kwerfeldein
24. März 2009 Lesezeit: ~6 Minuten

„Martin, warum machst Du das mit kwerfeldein.de eigentlich?“

Immer wieder werde ich gefragt, warum ich hier auf kwerfeldein.de publiziere und ob sich das für mich eigentlich lohnt für mich. So manch einer frägt dann, wie ich es schaffe, jeden Tag einen Artikel rauszuhauen, wo die Ideen herkommen und … wie es mir damit eigentlich geht, was mich motiviert und und und….

Ich möchte heute einmalv versuchen, das Ganze aus meiner Sicht zu schildern.

Wenn ich heute gefragt werde, ob sich kwerfeldein.de für mich gelohnt hat dann würde ich ohne zu zögern antworten: Auf jeden Fall, ohne Zweifel. Doch ich war mir dessen auch nicht immer sicher. Gerade in der Anfangszeit vor 2,3 Jahren habe ich einige Zweifel an der ganzen Sache gehabt.

„Kann ich das? Interessiert das überhaupt jemand? Erzähl ich hier eigentlich grade kompletten Bullshit oder macht das einigermassen Sinn? “

Nein, es war nicht immer leicht und diese Zweifel waren (und sind heute noch) sehr real. Wie bei allem sind sie ein Teil des Weges und ich habe das für mich akzeptiert. Vielleicht hat es über die Jahre immer supereasy und „allescool“ ausgesehen – war es aber nicht. Ich habe oft mit mir selbst gekämpft und wusste an vielen Tagen nicht, ob es sich „lohnt, das Blog über Fotografie zu machen“.

Da frieren die Hände ein. Ideen gehen aus. Worte fehlen. Schreibblockade. Die Angst, für jeden zweiten Satz auseinandergenommen zu werden. Damit musste ich lernen umzugehen.

Doch ich bin dabei geblieben. Warum?

Nun dafür gibt es viele Gründe. Zu allererst weil dieses eine Ding da, die Fotografie „mein Herz erobert“ hat.

a, das klingt kitschig, komisch und strange – aber es ist so. Ich kann mir ein Leben ohne Kamera nicht mehr vorstellen. Ich liebe es, zu fotografieren. Neue Ideen zu entwickeln, kreativ zu arbeiten, meine Ergebnisse zu sehen und zu zeigen. Die Fotografie ist meine Leidenschaft.

In der Schule habe ich es gehasst, Seitenlange Berichte und Abhandlungen über etwas zu schreiben, was mich nicht interessiert. Wo ich aber gut drin war, das war über Sachen zu berichten, die mich bewegten.

Und so ist das auch mit der Fotografie. Weil die Fotografie für mich etwas besonderes ist, kann ich auch drüber schreiben.

Dazukommt natürlich meine Person. Als gelernter Jugend-und-Heimerzieher bin ich halt ein Typ Mensch, der gerne anderen hilft und ihnen Sachen beibringt. Wenn ich etwas in meiner Ausbildung gelernt habe, dann es es diese eine Sache: Dass es sich lohnt, andere zu unterstützen, sie zu fördern und von dem was ich weiss, etwas abzugeben (ohne dabei der Besserwisser zu sein).

Ich lerne

Ich hab irgendwo mal gelesen, dass wenn man über die Sachen schreibt, die man gelernt hat, dass sie noch besser kapiert. Ich weiss nicht, wie das bei anderen ist, aber bei mir ist das definitiv so. Weil ich hier die Sachen auf den Punkt bringen muss, setzen sie sich nochmal ganz anders in meinem Kopf fest. Da ist aufeinmal Tiefe drin. Und so schnell vergess ich Sachen, die ich hier geschrieben habe nicht. Ist echt so.

Wenn es „Klick“ macht

Gib mir ein gutes Fotografiebuch oder einen geilen Blog und Du wirst in den nächsten Stunden nicht mit mir sprechen (ja is übertrieben). Aber so die Richtung stimmt schon. Für mich ist das einfach geil einen „Aha-Moment“ zu haben. So einen, wenn es Klick macht. Meistens gibt mir so etwas einen deartigen Push, dass ich selber gleich losziehe und das lles auszuprobieren. Loslegen. Fotografieren. Das rockt. Da geht was, da ist Bewegung drin.

Und jedesmal, wenn es bei mir Klick macht, dann bekomme ich Lust, auch anderen dieses Erlebnis zu ermöglichen.

Sie ermutigen und ihnen die Sachen zu sagen, die ich bisher verstanden habe. Und wenn dann jemand schreibt: „Martin, das hat mir geholfen!“ oder „Yea, jetzt hab ich das mal verstanden“ – dann freu ich mich umso mehr. Dann weiss ich, dass es sich lohnt, kwerfeldein.de zu machen und über Fotografie zu bloggen.

Tests und so…

Da kwerfeldein.de sich in den letzten Monaten und Jahren etabliert hat, bin ich unter anderem gerade dabei verschiedenes Fotozubehör für ein paar Fotofirmen zu testen. Ich will hier nun noch nicht allzuviel verraten, aber u.A. teste ich gerade ein Objektiv, einen Blitz und eine Taschenvideokamera. Ich bin im Gespräch mit verschiedenen Kameramarken, -Herstellern und anderen und wir philosophieren darüber, wie eine Zusammenarbeit möglich sein kann. Ja auch dann merke ich, dass es sich gelohnt hat jeden Tag hinzusitzen und etwas zu schreiben.

Leben

Kwerfeldein.de bietet mir die Möglichkeit, so zu leben, wie ich es gerade tue. Über das Blog kann ich immer wieder neue Aufträge bekommen und auch die Werbeeinnahmen helfen mir dabei. Auch deswegen macht es für mich Sinn, zu bloggen. Und das ist gut so.

Leute

Über Kwerfeldein.de hab ich schon so viele wundervolle und einzigartige Menschen kennengelernt, die ich ohne das Blog nie getroffen hätte.

Es gibt einige Leute, die nicht verstehen, warum ich mich so „transparent“ mache und auf 1000 SocialNetworks vertreten bin und jeder einen Einblick in mein Leben bekommt. Der Grund dafür? Leute.

Mit Menschen in Berührung sein, die ein bissken so ticken wie ich. Und ohne kwerfeldein.de wäre das nicht möglich gewesen.  Denn das Blog ist eine Art Schnittpunkt, wo sich Menschen mit dem Interesse „Fotografie“ treffen, austauschen und diskutieren. Ich werfe ein paar Gedanken ein und die Leser diskutieren, philosophieren und lernen sich so auch gegenseitig kennen.

Ja, für mich lohnt es sich, kwerfeldein.de zu machen.

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