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29. Oktober 2008 Lesezeit: ~5 Minuten

Digitale Fotografie – Das große Buch

Dies ist ein Gastartikel von Wiebke Schrøder. Sie ist Dipl.Ing. für techn. Informatik (FH) und fotografiert – meistens im Urlaub – hauptsächlich Landschaften. Ein Teil ihrer Bilder ist hier ausgestellt.

Digitale Fotografie – Das große Buch von Scott Kelby wird vielleicht nicht gleich Deine gesamte Einstellung zur Fotografie verändern.

Aber es wird Dir wahrscheinlich helfen (noch) bessere Bilder zu machen. Es wird Dir Tipps an die Hand geben, die Dich Situationen für Bilder nutzen lassen, die Du sonst vielleicht nicht genutzt hättest.


Die groben Infos zum Buch

Titel : Digitale Fotografie – Das große Buch
Autor : Scott Kelby
Gebunden: 435 Seiten
Verlag: Addison-Wesley, München;
Auflage: 1 (September 2008)
Einband : Hardcover
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3827327628
ISBN-13: 978-3827327628

Zum Autor

Scott Kelby hat nicht nur über 40 Bücher geschrieben und unter anderem den Benjamin Franklin Award für eins davon erhalten. Er ist auch Herausgeber und Mitbegründer des Photoshop User Magazine, Präsident der National Association of Photoshop Professionals (NAPP) sowie Designer und Fotograf und ist auch noch Ausbildungsleiter der Adobe Photoshop Seminar Tour und Conference Technical Chair der Photoshop World Conference & Expo. Sein Blog findest Du unter: www.scottkelby.com

Einblick ins Inhaltsverzeichnis

Band 1
1. Profitipps für richtig scharfe Fotos
2. Blumen fotografieren wie ein Profi
3. Hochzeiten fotografieren wie ein Profi
4. Landschaften fotografieren wie ein Profi
5. Sportfotos wie vom Profi
6. Menschen fotografieren wie ein Profi
7. Probleme vermeiden wie ein Profi
8. Vorteile der digitalen Welt
9. Urlaubs- und Stadtfotos wie vom Profi
10. Drucken wie ein Profi und andere coole Tipps
11. Tipps für das Bild der Bilder

Band 2
1. Blitzen wie die Profis
2. Ein Studio aufbauen
3. Porträts fortografieren wie ein Profi
4. Landschaften fotografieren wie ein Profi
5. Hochzeiten fotografieren wie ein Profi
6. Reisefotos wie vom Profi
7. Makroaufnahmen wie vom Profi
8. Profi-Tipps für bessere Fotos
9. Tipps für das Bild der Bilder

Meine Eindrücke vom Buch

Das erste was mir positiv aufgefallen ist an diesem Doppelband, war dass Scott Kelby sich selbst nicht zu ernst nimmt. Sein Buch ist auch nicht davon geprägt dass man, wenn man daran interessiert ist gute Bilder zu schießen unbedingt diese oder jene Ausrüstung haben muß, sondern dass er Ausrüstungstipps in drei Preisklassen angibt : Für den schmaleren Geldbeutel, für den mittleren und für Leute die eh nicht über Geld nachdenken müssen.

Er verzichtet in diesem Buch auch auf langatmige Erklärungen über Blenden und Schärfentiefe und wieso und weshalb und gibt stattdessen Tipps als stünde er neben einem während man das Foto macht.

Was ich ebenfalls positiv fand war, dass hier auch Tipps gegeben werden wie man aus suboptimalen Bedingungen noch gute bis sehr gute Bilder herausholt. Zum Beispiel dass man auch bei schlechterem Wetter (also nicht strömendem Regen, sondern eher wolkenverhangener, sonnenloser Himmel) noch gute Bilder machen kann in dem man einfach so wenig wie möglich Himmel fotogrfiert und da dann ggf hinterher mittels Photoshop nachbessert. Seine Tipps sind auch nicht darauf ausgelegt die einzig perfekte Ausrüstung zu verkaufen bei der man zwingend 20 Objektive und 95 Filter dabei haben muß. Er zeigt auch schon mal Tricks wie man mit einfachen Mitteln weiter kommt. Klar, wenn ich vorhabe Profi-Makrofotograf zu werden komme ich nicht weit wenn ich nicht mindestens ein Makroobjektiv besitze aber für alle anderen könnte auch die Nahlinse reichen… Das sind meiner Meinung nach Tipps die auch für den Hobbyknipser anwendbar sind.

Aber auch Themen wie Bildaufbau – ohne dabei auf die Details der Drittelregel einzugehen – oder „was brauche ich um mein Fotostudio aufzubauen“ kommen nicht zu kurz.

3 Zitate

1. An einem Tag ist ein Fotograf noch fleißig bei der Arbeit und am nächsten fällt er einen Abhang hinunter und landet im Krankenhaus. (Das klingt jetzt vielleicht so, als wäre er vom Abhang direkt bis an die Krankenhausmauer gerollt, aber eigentlich wurde er von einem grasenden Lama gestoppt – einem intelligenten Lama, das den Krankenwagen rief, aber erst nachdem es die gesamte Kameraausrüstung bei eBay versteigert hatte. Ich sagte doch es war ein cleveres Lama.)

2. Denn sobald Sie sehen, was Ihr eingebauter Blitz angerichtet hat, fragen sie sich: »Oh Gott, ich muß irgendwas falsch gemacht haben …!« Oder: »Meine Kamera ist bestimmt kaputt!« Oder: »Es muß etwas Besseres geben!« Oder aber: »Warum gerade ich?« (ähm, oder ist die Kamera bei irgendeiner Polizeifahndung verloren gegangen?)

3. Wir fotografieren stattdessen eher Porträts von unseren Freunden, die sich auf einer Schönheitsskala irgendwo zwischen Mr Bean und Jabba the Hut befinden.

Fazit

Für mich ein hilfreiches Buch, dass nicht techniküberladen ist und trotzdem alles Wesentliche beinhaltet. Meiner Meinung nach schafft es Scott Kelby in diesem Buch dem Leser nicht nur einiges an Techniken zu vermitteln, ohne dabei gleich einen Grundlagen Kurs in Physik zu geben, sondern auch noch zu unterhalten. Wenn ich es mir nicht schon gekauft hätte würde ich es mir jetzt glatt zulegen – also es ist sein Geld durchaus wert.

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