kwerfeldein
23. Oktober 2008 Lesezeit: ~4 Minuten

Einsteigertipp : Wie Du schneller bessere Fotos machen kannst

₪ Cobija: Corporativa al atardecer - Flickr Meeting at Tusk ₪ by ►Voj►.

Photo Credits : ►Voj►


„Nun hast Du Deine Kamera – endlich. Du fotografierst alles, was Dir vor die Linse kommt, denn Du liebst es, den Auslöser zu drücken. Das Gefühl, einen Moment einfrieren zu können und in ein Bild zu fesseln beflügelt Dich. Anderen zeigst Du gerne Deine Fotos und bist stolz darauf, eine Kamera zu haben. Am liebsten würdest Du die ganze Welt auf einmal fotografieren und Du hast Dir eins zum Ziel gemacht:

Ich will besser werden.

Geht es Dir genauso? Wenn ja, dann möchte ich Dir 3 einfache Tipps geben, wie Du Deinem Ziel ein grosses Stück kommen kannst. Sie können Dir zusätzliches einiges an Zeit ersparen, wenn Du sie Dir zu Herzen nimmst.

Entscheide Dich für ein Thema
Es scheint Dir für den Moment das Herz zu brechen, denn Du würdest ja so gerne alles auf einmal fotografieren. Autos, Menschen, Landschaften, Macroaufnahmen – alles sieht so cool aus, nicht wahr? Ich kann Dich gut verstehen – denn mir ging es zu Beginn genauso wie Dir. Ich wollte einfach nur geile Fotos machen, so hatte ich mir das gedacht.

Doch leider ist das so nicht möglich – Du würdest Dich zerreissen, wenn Du alle Disziplinen der Fotografie gleichzeitig lernen würdest. Machs einfach. Entscheide Dich für ein Thema, auf das Du Dich für eine bestimmte Zeit konzentrieren möchtest, z.B. für ein halbes Jahr (oder länger). Natürlich sollte das ein Thema sein, das Dir liegt. Lass Dir Zeit bei Deiner Entscheidung.

Und jetzt kommt das, was am allerwichtigsten ist.

Fotografieren, was das Zeug hält (ohne Bruchlandung)!
Fotografiere ausschliesslich Dein Thema. Mache Dir eine Liste mit Orten oder Personen, die Du fotografieren kannst. Mach Termine und abgeht’s ! Möchtest Du z.B. Landschaften fotografieren, dann nimm Dir mal einen extra Tag Zeit und fahre die Natur in Deiner Umgebung ab, um nach möglichen Orten zu schauen. Baggerseen, Wälder, Felder, Türme mit Aussicht. Auch das Internet kann da behilflich sein. Schreibe alle möglichen Orte auf und besuche sie nacheinander (nicht alle auf einmal).

Plane Deine Aktionen gut im Voraus, dann hast Du schon einmal die halbe Miete. Fotografiere so oft Du kannst. Wichtig ist nicht, dass Du in kurzer Zeit möglichst viel fotografierst, sondern dass Du langfristig regelmässig aktiv bist (zu kalt?). Es gibt viele Senkrechtstarter, die nach ein paar Monaten wieder schlapp machen, weil sie sich übernommen haben. Das ist vergeudetes Talent, sag ich Dir.
 

Bücher, Videos, Blogs, Workshops
Lerne von denen, die einen ähnlichen Weg wie Du gegangen sind. Das kannst Du mit verschiedensten Büchern über die Fotografie tun. Das ist ein Weg, der mir sehr liegt, aber es gibt ja auch noch jede Menge Blogs und Webseiten, falls Du lieber im Netz forschst. Falls Du Videos lieber magst, schau mal bei FotoTV vorbei oder besorge Dir Lernvideos zu Deinem Thema (es gibt auch viele kostenlose Videos im Web, Du musst nur ein bisschen suchen). Wenn Dir das alles zu theoretisch ist, dann Besuche doch einfach mal einen Foto-Workshop, auch da ist in jeder Grossstadt etwas zu finden.

Wichtig hierbei ist, dass Du Dich mit dem Thema auch ausserhalb Deiner eigenen Shootings befasst. Denn es gibt wirklich so viel über die Fotografie zu lernen – aber wenn Du diesen Artikel hier liest, gehörst Du sehr wahrscheinlich zu denen, die das bereits tun ;)

Und zum Schluss noch eins: Gib niemals auf.

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