kwerfeldein
17. Februar 2009 Lesezeit: ~2 Minuten

Im Fotoarchiv rumsuchen macht ne Menge Spass.

The Cola Truck by you.

Wenn wir doch schon beim Thema Backups und Archiven sind ….

In den letzten Wochen hatte ich durch die Geburt von Enna sehr wenig Zeit zum Fotografieren in der Landschaft. Und wenn ich ehrlich bin: Das Wetter da draussen machte es mir nicht gerade leicht, wieder zurück in den „Groove“ zu kommen. Kalt, mal regen, mal Schneestürme und hey – Schnee is ja cool! Aber der war meistens nach 3 Stunden wieder weggeschmolzen. Und für mich gibts eigentlich nix grässlicheres als Felder, welche nur halb mit Schnee bedeckt sind. Also entweder ganz oder gar nicht. Nunja. Was tun?

Genau. Ich hab mich einfach in mein 3 Jahre dickes Archiv vergraben und das ein oder andere Raw herausgefischt. Und dabei ist mir aufgefallen, wieviel Spass das macht, sich durch tausende von Fotos zu wühlen. Denn dabei habe ich mittlerweile einige entdeckt, welche ich vor Jahren als „nicht tauglich“ empfand, aber heute denke: „Warum denn eigentlich nicht?“

Bei all dem Suchen und finden mache ich mir absolut keinen Stress, jetzt nun das perfekte Foto, das die Welt noch nicht gesehen hat zu finden. Sowas geht bei mir meistens nach hinten los, denn dann verkrampfe ich mich und bin hinterher nur frustriert.

Denn meistens ist es so, dass die Bilder, die noch nicht veröffentlicht wurden, nicht grundlos da herumliegen. Sie haben es einfach nicht in den engeren Kreis der Auswahl geschafft. Somit sind die Bilder, welche noch da sind nicht die „ultumativen Knaller“ – und hey, who cares? Niemand, höchstens ich.

Das tut mir gut. Einfach mal das Level ein paar Zentimeter runterschrauben und schaun, was mir in meinem Archiv so begegnet. Ohne grosse Erwartungen, aber mit dem Spassfaktor als höchster Priorität.

Manche Fotos kommen bei den Lesern meines Flickr Streams gut an, manche weniger – aber hey, die Idee „viele Kommentare = gutes Bild“ ist ja eh Schnee von gestern.

Wenn mir ein Bild gefällt und es noch nicht veröffentlicht wurde, dann eben raus damit.

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17 Kommentare

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  1. Im Archiv versteckte Schönheiten zu entdecken, macht allerdings Spaß. Vor allem für Krankgeschriebene, die nicht mit der Kamera über die Felder tigern können.

    Allerdings muss ich mir immer mit mahnendem Finger in Erinnerung rufen, nicht jeden Mist aufzuheben. Ein Bild pro Motiv reicht völlig, und wenn sich Belichtung oder Schärfe jetzt nicht retten lassen, wird das in drei Jahren genauso sein. Deshalb mein Appell fürs Wegschmeißen. Archiv ja – Müllhalde nein.

  2. Das Bild sieht schnicke aus! War das aufm Meßplatz? Ich bin ja jetzt auch erst kürzlich auf RAW umgestiegen und weiss noch gar nicht, wie ich das machen soll… ob ich die alle aufheben soll oder eher nicht… Gestern kam auch mein Buch und ich muss das erstmal lesen, ich glaub Lightroom macht ja quasi auch eine Sicherung der RAWs? Meine Original RAWs hab ich nämlich gleich auf der Speicherkarte gelöscht. Schande über mich ;-)

  3. Zuerst:

    NEVER-EVER-DELETE-RAWS!!! NEVER!!

    Das sind deine digitalen Negative. Punkt! ;)

    Zum angesprochenen Punkt „Demotivation durch mieses Wetter“… Ich hab 2 Monate oder mehr nix fotografiert. Absolute Demotivation. Ich dachte, das geht nur mir so und der Martin Gommel hüpft vergnügt durch den Schneematsch und haut ein Hammerpic nach dem anderen raus.

    Beruhigend, das es anderen auch so geht wie mir.. grau, feucht… Inspiration irgendwie weg, und morgens auf dem Weg zur Arbeit dunkel und wenn man wiederkommt schon wieder dunkel.. im Sommer konnte ich ja wenigstens mal nach Feierabend das eine oder andere Bildchen schießen, aber im Winter….

  4. Geht mir genauso. Ich finde im Archiv auch häufig alte Fotos, bei denen ich mich frage, warum sie es damals nicht in die Auswahl geschafft haben. Nebenbei kann man natürlich wunderbar in Erinnerungen schwelgen…

    Wenn man keine Lust/Zeit zum Fotografieren hat, kann man schauen, ob man andere fotoaffine Bereiche voran bringt. Den Monitor wollte man doch schon immer mal kalibrieren…

  5. Ne kreative Pause nennt man das. Ist normal würd ich sagen. Wer behauptet sowas macht und braucht er nicht ist falsch. Jeder braucht das um seine Sicht mal nach ausen zu lenken und um zu sehen ob er das was er/sie immo macht auch das ist was er/sie vorhatte zu tun.
    Also würde ich sagen, du machst das genau richtig, Martin. Immer einen Erfolgrdruck zu haben ist auch nicht gut für die Gesundheit.

    PS Das Bild is net schlecht, nicht der Bringer, aber auch nicht schlecht. :-)

  6. Im Archiv stöbern macht Spaß. Stimmt!
    Ich sortiere gerade rund 17.000 Fotos aus vergangenen Zeiten. Habe alle CDs eingelesen (die noch lesbar waren *grmpf*) und nun geht die große Sortiererei los. Lightroom ist dabei eine große Hilfe.

    Nett, was für Schätze man da so findet.

  7. Kann zwar leider noch nicht so viel aufweisen. Aber hab das aus der selben Motivation auch neulich gemacht. Macht echt Spass und man findet immer noch Bilder mit denen man auch was anfangen will.

  8. Dieses Phänomen kenne ich nur zu gut. Nach der Photosession werden 3 bis 5 Bilder fertigbearbeitet, der Rest wandert erst einmal auf die externe Festplatte, wo er zum Teil Jahre vor sich hinschlummert, bis er in schlechten Zeiten wiederentdeckt wird. Ich habe aber auch inzwischen 30.000 RAWs rumliegen, zum großen Teil richtig gute Photos, nur eben nicht mit dem direkten I-Tüpfelchen, das mich dazu veranlassen würde, sie direkt fertigzustellen.

  9. Das geht mir genauso, wenn ich nach einem gewissen Abstand nochmal in meine Fotosammlung schaue, finde ich auch immer mal wieder das ein oder andere im Nachhinein gute Bild, von dem ich vorher der Meinung war es sei nicht besonders.Oder mir fällt beim Betrachten eine Photoshop Technik ein, mit der man es interessanter machen könnte…

  10. Fotoarchiv ist super.. allerdings ist meins noch gar nicht so groß aufgrund der Kürze der Zeit.. :)
    Ich schaue mir gern ältere Bilder an, weil ich so die Fortschritte sehe, die ich gemacht habe und viele Bilder aus heutiger Sicht so nicht nochmal geschossen hätte, wie ich’s tat.. :)

    M.

  11. dem kann ich mich nur anschliessen…bin auf der suche nach einem bild im archiv einmal falsch abgebogen und bin dann erstmal für stunden darin versunken…hat grossen spass bereitet…die eine oder andere perle ans tageslicht befördert…und auch ne menge schrott ;) wie meine vorredner schon festgestellt haben springt einem die fotografische entwicklung förmlich an…eine grossartige sache…

    cheers joe

  12. Manchmal ist es auch erstaunlich, wie das Sehen sich im Laufe der Zeit verändert. Durch die jahrelange Übung und Erfahrung sieht und bewertet man manche heute Bilder ganz anders.

  13. Fotoarchiv…ist ein spannendes Thema. Ist fast so, wie in den Fotokisten der Familie rumwühlen. Ich hatte mein ganz besonderes Erlebnis, als ich uralte Negative meines Vaters rauskramte, die seit über 30 Jahren vor sich hin staubten…. aber davon erzähle ich mal ausführlich in meinem Blog.
    Ich habe unzählige Bilder und klopfe mir immer auf die Finger, nicht zu viel und zu schnell auszusortieren und zu löschen….man weiss ja nie – schon etliche Schätzchen konnte ich dadurch retten und Photoshop macht vieles möglich…

  14. kenn ich nur zu gut, das wühlen im archiv. aber hej, manchmal sind es einfach fotos, die nicht in die nähere wahl kamen, weil sie nicht zu diesem zeitpunkt in die laune und gefühlslage passten. auf der anderen seite kommt man beim wühlen auch ganz schön in eine sentimentale stimmung, weil es einfach zuuuu viele fotos git, die eng mit persönlichen dingen belastet sind. also aupassen, dass dich manche sachen nicht runterreissen!
    wünsch dir auf jeden fall frohes wühlen. :)