kwerfeldein
30. März 2009 Lesezeit: ~2 Minuten

Was würdet Ihr niemals fotografieren?

Ich weiss ja nicht, wie es Euch geht aber bei mir gibt es Dinge, wenn ich die fotografieren müsste – oje. Das sind dann Sachen, bei denen sich mir alle Nackenhaare aufstellen. Und zwar nicht, weil ich Angst davor hätte oder glaube, nur schlechte Ergebnisse zu produzieren. Nein, einfach weil es mich entweder überhaupt nicht reizt oder ich prinzipiell sage: Neee, also neee, geht mal gar nicht.

Bei mir sind das 2 Sachen:

Nackte Menschen und Katzen.

Nackte Menschen deshalb, weil ich zu viel Respekt vor der Nacktheit eines fremden Menschen habe und mir dabei komplett komisch vorkommen würde. Und Katzen? Naja, geht halt gar nicht. Ist einfach ein absolutes Tabuthema. Gestern habe ich zwar mein allererstes Katzenfoto auf Flickr favorisiert, aber grundsätzlich reizen mich Katzenfotos eher zum lachen weil ich die so krass kitschig finde (ich hoff, ich mach mir jetzt keine Feinde hier, haha).

Und seit langem stelle ich mir die Frage, welche Sachen das bei Euch sind – ob ihr auch solche Themen habt, die ihr niemals fotografieren würdet. Ich habe die Frage bisher immer nach hinten verschoben, weil ich ehrlich gesagt überhaupt keine Ahnung habe, wie ihr darauf reagiert. Und deshalb ist heute Schluss mit dem Aufschieben:

Was würdet Ihr niemals fotografieren?

Wie gesagt, dabei geht es mir einfach um Sachen, die für Euch ein Tabu sind oder bei denen ihr Euch unwohl fühlen würdet wenn ihr es machen müsstet.

Na dann bin ich ja mal gespannt auf der Ergebnis dieser Umfrage, die schon etwas .. naja… anders ist ;)

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78 Kommentare

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  1. Bei mir ist eine so einer Hemmschwellen auf jeden Fall Gewalt.

    Ich glaube ich könnte kein Krisen-Reporter werden. Der angeschossene Personen, missbrauchten Personen oder Tote photographieren könnte.

    Danach wenn eine gewisse Zeit vergangen ist. Sieht es wieder anderster aus um z. B. der Welt zu zeigen hier ist unrecht passiert, hier muss was geändert werden… dann schon.

    Aber nicht in der akuten Situation selbst, da würde ich die Kamera hinwerfen und lieber helfe.

    Deswegen mag ich auch die Webseite: http://www.boston.com/bigpicture da hier alle Photos mit zuviel gewallt erst mal schwarz eingeblendet werden und erst durch explezites drauf klicken sichtbar werden.

    Zwecks Nackheit ich wüsste nicht ob ich das Photographieren könnte, da ich noch nicht in diese Situation gekommen bin. Probieren will ich es schon einmal aber ob es mir dann Spass macht kann ich noch nich beurteilen.

    Zwecks Katzen, ja nur Katzen photos sind wirlich etwas „ausgelutscht“ hab zwar selber zwei Katzen Photos auf Flickr. aber nur weil diese in ein Kirche sitzt :)

    so long …
    Philipp

  2. @Philipp: Ja, Gewalt is echt son Thema. Glaub, das ist auch etwas, wo ich mich sehr schwer tun würde aus ähnlichen Gründen wie bei Dir. Ich glaub, mir würds da das Herz zerreissen und ich habe grossen Respekt vor Fotografen, die Kriege fotografieren…

  3. Hmm, als total unspannend find ich Tabletop Fotografie wo es um Porzellenfigürchen geht, aber das ist ja nur ein winzigster Teil der Fotografie. Eigentlich fällt mit explizit nichts ein. Man kann sich wohl mit allem arangieren, bei Nacktheit hätte ich aufgrund meiner Schüchternheit wohl auch zu knabbern, aber das geht wohl vielen am Anfang so, ansonsten will man als Anfänger eigentlich alles mal machen. Zumal mich Peoplefotografie mit aufgehübschten Tussis mich nie interessiert habe, aber nachdem ich andere Seiten gesehen habe, interessiert mich auch das.

  4. Mal abgesehen davon, dass ich nackte Menschen und Gewalt auch nicht fotografieren würde, weil ich viel zu gut erzogen bin ;-)
    Ich persönlich hab Skrupel vor 2 Themen und würd in solchen Momenten noch nicht einmal ans Fotografieren denken, geschweige denn die Kamera zücken. Dazu hätte ich viel zu großen Respekt vor den betroffenen Menschen:

    1. Beerdigungen
    2. kranke und/oder verwundete Menschen

    Grüße
    ivan

  5. moin moin … bin ich denn ein „schlechter“ Mensch, wenn ich

    1. Beerdigungen
    2. kranke und/oder verwundete Menschen
    3. nackte Menschen

    fotografieren würde?

    Ich stelle bei mir gerade immer wieder fest, daß die schöne/heile Welt … genau das ist und dazu kann sie doch sehr schnell langweilig werden. Ich möchte hinter die Fassade schauen, mit dem Risiko mehr zu sehen, selber betroffen zu sein. Aber auch mit der Chance die „kaputte Welt“ zu zeigen… ich glaube, so oder ähnlich denkt auch ein Fotgraf, der Bilder vom Krieg macht.

  6. Bei mir ist es beim Thema Gewalt ähnlich. Kriegsberichte etc, da würde ich mich auch schwertun.
    Da ich quasi Frischling im Bereich Fotografie bin will ich schon einiges zumindest einmal ausprobip

  7. Ich habe allgemein bei „People-Fotografie“ ein Problem.. jetzt nicht bei Leuten, die man kennt, aber der Gedanke Models zu „buchen“ ist mir tatsächlich irgendwie fremd.. warum auch immer. Das hat schon mit „Nackt“ gar nix zu tun, da reicht schon „angezogen“.

    Mit Katzen habe ich keine Probleme, obwohl das nicht mein Sujet ist.. aber wenn sie gerade fotogen daherkommen, warum nicht? Ist ja auch immer die Frage, für wen man das Foto macht.. ich habe einige Hunde-Fotos hier, die mehr für den Besitzer als für mich sind. Ich würde das nicht unbedingt fotografieren, aber wenn man demjenigen eine Freude macht und das Foto gut hinbekommt, ist es mehr als okay.

    Was würde ich gar nicht fotografieren?

    Hmm.. wahrscheinlich alles, wo ich das Gefühl habe, ich verletze jemanden oder verhalte mich anderweitig sehr ungebührlich.

    Ansonsten gibt es keine Ausnahmen, ich versuche so ziemlich alles.. „kitschig“ oder „zu abgedreht“ gibt es eigentlich nicht. Zwar finde ich momentan bei meinen Fotos keine dieser Extreme, aber ich hätte keine Probleme, mir vorzustellen, sowas zu fotografieren.. hauptsache, es sieht (in meinen Augen) fotogen aus.

  8. Ich persönlich glaube, ich würde hier keine allgemeinen Themen nennen, weil viel von den dort herrschenden Bedingungen abhängig ist.

    Ich würde eher sagen – ich würde keine Bilder machen, wenn
    1.) es moralisch einfach verwerflich und nicht vertretbar wäre
    2.) es die Würde & Recht eines Lebewesens verletzen würde
    2.) es die Privatsphäre verletzt
    3.) ich persönlich so auch nicht abgelichtet werden möchte

    Das mit der Nacktheit kann ich nicht ganz nachvollziehen so wie es beschrieben wird, weil es sehr viele und wunderbare Akt-Fotos gibt die den weiblichen oder männlichen Körper sehr gut und äußerst ästhetisch zeigen und wieder geben.
    Ich gehe davon aus, dass bei solchen Bildern (also keine Pornografie) mit sehr viel Respekt vor der Person gearbeitet wird – ansonsten könnten es keine tollen Bilder werden, weil sich der Abgelichtete nicht wohlfühlen kann.

    In Sachen Krankheiten oder schweren Schicksalsfällen gibt es viele „beeindruckende“ Reportagen in denen der Betroffene mit all seiner Würde behandelt wird und von seinem Standpunkt eine situationsbedingten Einblick in sein Leben gewährt bzw. dies dann auch so möchte.
    Diese können sogar unter Umständen für ander Hilfreich sein bzw. werden … weil es einfach viele Themen gibt die von der Allgemeineheit verdrängt und tabuisiert werden, obwohl viele darunter leiden und es dadurch ev. auch viele kleine Randgruppen gibt. Für manche kann es also Hilfe sein zu wissen man ist nicht allein mit einem Schicksal!?
    Hut ab – vor den Leuten die in diesem Situationen einen guten Job machen und den Spagat wirklich schaffen!

    Deshalb würde ich es nicht Themenabhängig machen …

  9. Ich glaube, ich könnte niemals Aktfotograf werden. Ich tu mich mit erwachsenen Menschen eh noch sehr schwer, aber nackt ging gar nicht. Leider geht es mir mit Street genauso. Ich finde die Streetfotografie so faszinierend, aber ich spüre eine enorm hohe Hemmschwelle dabei. LG Frau Zausel

  10. Na ja, niemals? Das kommt ganz drauf an. Ich habe immer wieder Probleme auf unseren Reisen in Asien die Armut und das Elend zu fotografieren. Doch auch das gehört zu dieser Region und nicht nur die Sehenswürdigkeiten. Aber gerade die Menschen dort sind dankbar wenn man sie ablichtet und es kommen fast immer tolle Aufnahmen zu Stande.
    Nackte Menschen sind zwar auch irgendwie ein Problem, aber nicht wegen des Fotografierens als solches, sondern viel mehr weil bei den Menschen im Kopf immer noch die Meinung vorherrscht – nackt=Pornografie. Die meisten können nicht richtig Akt von Pornografie trennen.
    Übrigens ich liebe Katzen. Aber die Biester halten nicht still.

  11. Hier in Erlangen gabs mal ne Ausstellung, wo ein Fotograf und eine Reporterin Menschen im Sterbehaus in den letzten Wochen „begleiteten“. Ich wollte eigentlich in die Ausstellung gehen, aber habe mich dann letztenendes doch umentschieden. Selbst die Bilder, hab ich mir gedacht, nur anzuschauen sind nichts für mich. Da ich selbst die Fotos mir nicht anschauen wollte, werde ich diese Art wohl auch nie machen. Das würde mir einfach zu nahe gehen.

  12. Keine Fotos von:

    – Katzen (kann ich mich anschließen)
    – Leuten, die nicht fotografiert werden wollen ;-)
    – ekeligen Dingen (Erbrochenes oder so)

    Im Moment stelle ich mir eher die Frage, warum ich nicht einfach mal die Kamera mit auf den Weg zur Arbeit nehme um interessante Gesichter zu fotografieren. Wahrscheinlich schreckt es mich ab, das Einverständnis einzuholen.

    Viel Spaß und einen guten Start in die Woche,

    fraghorst

  13. Um mal auf Deine No-Gos zurückzukommen:

    Das interessiert mich mal warum Du keine Katzen fotografieren magst?
    Ich fotografiere gerade Katzen auch mal ganz gerne wenn das Fell ne gute Textur für BW fotos hat…

  14. Also ich würde keine Fotos von toten bzw verletzten Menschen und Tieren machen. Blut und Gewalt sind auch ein absolutes No-Go. Fotos die andere lächerlich machen bzw die nur zu Sensationszwecken gemacht wurden. Mit Elend habe ich auch so meine Probleme. Das ist immer ein ganz schwieriges Thema, wenn man gerade im Urlaub in einem ärmeren Land Fotos macht.

  15. Hi,

    bevor das hier total p.c. wird :) :
    ich finde es richtig öde Blumen zu fotografieren. Es gibt nur ganz wenige Blumenfotos, die nicht als langweilig empfinde, drum muss ich nicht noch mehr machen.

    Ansonsten kann ich mir vorstellen, dass ich sowohl reale als auch inszenierte Gewalt fotografieren würde. Im Fernsehn guck ich sowohl Tagesschau als auch Krimis. Weiterhin bewundere ich Kriegs- und Krisenjournalisten, da ich sie als Teil eines demokratisierenden Prozesses empfinde, ihre „Werke“ zu jeder Zeit in einem politischen und kulturellen Deutungskontext neu erfasst werden können und somit zur Bildung eines gesellschaftlichen Gewissens beitragen.

  16. Mein erster Beitrag und dann gleich so was gewagtes: Verwundete, Kranke, Unterdrückte oder Menschen den Gewallt angetan wird, werden zwar oft fotografiert, die Bilder versinken aber schnell in der Versenkung. Und aus dem Auge ist leider auch aus dem Sinn. Ich bin seit längerer Zeit als Offizier in der Schweizer Armee tätig. Auch wir haben unsere Truppen z.B in Israel. Wenn mehr Bilder von dort an die breite Öffentlichkeit gelangten, so bin ich sicher, würde dies vermehrt zum Denken anregen. Daher für mich kein „now go“ aber sicher mit einem Nachgeschmack behaftet.

    Mein „now go“ sind da eher z.B Verkehrsunfälle, da hilft man besser als zu fotografieren.
    In Israel hingegen kann fotografieren die grössere Hilfe sein.

  17. Also mit Menschen (auch nackten) habe ich so gar kein Problem. Auch ich würde niemals Gewalt, Kranke oder Verletzte etc fotografieren. Die Welt ist grausam genug, ich muss es nicht festhalten für die Ewigkeit und mich immer wieder daran erinnern. Denn im Grunde ist es doch so: mit jedem Foto dass man macht, hält man eine Sekunde in der Geschichte dieser Welt fest und ich persönlich erinner mich an jeden Moment, in dem ein Foto entstanden ist. An unschöne Momente möchte ich mich nicht mein Leben lang erinnern können.
    Warum du allerdings eine Abneigung gegen Katzenfotos hast, würde mich auch mal genauer interessieren ;o)

  18. Puh,
    ich hab ja die Fotografie damals beim Bund gelernt. Da musste ich so einiges fotografieren, unter anderen auch eine Beerdigung eines Bekannten und Kameraden. BTW: Das war mit Abstand das heftigste, was ich machen musste, aber es sind trotzdem gute Bilder geworden. Ich denke aber, dass ich dadurch kaum noch Tabu-Motive habe … Ich glaube es gibt eher Dinge, die ich nicht auf meinen Bildern haben möchte… Angefangen bei Schildern und Laternen, wo sie nicht hingehören bis hin zu bestimmten Personen, die ich einfach nicht ablichten möchte.

    Übrigens: Nackte Menschen zu fotografieren ist sowas von unspektakulär ;) Und Katzen sind prima Modells!

  19. Also…ein absolutes No Go für mich wären Bilder von Wunden,Verletzungen,etc.
    Ich habe eine Zeit in einer Werbeagentur gearbeitet,die für Ärzte,Pharmaunternehmen und so weiter arbeitet. Und da muss man ab und zu auch Schulungsunterlagen und Ähnliches erstellen, in denen dann so Bilder von einem Dekubitus,etc. Das fand ich schon sehr schlimm. Und so etwas würde (und könnte) ich auch nicht fotografieren. Also alles was so medizinische Dinge anbelangt.
    Ansonsten kann ich mich anderen Vorschlägen anschließen. Ekliges an sich wird nicht fotografiert, Gewalt auch nicht, Katzen (das liegt bei mir daran,dass ich die irgendwie nicht mag und bei mir auch keine rumlaufen,weil mein Hund,den ich sehr gerne mal fotografiere ^^ die immer verjagt aus unserem Garten) und nackte Menschen….ja,das ist so eine Sache…ich hab da noch etwas Bammel vor ehrlich gesagt,aber ich werd damit ja umzugehen lernen,da ich ja eine Ausbildung zur Fotografin mache nun.

  20. Also bevor ich die Kommentare hier geöffnet habe, viel mir auch als allererstes das Wort „Gewalt“ ein. Habs aber gleich wieder beiseite geschoben. Ich mach zB unglaublich gern „Knarrenfotos“… das wäre dann wohl auch tabu. Und wenn man sich jetzt Gedanken macht, wo Gewalt anfängt, ist wohl kein Ende in Sicht.

    Gegen nackte Menschen hab ich im Prinzip nichts, allerdings finde ich es viel viel reizvoller, wenn man nichts sieht. Geschickt durch Schatten oder Stoff verdeckt. Aber mich generell dagegenstellen würde ich glaube ich nicht. Aber ich reiß mich auch nicht drum.

    Katzen mag ich sehr gern, hab ja auch eine und meistens ist sie das einzige Modell, dass sich spontan nachts vor die Linse legt, insofern, is nich.

    Mir fällt also so im Moment wirklich nichts ein.

    Den Einwurf mich Beerdigungen find ich gut. Und ich würde zB nicht einfach so jemanden fotografieren, der irgendwo sitzt und weint, auch wenn es einfach zu reizvoll wäre…

  21. Ok, Aktfotografie ist so ein Gebiet, das nicht ganz einfach ist. Hier kann ich gut verstehen, wenn das jemand nicht magt, ist ja auch nicht ganz einfach. Das, was man nie fotografieren würde hängt schwer von den Vorlieben/ Interessen/ Dinge die man einfach nicht mag, ab. Bei mir gibt es sowas momentan eigentlich nicht (bzw. mir fällt sowas momentan nicht ein).

    Liebe Grüße
    Julia

  22. Ich distanziere mich von Blumen-Macros. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich auf meiner Flickr-Seite zwei solcher Bilder zeige, aber damit war das Thema dann auch für mich erledigt. Manche Blumen-Macros sind schön anzusehen, aber die meisten sind total kitschig und langweilig.. Kleiner Tip zur Katzen-Fotografie, nur fliegende Katzen sind gute Katzen ;-).

  23. Na ich hab mal meine Katze fotografiert wie sie nen Maulwurf gefangen und verspeist hat – waren coole Fotos und 0 kitschig … =)

    Und sonst schreckt mich recht wenig ab – zumindest fällt mir grad nix ein, denke vieles hat etwas sehr interessantes und festhaltenswertes … Wovon ich allerdings nichts halte sind Motive die im Rudel geschossen werden – im schlimmsten Fall Red Carpet … Das hat für mich nichts mit Fotografieren zu tun, will das meine Fotos individuell sind und nicht das gleiche zur gleichen Zeit zeigen wie von 10 anderen …

    Peace

  24. No-Go: Etwas fotografieren, bei dem man eigentlich helfen sollte – Voyeurismus. In der Praxis gibts da sicher Abstufungen, aber das finde ich schwierig.

    ( N ) A ( c )ktphotos – da ist für mich nicht die Scham ein hemmendes Element, ich stehe ja hinter der Kamera. ;) Mit etwas Selbstanalyse ist es eher die Angst „aus Versehen“ ein Bild zu machen, was nicht okay ist. Was nicht „schön“ genug ist. Oder nicht „würdevoll“ genug ist.

    Da in meinem aktuellen Kurzfilmprojekt auch eine unbekleidete Szene vorkommt, denke ich natürlich schon nach, wie man aufnimmt und schneidet, um trotzdem nachher was „harmloses“ zu kriegen, was die Darstellering nachher gerne verlinkt und nicht versteckt.

    Ich finde, Katzen geben ein interessantes Motiv her. Ist das da auch nicht die eigene Angst, nicht mehr ernstgenommen zu werden, wenn man Katzen ablichtet?

  25. Meine persönlichen No-Gos: Aktfotografie, Haustiere (außer meinem Kater ;)), Sensationsaufnahmen (Unfälle, Tote). Außerdem würde ich niemals mit einem fisheye fotografieren – völlig unabhängig vom Motiv.

    Ich find Katzenfotos auch nicht besonders prickelnd, aber so zum Ausprobieren ist das schon ganz praktisch für mich als Anfängerin. Ich habe ein lebendiges Wesen vor der Kamera, das sich (im Licht) bewegt, sich nicht durch die Kamera ablenken lässt und praktisch rund um die Uhr zur Verfügung steht :)

  26. Jetzt mal in meinem normalen Lebensalltag: Ich fotografiere sehr ungern Menschen. Hätte nen saugeiles Fotostudio zur Verfügung, aber es reizt mich sowas von gar nicht… find das sehr schade, ist aber so :(

  27. Also eine Hemmschwelle bei Gewalt kann ich gut nachvollziehen, aber verschliessen würde ich mich davor auch nicht. Generell vor nichts in der Fotografie. Es hängt immer sehr viel von den Gründen und Bedingungen ab. Genauso wenig schrecken mich Katzen oder Nackte Menschen ab. Und ich denke nicht das es mit Respekt direkt zutun hat. Man kann ja auch respektvolle Aktfotos machen. Und das in jeder Hinsicht.

    Das ist halt mit vielem so. Die einen hören nur Hip Hop oder Metal oder Volksmusik, dann wiederum andere alles außer Volksmusik und Metal. Und dann solche die allem mal eine Chance geben :-).

    Und @Martin Du hast doch schon Nackte Menschen fotografiert wennich mich nicht ganz irre. Auch wenns ein kleiner Mensch war. :-)

  28. Eigentlich fotografiere ich inzwischen alles, was Geld bringt. Kling etwas komisch, aber wenn man über 20 Jahre als Pressefotograf gearbeitet hat, dann macht man erst mal das Foto – ob es letztendlich veröffentlicht wird (und Geld bringt), hängt dann ja von dem (Chef-)Redakteur ab. Natürlich nehme ich dabei dann aber auch Rücksicht auf die Würde des Menschen. Ich würde niemals einen schwer verletzten Menschen direkt fotografieren.

    Was ich nicht fotografiere, sind Menschen auf Feiern, die sich entweder gerade die volle Gabel in den Mund schaufeln oder angetrunken daneben benehmen. Die will niemand gerne sehen.

    Zudem würde ich auch keine Bilder machen, bei denen ich mich selbst in Gefahr begeben müsste. Das wären z.B. Kletterpartien, Bungee-Springen (wenn ich selbst am Seil hänge) usw.

  29. Ich denke, man muss hier erst einmal unterscheiden, ob man etwas nicht fotografiert, weil man es aus ethischen oder politischen Gründen nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann oder ob man kein Interesse an bestimmten Motiven hat. Deine Frage zielt vermutlich eher auf letzteres ab. Also:
    – Menschen die Essen
    – Menschen, die etwas ausscheiden (egal wo)
    – Haustiere
    – Speisen und Getränke
    – Haushaltsgegenstände
    – andere Fotografen beim Fotografieren (typisches Flickr-Treffen-Verhalten)

  30. Mal von den moralisch wichtigen Themen, die alle schon genannt haben, abgesehen, werde ich hoffentlich niemals Käfer auf nassem Gras, Insekten-Makros aller Art und Vögel mit mind. 300mm fotografieren.
    Mochte das noch nie und kann diese Bilder auch einfach nicht mehr sehen.

  31. Die vier Punkte von Roland (12ter Post) würde ich so zuerst einmal unterschreiben, ganz unabhängig von irgendwelchen Vorlieben und Abneigungen.
    Ansonsten verstehe ich immer nicht warum alle auf den Katzen rumhacken müssen? Natürlich wurden von diesen (ja ich gebe es zu, ich bin Katzenfreund) wundervollen Tieren schon so einige Fotos gemacht, aber gleiches gilt doch auch für Hunde und viele andere Tiere?

    Wie auch immer, was ich jedenfalls nicht machen könnte, wäre Krisenfotograf oder vergleichbares. Also letztendlich all die Dinge in denen es bessr ist anderen Menschen in einer Notsituation zu helfen!

  32. und ein weiterer erster Beitrag…

    Um jetzt nicht noch mehr über ethische no go´s zu referieren, stimme ich einfach mal Roland zu.

    Motivisches no go wären für mich Briefmarken.

  33. Ich würde niemals das Leid anderer Menschen fotografieren, also im Stil von Sensationsjournalismus. Bestes Beispiel war das Bild vom toten Uwe Barschel in der Badewanne. Geht gar nicht!! Und dann noch die Vermarktung des Fotos auf T-Shirts mit dem Untertitel „in meiner Badewanne bin ich Kapitän!“ Geht noch weniger.

  34. Also, nackte Menschen bzw. Akt ist eines der Bereiche die ich unbedingt mal machen möchte.

    Was ich auf keinen Fall machen werde? Im Grunde würde ich alles Fotografieren. Mich würde es auch nicht stören, ein paar Gassenpunks beim Kotzen fotografieren. Hat etwas, was die Leute zum Nachdenken bringt – oder wenigstens reden sie darüber. Grundsätzlich vermeide ich die Landschaftsfotografie weil ich weiß, dass ich da nicht die besten Ergebnisse erzielen kann.

  35. Also ich persönlich würde nie Pornographische Fotos machen, Erotisch ja aber keine Pornographischen. Was ich auch Total grausig finde sind Urlaubs Fotos wo ein Familien Mitglied vor irgend nem tollen Bauwerk steht.

    Ekelige Sachen würde ich auch nie Fotografieren weil mir da selber schon der Ekel ins Gesicht steigt.

    Aber ansonsten Fotgrafiere ich alles was mir irgendwie vor die linse kommt wobei mir Portraits(Mensch und Tier), Landschaften ( Urban und Natur ) und Tabletops am meisten spass.

  36. @Philipp: Da kann ich Dir nur zustimmen (das hatte ich bei meinem Kommentar oben ganz vergesesen). Pornografien sind etwas was mal gar nicht geht. Aktfotografie ist ok. Aber Pornografie ist ja nochmal was ganz anderes und das geht echt nicht.

  37. Das übliche Reporter-Ding (naja, leider nicht bei allen): Wenn ich das Gefühl hätte, dass ich damit die Privatsphäre der Betroffenen verletze. Dagegen Gewalt oder Konflikte als solche, doch, denke schon, um zu informieren und aufmerksam zu machen.

  38. „Niemals“ – ich habe mir wirklich abgewöhnt zu sagen, ich würde etwas „niemals“ fotografieren. Aber ich kann mir nicht vorstellen, Insekten zu fotografieren.
    Nicht, dass ich mich ekele. Ich finde sie nur extrem langweilig. Fotografisch. Netzhautbilder mache ich gern, da sind sie wieder spannend ;)

  39. Berge! Berge sind boring ;).
    Katzen müssen es auch nicht unbedingt sein,aber der Horror ist Partyfotografie!Ich meine diese gestellten Bilder in Großraumdissen oder Clubs, örks! Reele Momente in Clubs usw auffangen finde ich sehr gut, aber diese Bildchen von in die Kamera küssenden Tussis – hilfe!

  40. hmhmhmhm….ich glaube.. ausschließen würde ich NIX….also es gibt sicher sachen, die man nicht unbedingt fotografieren will, aber ich wüsste nix wo ich sagen würde das mach ich auf keinen fall….. warum auch?

  41. Pronografien sehen anders aus als Aktbilder (auch wenn die Menschen darauf immer nackt sind). Naja..ich denke den Unterschied muss ich hier jetzt nicht so genau erklären. Einfach mal ein Akt und ein Pornobildchen vergleichen, dann merkst es bestimmt!

  42. Unfälle würde ich nie photographieren. Ich schätze, das war aber schon die ganze Liste. Pornographisches natürlich auch nicht, aber wenn es gut bezahlt wäre ;). Aktbilder hingegen mache ich gerne. Ich kann nicht so gut angezogene Menschen photographieren, das wirkt leider oft so zeit-gebunden, d.h. eben nicht zeitlos.

  43. ich finde gerade bei der “ darstellenden dokumentation“ von armut/ kriege/ etc. muss man sich über seine intension im klaren sein. was für eine motivation steckt dahinter, ist der nötige respekt dabei usw. dazu fällt mir natürlich der james nachtwey ein..

  44. ein thema das polarisieren kann.

    ich finde aber die frage falsch gestellt! es geht meiner meinung nach nicht um das WAS, sondern um das WIE!

    gewalt zb. kann (soll sogar!) auch dagrstellt werden. wollen wir als fotografen immer nur eine heile welt zeigen? NEIN!

    in diesem sinn…

    laurenz

  45. Eine interessante Umfrage. Da scheint sich ja eine grosse Mehrheit zu bilden, die niemals Gewalt und Pornografie fotografieren würde. Ich bin auch nicht gerade heiss darauf, diese beiden Themen in mein „Portfolio“ aufzunehmen aber ausschliessen würde ich sie – ganz nach dem Motto: „sag niemals nie“ – nicht mit voller Überzeugung.

    Was ich aber 150% nie machen werde sind 2 Sachen:
    1.) Hochzeitsfotografie. Zugegeben, ich habe schon wirklich sensationelle Bilder gesehen aber mich reizt das Thema kein bisschen. Zudem wäre mir die Erwartungshaltung das Brautpaars ein zu grosser und unangenehmer Druck. Und ganz ehrlich: ich kann Hochzeiten nicht ausstehen!

    2.) Ich finde so ein Paparazzi-Mob sowas von abscheulich. Es gibt für mich nichts abstossenderes als eine Meute klickgeiler Fotografen, die Promis nachjagen. Wer will sich den Mist schon anschauen? Und mit Kunst oder Fotografie hat das für mich in keiner Art und Weise etwas zu tun.

    Natürlich soll jeder das ablichten, was ihm gefällt und ich will auch niemandem zu nahe treten. Das ist lediglich meine Einstellung zum Thema.

  46. Um gerade nochmal die Differenz zwischen Akt und Pornografie fest zu legen. Bei einem akt Bild muss das Objekt nicht umbedingt nackt sein wie auch intim Zonen müssen nicht in die Kamera springen.

    Hingegen die Pornografie macht sich keine mühe Erotik zu Vermittel, es wird einfach nur eine Person abgelichtet die meist nix an hat sie wird gut ausgeleuchtet damit man halt alles sieht.

    Ein Aktbild ist nicht zwingend nicht jugendfrei ein Pornobild schon!

    Also Akt Fotografie lässt nur das vermuten was die Pornorafie einfach offen zeigt!

  47. @laurenz genau! das ist auch meine meinung – es geht nicht um WAS sondern um WIE
    @Philipp H. ist mir zu einfach/schaematisch definiert. kann einige beispile zeigen, wo deine definition nicht funktioniert (Chas Ray Krider, Motel-Erotic). ein und dieselbe situation kann kustvoll/erotisch aber auch pornografisch wirken. es gehet wirklich um WIE mache ich die fotos. dabei denke ich nicht am äußerlichkeiten wie licht und bestimmte körperteilen, sondern wie der fotograf das vermitelt was er vermiteln will (wenn er was zu vemiteln hat :).

  48. Ich würde niemals auf die Idee kommen, irgendwelche armen Kinder in Afrika & Co. zu fotografieren, so wie es oftmals für Werbung genutzt wird.
    Es geht dann zwar immer um Spenden (in der Werbung), also eine „gute“ Sache oder darum auf die „Missstände“ aufmerksam zu machen.
    Aber ich sehe das nur als Ausnutzung, denn der Fotograf wird in alle Himmel gelobt und das Foto wird weltberühmt, obwohl ich mir immer nur einen raffgierigen Rucksack-Fotograf vorstelle, der mal eben nach Afrika fliegt und sich für so ein Scheißfoto das nächstbeste arme Negerkind raussucht.

  49. Prinzipiell würde ich Alles fotografieren. Nackte Menschen, Krisengebiete, und und und. Ich finde man sollte sich nicht einschränken und verschiedene Sachen probieren. Dann kann man ja selektieren und sagen das fotografiere ich gern/nicht gern. Ich fotografiere aktuell ungern Produktfotos und Architektur.

    LG Alexander

  50. Never say never! Ich war bis vor kurzem noch der Meinung das das Fotografieren von Menschen nicht unbedingt mein Ding ist. Nachdem ich mich aber mal dazu durchgerungen habe sehe ich das inzwischen vollkommen anders. Es gibt aber auch Dinge mit denen ich nicht besonders viel anfangen kann wie z.B. diverse Makrogeschichten wie Käfer etc. Ich finde es aber auch ziemlich scheinheimlich die Augen vor Bildern zu verschließen die uns über das Elend und die Gewalt in dieser Welt aufklären. Der Film Warphotographer von James Nachtwey http://www.jamesnachtwey.com/ hat mir ein wenig die Augen geöffnet.

  51. @ fraghorst (post #17), ich bin froh, das ich im UK bin, denn da kann ich einfach Bilder in der Straße von jedem machen, von dem ich ein Bild machen möchte. Ich dürfte sogar von öffentlichen Wegen in Grundstücke fotografieren und keiner könnte was machen. Ich geh einfach am Wochenende gerne raus und setz mich an eine Stelle und dann warte ich mal (Buckingham Palace, Green Park, Greenwich empfehlen sich da sehr).

    @Alex Makrogeschichten müsste ich auch mal ausprobieren, bin im moment immer noch unter dem Motto people in the streets unterwegs, einfach um mich mal damit zu beschäftigen fotos von menschen in der straße zu machen, gar nicht so einfach für einen Anfänger wie mich… ich glaub makro versuch ich mal als nächste, wenns im sommer mal wieder n bissl schöner ist :o)

  52. Lustigerweise sind es bei mir exakt die gleichen Dinge, die ich nicht fotografiere.. Katzen- und Hundefotos („Sieht er nicht niedlich aus?“ – „Ja.. sieht er nicht!“).
    Kranke und Sterbende und vielleicht Tote zu fotografieren finde ich nicht schlimm, habe ich selbst schon gemacht. Man fragt sich, ob es sein muss, aber ich tue damit keinem weh und veröffentliche die Fotos auch nicht.. Vielleicht reportiere ich damit später einmal meinen Beruf, wenn auch die Verwandten der Personen nicht mehr leben und ich nicht um Erlaubnis fragen muss, ob ich veröffentlichen darf.. ;)
    Aktfotografie interessiert mich profanerweise einfach gar nicht. Ich finde da keinen Reiz dran. Mir ein Model zu mieten, die sich dann auszieht und rekelt.. Diese Vorstellung ist für mich ähnlich wie in einen Puff zu gehen.. Geht also nicht.. :)

    M.

  53. Interessanter Post, interessante Kommentare.

    Ich habe dauernd zu wenig Zeit mit zwei kleinen Kids (zum Fotografieren zumindest ;-)) und bisher habe ich noch überhaupt kein „Lieblingsthema“ für mich gefunden. So stellt sich für mich immer eher die Frage, was möchte ich fotografieren, wofür schaufele ich mir einen Termin frei?
    Einerseits zeittechnisch und andererseits ganz emotional, das entscheide ich dann, wenn ich das Motiv vor der Kamera habe/die Kamera überhaupt mitnehme bzw. gefragt werde, ob ich dieses oder jenes fotografiere.

    Nein sagen kann man ja immer, auch zu sich selbst.
    Bisher nicht so mögen tu ich Architekturfotografie, das empfinde ich oft als langweilig.

  54. Was ich mir ebenfalls NICHT vorstellen kann sind Gewalt, Krisen, Unfälle… Alles wo Menschen und Leben in Mitleidenschaft gezogen werden.

    Nackt – klar warum nicht?
    Hatte bereits einige Aktshootings und würde jederzeit wieder welche machen, solange ich von den Ergebnissen behaupten kann, dass sie „künstlerisch wertvoll“ und vom Niveau weit über Praline etc sind. ;)

  55. Blogartikel dazu: Links 96 « FreiheIT-Blog

  56. ich fotografiere alles.
    aber lange nicht alles ambitioniert. da komme ich manchmal allzu schnell an meine grenzen.
    landschaft/architektur/still-life ohne human element empfinde ich für mich als ungeheuer anstrengend. da muss dann schon etwas im spiel sein, was meine besondere aufmerksamkeit auf sich zieht (licht/form/farbspiel). aber das muss mich dann wirklich anspringen, danach suche ich nicht. d.h. ich versuche es immer mal wieder. aber eigentlich nur zum lernen für mich. muss aber auch keiner mit belastet werden. es gibt genug fotografen, die das gut können. ansonsten: alles was menschen betrifft, gerne!

    zum thema „kriegsfotografie“ habe ich im übrigen einen, wie ich finde, interessantes video:http://www.youtube.com/watch?v=XHvnyKDJVm4
    mich würden mal allgemein die meinungen diesbzgl. interessieren.

    viele grüsse
    sylvie

  57. Blogartikel dazu: youjizz