die sie sich mit diesem Blog lohnen.
    Wie sehen das andere hier?

  31. Ob man viel oder wenig verdient, oder dabei draufzahlt, spielt überhaupt keine Rolle, denn wenn die Werbung plötzlich viel Geld abwerfen würde, würde das ja schließlich auch billigend in Kauf genommen.

  32. es macht für mich den unterschied, ob ich darüber hinwegsehen kann, wenn jemand ein bild von mir auf seinen blog stellt und damit eben kein geld verdient, oder ob mein bild in größerer auflage jemanden ordentlich geld bringt. über ersteres bin ich fast dankbar, da so mehr leute meine arbeit sehen, der blogger aber zu uninformiert ist, als das er gedacht hätte, fragen zu können. meines wissens nach ist beides bei mir noch nie passiert. eher ärgert man sich mit kunden rum, die leistungen für kein, oder kaum geld erhalten wollen. ich glaube, jemand der etwas in großen auflagen publiziert weiß auch bescheid über das copy right und den armen blogger zur sau zu machen ist schon irgendwie überhebliche arroganz.

  33. @Joachim
    Richtig – kommerzielle Verwertung fängt da an, wo der erste Cent fließt. Also auch in einem Blog, der mit seiner Existenz Umsatz generiert. Da muss noch nicht einmal Werbung geschaltet sein.
    Wer ungefragt Bilder verwendet, die nicht zur freien Verwendung im Netz herumstehen, der muss dafür bezahlen. Meist doppelt. Isso. Und ist gut so.

  34. Für mich fängt eine kommerzielle Verwendung da an wo eine private Verwendung aufhört.

    Nun Privat wäre für mich sowas wie Geburtstagseinladungen, Desktophintergrund… alles was nur für einen kleinen privaten Rahmnen gedacht ist.
    Die Verwendung in privaten Blogs ist zwar auch nicht kommerziell, aber dort hätte ich halt schon gerne dass zumindest nachgefragt wird, bevor das Bild verwendet wird.

    Das Problem ist, dass man hier nicht nur schwarz und weis sehen darf sondern auch die vielen kleinen Grautöne im Auge haben sollte.

    Gruß
    Julian

  35. @Joachim: Ich sehe das genauso. Wer regelmässig Werbung auf seinem Blog schaltet, betreibt ein kommerzielles Angebot, ganz gleich, was dabei am Schluss unterm Strich raus kommt.

    Für mich ist es nicht verwerflich, das eigene Blog damit zumindest teilweise zu finanzieren oder sogar Gewinne zu generieren, nur: die Konsequenzen sollten bedacht sein.

    Eine solche Entscheidung berührt dann eben auch die Verwendung von Bildern mit non-kommerziellen Creative-Commons-Lizenzen – hier sollte der Blog-Autor einfach nachfragen. Ich bin mir sicher, dass er meist positive Antworten erhalten wird.

    Allgemein glaube ich aber, dass sich viele Blogger über die rechtlichen Konsequenzen, die eine Kommerzialisierung des eigenen Angebots mit sich bringen kann, nicht ganz im klaren sind. Die fangen mit oben angesprochenem ja gerade erst an.

  36. Kurzer Nachtrag zu meinem letzten Kommentar: Ich stimme mit Joachim darin überein, dass ein werbendes Blog kommerziell ist – nicht damit, dass ich nun von jedem Bannerwerber einen Obulus möchte, damit er meine Bilder verwenden darf. Nur Fragen soll er halt, das fände ich nett. ;-)

  37. ich sehe das nicht ganz so schlimm.
    kommerziell beginnt meiner meinung nach erst, sobald z.b. jemand das photo in einer zeitung abdruckt, welce verkauft wird. oder zum beispield die von martin im video angesprochenen postkarten…
    sobald also mit der veröffentlichung dieses photos (richtig) geld verdient wird.

    werbung auf blogs ist meiner meinung nacht unter aller so, soetwas gehört sich nicht.
    (ausnahme dazu seiten wie kwerfeldein oder z.b. nerdcore, auf denen die werbung passend zum thema der seite gestaltet ist und somit dem leser helfen kann)

  38. Martin, deine Meinung in Ehren, aber wie weit hast du noch die Kontrolle über deine Arbeit, wenn Fotos quer im Web herumfliegen?
    Fotofreunden, die im “Ehrenkodex” angesprochen wurden, nehme ich da jetzt mal aus. Aber wenn ich mir ein Foto von dir nehme, ohne mich zu melden und jemand nimmt das Bild von meiner Seite usw. verlierst du zwangsläufig die Übersicht.
    Und der Letzte in der Reihe macht sich ein schönes Portfolio aus deinen Bildern auf einer Seite in zB. Ungarn.

    So long

  39. Bei den Bands weiß allerdings jeder, von welcher Band es ist (kann man ja raushören)
    Bei Bildern allerdings nicht, wenn jemand das als sein Eigentum ausgibt und damit Erfolg hat, dadurch Geld verdient,
    dann finde ich es sehr kritisch!

  40. Werbung im Blog bzw. auf der Seite ist schon eine Form der kommerziellen Verwendung – je nach Seite kann ich das auch einfach tolerieren. Wer offensichtlich eine kleine und private Seite betreibt und damit ein paar Euros Gewinn im Monat macht, der soll das Bild auch so verwenden. Wer von der Seite bzw. dem Blog lebt, der soll dann auch was angemessenes dafür zahlen. Ich entscheide das von Fall zu Fall (und hab noch nicht so viele Fälle, dass mir das über den Kopf wächst).

  41. Dein Videobeitrag spiegelt genau meine Auffassung der Sache wieder. Ich veröffentliche auch unter der CC-Lizenz und würde mich freuen, wenn eines meiner Bilder irgendwoe Verwendung findet und damit jemanden hilft. Natürlich wäre es in dem Fall dann wünschenswert, wenn ich als Urheber irgendwie mit eingebracht werde. Aber da man eh keine volle Kontrolle darüber hat, ich meine Bilder nicht durch Markierungen verschandeln möchte und auch die volle Auflösung allen anbieten möchte, ermögliche ich das lieber regulär.

  42. Ich hab meine Bilder momentan noch unter (c), allerdings habe ich auch schon darüber nachgedacht sie unter cc zu stellen. Bei CC muss sich niemand Gedanken machen ob er das Bild nun zu nichtkommerziellen Nutzen nehmen darf. Und wenn es dann verwendet wird, bekommt man auch noch kostenlose Werbung. Vielleicht wird dann auch eher der Ursprung genannt, grade weil man die Bilder einfach so verwenden kann und als “Dieb” nichts zu befürchten hat.
    Und wenn Geld verdient wird, hat man durch CC auch keine Nachteile gegenüber (c).
    Werde mir da noch mal Gedanken drüber machen.

  43. das problem bei cc ist meiner meinung nach, dass man im gegensatz zu (c) bestimmte rechte lizenziert, zum beispiel dass ein foto bei namensnennung verwedent, aber nicht verändert werden darf. genau genommen würde also jemand, der ein cc-lizenziertes foto verwendet, jedoch den namen des fotografen nicht angibt, einen verstoß gegen diese lizenz begehen. leider gibt es meines wissens noch keinen fall, in dem ein deutsches gericht sich auf cc-lizenzen berufen hätte. cc ist zwar ein schönes projekt und wäre theoretisch auch auf deutsches recht anwendbar, ist aber eben nicht teil des deutschen lizenz- und urheberrechts, weshalb mit einem cc-lizenzierten foto alles mögliche gemacht werden kann, völig egal was bei der lizenzvergabe vorgesehen war. oder irre ich mich da jetzt?

  44. Es bringt mich schon zum nachdenken. Ich suche öfter Bilder zum Thema die ich brauche über Google und komme nicht auf die Idee, Personen zu fragen ob ich das Bild haben darf oder nicht. Besonders für Bildmontage sucht man öfter dinge die man selbst nicht Fotografieren kann z.B. die Freiheitsstatue. Der Flug dort hin wäre zu teuer für mich, nur weil ich das Bild dafür brauche. Ich finde wenn jemand seine Bilder in voller Auflösung ins Web stellt, kann einfach nicht erwarten, dass es nicht geklaut wird. YouTube oder Vimeo ist das beste Beispiel, wo Reproduktionen jegliche grenze sprengt. Aber solche Webseiten sind dadurch erfolgreich und leben davon. Sogar auf einen geilen Apple iPhone gibt es einen Button für YouTube. Ich finde je mehr du geben kannst umso mehr bist du bekannt. Ich wäre super stolz, wenn ein Bild von mir Welt weit bekannt ist(im positiven Sinne) ;). Es gibt auch die Möglichkeit seine Bilder durch einen Skript zu schützen, wenn man es schon im Web zeigen möchte, dann braucht man sich keine Gedanken zu machen, das jemand es downloaden kann.

  45. @paul: Ich bin kein Anwalt, meine aber, Du irrst. Die jeweils landessprachlich übersetzten Texte der Creative-Commons-Lizenzen wurden an nationale Unterschiede angepasst, darüber hinaus steht es jedem Urheber im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben natürlich frei, Bedingungen für die Nutzung der eigenen Werke zu formulieren.

    Von deutschen Präzedenzfällen ist zwar auch mir nichts bekannt, wohl aber von Gerichtsurteilen in den USA, den Niederlanden und Spanien, welche die Rechtsgültigkeit der freien Lizenzen bestätigten.

    “Für die Übersetzung und Anpassung der ursprünglich US-amerikanischen Lizenzverträge sind in Deutschland die Europäische EDV-Akademie des Rechts mit Sitz in Merzig/Saar sowie das Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes in Saarbrücken verantwortlich”, informieren darüber hinaus de.creativecommons.org und Wikipedia – das klingt in meinen Ohren erst einmal nicht so furchtbar unseriös. ;-)

  46. @Martin: eine sehr erwachsene Einstellung, willkommen im Web 2.0. Beim Bäckermeister um die Ecke steht auch nicht die ganze Ware im Schaufenster, Fotografen die mit ihren Fotos Geld verdienen wollen sollten darüber nachdenken was und wie sie es im Internet (Auflösung, Wasserzeichen) zur Verfügung stellen. Besonders dann wenn man nicht willens oder in der Lage ist konsequent den Rechtsweg zu beschreiten (s. Scott Bourne).

  47. @Jens wieder was gelernt ;) ok, wenn es in der (rechtlichen) praxis funktioniert ist ja alles gut. leider schützen cc-lizenzen genausowenig vor missbrauch wie das (c) wenn sich keiner daran hält. da hilft nur optimistisch bleiben.

  48. Sollten blogger trotzdem immer vorher den Fotografen fragen, ob sie das Bild verwenden dürfen? Ist ja fast genauso mühselig wie jeden Blogger zu verfolgen, der den Fotografen nicht nennt ;)

  49. Was soll ich sagen, ich bin grad dabei jemand vor Gericht zu bringen, weil ich auf einer fremden Webseite ein Bild von mir fand, mit Wasserzeichen der fremden Webseite, als wäre es ein eigenes Werk.
    Früher hab ich Webseitenbetreiber auch nur angeschrieben, aber nachdem ich ein paar Mal dafür von dem Bilderdieb angepöbelt wurde, hatte ich die Schnauze voll. Wer mein Bild als sein Werk ausgibt, darf gerne mal gerichtlich festgestellt bekommen, dass sich das nicht gehört.

  50. Hi,
    um es vorweg zu nehmen: ich teile Deine Position nicht.
    Wer als Hobbyfotograf einen Blog bereibt, dem kann es natürlich egal sein.
    Aber aus einer professionellen Perspektive: Schauen wir uns den Markt der Medien doch mal an. Es gibt ein Wegbrechen der Arbeitsbedingungen für Fotografen bei den traditionellen Medien wie Tageszeitungen und Magazine.
    Gleichzeitig ist das Internet als Medium allgemein einer der wenigen Märkte, wo ich den Eindruck habe, da wird perspektivisch immer mehr Geld verdient und nicht immer weniger.
    Das Internet ist in meinen Augen ein Zukunftsmarkt, und ich finde alle Ansätze schwierig, die uns Fotografen die dort entstehenden Chancen verbauen.
    Gerade der von der genannte Trennungslinie zur Postkarte ist doch interessant. Ich denke mal, Du glaubst nicht wirklich, das mit Postkarten mehr Geld verdient wird als mit Internetseiten und Blogs, oder?
    Ich zumindest glaube das nicht. Und demzufolge finde ich es aus Fotografenperspektive richtig, zu sehen, das man vom Kuchen was abkriegt, auch wenn er “freundschaftlich” schmeckt.

  51. Blogartikel dazu: Zwei (nicht) neue Onlinetools für digitalen Fotospaß :: Rebelreflex

  52. Hi Martin,

    Das Video ist, wie ich finde, viel zu lang!!!
    Wenn die Fotos nicht geklaut werden sind sie auch nicht gut genug! Wer Top-Fotos in´s Netz stellt ist selber Schuld. Zumindest könnte man ja die Auflösung runterdrehen. Das reicht dann zwar für Postkarten aber für mehr auch nicht. Eine Postkarte mit meinem geklauten Bild im Umlauf?…Wow!
    Wenigstens etwas :))

  53. Also ich denke genau gleich und das schon seit Jahren.
    Deshalb sind auch alle meine Bilder unter cc

    Mein Grundsatz: Ich freue mich riesig, wenn meine Bilder wiederverwendet werden um Anderen eine Freude zu machen.

    Und wenn jemand Geld mit einem meiner Bilder verdient und mich nicht erwähnt und auch nix abgibt, dann glaube ich daran dass sein schlechtes Gewissen, bzw. seine schlechten Taten ihn irgendwann einholen wirden ;o)

    Actio = Reactio

  54. Blogartikel dazu: Was ist Creative Commons? Eine Erklärung (mit Videos) | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel

  55. Blogartikel dazu: Wasserzeichen – ja oder nein? | pixmake.de

  56. Grundsätzlich bin ich Deiner Meinung.

    Da ich aber defacto immer noch Anfänger bin, und in dieser Situation natürlich auch versuche aus den Bildern anderer zu lernen, habe ich eine ganze Menge an guten Bildern gesammelt um vielleicht irgendeinmal herauszufinden warum ich sie eigentlich gut finde.

    Keine Pankik – die Dinger landen nur auf meiner Platte und versorgen dort einen Diashow-Screensaver.

    Was mir allerdings aufgefallen ist, ist der Umstand, daß es abseits von Flickr und ähnlichen Plattformen oft gar nicht so leicht ist den Urheber eines Bildes herauszufinden.

    Viele Systeme wie z.B. Facebook befreien jedes Bild von evtl. vorhandenen EXIF-Daten und manche beschneiden Bilder ganz automatisch, damit sie in’s jeweilige Template passen. Von dort aus landen sie dann vielleicht in einem Tumblr oder einer Soup und dann kann man es meistens schon vergessen.

    Meine Lösung für das Problem ist, daß ich meine Bilder zwar auch unter CC/NC/by Name veröffentliche, aber sie immer mit einem Wasserzeichen (Lizenz und URL) und nie größer als 1600×1200 veröffentliche. Diese Größe reicht in der Regel falls sich jemand eines meiner Bilder als Bildschirmhintergrund installieren will und die Tatsache, daß das u.U. jemand wirklich macht ist mir im Augenblick Ehre genug.

    Aber ich schränke mit dieser Größe die Möglichkeit die Bilder in vernünftiger Qualität zu drucken von Haus aus schon ziemlich ein. Und wenn jemand doch mehr von mir sehen will, kann er mich ohne Probleme finden. Steht ja drauf.

    Auf der anderen Seit ist jedem auch sofort klar, daß er die Bilder verwenden, herzeigen und weitergeben darf.

    Damit schaffe ich eine gewisse Rechtssicherheit für jeden der meine Bilder findet und vieleicht gut genug findet um sie zu verwenden. Gleichzeitig eröffnet sich für mich die Möglichkeit vielleicht irgendwann einmal einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erlangen.

    Den Wert erhält ein Bild durch den Betrachter. Wenn ich die Bilder niemanden sehen lasse bleiben sie wertlos. Verbiete ich, daß jemand meine Bilder herzeigt, verzichte ich auf kostenlose – igitt – Werbung.

    Ich weiß, daß ich mit diesem Kommentar ziemlich spät dran bin. Wie Du Dir denken kannst, bin ich gerade dabei Deine alten Podcast-Folgen aufzu-hören. Toll – Kompliment und Respekt – Danke!

  57. Nur mal interessehalber: Wovon leben Fotografen?
    Für Lyriker weiß ich die Antwort: Von etwas anderem.

    Und da ich fast immer Text auf meine Bilder setze, läßt sich ein Quellenvermerk problemlos dazubasteln. Aber “Fotograf” wäre ein richtiger Beruf, dachte ich, bei dem man mit Produkten Geld verdient. Nun, auch Musiker und Filmemacher haben ja gelernt, die Waage zu halten, zwischen Freebies und Brot. Was aber essen Fotografen?

  58. Blogartikel dazu: Lizenz geaendert!!!

  59. Blogartikel dazu: Wasserzeichen – Ja oder Nein? | steve-r.de