kwerfeldein
13. April 2009 Lesezeit: ~1 Minute

Neubeginn

Manchmal macht es Sinn, die Kamera für eine Weile wegzulegen. Dinge sehen, spüren, erkennen – ohne sie zu fotografieren.

Und da sein.

Wahrnehmen.

Das Erwachen des Frühlings bewusst erleben.

Die Farben in den Augen der Menschen betrachten, mit denen wir leben.

Auch die Traurigkeit in bestimmten Lebensmomenten an uns heranlassen.

Stimmungen empfinden, die wir ja mit unseren Bildern transportieren wollen.

Nach einer Weile von neuem beginnen. Die Kamera wieder in die Hand nehmen.

Und dann mit einer erneuerten Wahrnehmung für das Aussergewöhnliche wieder frisch loslegen –

… und fotografieren.

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29 Kommentare

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  1. Hi Martin. so ist es. Mir ging es in den letzten Wochen schlecht ich hatte regelrecht enzugserscheinungen und durfte meine Kamera einfach nicht spazieren führen – meiner zukünftigen Frau zuliebe.
    Aber im endeffekt hat es mir etwas gebrachtdadurch das ich nicht nur durch den Sucher geschaut und den Bildaufbau überprüft habe, habe ich gesehen das die Welt durch das Auge viel größer ist als durch den Sucher, ausserdem stören die Linien und Fokuspunkte nicht. Mit der Zeit als sich mein Auge dann daran gewohnt hat, viel mehr Informationen aufzunehmen, habe ich gemerkt wie mir die ersten Sonnenstrahlen die auf Objekte fielen, zeigten wie das Spiel zwischen Licht und Schatten funktioniert. Ich habe Strukturen und Formen in meiner Umgebung gefunden.
    Letztendlich hatte ich einen Rückfall, zwei Jungs aus der Gegend haben mich verführt. mit ihnen hab ich mich zusammengeschlossen und fotografiere wieder aber irgendwie anders! Es hat schon etwas verändert mal nicht überal die kamera hinzuschleppen.

    lg
    Lukas

    • @Our kind of Art: Das hört sich gut an, was Du da schreibst. Ich finde gut, dass Du aus der Situation so viel Positives mitnehmen konntest. Und ist schon krass gell, wie besser unser Auge eigentlich sieht als der Sucher, wa?

  2. xD japp auf jeden fall ;-) mal ehrlich Martin ich finde man sollte dich zum Philosophen ertheben, da mir bisher kein Fotograf aufgefallen ist der so weit denkt wie du. Ich finde es einfach klasse bei neuen Posts auf deine Seite zu gehen und die Erklärung zu finden warum ich mich gerade so be**scheiden fühle bzw lese wie du mir aus der Seele sprichst, ich denke da geht es auch vielen anderen so ;-)

    Schön das es Querfeldein gibt!

    Lg und nen schönen Ostermontag ;-)

    • @Our Kind Of Art: Sehr gerne, Martin. Freut mich, dass Dir meine Sachen so viel bringen – und das zeigt mir, dass ich hier auf einem guten Weg bin. Doch ich muss dazu sagen, dass kwerfeldein.de ohne Leute wie Dich nicht so blühen und gedeien könnte. Danke für Dein Mitdenken und Dabeisein!

  3. Dem kann ich mich nur anschließen. Das Auge schulen ist verdammt wichtig, sonst bringt mir die beste Kamera nichts und im Endeffekt werde ich immer wieder von meinen Bilder enttäuscht sein.

    Außerdem finde ich es manchmal sehr schön, einfach den Moment für sich zu genießen und nicht zu versuchen, alles für die Nachwelt festzuhalten.

  4. Wenn man die Kamera für eine Weile auf die Seite legt, so verspürt man vielleicht auch wieder mehr Freude, wenn man fotografiert oder sehnt sich danach. Eine Auszeit von der Kamera zu nehmen lohnt sich also auch mal. Andererseits entgeht einem so das ein oder andere, wirklich tolle Motiv, wenn man es nur betrachtet und nicht fotografiert.

    Grüße
    Julia

  5. Sehr schöne Worte, die ich absolut bestätigen kann!
    Mir ist vorgestern ein kleiner Unfall mit meinem linken Auge passiert, sodass ich jetzt teils nur mit dem rechten Auge, ab heute wieder mit beiden Augen meine Umwelt beobachten kann.
    Man glaubt kaum, wie fantastisch unser ’sehen‘ funktioniert! Und wie Recht Martin hat: die Umwelt mit nur einem Auge zu erfassen gleicht zwar dem Blick durch den Sucher – ist aber im Vergleich zum sehen mit beiden Augen doch sehr ‚fade‘.

    lg
    Artur W.

  6. wie poetisch ;)

    aber wahr!
    Allerdings erwische ich mich jedesmal, wenn ich die Kamera nicht mitnehme, daß ich Dinge sehe, bei denen ich dann denke: „Mist, hätt ich jetzt meine Kamera dabei“.

    Aber das ist ja eigentlich der Sinn der Sache…

    _viele Grüße

  7. .. außerdem hat der zeigefinger dann Zeit abzuheilen und neue Hornhaut zu bilden ;-)

    Mir geht es nach längeren Pausen dann eher so, dass ich weniger knipse und mehr das Motiv suche.

    Danke für Deine wahren Worte.

  8. Dem kann ich nur zustimmen! Ich weile diese Woche in Frankfurt und wollte eigentlich eine kleine Fototour durch die Stadt machen… meine Ausrüstung liegt zu hause, bewusst. Ich habe keine Kamera dabei, mal von der kleinen am Handy abgesehen…und was soll ich sagen? Mir geht es (noch) gut ;o)

  9. Hey Martin,
    tut mir leid, aber ich kann mir Kwerfeldein langsam nicht mehr geben. Der Titel des Blogs ist „Digitale Fotografie Lernen“, jedoch kommen die spärlichen Artikel die sich wirklich mit dem Handwerk beschäftigen nur noch von Gastautoren, und von dir kommt bloß abgehobenes Zeug à la „das Wort zum Sonntag“.

    -Thomas

  10. aber gerade das ist es ja was kwerfeldein ausmacht – es geht nicht nur um das ganze technikzeugs sondern auch um das „feeling“ beim fotografieren. ich find es gut das ab und zu mal ein paar Worte gepostet werden die zum nachdenken anregen.

    einen sonnigen tag euch allen!

    -susan

  11. Sehr schöne Zeilen und tiefgründigem Wahrheitsgehalt. Fotografieren hat nicht nur mit Handwerk zu tun, sondern mit Gefühl, Sichtweise und Seele. Das kann man nicht lernen, dass muss man spüren…
    LG
    Fred