Kwerfeldein
09. Dezember 2008 Lesezeit: ~2 Minuten

Den Sensor reinigen – wie machst Du das ?

Das Thema Sensorreinigung kommt unter Fotografen immer wieder auf den Tisch. Man gibt sich gegenseitig Tipps oder erklärt ganz einfach, welche Methode für einen selbst am meisten Sinn macht. Ich bringe meine Kamera mittlerweile seit Jahren zu einem Fotofachhandel. Das Reinigen dauert nie länger als 10 Minuten. Und ich muss mir keine Sorgen darüber machen, dass etwas kaputt gehen könnte.

Nachdem ich gestern in den Browserfruits ein Video gezeigt hatte, bei welchem der Spezialist mit einer Art Film arbeitet entstand in den Kommentaren eine Diskussion. Das hat mich auf die Idee gebracht, das Thema heute einmal etwas grösser aufzuziehen. Und damit Du jetzt nicht hin-und-her-klicken musst, hier nochmal das Video.

Dass das Video hier eine eher unkonventionelle Lösung zeigt, ist allen klar. Und das so manche die Lösung gar nicht empfehlen, hat sich mittlerweile auch herausgestellt. Ich hatte mir kurz überlegt, ob ich das nicht auch mal versuchen soll, doch nachdem die ersten Kommentare + Replies eintrudelten, hab ich das revidiert. Gerade weil das Video solch kontroverse und spannende Reaktionen hervorgerufen hat, möchte ich das Thema etwas ausweiten und Dich, lieben Leser fragen :

Wie säuberst Du Deinen Sensor ?

Hier ist wirklich jeder gefragt und ich glaube auch, dass das für jeden (insbesondere diejenigen, die das noch nie gemacht haben) interessant wird. Benutzt Du einen bestimmten Pinsel? Arbeitest Du mit einem Blasebalg ? Falls Du die im Video angewandte Technik unterstützenswert findest (oder nicht), ist das natürlich auch sehr willkommen – allerdings würde mich hier Deine Herangehensweise interessieren. Immer her mit den Meinungen.

Aussen vor sind die, welche das Glück haben, ein Sensor-Cleaning-System in der Kamera zu haben. Die können, wenn sie wollen, mitteilen wie sie das „früher“ einmal gemacht haben.

Na dann legen wir mal los !

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51 Kommentare

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  1. Klasse Thema, ein Dauerbrenner so zu sagen, weils halt jeden mal „trifft“ – und auch mal ein verständliches Video dazu! Mich trifft es gerade mit der Nikon D80 – der Herr bei Fotodose meinte, bei Nikons machen die das nicht gern, weil der Hochpassfilter von Nikons so sensibel sei – von daher würds mich interessieren, ob einer deiner Leser mit einer Nikon da schon mit selbsreinigung erfahrungen gemacht hat…also ich selbst habs noch nicht gemacht, grübel aber aktuell, ob ichs nicht mal versuchen sollte…
    Grüße Blue

    Grüße Blue

  2. Ich hab‘ bislang immer nur zum Blasebalg gegriffen und dann zum Stempel in Photoshop. Nur ist das keine wirklich befriedigende Lösung. Aber selber am Sensor herummachen wollte ich bislang auch nicht. Vielleicht gehe ich auch mal zum Fotoladen meines Vertrauens und frage nach, ob die sowas machen.

  3. Am Anfang habe ich den Sensor nur mit dem Blasebalg gereinigt. Das hat bei einigen Pollen, die auf der Oberfläche klebten aber nicht mehr gereicht. Ich habe mir dann zähneknirschend wegen des hohen Preises ein Set mit Swabs, Reinigungsflüssigkeiten, Arctic-Butterfly-Pinsel und Lupe gekauft.

    Losen Staub entferne ich mit dem Pinsel, hartnäckige Verschmutzungen mit Swabs. Ich wechsle häufig draußen unter ungünstigen Bedingungen Objektive und mit dem eindringenden Schmutz ist die eingebaute Sensorreinigung meiner Canon 40D überfordert. Für kleinere Verunreinigungen ist der okay aber über kurz oder lang denke ich nicht, dass man um eine Reinigung herumkommt.

    Auf den Blasebalg verzichte ich mittlerweile komplett, weil der die Partikel häufig nur in der Kamera verteilt. Den Discofilm habe ich zum Üben auf einem Polfilter ausprobiert aber die Handhabung war mir zu zeitaufwändig und lässt sich schlecht unterwegs umsetzen.

  4. Jetzt muss ich – als absoluter Anfänger – mal dumm fragen. Aber muss der Sensor wirklich gereinigt werden?! Vor allendingen wenn ich die Objektive nur selten wechsele dann sollte doch die integrierte Sensorreinigung ausreichen?

  5. Ach Gott, mir rollen sich ja schon ein wenig die Zehennägel hoch, wenn ich sehe, wie jemand Kleber auf seinen Sensor schmiert. Klingt überzeugend, aber ich denke, ich werde meine Kamera weiterhin alle Jahre mal zu o.g. Fachhändler bringen. Der ist nämlich auch versichert, wenn er bei der Reinigung den Sensor zerstört.
    In der Zwischenzeit halte ich ab und zu mal den Blasebalg rein und vergnüge mich mit Adobes Reparaturwerkzeugen. :)

  6. Ich denke Kamera Hersteller werden sich über die in dem Video gezeigte Lösung freuen. Möchte nicht wissen, wie oft da was schief geht und es dann zur Firma muss.
    Ich zerbreche mir in der Regel nicht so sehr den Kopf mit der Sensorreinigung. Verwende da nur den Rocketblower, da kann nicht viel schiefgehen. Was dann noch übrig ist, verschwindet dann in Lightroom. Obwohl ich schon gerne mal diese beiden sehr hartnäckigen Flecken hätte, die ich da drauf habe und die gegen den Rocketblower immun sind ;-)

  7. Ich reinige meinen Sensor mit „Sensorfilm“. Also eine klebende Flüssigkeit die mit einem Pinsel aufgetragen wird. Der Sensor wird sauber- ohne Gefahr den Sensor zu verkratzen. Ich kann diese Methode wirklich nur empfehlen.

  8. Ich verwende nur einen Blaseblag, eine Nassreinigung war bei meinen Kameras noch nicht nötig.
    Die automatischen Sensorreinigungssysteme finde ich nicht gut, und halte die Technik für einen Marketinggag.

    So long

  9. ich habe jetzt ca. 9000 Auslösungen und noch keinmal den Sensor gereinigt. hab auch noch nichts bemerkt, dass er schmutzig wäre. wie oft sollte der denn gereinigt werden?

  10. @manne: naja kommt drauf an wie dreckig er halt wird. wenn du häufig objektive wechselst, kommt auch eher staub udn dreck rein, dann halt öfter. aber wenn du eh nichts bemerkst, dann würd ich ihn auch nicht reinigen….is ja quatsch.

    mein sensor ist übrigens völlig verdreckt, habe ich auch mit alkohohol und qtips nicht wegbekommen, daher muss ich mir mal was überlegen…..wohl doch mal zum fotofachhandel…
    allerdings sieht man die flecken auch so gut wie nie, da erst ab blende 14 rum die flecken sichtbar werden und die benutz ich eh fast nie ;)

  11. Ich wisch den einfach mit einem Hama Micro Lenspen ab. Falls der Sensor dabei überraschend draufgeht hab ich eine gute Ausrede mir das Nachfolgemodell meiner DSLR zu kaufen, bisher ist aber nichts passiert.

  12. also ich säubere meine D300 mit nem Nylon-Pinsel und dem Sensor-Wand. Dabei handelt es sich um eine art Sensor-Swap zum selber „drehen“. Der Sensor-Wand ist ein Stäbchen dasmit einem Tuch umwickelt wird.
    Ich muss aber zugen das es nicht immer so sauber ist wie es sich anhört. Ausserdem muss mann mit den Reinigungsflüssigkeiten aufpassen weil diese den Sensor teilweise angreifen können (bzw Tiefpassfilter).Ich spiele mit dem Gedanken mir etwas Disco-Film zuzulegen.
    Die bessere variante ist der Sensor-Film. Dieser wurde aus dem Disco-Film entwickelt.
    gibts hier->http://www.sensor-film.com/
    meine meinung:
    bei leichter verschmutzung reicht ein swap oder ein nylon-pinsel. Ist aber viel schmutz auf dem sensor würd ich zum Film greifen.

  13. Meine Methode: Kunsthaarpinsel mit weichen Borsten & Druckluft aus der Dose (WICHTIG: auf gute Qualität achten weil kann Öl enthalten).

    Mein Pinsel bewahr ich staubsicher in einem Kästchen auf und die Druckluft kaufe ich im Fotofachhandel. Wenn man zu lange auf die Luft drückt gefriert die Druckluft die herauskommt, also immer nur in kleinen Stößen und bevor ich die Luft in die Sensorkammer hineinhalte, halte ich zuerst eine Sekunde in die Luft und dann in die Kamera. Funktioniert wunderbar.

  14. Für einzelne Staubpartikel benutze ich einen weichen Pinsel. Für harnäckigere Verschmutzungen benutze ich Discofilm. Das braucht aber immer etwas Zeit. Deswegen werde ich für kleinere Reinigungen wohl mal die Methode mit dem Wattestäbchen und reinem Alkohol ausprobieren.

  15. Das Wichtigste vorweg: Ich reinige den Sensor mit einem einfachen Blasebalg, wann immer das notwendig ist. Bin damit bisher (drei Jahre, 30.000 Aufnahmen, recht häufiger Objektivwechsel) immer gut gefahren.

    Aber etwas anderes bewegt mich noch: Eigentlich sollte doch niemand Angst haben, den Sensor beschädigen zu können. Vor dem Sensor sitzt ein Filter. Natürlich sollte man den nicht zerkratzen, aber ansonsten scheint der mir doch recht solide. Und ggf. kann man den ja sogar selbst tauschen. In der Astroszene existieren da jede Menge Anleitungen (z.B. http://www.baader-planetarium.de/zubehoer/mechadap/digi-t2.htm#wechselfilter).

  16. Hm, das wäre mir aber auch zu gefährlich, wenn da was schief gehen würde. Halte es auch so, dass der Blasebalg zum Einsatz kommt und der Fotoladen in der Nähe. Der ist gut versichert, sollte mal was passieren, muss er mir das ersetzen. Ich glaube, das ist die sicherste Lösung, aber mit Disco Film, das wäre mir wirklich zu heikel.

  17. Also ich benutze so einen manuellen Blasebalg der tut seinen zweck ganz gut …. hätte aber viel zu viel schiss da so ne pampe auf meinen sensor zu schmieren =S

    Apropos im Fotofachhandel: War letztens mal wieder bei meinem Fotohändler des Vertrauens und der sagte mit, dass die das gar nciht mehr machen weil zuviele Kunden sich beschwert hätten, dass es nach der Renigung immer noch nicht sauber ist oder schmutziger und deshalb lassen die es ganz.

  18. Ich nutze seit Anfang des Jahres auch den Discofilm. Habe bislang nur gute Erfahrungen gemacht. Anfangs ist es wirklich aufregend, weil ja das Allerheiligste sehr intim berührt wird.
    Weil es doch etwas Ruhe braucht -und wer hat die schon?- , habe ich die Prozedur erst 2x praktiziert, aber jeweils mit gutem Ergebnis. Im Vergleich zum Ergebnis, welches mir mal der Canon-Service für 20EU hat angedeihen lassen, besser und schneller.
    Mich würden an der Stelle mal weitere GAU-Erlebnisse interessieren. Ich glaube, dass der Verschluss-Crash von einem Berichterstatter weiter oben, durch zu grobe Pinseleien verursacht wurde?!
    Greets martin

  19. @Sam: Krümelgreifer würde ich das nicht nennen, kleines, leicht klebriges gummi irgendwas vielleicht. Kratzer bekommt man nach meiner Meinung nur hin, wenn das Gummi abgenutzt ist. Ein wenig Vorsicht sollte man aber auch walten lassen ; )

  20. auf die gefahr hin, dass es schon erwähnt wurde (ich habe nicht alle der zahlreichen commets gelesen ;-) ):

    auf arbeit werden spezialbeschichtete und sündhaft teure spiegel (u.a. im gegenwert eines 5d bodys!!) auf diese art mittels solcher kleber gereinigt. das vorgehen an sich ist also (für mich) nichts neues und „normal“. von daher hätte ich da auch nicht wirklich bedenken den sensor auf diese art zu reinigen oder reinigen zu lassen. zumal bei aller empfindlichkeit der sensoren deren oberflächen ja mit tiefpassfiltern geschützt sind und somit (so denke ich) unempfindlicher im vergleich zu diesen spiegeln.
    wie gesagt, ich hätte da keine bedenken, auch wenn ich es wahrscheinlich (noch) nicht selber machen würde. noch… :-D

    anscheinend gibt es eine „modifizierte“ version dieses schallplattenreingers -> sensor-film: http://tinyurl.com/59z5ll

    unten das gleiche video nur ne andere flasche: http://tinyurl.com/65th7f

    so, mal die kollegen fragen, ob sie mir ein paar tropfen leihen können :-D

    lg
    u.

  21. Wie stark man den Sensor reinigen muss, ist wohl auch immer davon abhängig, wo man lebt. In Berlin ist die Feinstaubbelastung so hoch, dass sich nach einiger Zeit ein komischer Film auf dem Sensor bildet. Ich nehme an, dass dieses Problem auf dem Land wahrscheinlich nicht so groß ist.

  22. Mein Werkzeug der Wahl am Sensor einer EOS 30D ist ein Speckgrabber (ca. 12 €, einfach googeln). Erst reinige ich den Sensor mit einem Blasebalg, danach nehme ich die verbleibenden Partikel mit der Spitze des Speckgrabbers auf. In die ersten paar Male ist es ziemlich mühsam, aber man bekommt schnell Übung.

    Uwe, der sich das Ding zugelegt hat, nachdem er dutzende Tierbilder von Wüstensand freistempeln durfte.

    PS: Martin, wenn man keine eMail-Adresse eingibt und auf absenden klickt, ist der geschriebene Kommentar futsch und man darf nachmal tippern. Vielleicht kannste da was machen?

  23. Blogartikel dazu: zimtstern|in » Blog Archive » Sensorreinigung

  24. Blogartikel dazu: Wochenrückblick KW50 « lens-flare.de - Blog über Fotografie