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07. Februar 2009 Lesezeit: ~6 Minuten

Das Buch zu Lightroom 2 von Scott Kelby

Das Buch zu Lightroom 2 von Scott KelbyAdobe Lightroom rockt defitiv. Lightroom ist das Tool, welches mich im Rahmen der Bildbearbeitung nicht nur zu Beginn sondern auch über die Zeit hinweg überzeugt hat. Mittlerweile ist es ein fester Bestandteil in meinem Workflow und es ist für mich kwasi nicht mehr wegzudenken.

Scott Kelby hat ein supergeiles Buch darüber geschrieben, welches hier mal besprechen möchte. Dabei werde ich meine Eindrücke und Gedanken dazu äussern und Euch somit einen kleinen Blick in ein Buch geben, das ich jedem, der mit Lightroom arbeitet, empfehlen kann. Is ja klar, sonst würde ich es hier ja nicht vorstellen, hihi.

Bevor wir loslegen: Scott Kelby überrascht mich immer wieder. Als ich ihn vor ein paar Jahren mal in einem Video gesehen hatte, fand ich ihn … naja, eher nich so cool. War so mein erster Eindruck. Aber mit jedem weiteren Buch, das ich von ihm lese verändert sich meine Meinung zum Positiven. Es ist also keine Floskel, wenn ich sage, dass ich dieses Buch empfehlen kann. Ich mag es wirklich.

Na dann legen wir mal los – wie immer ein paar Infos vorab:

Autor: Scott Kelby
Titel : “Adobe Photoshop Lightroom 2 für digitale Fotografie: Erfolgsrezepte für Digitalfotografen”
Verlag: Addison-Wesley, München; Auflage: 1 (22. Dezember 2008)
Broschiert: 425 Seiten
Sprache: Deutsch

Meine Eindrücke

Als ich unser Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, da dachte ich mir: „Oh, ganz schön schwer, kann man denn soviel über Lightroom schreiben?“ Ganze 425 Seiten hat das Gerät und da wundert es auch keinen mehr, dass man satte 39,95 € dafür hinlegen muss. Also 40 Tacken, bei denen man sich schon sicher sein möchte, ob es sich lohnen wird.

Es lohnt sich.

Scott Kelby’s Buch zu Lightroom ist so leicht verständlich, dass jeder Einsteiger davon inspiriert sein kann und hat viele Kniffe, die auch den ausgefuchsten Profis etwas bringen werden. Kurzum: Dat Dingen ist relevant. Passt. Und macht auch noch ne Menge Spass.

Gerade zu Beginn des Buches, wenn es um das Importieren und Verwalten der Bilder geht bringt Scott kontinuierlich Anregungen, die wirklich nützlich sind. Hier wird nix erklärt, Hauptsache es ist erklärt. Nein, ich habe das Gefühl, Nummer 1 Priorität beim Schreiben des Buches war bei Scott die Anwendbarkeit.

Die Grundlagen werden so erklärt, dass man hinterher den Eindruck hat, nicht nur einen Schritt weiter zu sein, sondern auch etwas wirklich sinnvolles dazugelernt zu haben. So ging es mir, als ich „Eigene Metadaten-Vorlagen (Copyright) anlegen“ gelesen hatte. Das wollte ich schon immer wissen, also wie man in die EXIFs seinen eigenen Stempel drücken kann.

Worauf mich Kelby auch noch aufmerksam gemacht hat, war, dass man beim Einlesen der Raw-Dateien diese ja in DNG’s verlustfrei umwandeln kann. DNG’s sparen bis zu 20% Speicherplatz (gar nicht gewusst). So Sachen liebe ich. Da wird auch erklärt, warum manche Schritte Sinn machen und nicht einfach nur „Hier, kuckma. So, dann so, dann so..“

Der Bildbearbeitungsteil des Buches hat mir nochmal „von der Pieke“ auf erklärt, was wie und warum funktioniert und welche Tools es sich wann Einzusetzen lohnt. Dat Janze schön übersichtlich und die meisten Fotos, mit denen Scott Lightroom erklärt können was.

Der Teil „Problemfotos – Kamerafehler korrigieren“ ist definitv etwas, worauf der aktive Fotograf einfach nicht verzichten kann.. Um Vorgänge „Bildrauschen reduzieren, Fotos freistellen, und Fotos scharfzeichnen“ kommt man im Fotoalltag sowieso nicht herum und es ist gut, sie einfach mal schön erklärt vor sich liegen zu haben.

Ein weiteres Plus, was ich dem Buch gebe, ist, dass es Lightroom auch im Zusammenwirken mit Photoshop erklärt. Ich habe bis heute nicht gewusst, dass man Bilder aus Lightroom heraus in Photoshop zu einem Panorama zusammenfügen kann. Und jetzt weiss ich auch, wie das funktioniert, hihi.

Ausserdem habe ich dadurch auch endlich mal das Flickr Plugin für Lightroom gefunden und installiert. Beim nächsten Foto wird also von Lightroom aus hochladen.

Übrigens: Ich habe mich beim Lesen des Buches immer wieder dabei ertappt, es auf die Seite gelegt zu haben, und die vorgegeben Schritte selbst auszuprobieren – wie zum Beispiel „Eine persönliche Note durch den Namen ihres Studios oder ein Logo verleihen“. Bei mir sieht Lightroom jetzt nämlich so aus:

(Ist das arg prollig?)

Kritik
Eine Sache, welche mir beim Buch nicht gefallen hat, sind die Einführungen am Anfang jedes Kapitels. Die sind einfach überflüssig. Scott sagt zwar schon von Anfang an, dass die bei ihm Tradition sind, aber man kann sie sich schlicht und einfach sparen, da dabei nix wissenswertes rumkommt (ausser man steht auf Scott’s Witze).

Fazit
Adobe Lightroom ist einfach ein geiles Tool, und vor allem deshalb, weil bei vielen versteckten Funktionen einfach mitgedacht wurde. Das Buch hat mir geholfen, diese zu finden und tiefer in die Materie einzusteigen. Wer sich Lightroom kauft, der bezahlt dafür viel Geld. Und ich würde sagen, es lohnt sich gerade dann, ein Buch zur Hand zu haben, welches einem auch genau erklärt, wie dat Dingen funktioniert.

Und „Adobe Photoshop Lightroom 2 für digitale Fotografie: Erfolgsrezepte für Digitalfotografen“ ist so ein Buch. Definitiv.

Ich hoffe, diese Rezension hat Euch weitergeholfen. Wenn Ihr weitere Fragen zum Buch habt oder einfach ein paar Gedanken dazu loswerden möchtet, nur her damit ;)

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