18. April 2009 Lesezeit: <1 Minute

Hannes Trapp: Ich fotografiere in JPEG

Diese Woche habe ich mich mit Hannes Trapp auf einen Kaffee in Karlsruhe getroffen und dabei ist ein Interview entstanden, welches ihr Euch nun anschauen könnt.

Viel Spass damit – und wie schon erwähnt: Sagt, was Ihr denkt, ich bin gespannt auf Eure Kommentare!

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44 Kommentare

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  1. Morgähn, ui auch so früh wach? Tja also das mit dem .jpg… seit ich mit RAW fotografiere möchte ich es nicht mehr missen… ich kann ihn schon verstehen, mich nervt das auch dass die Daten so gross sind, aber da Speicherkarten heute nicht mehr so teuer sind (geschweige denn Festplatten) passt das für mich schon. Einziges, was mich MEGAMÄSSIG nervt ist die Zeit, die Lightroom bei mir braucht, um die Dinger dann einzulesen… das kann bei um die 500 Bildern schon mal 4 Stunden dauern bei mir. Weiss nicht, ob das normal ist, aber sowas ärgert mich… vor allem wird das der Horror nach meinem 4wöchigen Urlaub dieses Jahr :(

  2. Hi Martin!

    Ich finde diesen Post besonders spannend, da ich mir auch noch nicht ganz so sicher bin. Mit Raw habe ich natürlich die verschiedensten Möglichkeiten, anderaseits finde ich die Aussage von Hannes komisch. Bei meiner Canon EOS 450D haben die hochsten JPEG Bilder 12mb und die Raws auch 12mb. Naja jetzt könnte man wiederrum um die Bildqualität diskutieren. Erst ab dem M-Format der JPEGs gehts auf 6.3mb runter. Ich persönlich habe eine 8GB Karte also bleibe ich bei RAWs. Finde das Interwie trotzdem cool, weil Hannes halt viele Menschen und so fotografiert.

    Viele Grüße
    Flo

  3. @Ulli: Jap, der frühe Vogel fängt den Fisch.. oder Wurm? Egal. Jupp, das mit den Ladezeiten kenn ich gut, obwohl sich das bei mir noch in Grenzen hält. Aber nach 4h wär ich glaub auch genervt – kann ich gut nachvollziehen. Wo warst’n im Urlaub?

  4. Ich habe jetzt noch nicht so viel mit RAW gearbeitet, weil mir bis vor Kurzem noch das Programm zum Konvertieren gefehlt hat. Aber ehrlich, so ganz überzeugt mich das alles nicht. Liegt wohl daran, dass ich versuche, so wenig wie möglich das Bild nachzubearbeiten. Erstens fehlt mir einfach die Zeit dafür mich so richtig in die Bildbearbeitung reinzuknien und zweitens möchte ich mein Bild nur optimieren und nicht komplett neu erfinden. Mein Hauptproblem im Makro- und Personenbereich ist eh vorwiegend die Schärfe, da ich ein Stativmuffel bin und ein unscharfes Foto bekommt man mit RAW auch nicht mehr scharf. Die Datengrösse und auch das doppelte Archivieren sind für mich zusätzliche Argumente gegen RAW. Mein Fazit ist, dass ich im Moment weiterhin in JPEG fotografieren werde und zwischendurch immer mal wieder RAW ausprobiere. Einen schönen Samstag Morgen wünscht Frau Zausel

  5. Nettes Video, netter Hannes. Seine Ansicht find ich gut und seine Bilder sprechen für ihn- die sind einfach mal s..gut und da ist es völlig egal, im welchen Format sie aufgenommen sind. Solange man zurecht kommt, kann man ja machen, was man will. Ich fotografiere erst seit kurzer Zeit im RAW und möchte es persönlich nicht mehr missen… ähm… und Hannes: rauchen steht dir nicht ;o)

  6. also ich fotografier trotzdem lieber in raw, weil man da ja bekannterweise noch mehr möglichkeiten hat das ganze nachträglich zu bearbeiten. gerade als anfänger kann man so die vorher an der kamera falschen gemachten einstellungen noch halbwegs ausgleichen, z.b. den weißabgleich ;)

    lg susan

  7. ist es nicht voellig wurscht, ob analog oder digital, ob slr oder bridge- oder ottonormal-kamera, ob jpeg oder raw? jedenfalls dann, wenn die bilder so klasse sind wie die von hannes!!?!!
    ganz offensichtlich weiss er, was er mit der kamera machen will und wie er’s macht. und ebenso offensichtlich hat er einen weg gefunden, „trotz jpegs“ das beste aus den bildern rauszuholen, jedenfalls so, dass sie wunderbar funktionieren….

  8. Also ich fotografiere mittlerweile ausschließlich in RAW und möchte das nicht mehr hergeben.

    Wobei die Vorteile wahrscheinlich etwas weniger gewichtig sind, wenn man schon lange fotografiert und die Einstellungen der Kamera tendenziell richtiger sind :)

  9. Hallo,

    das entspricht ungefähr dessen, was auch Ken Rockwell dazu meint (http://www.kenrockwell.com/tech/raw.htm). Er schreibt „If you shoot hundreds or thousands of images in a day shoot JPG and don’t worry“, was auch logisch klingt. Immerhin ist die Nachbearbeitung der RAW-Bilder ziemlich zeitaufwendig. Ich fotografiere meistens in RAW und JPG, da ich nicht so viele Bilder am Tag mache und ich mir so die Möglichkeit offen lasse, die das RAW-Format bietet und gleichzeitig fertige Bilder habe, die ich auch gleich weiter geben kann.

    Beste Grüße vom Bodensee,

    Micheala

  10. Ich fotografiere fast ausschliesslich in RAW. Ärgerlich ist nur, dass einige (vornehmlich amerikanische) Agenturen regelmässig die ins JPEG umgewandelten RAWs wegen ‚Bildrauschen‘ ablehnen. Offensichtlich ist der Weg direkt auf JPEG rauschärmer. Inzwischen gehe ich auch dazu über, die Bilder, die ich unbedingt in diesen über-pingeligen Agenturen haben will, auch noch als JPEG zu sichern.

    PS: nur schade, dass das Interview nicht in Textform vorliegt…

  11. Hallo Martin ;). Super Idee für einen Beitrag!

    Aber: Das wackeln hast du ja schon selbst angesprochen. Was mich noch ein bisschen gestört hat, dass du nach jeder Aussage von Hannes „ok“ gesagt hast. Ansonsten, mach weiter so und du wirst noch viel bekannter werden, wie du es jetzt schon bist ;)

    Gruß Martin

  12. Schon allein vom mathematischen Standpunkt aus betrachtet gibt es im Workflow sehr wohl einen Unterschied zwischen RAW und JPG. Gerade beim Arbeiten mit Gradationskurven. Insofern halte ich es für schlichtweg falsch zu sagen, dass da kein Unterschied bestünde.
    In der Praxis mag dieser mathematische Unterschied oft nicht besonders sichtbar sein. Aber jeder der schon mal einen blauen Himmel fotografiert hat und das Bild im 8bit-Modus nachbearbeitet (und insbesondere eine Abdunklung der Himmelsfarben vorgenommen) hat, wird festgestellt haben, dass der Farb- und Helligkeitsverlauf stark stufig wird. Je nach Stärke der Nachbearbeitung muss natürlich irgendwann auch ein 12- oder 14bit-RAW passen. Bis das allerdings bei einem RAW passiert, dauert es erheblich länger.

    Und natürlich speichert eine 400D keine Endlosfolgen in RAW. Es ist ja schließlich eine Consumer-Level-Kamera und ist eher für den ambitionierteren Hobbyfotografen gedacht, der mal hier und da ein schönes Foto machen will. Ich selbst besitze eine 350D und habe auch mit dem Speichern von RAW-Folgen so meine Probleme. Aber ich würde mich darüber nicht beschweren und dem RAW-Format die Schuld geben, weil ich halt „nur“ eine 350D besitze, die für solche Aufnahmesituationen nicht konzipiert ist.

  13. Ich kann das vom Hannes gut nachvollziehen, denn meine aktuelle Kamera ist auch eine Fuji und wenn ich im RAW photographiere, dann kann man sich zwischen den Bildern fast immer nen Kaffee holen gehen. Und dieses lange Verarbeitungszeit für RAW-Bilder nervt schon ziemlich. Da hilft auch nicht die schnellere XD-Speicherkarten (Typ H) für Fuji. Und wie schon Hannes erwähnt hat, kann man auch aus jpeg-Bildern noch viel rausholen, wenn man vorher einiges beachtet. Das könnte bei RAW vielleicht dazu verleiten, dass man sich im Vorfeld nicht gar so viele Gedanken wie Weissabgleich oder andere Dinge macht, weil man sich sagt, dass man das im RAW-Konverter wieder ausbügeln kann. Ich denke das wäre die falsche Denkweise. Meiner Meinung nach könnt man sich irgendwann angewöhnen, im Kopf zu Photographieren, dass alle notwendigen Überlegungen, Prozesse des Entstehens und der Verarbeitung schon im Kopf geschehen ohne Überhaupt ein Kamera in die Hand genommen zu haben. Also im Kopf beispielsweise Blickwinkel und Kompossitionen oder Lichtsituationen durchdenkt, durchspielt ohne sich um das Motiv zu bewegen (körperlich, im Kopf natürlich schon) oder Lichtquellen auszuprobieren. Also wie ein virtueller Rundgang im Kopf und Gedanken. Und irgendwann ist man wieder vollkommen frei von solchen Überlegungen … und man kann all das aus dem Bauch heraus photographieren, weil es schon in Fleisch und Blut übergegangen ist … ein Teil von einem selbst. Zu mindest würde ich mir für mich selber wünschen diese Stufe irgendwann mal zu erreichen.
    So jetzt bin ich ein wenig abgeschwiffen … ich hoffe das ist ok … bis denne danne und schönes Wochenende noch :o)

  14. Letztendlich muss jeder selbst wissen, in welchem Format er fotografieren möchte. Ganz klar nehmen RAW- Dateien um einiges mehr Speicher weg, als JPEGs. Für mich persönlich ist das aber kein Grund, auf RAWs zu verzichten. Schließlich gibt es heute genug, tolle Speichermedien und die Speicherkarten werden ja auch immer größer. Somit muss man dann auch nicht ständig die Karte wechseln. Wem eine 4GB Speicherkarte nicht reicht, kann ja auf eine 8GB umsteigen. Und wenn man die RAWs dann fertig bearbeitet hat etc.. gibt es da ja auch noch externe Festplatten, die beispielsweiße massig Speicherplatz bieten. Für unterwegs ist auch ein Notebook bzw. Netbook oder ein ImageTank praktisch.

    Zum Video selbst:
    Ich finde die Qualität der Videos auf Kwerfeldein immer etwas schade…. Ganz klar, kann und will sich nicht jeder Profi- Film- Equipment leisten. Das muss auch überhaupt nicht sein. Beim Filmen bzw. bei Videos ist es ja nicht anders wie bei der Fotografie. Der Filmer macht das Bild, nicht die Kamera. Das Video etwas nachbearbeiten bzw. schneiden würde die Qualität schon um einiges steigern.

    Liebe Grüße
    Julia

  15. Ich fotografiere nur im RAW Format, aber ich bewundere Fotografen wie Hannes, die beim Shooting so viel Akrebie und Können an den Tag legen das sie die Vorteile von RAW einfach nicht brauchen. Ich für meinen Teil bin zu faul und zu unroutiniert um direkt in jpeg zu Fotografieren. Ausserdem traue ich dem Display auf der Kamera zur Bildbeuteilung nicht und hätte Angst die Fotos einfach zu versemmeln.
    Gute Idee mit dem Interview in Video-Form, so bekommt man die Menschen aus dem Netz auch mal in Persona zu sehen, gefällt mir sehr ! Nur der aufsteigende Zigarettenqualm stört etwas und erinnert an ein Interview mit Helmut Schmidt ; )

  16. Also ich fotografiere seit zwei Jahren ausschliesslich in RAW. Neben den zusätzlichen Möglichkeiten in der Nachbearbeitung ist mir damals bei meiner 350D aufgefallen, dass die JPG’s aus der Kamera in Sachen Schärfe und Kontrast deutlich schlechter waren, als die JPG’s die ich dann aus Photoshop gezogen habe.
    Wie es damit bei anderen Kameras aussieht kann ich nicht sagen. Bei meiner 40D habe ich es bisher nicht ausprobiert. Werde aber trotzdem weiter in RAW fotografieren, zumal die Vorschau unter OS X die Bilder relativ schnell lädt und man so schnell Vorauswahlen treffen kann.

  17. RAW ermöglicht es mir, mehr Fehler beim Fotografieren machen zu dürfen und gerade in der Lernphase auch im Nachhinein ausbügeln zu können.. Mich auch noch auf den Weißabgleich zu konzentrieren, würde mich nerven.. Wenn er dann doch nicht so ist, wie ich ihn mir vorgestellt habe, dann kann ich’s vergessen, den im jpg noch vernünftig nachzujustieren (zumindest mit den Bordmitteln von Lightroom).
    Da ich momentan ziemlich auf die Crossentwicklung stehe, hab ich das auch mit JPGs ausprobiert und bin da ziemlich eingeschränkt..
    Ich verstehe den Ansatz, „lieber gleich das gute Bild machen als es hinterher zurechtzfummeln“, aber ich fühle mich bei JPGs eingeschränkt, weil ich Bilder fast nie so lasse, wie ich sie fotografiert habe (ich fotografiere nicht im Studio bisher.. da macht es deutlich mehr Sinn, weil alles beim Foto schon so sein sollte, wie man es sich denkt..).
    Aber da Du ja echt gute Fotos machst und die 400D so langsam ist, dann würde ich persönlich über ne neue Kamera nachdenken. Ist eh n bissl fizzelig, was die Größe angeht und nen Schwanzvergleichstest mit anderen Fotografen hält sie auch nicht stand.. ;)

    M.

  18. also ich hab vor kurzem zum ersten mal das raw-format ausprobiert und fotografier seitdem viel lieber damit… d. h. beim fotografieren macht es für mich keinen unterschied, aber beim nachträglichen bearbeiten. ich kann da für mich einfacher und schneller das bild in die gewünschte enfassung bringen. allerdings ist die vorher schon angesprochene datengröße schon ein kleines problem. gerade bei einer großen anzahl an bildern braucht mein rechner schon recht lange, bis er es zum anzeigen aufgebaut hat, sodass die beurteilung ob gut oder mist zum geduldsspiel wird. ich konvertiere mitlerweile oft die ganzen bilder vorher noch in .jpg zum anschauen, aber da vergeht halt auch noch mal ein bisschen zeit…
    trotzdem bin ich absoluter fan vom raw-format und möchte die möglichkeiten nicht mehr missen!

    übrigens: super sache mit dem video interview!!!

  19. Es gibt sicherlich Gründe die dafür sprechen nicht in RAW zu fotografieren. Bei Hannes trifft meiner Meinung nach allerdings keiner davon zu. Es gibt Speicherkarten die groß und schnell genug sind um hunderte/tausende Bilder zu machen. Farbkorrekturen, Weißabgleichkorrekturen sind in RAW wesentlich einfacher und hochwertiger. Und ich denk die 400D ist auch schnell genug, wenn man nicht durchgehend auf Dauerfeuer ist.

  20. Ich variiere meist so –
    JPEG bei: schnelleren Bildfolgen, „Partyfotografie“, Einsatz mit Stativ z.B. Belichtungsreihen, Sport
    RAW bei: Portrait, stark wechselnden Tageslichtverhältnissen, Nachtaufnahmen, Landschafts-/Panoramaaufnahmen, WW < 20mm
    Bei RAW speichere ich zusätzlich jedoch immer das JPEG mit. (Nikon D80)

  21. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich damit noch nicht viel beschäftigt habe, dies aber demnächst mit meiner 50D in Angriff nehmen werde. Ich fotografiere eigentlich gerne im JPG. Ich versuche beim Fotografieren alles richtig zu machen und nicht erst gute Bilder durch EBV zu bekommen. Ganz klar bietet das RAW Format vorteile welche ich für mich noch finden möchte. Denke gerade in Situationen mit schwierigen Weißabgleich ist es von Vorteil. Was ich aber jetzt schon öfters gelesen habe ist das das Rauschen beim direkten erstellen des JPG um einiges besser ist, da die RAW Konverter noch nicht so gut sind.
    Mal schauen ob ich dieses Wochenende noch zu ein paar Bilder komme. Werde dann auf jeden Fall darüber berichten.

  22. Ich nehm auch JPG. Weil ich denke: Ein Bild sollte schon so am Sensor ankommen wie ich es später mal haben will. Klar mach ich noch kleine Korrekturen in Photoshop aber am liebsten ist es mir wenn nach dem Auslösen das Bild so ist wie ich es haben will. Ausserdem steh ich eh nicht auf diese extem bearbeitet Bilder bei mir kann das alles ruhig etwas „dirty“ sein. Entsprich dann auch eher der Realität.
    RAW benutze ich nur wenn ich in einem Lichwürfel Produktfotos mache. Die müssen einfach immer so „clean“ wie möglich daherkommen.
    Grüße Bob

  23. Interessanter Beitrag. Ich denke, dass es schön einfach ist, in JPEG zu arbeiten, wenn man vorher weiß, mit welcher (kontrollierbaren!) Lichtsituation man es zu tun haben wird. Dann müssen die Bilder für die Nachbearbeitung nicht mehr so viele Reserven bereit halten.
    Wenn man allerdings wie ich (und wahrscheinlich auch die meisten anderen hier) einfach loszieht, um ein paar Fotos zu schießen, oder in der Natur unterwegs ist, dann ist RAW einfach aufgrund der sich bietenden Reserven in den Bildinformationen unschlagbar. Wenn man hingeht und JPEGs aufhellt, stößt man in den dunklen Bereichen halt sehr schnell an Grenzen.

  24. Da meine Sony DSLR keine besonders hohen ISO-Werte ohne zu viel Rauschen mitmacht (ISO400 ist imho gerade noch so OK), ist für mich RAW eine gute Alternative bei Lowlight und/oder Indoor-Aufnahmen, da ich hier noch sehr viel mehr aus dem Foto herausholen kann als ich mit JPG könnte.

    Außerdem habe ich nach der Entwicklung/Bearbeitung die Fotos auch gleich in Lightroom als DNG archiviert und entsprechend katalogisiert.

  25. Kennt ihr das wenn ihr beispielsweise für eine Freundin Bilder macht und dann gibt es diese Augenblicke wo Sie dann kurz die Kamera vergisst und man durch ein schnelles Knipsen ein wunderbar natürliches Bild machen kann.Und wenn dann in diesem Moment die Speicherkarte wegen Überlastung streikt werdet ihr nie wieder RAW benutzen..zumindest nicht bei Potraits.

  26. Seit ich eine DSLR beseitze fotografiere ich auschließlich im RAW-Format, einfach weil es viel mehr Möglichkeiten der Nachbearbeitung für mich bietet, aber vor allem weil ich den Qualitätsverlust bei JPEGS nicht hinnehmen will. Mit Qualitätsverlust meine ich nicht die Komprimierung an sich, sondern vielmehr die Nachbearbeitung (Entrauschen, Scharfzeichnen etc.), welche automatisch durch die Kamera statt findet.

    Ich sehe aber auch die Nachteile der RAW-Fotografie. Ich glaube das ein Anfänger viel länger braucht um sich weiter zu entwickeln, weil man sich eben im Vorfeld z.B. über Weißabgleich keine Gedanken mehr machen muss und einem deshalb einige Grundkenntnisse fehlen.

    Allerdings ist es wohl kaum der Weißabgleich der ein gutes Foto ausmacht. Viel mehr zählen Bildaufbau und Kreativität, dabei ist es meiner Meinung nach völlig egal, ob ich den Weißabgleich zuvor wähle und als JPG speichere oder aber nachträglich bei meiner RAW-Datei anpasse.

  27. Ich persönlich fotografiere in RAW. Nicht weil ich unbedingt weiß gut damit umzugehen oder den Unterschied von den Ergebnissen kennen würde. Sondern viel mehr aus dem Sicherheitsgefühl. Hannes fotografiert ja auch in JPEG aus dem Sicherheitsgefühl viele Aufnahmen wie möglich machen zu können. Mir ist es wichtig, FALLS ich mal irgendwann ein Foto habe, was ich als JPEG so nicht bearbeiten könnte, dass ich es eben als RAW doch bearbeiten kann.

    Wobei ich dann ja schon meine Frage dazu habe, die mir relativ am Anfang gekommen ist: Ich habe bald ein längeres Shooting mit einer Person, die noch nie gemodelt hat. Also genau das Problem was Hannes da bei sich beschrieben hat.
    Hinzu kommt noch meine kaum vorhandenen praktischen Kenntnisse mit den Lichteinstellungen in einem Studio. Zwar möchte ich in dem Fall mein Model auch nicht lange warten lassen während ich die Speicherkarten wechsel aber trotzdem möchte ich nicht gut ausgeleuchtete Fotos gut bearbeiten. Was soll ich da also machen?

    Jetzt hat Hannes so etwas auch erwähnt. Mit Rotstich in JPEG entfernen. Seh ich da jetzt einen Faktor RAW vs. JPEG den ich vorhin noch nicht gesehen habe? Ich war immer der Annahme, dass JPEG’s eben schlechter zu bearbeiten sind als RAW.

  28. endlich mal ein kluger kopf! 90% der leute welche raw verwenden können ohnehin nicht so gut fotografieren dass es einen unterschied macht und der aufwand ist enorm höher… zum beispiel in form von wartezeit und rechenleitung beim umkodieren damit man sie überhaupt jemand zeigen / weiterschicken kann.

  29. @Oliver: gerade wer nicht „so gut fotografieren“ kann, für den bietet sich RAW an, denn so kann man fehler bei der belichtung später eher ausbügeln.

    Es muss natürlich jeder selbst wissen, wie wichtig einem der speicherplatz ist, aber ich fotografiere nicht mehr in JPG. Es gibt dann immer wieder mal ein Bild, welches man mal etwas heftiger bearbeiten will, und dann stößt man wieder sehr schnell an die grenzen bei JPG. Und dann ärgert man sich.

    Auf ne 8GB karte in der 400D passen auch ca. 600 Bilder, also das kartenwechseln seh ich nicht so als problem an. ;)
    Und ob man ständig am limit der serienbildfunktion fotografieren muss, weiß ich nicht, ist nicht mein stil, nicht mal bei sport. Bei portraits sowieso nicht, mechen die blitz ja eh nicht so mit.

    Aber letztenendes muss das jeder für sich selbst rausfinden, was für einen am besten funktioniert.

  30. Ich wüsste keinen wirklich überzeugenden Grund, NICHT in RAW zu photographieren – wenn ich es bei einem Bild mal nicht brauche, dann wird das einfach in den Standardeinstellungen umgewandelt und gut ists. Aber bei einem richtig guten Photo mit ausgefressenen Lichtern, Weißabgleichsfarbstich und sonstigen Problemen würde ich mich wirklich ärgern, wenn ich nicht auch das RAW vorliegen hätte. Insofern: Warum sollte man sich selbst beschneiden in einen Möglichkeiten? Dann könnte man ja auch gleich nur in JPG-Small photographieren, wenn man die Bilder meistens nur klein oder gar nicht druckt.

  31. Interessant, dass hier viele das RAW-Format mit fahrlässiger Fotografie gleichsetzen: „Wer sich vorher genug gedanken macht und die Kamera richtig einstellt, der braucht kein RAW“.
    Dabei rettet meiner Meinung nach das RAW-Format kein Bild oder macht kein mieses Foto zu einem guten. Diese Polemik, die den Benutzern des RAW-Formats schlechte Kenntnisse im Bereich der Kameratechnik vorwirft, ist einfach nur daneben. Wenn der Bildausschnitt schlecht gewählt ist oder die Komposition schlichtweg langweilig oder überladen ist, dann ist es sowohl in JPG als auch in RAW ein mieses Foto – das ist wohl klar.
    Bei RAW geht es aber nicht nur um so banale Dinge wie den Weißabgleich. Es geht um eine exponentiell höhere Detailfülle, die nach einer Umwandlung zu JPG schlichtweg vernichtet wird.

  32. Um es mal auf den Punkt zu bringen…

    Vorteile JPG:
    schnelle Verarbeitung
    kleine Dateigrößen

    Nachteile JPG:
    Verschlechterte Qualität aufgrund automatischer Scharfzeichnung (gestörter Workflow) und verlustbehafteter Komprimierung.
    Geringer Dynamikumfang und dadurch verschlechterte Bedingungungen für die Nachbearbeitung.

  33. Ich kann nachvollziehen, dass man bei diesem workflow, den Aufwand minimiert. Es gibt keine heiligen Kühe, die man für sich selbst nicht überdenken und schlachten darf ;)

    Zudem: der Output bestimmt den Input;) und wir reden hier auch nur vom Kleinbild oder? Als große Plakatwand läßt sich so ein Bild dann eben nicht drucken.

    Für mich kommt das nicht in Frage, im Gegensatz zudem hier Geschilderten, sehe ich sehr große Unterschiede bei der Nachbearbeitung eines Bildes im Photoshopplugin für Raw oder im Photoshop selbst, bei „nur“ jpg. Seitdem ich mein Finetuning an Raws vornehme kommt mir alles andere wie Arbeiten mit einem Backstein vor. Ich denke, dass sich jeder das Rauschverhalten, zugesuppte und Aufrissstellen mit wenigsten 100% Ansicht ansieht;) da sieht man eine Menge. Mag der Bildschirm dabei auch eine Rolle spielen, ok und es ist auch frustig, wenn viele garnicht sehen, was man selbst sieht, aber der Punkt, ist doch dass man es selbst sieht. Jedenfalls für mich.
    Eines muss man bei der Verwendung von jpgs auf alle Fälle bedenken, jedes wiederholte Abspeichern in diesem Format, komprimiert das Bild auf’s neue. Also wenigstens zwischen den Bearbeitungsschritten das Bild mal als tif ablegen:).
    .. und wie das so ist, es gibt tolle jpgs und miese Raw Bilder, das technische Format sagt am Ende nix über das „gelungene Motiv“… aber wie schade, wenn dann „der shoot“ nur ein jpg ist ;).. jaja

  34. also ich fotografiere immer im raw format. schon einfach deshalb weil man nachher viel mehr möglich keiten hat das bild zu bearbeiten oder auszubessern. da kommt man bei einem jpeg schnell an die grenzen. und in einem kartenwechsel seh ich jetzt kein problem. geht doch schnell. klappe auf karte raus und ne andere rein. das sind ca 10 sekunden. grüße freddy

  35. Lieber Hannes,

    ich habe eine 400D und mache auch verdammt viele Bilder. Und alle in RAW. Ich freue mich für dich, dass du in der glücklichen Situation sein kannst mit dem JPG zufrieden zu sein.

    Ich bin es aber nicht, und habe mir bei jedem deiner Argumente gedacht, „hey, das geht doch mit RAW genauso“. So passen auf meine billige 16GB Karte 1600 Foto die ich mit ein paar Akkus auch locker machen kann, kann die Fotos doch gut schnell schreiben und einlesen und im Endeffekt sind meine JPG’s so um die 6MB und die RAW’s um die 10MB, sodass beim Speicherplatz auch der Unterschied nicht so groß ist. Vor allem, wenn du sagst, du bearbeitest viele deiner Fotos in Photoshop, dann sind die Photoshop-Dateien — die du hoffentlich behältst — doch sowieso knapp zwei bis drei Unendlichkeiten groß.

    Also, wie gesagt, freut mich, dass du mit JPG glücklich bist!

  36. Wow ist beeindruckend wie wenig eigentlich mit JPG fotografieren oder meldet sich da nur keiner?
    Also ich teste das RAW Format jetzt auf jeden Fall einmal ausgiebig. Ich denke es kommt auch immer darauf an was man Fotografiert und wie viel Aufwand man reinstecken möchte.

  37. Ich habe ein zeitlang in Raw fotografiert, aber mir ist das zu aufwendig. Für mich ist Fotografie ein Hobby und kein Beruf….ausserdem möchte ich kein Bildbearbeitung (Verfälschung) betrieben. Die Kamera soll die Fotos liefern nicht der Computer….

    Das Jpeg verlustbehaftet ist, bedeutet nicht das man es nicht bearbeiten kann. Man kann es zuminestens mit Photoshop etc. öffnen und dann im Programmeigenen Format abspeichern (PSD) wenn alle Schritte durchgeführt sind kann man ja wieder ein tif, Jpeg etc. von machen….

    ( Wichtig Jpeg nie direkt bearbeiten, nur öffnen und zum arbeiten Programmdatei oder tif etc. benutzen)

    Im übrigen sind viele Spiegelrweflexkameras mit einer hervoragenden Jpeg-Egine ausgestattet.

    Die meisten Rawbilder sind doch eine Verfälschung der Wirklichkeit, oft sind die Fotos völlig übertrieben aufgepeppt!

    Raw ist Bildbearbeitung, kann sicherlich in der Berufsfotografie Sinn machen ( Farbmanagment, CMYK,ECI-workflow, Druckvorstufe, Katalogproduktion, etc.)

    Am besten finde ich immer die Raw-Künstler am billigen 200,00 € Computermonitor….

    Raw erfordert weitergehendes Zubehör….Geräte die hochwertiges Farbmanagment umsetzen!

    Jpeg! Ich verdiene mein Brot nicht mit Fotografie!

  38. Blogartikel dazu: Foto News, Links und Videos: Die browserFruits | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel