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16. März 2009 Lesezeit: ~1 Minute

Hochzeitsfotografie – Wie ist das bei Euch?

Hochzeitsfotografie

Die Hochzeitsfotografie ist eine höchst spannende und herausfordernde Angelegenheit, mit welcher jeder von uns unterschiedliche Erfahrungen gemacht hat. Egal ob nun Einsteiger oder Profi, ob Hochzeitsfotograf in Person oder Hobbyknipser – irgendwie haben wir alle damit unterschiedliche Assoziationen und Herangehensweisen. Und darum geht es heute in dieser Umfrage.

Denn was mich besonders interessiert ist, wie es Euch eigentlich mit dem Thema geht Hochzeitsfotografie geht.

  • Was für Hochzeitsfotos würdet Ihr gerne mal machen?
  • Was kommt Euch als erstes in den Sinn, wenn ihr das Wort „Hochzeitsfotografie hört“?
  • Freut Ihr Euch darauf, mal (wieder) eine Hochzeit abzulichten oder habt ihr eher so bissken Schiss davor?

Ich freue mich auf einen lebendigen Austausch und lade Euch jetzt dazu ein, miteinander darüber zu sprechen:

Thema Hochzeitsfotografie – Wie ist das bei Euch?

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36 Kommentare

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  1. Um ehrlich zu sein, ich würde meine Hochzeitsfotos NICHT einem Nichtprofi anvertrauen, höchstens als Backup (Zweitfotograf). Was ich da bisher schon für blöde Aufnahmen gesehen habe… Demzufolge würde ich NIEMALS die Verantwortung auf mich nehmen und jemandes Hochzeit fotografieren und dann schlimmstenfalls die Vorwürfe hören zu müssen, den schönsten Tag in ihrem Leben nicht gut genug umgesetzt zu haben. Ich würde sagen, ein gutes Portfolio sollte man haben – und wenn dem nicht so ist, muss man eben erstmal bissel üben.

  2. Bislang hatte ich noch nicht das Vergnügen bzw. die Herausforderung, eine Hochzeit zu fotografieren. Wobei ich mich dem ganzen gerne mal stellen würde, allerdings nur als Co-Knipser. Mal sehen, wann sich das mal ergibt, bin nämlich selbst gespannt, was da bei mir dann unterm Strich rauskommt…

  3. Ich hab schon die Dritte Hochzeit hinter mir (2 mal die Schwester, Standesamt und Kirche, einmal Cousin Kirche) und klar wars eine Herausforderung und man hat ne hohe Bürde aber ein gutes Auge, die entsprechende Ausrüstung und der Wille zu lernen und vorher gut informieren führte bei mir zu guten Bildern. Die Protagonisten waren jedenfalls sehr zufrieden mit den Bildern :-)
    Dazu bekommen die Freunde und Verwandten alle Bilder in RAW von mir, das ist ja bei einem „Profi“ oft anders, da zahlt man jeden Abzug.
    Als Fotograf kann man halt nicht richtig Gast sein, aber spätestens bei meiner eigenen Hochzeit werde ich NICHT fotografieren :-)

  4. auf den letzten hochzeiten, denen ich beiwohnen durfte, war soweit ich mich richtig erinnere, überhaupt kein fotograf anwesend. das brautpaar war irgendwann mal weg zum „foto-shooting“ (ca. 1 – 1,5h). ansonsten haben den restlichen tag über (trauung, empfang, feierlichleiten) nur einzelne leute ein paar bilder mit ihren digi-cams geknipst.
    daraus schliesse ich persönlich, dass das thema „hochzeitsfotografie“ wohl eine frage des anspruches ist. und wenn das brautpaar kaum ansprüche hat, also auch auf einen professionellen fotografen verzichten würde (ausser bei einer kurzen session), ist es doch tausendmal (in etwa) besser, wenn ich (oder jeder beliebige, ambitionierte fotograf mit vernünftiger ausrüstung aus dem familien-, bzw. freundeskreis), einigermassen ambitioniert, engagiert und vorbereitet mich der sache annehme, als wenn das brautpaar im nachhinein die bilder der einzelnen digicam-knipser einsammelt (dürfen die natürlich trotzdem) und sich daran mehr oder weniger erfreut.

  5. Bei mir ist es zwar schon eine Weile her, aber ich habe schon 7 Hochzeiten im Freundeskreis fotografieren dürfen. Bei den ersten beiden war es auch nur das ganze Drumherum bzw. die Feierlichkeiten und ein Fotograf hat dann die Portraits „erledigt“. Dann habe ich mich aber ein wenig dazu belesen und komplette Events abgelichtet. Die Verantwortung ist aber relativ groß und man muß sich seiner Sache schon sicher sein, vor allem braucht man dann schon etwas Ausrüstung (Blitze, 2. Kamera u.s.w.) . Da ich damals auch noch analog „gearbeitet“ habe, durfte da wirklich nichts schiefgehen. Für die Portraitaufnahmen hatte ich das Glück eine Pentacon SIX TL besitzen, mit der man natürlich erstklassige Abzüge liefern konnte. Heute mit digitalen Mitteln gibt es natürlich bessere Möglichkeiten kleine Patzer auszubessern.
    Leider habe ich die meisten Negative mit abgegeben aber hier vielleicht mal zwei Beispiele:
    http://idisk.mac.com/frankcoburger/Public/pictures/Film101Neg05sm.jpg
    http://idisk.mac.com/frankcoburger/Public/pictures/Film102Neg06sm.jpg
    Leider sind von den 7 Paaren nur noch zwei zusammen, weshalb ich wohl nicht mehr fotografieren darf ;-)

  6. Ich bin in den letzten drei, vier Jahren ca. ein dutzend Mal in die Verlegenheit gekommen. Naja, anfangs war’s Verlegenheit, nach der vierten oder fünften Hochzeit entwickelt man Routine (incl. Fragen-Checkliste für das Brautpaar ;). Goldene Regel war dabei für mich, nie allein zu fotografieren; ich war immer zusammen mit einem zweiten Amateurfotograf unterwegs, mit dem ich mich koordiniert hatte. Zum einen ging’s einfach um Redundanz (falls bei einem von uns beiden Daten verloren gehen), zum anderen um verschiedene Blickwinkel, Brennweiten, etc.

    Das erste, was ich mit „Hochzeitsfotografie“ assoziiere, ist das Fotografieren des Hochzeitstags: Evtl. Vorbereitung (Anziehen, Friseur, etc.), dann den Gottesdienst, und schließlich das Essen und die Feier. Liegt wahrscheinlich daran, daß es das ist, worum ich am häufigsten gebeten wurde :) _Das_ Hochzeitsfoto habe ich erst drei Mal machen sollen…

    Hochzeit von Freunden fotografieren? Vor allem, wenn ein mit gut bekannter Fotograf zur Seite steht? Gerne wieder. Hochzeitsfoto-Session? Ooh, das ist nach wie vor spannend, eine Herausforderung, an der ich mich gerne wieder versuchen würde – bei der ich dem Brautpaar allerdings rate, sich zusätzlich von einem Routinier ablichten zu lassen.

  7. habe letztes jahr eine hochzeit von fotografisch begleitet inkl. trauung in der kirche, kaffee und kuchen und abendliche feier. das war sehr interessant, allerdings auch ziemlich anspruchsvoll, da die unterschiedlichen situationen auch völlig andere herangehensweisen erforderten. alles in allem hatten die fotos am ende eher einen dokumentarischen charakter, was mir persönlich nicht so sehr gefallen hat, dem brautpaar aber schon. beim nächsten mal würde ich mich entweder auf eine reine hochzeitsfotosession (1-2 stunden, ohne gäste) konzentrieren, oder, wie hier auch in den kommentaren empfohlen wurde, einen zweiten (hobby)fotografen als verstärkung mitnehemen.

  8. Ich durfte bereits an zwei Hochzeiten neben einem Profi fotografieren und es war Klasse. Eine Hochzeit ist für mindestens zwei Personen einer der wichtigsten Momente im Leben, um so höher ist der Stellungswert dieser Fotos, um so höher sind die Anfordungen des Brautpaars an wunderschöne Bilder. Anforderungen, die ein Hobbyknipser je nach Anspruch einfach nicht erfüllen kann, aber auch manch Profi mit weniger Erfahrung in diesem Bereich stößt schon an seine Grenzen.

    Ich kann nur jeden ambitionierten Hobbyfotografen empfehlen, wer die Chance hat, neben einem Profi zu fotografieren, sollte diese auch wahr nehmen. Allerdings solltet ihr euch vorher kurz mit ihm Absprechen, vielleicht will er sich gar nicht in die Karten schauen lassen? Ansonsten kann man nur von Lernen. Meine etwas anderen Bilder sind auf jedenfall beim Brautpaar sehr gut angekommen, was mich auch erfreute.

    Neben einem Profi würde ich sofort wieder fotografieren – alleine, da fehlt mir der Mut, die Ausrüstung und die Erfahrung.

  9. Ich habe bisher drei Hochzeiten fotografiert. Die erste davon war in Ordnung, aber nicht der Brüller. Ich hab bei den nächsten beiden gemerkt, wo drauf man achten muss und wie man die Hardware richtig einsetzten kann. Dennoch waren die Brautpaare immer zufrieden. Auch wenn ich bei der ersten Hochzeit nicht so richtig zufrieden mit mir selbst war. Aber naja! ;) Definitiv konnte ich einen Fortschritt sehen in meinen Bildern.

    Was ich gerne mal machen würde, sind „gestellte“ Hochzeitsshootings. Also nicht die rein dokumentarischen sondern einfach mal das Brautpaar schnappen und ne coole Location suchen und dort Fotos machen. Bisher kam das leider noch nicht in Frage, da keine Zeit am Hochzeitstag selber war und danach wollten sie nimmer! ;) Kleid war wohl zu schwer anzuziehen! :)

    Ansonsten ist eine gewisse Routine echt hilfreich, auch wenn Routine diesen etwas bitteren Beigeschmack hat.

    Auf jeden Fall ist das ein interessante Geschichte und ich bin jedes mal aufs neue nervös gewesen!

    VG

  10. Ich werde dieses Jahr eine Hochzeit von Bekannten fotografieren, meine erste. (Ok, meine zweite. Bei der anderen war ich aber selbst nur Digicam-Knipser. ;) ) Das Gute daran ist, dass sie ausdrücklich keine Profiqualität verlangen/erwarten. So kann ich mich mal an das Thema rantasten und habe keinen so hohen Leistungsdruck (abgesehen von meinem eigenen). Ohne mich würde es wohl so ablaufen, wie von @Thorsten Rockstar beschrieben: kurzes Fotoshooting und sonst nur Digiknipsen. Einen richtigen Profifotografen für die Trauung und die Feierlichkeiten würden sie wohl nicht engagieren.

  11. Ich bin seit ca. zwei Jahren hauptberuflich als Fotograf und dabei vorwiegend als Hochzeitsfotograf unterwegs. Etwa 50 Hochzeiten kamen in der Zeit zustande. Auf meiner Webseite hochzeitsfotograf-schweiz.ch habe ich vor kurzem mit Bildern aus dem letzten Jahr aktualisiert.

    Ich fotografiere Hochzeiten leidenschaftlich gerne. Für mich ist Hochzeitsfotografie das Erzählen einer Geschichte. Gestellte Portraits sind dabei natürlich auch sehr wichtig und sie sollten keine Pflicht, sondern auch ein Erlebnis sein. Wie oben von Thorsten beschrieben, einfach eine 1-1.5 Stunden Portrait-Session zu fotografieren, würde ich aber nie anbieten, denn die Geschichte und eine schöne Reportage dazu sind für mich der Kern der Hochzeitsfotografie.

    Schiss habe ich natürlich nicht vor Hochzeiten, aber Respekt ist wichtig. Vorbereitung ist alles, den Tagesablauf zu kennen und die Ausrüstung inkl. Backup bereit zu haben gehört dazu. Wer zum ersten Mal eine Hochzeit fotografiert, sollte dies mit dem Brautpaar genau besprechen und allenfalls raten einen erfahrenen Hochzeitsfotografen für die wichtigsten Momente hinzu zu ziehen. Einen solchen als „second Shooter“ zu begleiten kann natürlich eine weitere Alternative sein.

    Oft wird über „digitale Negative“ geredet, was ich irreführend finde. Früher fotografierten wir auf unterschiedliche Filme, die vom Labor entwickelt wurden, heute fotografieren wir auf einen Sensor und wir verleihen die „Filmcharakteristik“ bei der Bearbeitung danach. Ein RAW Bild ist meiner Meinung nach viel weiter weg vom fertigen Bild, als dies ein Filmnegativ war. Und die Bearbeitung gehört eigentlich genau so zum kreativen Teil der Hochzeitsfotografie, wie das Fotografieren selber. Lässt man dies aus, so vernachlässigt man meiner Meinung nach etwas Wichtiges.

    Präsentieren kann man dem Hochzeitspaar die Fotos in verschiedenster Art und Weise. Das kann rein online für Bestellungen sein, schöner ist natürlich ein hochwertiges Album oder feine Prints. Es können aber durchaus auch hochaufgelöste, aber fertig bearbeitete Bilddaten auf einer CD/DVD sein.

  12. War einmal Backup-Fotograf und habe dort mit einer professionellen Fotografin zusammengearbeitet. Das hat mir echt Spass gemacht. Jetzt im April kommt die nächste Hochzeit, muss aber noch abklären, wie sich das Paar das genau vorstellt!

    Mit Hochzeitsfotografie verbinde ich vor allem Spass. Wenn es nicht allen Beteiligten Spass macht, wird man dies auf den Bildern sehen.

  13. Ich habe schon ein paar Hochzeiten mit der Kamera begleitet: ein paar neben einem Profi und letztes Jahr die erste allein. Ich war natürlich super aufgeregt, aber gut vorbereitet. Ich habe schon Wochen vorher den Ablaufplan mit dem Paar durchgesprochen, mir ihre Wünsche notiert, 2 Bücher gelesen, fleissig Beispielbilder geschaut und immer wieder die Vorsätze runtergebetet ;o)
    Es war ein anstregender Tag, es war quasi eine Fotoreportage- vom Frisör, übers Ankleiden, Standesamt, Portraitbilder und Feier. Das Brautpaar war mit dem Ergebnis super zufrieden, auch heute haben wir noch Kontakt und demnächst fotografiere ich dann den Babybauch und das Baby ;o)
    Es sind einige Folgeaufträge dadurch entstanden, so dass ich dieses Jahr auch wieder zwei oder drei Hochzeiten und eine Silberhochzeit fotografieren werde.

    Mir ist natürlich bewusst, dass ich niemals an die wirklich guten Hochzeitsfotografen rankommen werde, aber ich geb mein Bestes und scheinbar scheint das für einige dann auch gut genug zu sein. Diese alte Diskussion: Profi oder Nichtprofi stellt sich mir allerdings nicht (und geht mir auch ein bisschen auf den Keks), jeder sollte selbst entscheiden, von wem er die Hochzeitsbilder anfertigen lassen will und da entscheidet das Portfolio und auch das Portmonaie. Deswegen begrüße ich diese Reihe zum Thema wirklich sehr!

    Mein ganz großer Wunsch wäre eine Hochzeit am Meer, mit Trauung direkt am Strand, barfuss und so…. Mal sehen ;o)

  14. Du meine Güte, meine erste Hochzeitsfotographie-Erfahrung war ein wenig desaströs. Bei der Hochzeit meiner Eltern gab es damals noch keine Digital-Kameras und meine funkelnagelneue analoge Spiegelreflex hat nach ganzen 9 Bildern geklemmt… Kein einziges weiteres Bild ist an dem Tag entstanden. Glücklicherweise war das „nur“ die standesamtliche Trauung, beim eigentlichen Fest zwei Tage später war dann alles wieder gut, Wetter toll, Kamera in Ordnung und eine ganze Tasche voller Filme. Seitdem würde ich auch nie wieder mit nur einer Kamera bei so etwas auftauchen.

    Ein anderes mal hatte ich die Möglichkeit zusätzlich zum Profi ein paar Bilder zu machen. Das war klasse und so würde ich das auch gerne wieder machen. Das ist halbwegs entspannt und man hat sogar noch die Möglichkeit, sich etwas abzugucken.

    Ein Angebot eines Kollegen, als einziger Hochzeitsfotograf aufzutreten habe ich allerdings ausgeschlagen. Dafür fehlt mir einfach Erfahrung, Ausrüstung und Mut. Das ist ja nun kein Tag, den man mal einfach so wiederholt.

  15. Also ich würde gerne mal Hochzeitsfotos machen bei einer Freundin oder so, wo ich aber nicht (auf keinen Fall!!!) für die kompletten Bilder verantwortlich bin. Das soll bitte ein „echter“ Fotograf machen! Das würde ich mir (noch??) überhaupt nicht zutrauen!
    Aber mal probieren können, das würde mich schon reizen…

  16. Da ich der Typ „ab in’s kalte Wasser“ bin, würde ich mich einfach mal trauen, eine Hochzeit zu fotografieren..
    Wenn ich das jetzt hier aber höre mit ‚Backup‘ und ‚Mut‘ und ‚versauen‘ und ‚grauenvoll‘ etc., da überlege ich vielleicht doch, mal nem Profi über die Schulter zu schauen.. aber warum sollte der das machen? Er schafft sich vielleicht ja langfristig Konkurrenz..
    Ich schreibe einfach mal einen an und berichte, was passiert.. :)

    M.

  17. Ich hatte schon einmal das Vergnügen ein Hochzeitsshooting zu machen. Dabei habe ich erst auch gezögert, weil man dabei schon etwas unter Druck ist, aber habe dann doch zugesagt.
    Wir haben uns vorher die Location zusammen angeschaut und überlegt, was wir machen wollen. Das ist auf jeden Fall wichtig, dass klar ist, wie die Bilder werden sollen.
    Ansonsten Zweit-Body eingepackt und auch Ersatzobjektive, genug Akkus für Kamera und Blitz und ausreichend Speicherkarten.
    Ein bisschen Improvisationstalent ist dann auch gefragt gewesen, da es
    1. zum Teil geregt hat
    2. immer Enten im Bild waren :-) Diese haben wir dann einfach mit eingebunden
    Wen es interessiert, ein paar der Bilder gibt es auch meinem Blog (http://www.capture-the-light.de/2009/02/hochzeitsshooting/)
    Insgesamt waren wir dann alle sehr mit den Bildern zufrieden und das ist ja das wichtigste!

  18. Ich hatte das Vergnügen erst den Polterabend von meinem Bruder zu fotografieren (ist allerdings schon fast 10 Jahre her) und vor knapp 3 Jahren die Hochzeit samt Kranzbinden und aufhängen meiner besten Freundin.
    Bei besagter Freundin war ich dann Gast, Trauzeuge und Fotograf in einem und mit immerhin drei Fotoapperaten zu Gange – einen damals ganz neuen kleinen, meiner Z3 und ihrem analogen…
    Die Eltern des Bräutigams haben auch noch Bilder gemacht, an ein Stativ hat keiner gedacht (da wurde dann mal eben ein Bauarbeiter gebeten mit 5 Fotoapperaten nacheinander Bilder zu schießen) und ’nen Aufsteckblitz hatte auch keiner…
    Aber die Bilder sind trotzdem was geworden. Gut im Nachhinein, gerade auch nachdem ich mittlerweile Scott Kelbzs großes Buch der Fotografie gelesen habe hätte ich einiges sicherlich heute anders gemacht, will sagen etwas besser geplant und mir die entsprechenden Umgebungen auch mal selber vorher angesehen… nur ohne Auto und wenn man selber erst ein paar Tage (3) vor der Hochzeit aus dem Ausland ankommt war das da eben nicht möglich…
    Beide Paare sind noch heute zusammen und beide reden noch (freiwillig) mit mir also kann es so schlimm nicht geworden sein :)
    Und mindestens besagte Freundin wußte, dass ich mich eigentlich eher auf Landschaften stürze als auf Menschen und man mir bei Veranstaltungen mit mehr als 3 Leuten besser gleich den Knipskasten in die Finger drückt, haben beide Seiten was davon.

  19. Mir wird da zuviel in einen topf geworfen. Die allgemeine definition im netz von „hochzeitsfotografie“ scheint ja zu sein, dass man eine reportage von morgens 9 bis zum ende der feier macht, mitsamt portraits und allen wichtigen momenten und gruppenfoto. Und jeder Gast muss mindestens auch noch einmal drauf sein. Und wehe der moment fehlt, wo onkel herbert der braut gratuliert weil der fotograf grad mal auf dem klo war.
    Der moment ist unwiderbringlich verloren, die freundschaft zerstört, die ganze hochzeit im eimer.
    Ich kenne das persönlich so nicht. Ich habe im bekannten-/verwandtenkreis noch niemals solch eine reportage erlebt. es wurden immer nur portraits vom fotografen gemacht, allenfalls noch das gruppenbild. Und wenn ich in ein beliebiges schaufenster eines fotografen in der fußgängerzone schaue, sehe ich auch immer nur die gleichen bilder. Paar schaut neckisch hinter dem baum hervor, paar unterm torbogen, paar in schwarzweiß mit colorkey auf dem brautstrauss im studio.
    Respekt hätte ich wenn überhaupt nur vor den Portraits, aber auch da habe ich schon „profis“ gesehen, die entweder ganz ohne reflektoren oder blitz fotografieren, oder einfach frontal den blitz auf der kamera als aufhellblitz benutzen. (es gibt auch fantastatische available light portraits, nicht falsch verstehen, aber die gehörten nicht dazu ;)) Jedenfalls das würde ich mir locker zutrauen. Manuell entfesselt blitzen unter zeitdruck ist dann schon wieder eine andere geschichte, da kann natürlich schon viel schief gehen.

    Ich habe bisher auf 3 hochzeiten fotografiert, immer als gast, und es stimmt, man kann niemals beides 100% sein. Sehe ich aber nicht als problem an, solange man nicht offiziell engagiert ist bzw. nur zusätzlich fotografiert. Man hat aber auf jeden fall ne super ausrede, um sich aus blöden spielchen rauszuhalten ;)

    Was ich noch aus meiner persönlichen erfahrung sagen kann, die location hat einen sehr großen einfluss auf die qualität der bilder (wenn ausrüstung und ein gewisses können vorhanden ist). Bei der ersten hochzeit war es eine tolle kirche, hell und schön geschmückt, ein hübscher saal auf einer burg mit einer weißen decke. Bei der 2. war es ne dunkle, graue kirche, und die feier in einem saal mit ner holzdecke und gelben wänden. Bei der 3. ebenfalls in einer dunklen kirche, und die feier dann ein einem zelt, bei regenwetter.
    Die bilder der ersten hochzeit waren um klassen besser, und das obwohl ich bei den anderen beiden fotografisch schon viel „weiter“ war.

    PS: Disclaimer: ich will keineswegs die „profis“ schlecht machen, und auch gar nicht in einem topf werfen.
    Unter Profis versteh ich allerdings soetwas hier:
    http://www.hochzeitsfotografen-deutschland.de/
    Wer solche fotos will, der muss sich eben solch einen fotografen suchen und auch bezahlen. Da führt kein weg dran vorbei.
    Das fotostudio um die ecke gehört da leider aus meiner persönlichen erfahrung (zumindest hier in der gegend) nicht dazu!

  20. Ich liebe es auf Hochzeiten zu Fotografieren….
    Nicht einfach nur Portraitfotos vom Brautpaar sondern von anfang bis Ende. vom Schminken der Braut bis zum Abschlusstanz. Meistens also bin ich 8 bis 12 Stunden mindestens dabei….
    Die ersten beiden Hochzeiten hab ich nur begleitet – einfach um zu testen ob das Ganze was für mich ist – ob ich und auch das Paar mit den Ergebnissen zufrieden ist. Ob ich dem „Druck“ standhalte…Man kann es ja hinterher nicht nochmal machen…
    Mittlerweile sind Hochzeiten dass was ich am liebsten mache…Die Stimmung ist einfach toll und es ist ein klasse Gefühl das ganze Event festhalten zu können…Die Stimmung und das Gefühl einfangen zu dürfen….

    „Angst“ hab ich davor immer ein bißchen… Hab ich den Geschmack des Paares richtig eingeschätzt…wie ist die Situation vor Ort?
    Zufrieden waren sie bis jetzt immer alle – zum Glück.

    Wichtig im Vornherein ist mir der Kontakt zum Paar. Per Mail und persönlich immer mal wieder den Stand der Dinge nachzufragen… Man erfährt so auch extrem viel über das Paar selber – und kann sich somit eher ein Bild machen welche Art von Bildern eher gewünscht ist – romantisch, verspielt oder eher was verrücktes… Standardbilder? oder doch lieber an ungewöhnlichen Orten….?

    Der Rest kommt dann meist vor Ort….

    man sollte genug Ausrüstung dabei haben… Speicherkarten, einen zweiten Body, Akkus…. einen guten Blitz… und man sollte sich im Voraus Ideen holen. Oft renn ich beim eigentlichen Paarshooting dann mit einem Inspirations-heft rum damit mir in der wenigen Zeit nicht die ideen ausgehen. Dort hab ich mir Bilder ausgedruckt die ich mir gut zum Paar vorstellen kann… Hilft ungemein….

    auf der Feier ist das dann natürlich eher nicht möglich weil ja jede Feier anders ist…. aber wenn man die Augen offen hält finden sich hier viele geniale Motive….

  21. Ich darf im August das erste Mal „ran“ – hatte letztens schon eine Anfrage, aber ehrlich gesagt, war es mir zu heikel und passte auch vom Termin nicht so richtig… das Paar das ich jetzt fotografieren werde, ist wenigstens nicht ganz unbekannt (zumindest der weibliche Part) und von dem her finde ich es einfacher, sich an sowas ranzutasten. Ich bin gespannt.

  22. Mich hat’s vor nem Jahr eiskalt erwischt, als eine Freundin von mir geheiratet hat. „Du machst doch so gute Fotos, möchtest du nicht …?“ Da muss man dann durch. Ich hatte mir von vornherein ein paar Dinge überlegt, die ich machen wollte, aber das ist am Ende witzigerweise alles nichts geworden. Die besten Bilder sind zufällig entstanden, bei offener Blende mit dem 50mm-Objektiv und etwas Glück.
    Wenn ich das nächste Mal ran dürfen sollte, bin ich mit einer Kamera mit mehr ISO-Spielraum gewappnet und werde ein VR-Objektiv dabei haben. Dann sind die Bilder vielleicht nicht ganz so knackig, aber wenigstens versaue ich das Kuss-Foto nicht wieder …
    Ich hab ganz klar Schiss davor. :)

  23. Die Formulierung „der wichtigeste Tag im Leben“..ich mein…also auf meiner eigenen Hochzeit war mir eindeutig klar, dass dies zwar ein wichtiger und sehr schöner Tag sein wird und ist und war, aber Leute..macht Euch nicht verrückt mit „dem wichtigsten Tag im Leben“. Ich habe ein paar Hochzeiten mitfotografiert und hab nie den Druck gespürt, dass sei nun der wichtigste Tag im Leben und wehe!!! da geht was schief! der Profi aus dem Laden nebenan macht sicher auch nicht die klasse Bilder, da sind die Amateure oft kreativer und vor allem motivierter. Das kenne ich von mir: auf einer Hochzeit zu sein, ohne eine Kamera dabei haben zu können, würde mich umbringen! Bei der Fülle an Motiven kann man sich doch gar nicht zurück lehnen und nur Mouse au Chokolat (?) essen oder?
    Hochzeitsfotos machen ist einfach für mich Adrenalin pur! Der Flow des Tages und des Ereignisses liegt ständig greifbar in der Luft, was zählt ist der Moment, der LCD der Cam zeigt mir sofort, obs was geworden ist, und in diesen flow kann man eintauchen, Momente „riechen“, beovor sie sich ereignen und happy sein mit jedem Schuss, der was geworden ist…denn er birgt in sich einen unendlich kostbaren, unwiederbringlichen Moment großer Freunde und großartiger Erinnerungen an einen besonderen Tag.
    Das Beste, was ich an Hochzeitsfotos mal gesehen hab, sind die schwarz-weiß-Aufnahmen eines Engländers, der ausschließlich mit Canon arbeitet. Den Link dazu hatte ich vor vielen vielen Monaten hier bei Dir mal entdeckt..
    Grüße Blue

  24. @Herbet: Ups, nee nee meine Freundin haben wir nicht aufgehängt… :D manchmal wäre ein Bindestrich nett gewesen. Wo doch schon Punkte und Kommas Seltenheitswert bei mir haben :)

  25. Zweimal habe ich eine Hochzeit fotografiert und möchte das aber nicht mehr machen. Menschen zu fotografieren ist definitiv nicht meine Stärke, auch wenn bei beiden Shootings ansehliche Fotos herausgekommen sind. In Zukunft werde ich solche Anfragen ablehnen und mache nur das, was mir liegt.

  26. Hochzeitsfotos machen in der Familie sehr viel Spaß. Während sich der Profi mit diversen Vorgaben abquält, bin ich als Lifefotograf im Geschehen. Und meist ist ein Spitzenfoto dabei, das sind jedoch dann die analogen Fotos und nicht die digitalen.

  27. Ich war letzten auch als Amateur beim Hochzeitsfotografieren.

    Ich fand es total anstrengend den ganzen Tag zu fotografieren, wo man doch viel lieber mitfeiern will.
    Mein größter Problem war, das die Portraits morgends vor der Kirche gemacht werden sollten und das Brautpaar recht angespannt war und das sieht man auch auf den Bildern. Da hilft die beste Technik nichts.

  28. Hochzeitsfotografie ist so ein Thema. Unsere eigene Hochzeit war im Bezug auf die Fotos eine kleine Katastrophe. Wir haben zwar 800 Bilder, aber die meisten nur aus den kleinen Kompakten. Unsere Freundin die fotografieren wolle war hoch schwanger und ist dann leider ausgefallen. Somit hat es keiner in die Hand genommen die ganzen schönen Familienbilder ein wenig zu koordinieren. Ich selbst hatte auch nicht den Kopf dazu. Dannach habe ich selbst mit Fotografieren angefangen und nehme nun zu jeder Hochzeit die Kamera mit um zur Not ein paar Bilder zu machen.
    In diesem Jahr stehen die ersten Hochzeiten an, bei denen ich selbst fotografiere. Ich bin gespannt was raus wird, aber wichtig finde ich im Vorfeld mit dem Brautpaar abzusprechen was sie wollen. Klar ist nicht so viel planbar, aber das Interesse des Brautpaares sollte man schon mit berücksichtigen.

  29. Kann das, was meine Vorredner schon geschrieben haben nur bestätigen. Und mag eins noch ergänzen: man muss Hochzeiten einfach mögen, muss Spaß dran haben und begeistert dabei sein. Dann erkennt man mit ein bisschen Übung ganz schnell die richtigen Situationen und Blickwinkel.

    Klar, ein bisschen Nervenkitzel ist immer mit dabei – brauchts wahrscheinlich aber auch. Es beruhigt aber ungemein, wenn man seine Kamera blind beherrscht und Lichtsituationen gut einschätzen kann :-)

  30. Mensch Martin,
    da verschlägt’s mich nach ewiger Zeit mal wieder auf Deinen Blog und dann wird über Hochzeitsfotos geredet. ;)
    Ich vieles des hier gesagten unterschreiben. Wenn ein Paar einen Hochzeitsfotografen sucht dann sollte es darauf achten jemanden zu finden, der Hochzeiten mag und gerne fotografiert. Das sieht man schon an den Bildern – die müßen nicht immer technisch 100% perfekt sein, aber sie sollten das Herz anrühren.
    Außerdem denke ich die Kombination von Profifotograf und Freunden die auf dem Fest fotografieren ist die Beste. Freunde oder Verwandte haben einen ganz eigenen, vertrauteren Blick auf die Gäste als ein fremder Fotograf. Diese beiden Blickwinkel zusammen ergeben eine wunderbare Fülle an Fotos.
    Für die Portraits denke ich allerdings, daß es sinnvoller ist nur einen Fotografen zu haben. Ob das je nach Anspruch ein Profi oder Amateur sein soll ist Geschmackssache. Die Portraits sind meiner Meinung nach etwas Persönliches, und die Liebe der Brautleute läßt sich am Besten zeigen wenn sie nicht abgelenkt sind. Ebenso ist es bei der Trauung schöner wenn nicht zwei Fotografen und ein Videograf mit vorn stehen und die halbe Verwandschaft von den Sitzreihen aus fotografiert.
    Auf jeden Fall sollten sich Paare bewußt sein daß die Freunde die sie fragen Fotos zu machen wirklich nichts von der Feier haben werden. Hochzeitsfotografie klingt einfach, ist aber wenn man sich richtig reinhängt ein Knochenjob. Der Fotograf ist derjenige der die ganze Zeit auf den Beinen ist und wenn die anderen Kuchen essen Bilder sichert. ;)

  31. So, morgen (bzw. heute) werde ich auf einer Hochzeit fotografieren. Ich weiß nicht, ob überhaupt ein Profi-Fotograf anwesend sein wird, bzw. ob das Brautpaar darauf wert legt. Ich freue mich jedenfalls darauf, viel üben zu können. Sehe das als spannende Herausforderung. Ich packe meine Fototasche und nehme mit: die Nikon D90, ein 18-55mm Objektiv, ein 70-300mm Objektiv und eine 50mm Festbrennweite. Ausserdem einen Diffusor für meinen Kamerablitz (für einen externen Blitz hat das Budget noch nicht gereicht). Mal sehen, was bei rauskommt. Im Oktober bin ich nochmal auf einer Hochzeit, da kann ich die Erfahrungen umsetzen. Und darum geht es ja bei jedem Foto. Was kann ich daraus lernen um noch ein wenig besser zu werden. Ich werde ein paar Fotos dann hier zeigen.

  32. In meinen Augen ist eine Hochzeitsreportage eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die niemals 100%tig zu lösen ist. Als Fotograf/in hat man eine sehr verantwortungsvolle Rolle, und muss meist 12 Stunden oder mehr hochkonzentriert sein. Es ist eine Herausvorderung – ein toller Job.