kwerfeldein
19. November 2008 Lesezeit: ~2 Minuten

Schatten bei Portraitaufnahmen aufhellen

Gerade habe ich auf Strobist.com dieses kleine schicke Video entdeckt, was zu allem Glück sogar auch noch auf Deutsch ist. Darin erklärt der nette Herr, wie er mit günstigen Wärmedämmplatten Schatten bei Portraitshootings aufhellt. Dann schaun wir doch mal rein, ob auch drin ist, was draufsteht ;)

Ich habe mich bisher bei dem ganzen DIY Kram eher zurückgehalten. Gerade im Bereich des Fotoequipment bin ich der Meinung, dass es sich lohnt für etwas „Gescheites“ zu sparen. Ein Beispiel dafür ist die Frage nach dem Stativ. Doch hier und da gibt es durchaus Möglichkeiten, sich mit günstigen Materialien zu begnügen und deren Vorteile zu geniessen.

In diesem Fall fällt mir ehrlich gesagt nichts anderes ein wie : Ab zum Baumarkt und testen dat Dingen.

Für meinen Geschmack lohnt es sich mit Sicherheit, einmal eine Wärmedämmplatte zu besorgen und einfach auszuprobieren. Wie man man schön in diesem Video sehen kann, lässt sich die Platte schon bei natürlichem Licht einsetzen – so wie jeder andere Reflektor auch. Ein echter Vorteil ist, dass sie leicht und stabil ist. 

Als Outdoorblitzer frage ich mich, wie die Platte draussen bei warmem Licht reflektiert, denn sie ist ja schliesslich weiss. Dadurch könnte es passieren, dass eine Gesichtshälfte einen eher warmen Farbton erhält und die von der Platte angestrahlte Hälfte einen eher kälteren. Da müsste man sich dann evtl. mit verschiedenfarbigen Stoffen weiterhelfen, welche dann eben auch ein wärmeres Licht zurückgeben.

Aber für Studio- und Innenaufnahmen sag ich : Daumen hoch.

Was hältst Du von dieser Variante ?

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21 Kommentare

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  1. Sehr schöne Idee, habe ich selbst auf der Photokina gesehen, als dort der Fotograf an dem Hasselblad Stand eine riesige Styropor Platte zum aufhellen benutzte.
    Er selbst hatte dann auch noch eine lustige Anekdote: Und zwar habe er früher immer Unmengen von Pizza gegessen und somit kein Geld sich Equipment für sein Studio zu kaufen, somit ist er irgendwann auf die Idee gekommen die Pizza Kartons zum Aufhellen zu benutzten.

  2. Was auch noch super klappt, ist dieses Scheiben-Eisfrei-Gedöhns. Diese etwas straffere leicht mit Schaumstoff gepolsterte Folie, die man an die Frontscheibe pappen kann. Die gibt es derzeit im Rewe zu 1,99€ / Stück, sind leicht, kann man falten und reflektieren super.

    Irgendwo hab ich die schonmal in silber/gold gesehen (Sommer und Winter)

  3. Die Idee finde ich auch gut, jedoch frage ich mich, wie stabil die Platte ist (bröckeln da wohl immer kleine Stückchen ab?) und wie bzw. ob sie sich im Outdoor-Einsatz bei Wind und Wetter schlägt. Für Innenaufnahmen ist diese Variante aber bestens geeignet, denke ich, und dazu auch noch sehr kostengünstig.

  4. selbstbasteln finde ich gut. da fällt mir ein, ich habe noch solche platten im keller … vor kurzem habe ich mir einen minidiffuser für meine kompakte sowie einen für meine pentax gebastelt, fuktioniert super … und gerade denke ich darüber nach was ich mir rund 1 meter spiegelfolie noch machen kann …

  5. Fürs kleine, bescheidene Homestudio kann ich auch einen alte Kartenständer (auser Schule oder Uni) und Tapetenrollen auf einem Besenstiehl empfehlen.. macht sich super ^^

    Aber Spiegelfolie hört sich auch ganz toll an… verdammt das bietet alles noch so ungeahnte Möglichkeiten :D

  6. Ich benutze manchmal auch die verselberten Schutzplanen für die Windschutzscheibe. Leider ist das ein immer eine blöde Fummelei, die Dinger rgendwie richtig zu positionieren. Das klappt mit Styropor besser.

    Außerdem erzeugen die Schutzplanen für die Windschutzscheibe ein unschönes Riffelmuster auf reflektierenden Objekten. Das geht gar nicht. Daher sind sie eigentlich nur für schwach oder nicht reflektierende Oberflächen geeignet.

    Wieso muss ich bei dem Video immer an die Straßen von San Francisco denken? Ok, wenn man sich die Brille wegdenkt…

  7. Die ganze Seite finde ich klasse.. ich stehe auf solche Low-Budget Tipps, manchmal erstaunlich, was man mit solchen Mitteln erreichen kann.

    Mag da der Profi auch die Nase rümpfen… für den Amateur, der nur beschränkt Mittel ausgeben kann/will ist das immer interessant!

  8. Es wundert mich ein wenig, dass solche Tipps nicht schon längst allen bekannt sind.

    Die dicke Styroporplatte hat auch noch den weiteren Vorteil, dass man in die Seite z.B. eine Fiberglasstange aus einem ausgedienten Lenkdrachen stecken kann. So fixiert hält das Teil auch in der Erde. Die vorgeschlagene Lösung ist etwas suboptimal, weil jeder Windhauch die Platte gleich wieder umkippen lässt.

  9. Blogartikel dazu: Studio-Beleuchtung aus dem Baumarkt

  10. finde die Idee gut! Warum „viel“ bzw. mehr Geld fuer einen professionellen Reflektor rausschmeißen, wenn man das ganze auch fuer nen Appel und n Ei bekommen kann? Sieht zwar insgesamt nicht ganz so professionell aus, wenn man mit so einer Platte statt nem richtigen Reflektor rumrennt und gesehen wird, aber im Endeffekt zaehlt ja nur das Ergebnis, wa?

    Finde die ganzen DIY Sachen immer ganz cool. Erstmal ausprobieren, wie man damit zurecht kommt, bevor ich mir das ganze in teuer und pro zulege ;)

  11. bei uns in der schule haben wir tonnen von diesen platten im studio rumliegen. weil man die auch noch so schoen anpassen kann, ohne dafuer ein vermoegen auszugeben.
    …und wir sollen ja mal rivhtige profi’s werden… ;)

  12. Gute Idee! Man müsste ausprobieren eine Rettungsdecke auf der Platte zu befestigen. Eine Seite ist golden, die andere Silber. Das könnte ein wärmeres Licht schaffen.

    VG Jan