kwerfeldein
29. Dezember 2008 Lesezeit: ~5 Minuten

Gadget-Geilheit, Armut und unsere Kameras

„Wenn Du Dein Essen in einem Kühlschrank verstaust und deine Anziehsachen in einem Kleiderschrank, wenn Du ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett in dem Du schlafen kannst, bist Du reicher als 75% der Gesamtbevölkerung.“ Miniature Earth

In den letzten Wochen und Tagen bin ich an verschiedenen Stellen auf die Missstände in der Welt aufmerksam geworden. Um genau zu sein, habe ich mich einwenig mit der immer noch katastrophalen Armut auf der Welt auseinandergesetzt. Dabei gab es einige Momente, in welchen ich hätte heulen können. Einfach deshalb, weil die Dimensionen so krass sind, dass sie nicht in meinen Verstand passen und mich regelrecht erschüttert haben.

Daraufhin habe ich mir die Frage gestellt, was das Ganze mit kwerfeldein.de zu tun hat und ob ich hier nicht einmal ein paar Worte darüber verlieren soll. Und deshalb möchte ich hier einmal ein paar Zahlen nennen.


1. Statistische Zahlen aus Deutschland

43% der Deutschen haben einen 0-2 Jahre alten Computer zu Hause (Quelle).

Die Wirtschaftsbranche „Video & Foto“ gab in den Quartalen 1+2 2008 25,7 Millionen Euro für Werbung aus (Quelle).

41% der deutschen 14-19 jährigen haben eine Digitalkamera (Sucher-Kleinbild) in ihrem Haushalt (Quelle).

11% dieser Altersgruppe ist im Besitz einer digitalen Spiegelreflexkamera (Quelle).

2. Statistische Zahlen aus der Welt

2003 starben 10,6 Millionen Kinder, bevor sie das Alter von 5 Jahren erreichten (Quelle).

Fast eine Milliarde Menschen können im 21. Jahrhundert weder lesen noch deren Namen schreiben (Quelle).

1,6 Milliarden Menschen (ein viertel der Menschheit) lebt ohne Elektrizität (Quelle).

Nur 12% der Weltbevölkerung verfügen über einen Computer und nur 3% eine Internetverbindung (Quelle).

Diese beiden Statistiken sind nur schwer miteinander zu vergleichen und ich möchte hier keine voreiligen Schlüsse ziehen. Und was ich vor allem nicht machen möchte ist: Schuldgefühle, die bringen nämlich niemandem etwas. Doch diese Zahlen sagen mir etwas, was ich auch ohne diese Zahlen wissen wüsste:

Du bist einer der previlegiertesten Menschen auf der Welt, wenn Du Dir es leisten kannst, mit einer Kamera Fotos zu machen, sie am Rechner anzuschauen und im Internet zu veröffentlichen
.


Diese Tatsache muss erst einmal einsickern. Zumindest bei mir. Denn wenn ich etwas aus meiner Zeit im Krankenhaus gelernt habe, dann ist es folgendes: Wir schätzen Dinge besonders dann, wenn wir sie nicht mehr haben. Nach 12 Tagen konnte ich zum ersten mal wieder normal etwas essen und den Geschmack eines Brotes geniessen. Das war ein Erlebnis, das mich verändert und äusserst dankbar gemacht hat.

Zum einen war ich heilfroh, nach „so langer“ Zeit wieder essen zu dürfen, doch manchmal dachte ich auch an die Menschen, welche ständig Hunger leiden. Ja, erst als mir das Essen entzogen wurde, schätzte ich es wieder.

Dennoch glaube ich, dass wir nicht erst etwas verlieren müssen, um dafür dankbar zu sein. Wir können unser Köpfchen einschalten.

Eine Kamera zu besitzen, 1000 Mal auf den Auslöser zu drücken, Erinnerungen festhalten und dann auch noch im Internet veröffentlichen – das kann nur ein sehr geringer Prozentsatz der Menschen auf der Welt. Wir sind verdammt reich. Steinreich.

Gerade wir Fotografen lieben es, mit Gadgets um uns zu werfen. Noch ein grösseres Objektiv, die geilste Kamera und das, obwohl wir es gar nicht unbedingt brauchen. Fotozubehör noch und nöcher. Da brauche ich nur auf die Photokina zu gehen und die „Wer hat den längsten“-Prolerei anzuschauen, um zu wissen, dass wir uns nur wenige Gedanken machen.

Nur weil ich hier solche Beobachtungen formuliere heisst das nicht, dass ich mich nicht dazuzähle. Nein, ich bin mittendrin, wenn ich mir schon jetzt Gedanken um eine neue Kamera mache (dabei habe ich 2 funktionstüchtige Kameras, siehe Ausrüstung). Ich bin ein Teil davon.

Mich macht das unzufrieden und frustriert. Ich bin manchmal enttäuscht von meiner Gleichgültigkeit den Dingen gegenüber, welche ich besitze. Ich sehe vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Ich vergesse, wie reich ich bin. Und ich habe keine Alltime-Lösung dafür gefunden. Da will ich hier keinem was vormachen.

Aber ich kann mich beim nächsten Mal, wenn ich denke, dass ich ein neues Gadget brauche fragen, ob das wirklich sein muss. Ich kann versuchen, Strom zu sparen und den Stecker nach dem Laden des Akkus ziehen. Und:

Ich kann mir darüber bewusst werden, dass das alles (auch die alltäglichen Dinge wie Fernsehen, Wohnen usw) nicht selbstverständlich ist.

Wen dieses Thema angesprochen hat, dem empfehle ich folgende Artikel und Webseiten:

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25 Kommentare

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  1. Auf der Welt lebenca. 6,7 Milliarden Menschen. Wie kommst Du auf 1 Billion Analphabeten?
    Scheint sich um ein kleinen Übersetzungsfehler zu handeln. Aber auch 1 Milliarde ist zu viel.

  2. Hallo Martin,

    ich will nicht kleinkarriert sein, aber die Fakten sind so nicht richtig – da hat sich wohl ein Übersetzungsfehler eingeschlichen – auf der Erde leben nicht Billionen von Menschen sondern „nur“ Milliarden – ein immer wieder gern gemachter Fehler zwischen Englisch und Deutsch.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Billion

    Dadurch bekommt das Ganze eine ungewollte dramatische Dimension…
    Ohne jetzt zu bestreiten, daß die Zahlen ohnehin schlimm sind.

    Grüße!

  3. Sehr schöner Post.
    Ich find’s gut, wenn Leute endlich auch mal wieder nachdenken.
    Man muss sich nicht dafür schämen, dass es uns gut geht. Nur einfach mal wieder wahrnehmen. Diese ständige Jammerei ist sehr anstrengend.

  4. Ich denke jeder muss mit den kleinen Sachen anfangen. Sei es, kein Essen unnötig wegzuschmeissen oder Stromsparlampen zu benutzen, Müll trennen und so weiter. Wichtig ist aber das man jeden Tag versuchen muss das Denken zu beeinflussen. Und das darf keinesfalls bei einem selbst aufhören. Ich finde jeder hat die Verantwortung gegenüber allen anderen Menschen auf Misstände aufmerksam zu machen um diese zu bekämpfen. Nur wenn der Hunger auf der Welt auf eine breite Empörung trifft die wirklich jeden Menschen erreicht lässt sich eine Macht entfesseln die eventuell etwas aendern kann.
    Klingt jetzt sehr pathetisch irgendwie aber ich hoffe ihr wisst was ich meine.
    @rajue tolles ding! Werds mit abonnieren

  5. Kleiner Fehler am Rande: Die englische „Billion“ entspricht der deutschen Milliarde. Eine deutsche Billion ist 10^12 die deutsche Milliarde dagegen nur 10^9.
    ansonsten:nichts hinzuzufügen.

  6. Hm, ohne inhaltlich zu werden, die US Billion ist im deutschen eine Milliarde. Bitte die Zahlen nochmal anpassen… sonst wirds peinlich… Sorry für die Klugschnackerei.

  7. Sehr interessant. Ich war auch schon öfters in Regionen unterwegs, wo mir schnell klar wurde, dass man mit dem Wert, der in Form einer Kamera um meinen Hals hing, eine ganze Familie für Wochen oder Monate ernähren könnte…..

    Phil

    PS: Mir scheint, du hast einen kleinen Übersetzungsfehler im Text. eine amerikanische Billion ist eine Deutsche Milliarde. Wir sind „nur“ ca 6 Milliarden Menschen auf dieser Kugel, deswegen können nicht 1,6 Billionen ohne Strom leben… sonst könnte ich das hier gar nicht Tippen….

  8. Ich fühle mich eigentlich nicht überpriviligiert nur weil ich eine Wohnung und einen Kühlschrank habe, ich denke in unserem Kulturkreis (Deutschland) ist es doch normal in einer Wohnung zu wohnen und einen Kühlschrank zu haben, auch Schränke sind jetzt nicht so ungewöhnlich…

    Natürlich gibt es auch immer Menschen denen es schlechter geht als mir, ich verstehe nur nicht warum da immer ferne Länder mit ganz anderen Kulturen als Vergleich herhalten müssen.

    Vielleicht bin ich da auch einfach zu egoistisch, ich hatte Zeiten in denen es mir ziemlich mies ging (obwohl ich eine Wohnung , usw. hatte), da musste ich auch für mich sehen wie ich da durchkomme. Ich habe mir jetzt eine Position erarbeitet (!) die es mir ermöglicht ein komfortables Leben zu leben, da ich es mir selbst erarbeitet habe, habe ich auch kein schlechtes Gewissen anderen gegenüber.

    Klingt vielleicht hart, ist für mich aber einfach so.

  9. @myers: Ich denke, es geht nicht darum, dass man dir das streitig machen will. Sondern es geht viel eher darum, dass man sich gelegentlich auch mal bewusst macht, dass es Menschen gibt, denen es schlechter geht. Einfach, damit man das, was man hat, auch mal wieder zu schätzen weiß. Und nicht darüber hinwegsieht und diese Dinge als selbstverständlich betrachtet.
    Das sehe ich als den Kern dieses Eintrags.

  10. Hallo Martin,

    mir gefällt Dein Artikel.
    Schön daß es nicht der übliche „Betroffenheitsmist“ ist. Mir ist es sehr wichtig, an andere Menschen zu denken. Während meiner Arbeit habe ich schon viele Menschen kennengelernt, manche wohnsitzlos, manche unheilbar krank, manche sterbend. Es war und ist mir immer wichtig, diese Menschen zu begleiten und für sie da zu sein.
    Leider kann ich das momentan auf Grund eigener Probleme nicht, aber ich hoffe, ich kann bald wieder durchstarten.
    Trotzdem bin ich mir bewußt, daß es mir, bei all meinen Widrigkeiten doch sehr gut geht.

    Liebe Grüße,
    Diana

  11. Martin moving post. When you look at the numbers (statistics) the world can be an overwhelming place to live. On the upside this has been a year of momentous change particularly here in the US. Photographers should be inspired agents of change. What we see, how we communicate and how we act can have a huge impact.

    Use your position of good fortune and skill to make this world better through your photographs. Not everyone is a Nachtwey, but we each have something we can contribute to make our world a better one.

    With that thought I wish you and your family the very best. Happy Holidays and have a happy and healthy New Years.

  12. Du hast Recht Martin. Ich denke in letzter Zeit auch oft daran, wie gut wir es doch haben und ich bin sehr glücklich, dass ich so privilegiert bin (auch wenn das jetzt womöglich egoistisch klingt). Den Kick zum Nachdenken über solche Sachen hat mir auch die Tatsache gegeben, dass wir nun Eltern sind – man ist so unendlich dankbar, ein gesundes und fröhliches Kind zu haben, eine Familie, die 100% hinter einem steht und ich bin einfach happy darüber, dass unser Kind unter diesen Bedingungen aufwachsen kann

  13. Das es schlimmen Hunger, Obdachlosigkeit u.ä. in der Welt gibt, lässt sich nicht bestreiten und wir sollten alles Machbare dagegen tun. Jeder sollte satt werden, aber ansonsten sollten wir uns mal davon lösen, immer unsere westlichen Wertmaßstäbe an andere anzulegen.

    Ich stelle auf Reisen u.a. in Afrika immer wieder fest, das viele Menschen dort nach unseren westlichen Maßstäben bettelarm sind. Unsere Maßstäbe sind aber vor allem materielle Maßstäbe. Nach anderen Maßstäben sind die Menschen dort reich. Häufig reicher als wir. Es gibt dort beispielsweise einen Zusammenhalt in der Familie, der Sippe oder dem Stamm, der in Deutschland unvorstellbar ist. Ich bin nicht gut darin, sowas in Worte zu fassen, aber die Menschen da strahlen trotz ihrer materiellen Armut teilweise eine unglaubliche Zufriedenheit, ein Glück und einen Stolz aus, der fast neidisch macht. Natürlich kann man nicht verlangen, das die Menschen dort weiter wie seit tausenden Jahren leben. Aber wenn ich sehe, wie verheerend sich unser westlicher „Fortschritt“ häufig auf die Menschen dort auswirkt, könnte ich heulen. Mal abgesehen davon, dass unsere Erde es ohnehin nicht vertragen würde, wenn alle Menschen so wie wir leben würden.

    Generell basiert bei uns alles auf Konsum, Konsum und noch mehr Konsum. Ohne Konsum brechen Wirtschaft und Staat zusammen. Ich persönlich kann aus einem großen LCD-Fernseher, einem Sportwagen o.ä. aber keine Befriedigung mehr ziehen. Und ob auf meinen Klamotten Tommy Hilfinger oder sonstwas steht, ist völlig irrelevant. Befriedigung und Glück empfinde ich angesichts meines Sohnes und angesichts des Privilegs, mir ein bisschen Herumreisen auf dieser unglaublich schönen Erde leisten zu können.

  14. Bei all den Statistiken darf man nicht vergessen: WIR sind es, die den vermeintlichen Standard für die Weltbevölkerung festlegen. In meinen Augen ist das aber grundlegend falsch. Denn wer sagt denn, dass ein Einwohner in den australischen Outbacks nicht trotzdem glücklich und zufrieden mit seinem Leben ohne unsere „Luxusgüter“ ist?

    Ich meine hier ausschliesslich unserem Luxus – es ist natürlich schlimm, dass viele Kinder an Unterernährung sterben, weil sie kein oder zu wenig Wasser haben. Gestern habe ich wieder meinen Sohn gebadet und dabei gedacht, dass ein durstiges Kind glücklich wäre, hätte es diese Menge Wasser zum Trinken.

  15. Danke Martin für den nachdenklichen und ehrlichen Artikel! Ich find’s gut und wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen, wie gut es uns eigentlich geht.
    Und vielleicht können wir ja mal ab und zu auf ein Gadget verzichten und das Geld an einer sinnvollen Stelle spenden. Ich weiß, dass das auch nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein ist und nichts grundsätzliches ändert, aber vielleicht kann das schon für eine Person, der geholfen werden kann, einen entscheidenden Unterschied machen.

  16. Hey Martin,

    dein Engagement (naja, ist ja eigentlich nicht) in allen Ehren, aber du sagst: ,,Du bist einer der previlegiertesten Menschen auf der Welt, wenn Du Dir es leisten kannst, mit einer Kamera Fotos zu machen, sie am Rechner anzuschauen und im Internet zu veröffentlichen.“ – das ist wahrscheinlich zum Heulen provokant, aber warum nicht einfach mal damit zufrieden sein und sich vorallem damit abfinden?

    Warum müssen gerade wir Westeuropäer bei zuviel Freizeit und auch sonst, zu selbsternannten Weltverbesserern mutieren? Der x-te Blog der „zum Nachdenken anregen soll“, die x-te Werbung die „den Missstand der Welt aufzeigt“…die armen Kinder in sonstwo.

    Und?

    Schon mal darüber nachgedacht, ob das „Nachdenken“ zu dem wir ja immer angeregt werden auch was hilft?
    Was hilft es denn dem armen schwarzen Kind in Zentralafrika konkret, wenn sich der x-te Westeuropäer zu Tränen gerührt in einem Fotografieblog (und auch anderswo) darüber auslässt, wie groß der Missstand und die Ungerechtigkeit ist?
    Dazu kommen dann sofort die ein paar Kommentatoren denen es natürlich genauso geht. Die dann auch gleich noch auf ihren extrem hilfreichen eigenen Blog oder womöglich „Projekt“ hinweisen, auf denen man dann in die gleiche tiefe Betroffenheit gerissen wird.

    „Ich kann mir darüber bewusst werden, dass das alles (auch die alltäglichen Dinge wie Fernsehen, Wohnen usw) nicht selbstverständlich ist. “

    Das ist ja ein wirklich heroisches Schlusswort – und was hilft es nun dem armen Kind konkret? Na? Erkannt? Nichts.
    Gut, ich zieh vielleicht früher den Stecker vom Akkuladegerät, aber mal ehrlich, ist das nicht eigentlich weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein?
    Und selbst wenn es alle der „bösen Gesellschaft“, die ja immer wieder als symbolischer Sündenbock herangezogen wird, tun – ich bezweifle dass wir die Welt dadurch so wesentlich besser machen können.
    Ist es nicht vielmehr eine Fassade? Ein Schritt, für uns verkraftbar, weil so offensichtlich, aber ein großer symbolischer Akt – das Gefühl etwas getan zu haben.
    Aber haben wir das?

    Gadgetgeilheit…vielleicht sollte ich mir statt eines neuen Blitzes doch lieber nichts kaufen und nach Südamerika fliegen und mir in tiefster Betroffenheit ein Foto eines unterernährten Afrikanerbabys machen, um es anschließend zur allgemeinen Weltverbesserung und um zum „Nachdenken anzuregen“, auf meinem Blog veröffentlichen.

    Mit einer Träne im Auge und vielen Grüßen,

    verbleibt ein ach so furchtbar egoistischer Johannes.

    • @Johannes: Du Johannes, so egoistisch finde ich Dich gar nicht. Ich kann Deine Kritik nachvollziehen und gebe Dir in vielen Punkten recht. Dieser Post von mir rettet keinem Baby das Leben, nein. Und Du hast recht, wir müssen auch etwas tun und nicht nur darüber reden – dieser Punkt ist gerade etwas, worüber ich mir viele Gedanken mache und mich frage, wie wo und wann Hilfe relevant und nützlich ist bzw. wo ich unterstützen kann (in Taten und nicht in Worten).

      Armut & Krankheit hat nicht nur etwas mit den Armen und Kranken (die gibt es auch hier) zu tun sondern auch etwas mit uns. Denn vielleicht können wir gesund werden von unserer Gleichgültigkeit, Undankbarkeit und unsererem Glauben, dass dass alles selbstverstänlich ist. Darum ging es mir in diesem Post.

      Ich verstehe es gut, wenn Du sagst, dass wir handeln müssen und das nicht, um uns unser Helfen an die Fahne zu stecken. Auf jeden Fall. Aber bedeutet das im Rückschluss, dass jeglich Art von Auflärung keinen Zweck hat und wir überhaupt nicht mehr darüber reden sollen, nur aus Angst, dass wir nichts tun werden? Ich glaube nicht. Nein, viel eher denke ich, dass ein Dialog auf diesem Gebiet der Startpunkt sein kann für eine Veränderung, die das Ziel davon ist.