Kwerfeldein
09. Oktober 2008 Lesezeit: ~ 4 Minuten

Warum es sich lohnt, auf ein gutes Stativ zu sparen

Warum es sich lohnt, auf ein gutes Stativ zu sparen

… billige Stative machen einfach keinen guten Job. Deshalb sind sie ja auch billig.” – Scott Kelby, Digitale Fotografie, S. 8

Dieser Satz bleibt sofort hängen, nicht war ? Zugegeben, auf den ein oder anderen kann das erst einmal harter Tobak sein. Denn nicht jeder hat sofort das Geld, 200 Euro oder mehr für ein anständiges Stativ auszugeben. Vor allem dann nicht, wenn man gerade begonnen hat, sich mit der Fotografie zu beschäftigen und einem gar nicht klar, ist, für was ein teures Stativ gut sein soll.

Doch genau deshalb möchte ich heute darüber sprechen und Dir ein paar Gründe für ein solides Stativ geben.

Sicherheit

Das Stativ ist wie Dein dritter Arm, nur das der nicht aus Fleisch und Blut ist. Und da kommt Dein liebstes Teil drauf, Deine Kamera. Ich selbst gebe nicht jedem Menschen meine Kamera in die Hand, z.B. Kleinkindern. Ich mag Kinder wirklich sehr, doch bei denen weiss ich, dass die Kamera ziemlich sicher bald auf dem Boden landet. Bei einem Stativ ist es genau das Gleiche. Du solltest Dich sicher dabei fühlen, es darauf zu platzieren.

Mir selbst ist vor einiger Zeit an einem Wasserfall das Stativ mitsamt Kamera abgerutscht und fast ins Wasser gefallen. Nun, ich weiss, dass mir das mit meinem Manfrotto Stativ nicht so leicht passiert wäre – einfach deshalb, weil es wesentlich schwerer ist. Ich gebe zu, dass so etwas mit jedem Stativ passieren kann, doch mit einem schwereren ist die Unfallquote wesentlich niedriger.

Gerade wer viel in Landschaften unterwegs ist, muss sein Stativ meistens in der Hand tragen und freut sich über wenig Gewicht. Doch in diesem Bereich ist Stabilität und Sicherheit das A und O. Ein stärkerer Windstoss kann Dir unter Umständen Dein Stativ umreissen (z.B. am Meer). Auch dann, wenn Du ein paar Schritte ins Wasser wagst, sollte Dein Stativ kein Fliegengewicht sein. Macht Sinn, oder ?

“Ich fotografiere aber keine Landschaften” mag nun ein Argument sein. Doch auch dann, wenn Du Portraits mit einem Stativ machst kann es vorkommen, dass Du oder Dein Modell aus Versehen dagegenläuft. Hast Du dann ein schwereres, fällt es nicht so leicht um und bietet Deiner Kamera mehr Sicherheit als ein leichtes.

Beschaffenheit

Während eines Shootings ist mir vor Jahren mein Kunststoffstativ kaputt gegangen, weil sich ein Stativfuss nicht mehr fixieren lies. Die Klemme war abgebrochen und somit war damit Schluss. Plastikstative sind alleine wegen der Beschaffenheit viel mehr ein Risiko für Schäden, die Dich dann wiederum zwingen ein neues Stativ zu kaufen. Somit kommt unter Umständen auch der Kostenfaktor dazu.


Kugelkopf : Drehbar in alle Richtungen

Für teure Stative gibt es unterschiedliche Kugelköpfe, welches sich spielend leicht aufschrauben lassen. Ein Kugelkopf hat den grossen Vorteil, dass er sich in alle erdenklichen Richtungen drehen lässt. Bei einem etwas günstigeren Stativ ist das nicht immer der Fall und das schränkt Dich im Bereich der Bildkomposition massiv ein. Dazu kommt, dass ein guter Kugelkopf bombenfest ist. Das heisst : Die Kamera rutscht bei Langzeitbelichtungen nicht langsam nach unten.


Bonus

Eine Funktion, welche ich an meinem Stativ wirklich liebe ist, dass ich die Hauptstange herausnehmen und quer einlegen kann. Somit kann aus sehr untypischen Postionen fotografieren. Diesen Bonus nutze ich zwar selten, doch wenn ich ihn brauche, bin ich umso dankbarer.

Zum Schluss möchte ich betonen, dass ich hier keinem Besitzer eines günstigen Statives ein schlechtes Gefühl geben möchte. Hier geht es nicht um Etikette und keiner, der ein günstiges Stativ hat, ist deshalb ein schlechterer Fotograf. Ausserdem gibt es ausser Manfrotto auch noch viele andere Marken, welche gute Stative herstellen…

Frage : Mit welchem Stativ fotografierst Du ? Bist Du zufrieden ? Wenn ja, warum ? Wenn nein, warum ?

Unterstütze kwerfeldein

Wenn Dir dieser Artikel oder das ganze Magazin gefällt, kannst Du die weitere Arbeit von kwerfeldein gern via Paypal, Überweisung oder Dauerauftrag mit dem, was es Dir wert ist, unterstützen. Vielen Dank!

kwerfeldein finanziert sich neben Werbeeinnahmen auch durch Provision von Verkäufen auf Amazon und freiwillige Beiträge der Leser*innen, um unabhängig zu bleiben.

Paypal


Überweisung

kwerfeldein
IBAN: DE0837050198 1933436766
BIC: COLSDE33XXX

Amazon
kwerfeldein @ Spreadshirt


57 Kommentare

Schreib’ einen Kommentar

Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.

  1. Blogartikel dazu: Kugelkopf oder Dreiwegneiger? | zoomyboy

  2. Schöner Artikel, vor allem die Fotos gefallen mir sehr gut!
    Ich habe derzeit 2 Stative. Ein Stativ gab es Gratis bei einem Zeitungsabo und ist daher nicht so prickelnd, aber für zu Hause reicht es, schließlich hab ich ja auch nur eine Kompaktknipse.
    Von meinem Vater habe ich noch ein richtig gutes Stativ bekommen, sehr Stabil und richtig gut verarbeitet, mit dem arbeite ich auch viel lieber.

  3. Klasse Artikel! Gerade als Anfänger glaubt man zuerst gar nicht, wie wichtig ein gutes Stativ ist. Dazu möchte ich dann noch Andreas Hurni zitieren:

    “”” Brauch ich eine Fotoausrüstung auf dem höchsten Stand der Technik?

    Sprechen sie mir nach: Ich brauche vor allem ein Stativ. Und das ist bleischwer, immer dabei und sie werden es herumschleppen. “””

    P.S. Insgesamt eine extrem kurzweilige Seite: http://www.andreashurni.ch/index2.html

  4. Hab den selben Stativkopf wie du ;>
    Mit dem Bin ich auch sehr zufrieden. Vorallem für den Preis.
    Stativ hab ich nen Joby Gorillapod (die “größte” Version) die ich nehme wenn ich weiß das ich viel vom Boden aus fotografieren werde oder das richtige Stativ nicht mitnehmen kann.
    Das “richtige” ist leider schon etwas älter, weshalb es auch recht groß ist (Transportgröße). Zumindest zu groß für meinen Rucksack :(
    Deswegen muss ich es jedes mal auseinandernehmen, was ein beträchtlicher Mehraufwand ist. Aus diesem Grund bleibt es auch meistens zu Hause :/
    Plane mir nächstes Jahr nen kleines Stativ von Giottos oder Slikk zu kaufen, dann hab ichs auch öfter dabei ;)

    MfG Jim

  5. Ich habe ein Manfrotto 190XPROB und den Kugelkopf “486 RC2″…

    Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit dem Stativ, vor allem wenn ich an mein altes “vorkriegsstativ” zurückdenke.

    Das mit dem Gewicht des Stativs kann ich nur unterstreichen, allerdings kann man die Kamera auch von einem teuren Stativ herunterwerfen (ich weiss wovon ich rede ^^)

    Das einzige was mir jetzt noch fehlt, ist eine Panoramaplatte, an der man die Winkelgrad der Rotation ablesen kann.

    Zu meinem Geburtstag hab ich noch ein Gorillapod SLR Zoom (das ganz große) bekommen, mit dem ich aber bis jetzt nur ein paar Experimente gemacht habe…

    Feuerprobe kommt noch.

  6. Ich habe auch das Manfrotto 055ProB. Allerdings hab ich es mit einem 3-Wege-Kopf, da ich so einen von meinem vorherigen billig Stativ her kannte und mir ddie Arbeit mit einem Kugelkopf nicht so recht vorstellen konnte.
    Inzwischen bereue ich die Entscheidung ein wenig und ich würde nun wohl doch lieber einen Kugelkopf nehmen, weil die Verstellung einfach schneller geht.
    Aber Dank gutem Stativ kann ich den Kopf ja bei Gelegenheit einfach mal austauschen …

  7. Ich fotografiere schon eine Weile – meine Stativsammlung ist also etwas umfangreicher. Im Lauf der Zeit habe ich eine Menge Lehrgeld gezahlt.
    Stabilität ist mir wichtiger als geringes Gewicht. Bei Dreibeinstativen ziehe ich mittlerweile Holz als Werkstoff vor. Ich schätze ich dreh mal das ein oder andere Video demnächst über Stative …

  8. Als Schüler kann ich mir derzeit nur ein einfaches Stativ von Hama leisten, ein altes Slik liegt hier auch noch rum. Trotzdem ist es für einfache Landschaftsaufnahmen oder eventuell auch mal Portraits geeignet und erfüllt seinen Zweck. Aber natürlich wäre mir mehr Stabilität sowie ein vernünftiger Kopf lieber. Immerhin war beim Kauf eine extrem praktische Tasche dabei.

  9. Ich habe ein Cullmann-Stativ geschenkt bekommen (jemand hat gegerbt und konnte es beim besten Willen nicht brauchen). Problem, das Ding sieht stabil aus, ist allerdings wenn z.B. meine 400D mit Batteriegriff draufsitzt relativ wackelig. Wackelig? O.k., kann man vielleicht noch ausgleichen – nein, kann man nicht. Selbst, wenn ich alle Schrauben an dem Ding mehr als nur fest anziehe (kurz bevor es vermutlich das Gewinde rausreisst) und dann ein wenig an der Kamera spiele ist das alles ratz fatz wieder locker und wackelt rum, wie der Schwanz vom Hund (es steht drauf: “Made in West-Germany”, ergo schon ein wenig älter – sieht allerdings aus, wie neu). Habe das Ding mal an jemaden verliehen, der eine kleine Kompaktkamera draufgeschraubt hat – taugt ;o). In der Zwischenzeit habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und bin zu dem Schluss gekommen: mittelschwer, Kugelkopf, (das mit der Querstange habe ich gerade zum ersten Mal gelesen, und finds eine tolle Sache), und v.a. brauche ist sowas wie einen geposlterten Schultergurt – sowas kommt mir auf jeden Fall ins Haus, weiss nur noch nicht, welches und wann. Derweil leihe ich mir eins aus der Agentur (das ist ultraschwer), aber wenns mal steht, steht’s ;o)

  10. Man sollte auch bedenken, dass ein gutes Stativ nicht so schnell an Wert verliert wie eine Kamera.
    Während meine DSLR inzwischen nur noch die Hälfte vom Kaufpreis wert ist, würde ich für mein Gitzo Carbon-Stativ immer noch fast den Neupreis bekommen wenn ich es verkaufen sollte.
    Was ich aber definitiv nicht vorhabe.

    Wetter und Schmutzfester ist allerdings mein Berlebach Holzstativ, dem macht Strandsand oder Wasser nichts aus, es lässt sich gut wieder sauber machen. Den Sand aus dem Gitzo zu pulen hat dagegen wenig Spaß gemacht.

  11. Also ich fotografiere mit einem VELBON SHERPA PRO CF-630 und bin damit wirklich mehr als zufrieden. Die Verarbeitung ist einfach perfekt ohne jegliche Mängel. Es ist Dank Carbon sehr leicht und handlich. Dennocoh bietet es hervorragende Stabilität. Ein Zusatz den ich sehr praktisch finde sind die eingebauten Spikes, die sich herausdrehen lassen und so auch auf verschiedenen Untergrund guten halt bieten.

    Als Stativkopf habe ich mich für den Benro B-0 entschieden. Auch super verarbeitet und hervorragend zum Einstellen. Das ganze Paket war zwar nicht gerade günstig, aber es hat sich eifnach gelohnt etwas länger dafür zu sparen. Kann ich nur jedem empfehlen der mit dem Gedanken spielt sich ein Stativ zuzulegen. Lieber einmal richtig, als mehrmals falsch. Kommt im Endeffekt sogar günstiger.

  12. also mit nem kugelkopf hatte ich bis jetzt nur probleme. und das nicht nur wenn ich ne DSLR drauf packte, sondern auch bei ner kompakten knipse. aber gut, wenn man 200€ für ein stativ ausgibt sind diese probleme sicherlich nicht gegeben.

    ich habe glücklicherweise noch ein altes Sony VCT-570RM gefunden, das eigentlich mal von unserer videokamera war. darauf sitzt selbst die DSLR bombenfest. und mit dem gelenkkopf bin ich auch zufrieden, hält, wenn man die jeweiligen schrauben anzieht, auch super!
    war aber damals sicherlich teuer genug, auch wenn keiner mehr weiß wie wir mal an das ding gekommen sind :D

  13. Nachdem ich eine ganze Weile mit einem Cullmann 53200 ganz zufrieden war hatten sich mit der Zeit doch weitergehende Wünsche eingeschlichen. Ein austauschbarer Kopf wäre doch eine feine Sache. Und eine herausnehmbare Mittelstange für die Quer- und Überkopfanbringung, wie im Artikel beschrieben, das wäre auch toll. Ein bißchen kürzer dürfte es ebenfalls sein, dann paßt es bei Flügen besser in die Reisetasche.

    Herausgekommen ist ein Manfrotto 190MF4 (Kohlefaser mit 4fach ausziehbaren Beinen, leicht, kurz, stabil) mit einem 322RC2-Kugelkopf. Der für mich insofern genial, als der recht große Handgriff auch den Feststellklapperatismus des Kugelkopfs steuert. Nie wieder Schräubchen drehen, eine echte Befreiung.

    Auch die Quick-Release-Platte des Manfrotto macht einen wesentlich zuverlässigeren Eindruck. Mit der des Cullmann habe ich beim Absturz der Kamera aus ca. 1,50m zwar zum Glück nur eine Gegenlichtblende eingebüßt (der Verschluß der Platte war nicht richtig eingerastet), relativ billiges Lehrgeld also, aber eine Lehre eben doch.

    Seit das Manfrotto da ist, steht das Cullmann jedenfalls nur noch schmollend in der Ecke, obwohl es technisch noch völlig einwandfrei ist.

  14. super artikel. da ich seit kurzen mir auch ein stativ anschaffen wollte und mir bis jetzt keiner so recht die vor- und nachteile sagen konnte über ein billig bzw treuem stativ. hat mir aufjedenfall dazu doch bestätigt ruhig tiefer in meiner tasche zu packen und mein liebstes spielzeug zu schützen.

  15. Schöner Artikel, den ich nur voll unterstützen kann,
    ich war bis zu mienem food-projekt auch mit som Hama Dingen unterwegs. Nach den ersten Bildern habe ich dann auch das Stativ bestellt was du nutzt, allerdings setze ich auf einen anderen Kopf, nämlich den mit Griff – Ein rieeesen Unterschied, von den Bildern, der Flexibilität und vor allem der Freude am Fotografieren!

  16. Bin momentan noch am Sparen auf mein Stativ. Werd mich wohl auch für etwas Stabileres mit austauschbaren Kopf + Kugelkopf entscheiden. Aber bis dahin ist leider noch ne weile.

  17. Ich hatte mir ursprünglich überhaupt keine Gedanken über den Kauf eines guten Statives gemacht, bis dann einem Bekannten die ein Bein wegknickte und sein 70-200 ungebremst mit dem Asphalt Bekanntschaft machte…
    Er hatte Glück im Unglück, außer ein paar Schrammen war nicht viel passiert, aber es hat uns deutlich aufgezeigt, wie schnell es gehen kann.

  18. Ich benutze auch ein Manfrotto 190XPROB mit 486 RC2 Kugelkopf.
    Ich hatte vorher ein Videostativ. Stabil war es. Das Problem war, es hatte für jede Achse die ich verstellen wolte, eine eigene Schraube, bis ich das Stativ also eingestellt hatte verging ein haufen Zeit. Das hat genervt.

    Dann war es im gegensatz zu meinem Manfrotto auch aufwändiger es aufzustellen (nicht einfach beine ausklappen und los gehts) und das hatte wiederum zur Folge das ich es wohl öfter dabei hatte, wenns dann aber ans benutzen ging, hatte ich keine Lust es aufzubauen. Das alles gehört der Vergangenheit an…

    Ich muss sagen, die Investition hat sich zu 100% gelohnt und bezahlt gemacht. Auch wenn ich am Anfang dachte es gäbe erstmal wichtigers Zubehör für die Kammera finde ich heute das ein gutes Stativ mit zu den ersten Anschaffungen gehören sollte.

  19. Wichtig ist für mich noch, dass der Stativkopf nicht fest mit dem Stativ verbunden ist, sondern dass man sich einen Kopf seiner Wahl draufschrauben kann.
    Da ich mehrere Stative habe (normales Dreibein, Berlebach Ministativ und Einbein) ist es mir auch wichtig, dass ich ein Schnellwechselsystem verwende, dass bei allen drei passt.

    • @Stefan : Japp, jederzeit den Stativkopf wechseln zu können hat viele Vorteile, gerade dann, wenn man einfach mal etwas anderes ausprobieren möchte. Mit welchem Dreibein fotografierst Du ?

      @t0m : So sehe ich das auch – ein gutes Stativ fühlt sich nicht nur gut an, sondern es bringt die oben genannten Punkte mit sich, die nicht unwesentlich sind.

      @Smylo : Aua – is ja nochmal gut ausgegangen. Was für ein Stativ hatte Dein Freund ?

      @Michael : Gute Entscheidung !

  20. Ich bin da etwas anderes Meinung. Klar ist ein teueres Stativ toll, super verarbeitet und stabil. Aber ich bin (derzeit noch) nicht bereit 160 Euro nur für einen Kugelkopf auszugeben! Ich habe ein Stativ vor 2 Tagen gekauft. Ein Auslaufmodel bei mienem Händler. Aus Stahl (oder Alu?) stabil, wiegt 2,3 Kilo und hat mich insgesamt 45 Euro gekostet. Da ich das Festival of Lights besuchen möchte, brauchte ich halt dringen ein günstiges Stativ, mal schauen wie ich damit zurecht komme.

  21. Hi,

    also ich habe mir damals auch erst ein Cullmann geholt und war damit recht zufrieden. Dieses Jahr habe ich dann mal bei Manfrotto zugeschlagen und mir ein Manfrotto MN190XB mit einem MN 488RC2 Kugelkopf geholt.
    Bin damit sehr zufrieden und das hat echt gelohnt. Allerdings werde ich mir neben dem Kugelkopf noch einen 3-Wege-Neiger kaufen… So einer mit Feineinstellrädchen und Gradanzeige und dem ganzen Mambotschambo…

  22. Ich schätze mein Berlebach Holzstativ wirklich sehr. Durch den eingebauten Kugelkopf erleichtert mein Panorama Setup sehr. Die Dämpfung durch das Holz ist mir auch nicht unangenehm. Wenn ich auf Reisen bin wechsle ich jedoch zumeist auf mein Manfrotto Karbon Stav.

    Als Stativ Kopf bevorzuge ich seit geraumer Zeit einen 3 Wege Getriebekopf von Manfrotto. Leider ist er wahrlich ein Schwergewicht, so dass ich auf Reisen auf ihn verzichte. Ansonsten verwende ich ihn fast ausschließlich.

    Im Allgemeinen muss ich sagen, dass nach meiner Erfahrung die Anschaffung von günstigen Stativen sich schnell nicht lohnt. Sie sind zumeist wackelig, hacken an der ein oder andren stelle, so dass der Aufbau etwas mühsam ist oder sie gingen bei mir sehr schnell kaputt. Von meinem guten Stativen habe ich noch keines zerstören können und auf Reisen werden sie alle mehr als strapaziert.

  23. Ich hatte mir vor Jahren mal ein Billig-Stativ gekauft, da war ich noch Gelegenheitsknipser. Das hatte sich dann gerächt, als ich anfing etwas anspruchsvoller zu fotografieren. Beispiel: Langzeitbelichtung bei Nacht. Es war relativ windig und ich hatte mich gewundert, warum die Bilder verwackelt waren. Bei genauerer Beobachtung konnte man sehen, wie sich da Stativ mit der schweren Kamera oben drauf im Wind immer wieder bewegte. Die Verwindungssteifigkeit war bei den teilweise dünnen Beinchen nicht gegeben.

    Mittlerweile bin ich auch beim Manfrotto gelandet und und wenn die Knipse oben auf ihrem Kugelkopf (Magicball) sitzt, dann ist das doch irgendwie beruhigend :-)

  24. Hi,

    habe das manfroto 190prob mit 322 “pistolengriff-kopf”. ein guter kompromis zwischen gewicht, stabilität, geschwindigkeit (der verstellung) und größe. es ist teilweise aber doch recht labil, wenn ein größeres objektiv drauf ist (z.b. 100-400). Dann wünsche ich mit oft ein 055er mit kugelkopf…

  25. Mein Stativ ist um 50 Jahre alt!!!
    Bekommen hab ich es vor ein paar Monaten von meinem Grossvater der hat damit schon selbst geknipst als er in meinem Alter war, also ca 20. Hergeben würde ich mein Stativ niemals auch nicht für ein noch so tolles und neues, denn:

    1. Besteht es aus hochwertigem Alu und hält so ziemlich alles aus.
    2. Hat es trotz dem hohen Alter einen guten Kugelkopf nur die Querstange fehlt nur das Aufbauen dauert etwas länger da man dazu 6 Gewinde etwas aufschrauben muss.
    3. Letzter und wichtigster Punkt das einmalige Retrodesign das ja eigentlich nicht retro ist, ist ja wirklich so alt.

  26. Mein Stativ ist auch schon mehrere Jahre alt und führte ein karges Dasein versteckt in der Wohnungsecke. Schließlich fotografierte ich bislang fast ausnahmslos aus der Hand…

    Letztens brauchte ich es zum ersten Mal bei einer Landschaftsaufnahme und merkte, dass ich damit garnicht zurecht komme!
    – ich kann meine Kamera nicht richtig festmachen, die Schraube lockert sich schnell (Sicherheit!)
    – es ist total umständlich, die Ausrichtung anzupassen, geht nur mit superviele Schrauben, ist schwer nachzujustieren (Kugelkopf)

    Relativ leicht ist es ja, aber dass reicht nicht. Muss mir wohl bald ein Stativ kaufen, bei dem die Bedienung leicht von der Hand geht. Dann nutzt man es auch gern:)

  27. Sollte jemand ein Stativ kaufen wollen, hier noch ein Tipp: Ich habe vor Jahren um Geld zu sparen statt ein Dreibeinstativ ein günstiges Einbeinstativ gekauft. Es war zwar schön billig, aber auch noch zu schwach dimensioniert für meine DSRL. Bis jetzt mein schlimmster Fehlgriff.

  28. Hallo zusammen,

    Der Meinung, es muss ein “teures” Stativ sein, bin ich nur bedingt.

    Aus meiner Sicht gibt es den Bedarf für mehrere, unterschiedliche Stative.
    Zunächst benötigt man, wie hier im Artikel angesprochen, ein schweres Stativ welches leichte Erschütterungen abfedert etc. Dann ein leichtes wenn man unterwegs ist (auf Gewicht achten muss). Zuletzt ein einbeiniges wenn man schnell sein muss (Sport).

    Für das schwere, robuste bietet sich aus meiner Sicht ein Holzstativ an (auch Geschmackssache). Jedoch habe ich mir dazu ein Holzstativ aus der Vermessungstechnik besorgt. Diese Stative arbeiten auch mit Zoll – Gewinden und sind an Kameras i.d.R nutzbar (den Stativkopf habe ich mir aus der Fotowelt besorgt). Die Stative sind sehr schwer, stabil und bieten entsprechende Stativfüße mit Gummipuffern die sich durch drehen an den Füßen in Sporne verwandeln lassen (Spitzen die sich im Boden festkrallen).

    Für leichte Stative habe ich allerdings noch keine Alternative gefunden und ich stimme dem Autor zu.
    Ich werde mir keine billigen Teile zulegen die nach dreimaligem Gebrauch defekt sind oder die der Kamera durch plötzliches Versagen den Todesstoß versetzen.

    Grüße und vielen Dank,

    Patrick

  29. Bin ebenfalls mit einem Manfrotto 190XPROB und mit dem Kugelkopf 486RC2 unterwegs. Leistet unglaublich gute Dienste und dient bei meinen Klettereien in manchen Schluchten im Schwarzwald schon mal als Stock. Könnte ich mit einem billigen Stativ nicht machen.

  30. Blogartikel dazu: lens-flare.de Fotoblog

  31. Ein Lob an dich für den Beitrag, aber schade das ich erst seit gestern auf deine Seite aufmerksam geworden bin.
    Ich habe vor einigen Monaten mir die D200 gekauft und gleich danach noch im Fotogeschäft etwas Zubehör.

    Als ich dann im (PC, Rundfunk und Co. ) Geschäft war bin ich noch durch die Fotoecke gegangen und habe dort ein Stativ gesehen. (Hätte es auch im Fotoladen gekauft aber leider nicht daran gedacht)

    Zumindest hatte ich die Kamera dabei und ein 18-200mm Objektiv. Somit konnte ich schon im Laden den ersten Standtest machen. (Fand ich nicht schlecht und habe es gekauft)

    Als ich zuhause angekommen bin habe ich es gleich mit einem 500mm Objektiv (Spiegelobjektiv) getestet. (Wollte vom Balkon aus den Rundfunkturm Fotografieren)

    Als ich den Ersten Schuss machte und gleichzeitig durch den Sucher schaute, konnte ich zuschauen wie sich das bild nach dem Spiegelschlag bewegte. Somit hat sich ergeben, dass ich das Stativ gleich zurück bringen konnte. (Nicht dass, das Stativ schlecht war, aber nun nichts für die Kameraklasse)

    Ich bin also doch noch mal in das Fotogeschäft gegangen und habe mich beraten lassen.

    Dabei hat er mir die Unterschiede zwischen den Stativen gezeigt und einen guten Test.

    Worauf sollte man achte:
    Wie du gesagt hast sollte es so wenig wie möglich aus Plastik / Kunststoff bestehen. Es ist halt ein (schwaches) Material.
    Die Füße sollten einen guten Halt bieten (ich finde Füße mit Gugelgelenk sehr gut da diese sich an den unebenen Boden anpassen. (Ich habe noch die Möglichkeit daran zu drehen und somit das Stativ nicht auf Gummifüßen stehen zu lassen sondern auf Stahlspitzen.)
    Gute Rasten (Klammern) für die Stangen. Wenn sich eine Stange zusammenschiebt liegt die Kamera schnell auf dem Boden.

    Pracktisch: Pracktisch finde ich die Fußkombination aus Gummi und Stahlstifte.
    Auch vorteilhaft ist, wenn man die Beine um 90° bewegen kann, somit kann man auch mal 2 Beine auf eine Mauer stellen, oder ein Bein gegen die Wand (falls der Platz nicht reicht)

    Auch toll ist wenn man die Stativstange umgekehrt einstecken kann. Ist bestimmt Pracktisch für Makroaufnahmen, wenn die Kamera unter dem Stativ (auf dem Kopf hängt)

    Zum Test:
    Ein sehr guter Test ist, einfach mal gegen das Stativ mit der Hand hauen. Wenn sich das Stativ kaum (sichtbar) bewegt (schwabbelt) ist es ein gutes Stativ. Mann kann das sehr gut sehn wenn man ein 20 – 30 Euro Stativ und ein (Preislich erhobenes) Stativ im laden aufstellt und das einmal testet.
    Ich war stark beeindruckt was für ein unterschied dort vorhanden ist.

    Zu meinem Stativ: Ich habe ein Därr Profi PS 14 Stativ Wobei man dort noch einmal Geld ausgeben muss für einen Kopf. (Aber sehr Praktische Sache da jeder einen anderen Stativkopf bevorzugt. Es hat ein gewicht von 2270g und hat 70 Euro gekostet + Kopf.
    Es ist nicht das Teuerste und beste Stativ aber für mich vollkommen ausreichend und das ist wichtig.

    Wenn es zu leicht ist kann man ja och drei Schnüre an den Stativbeinen befestigen und mit einem Stein / Gewicht beschwären. Aber das musste ich bis jetzt noch nicht.

    PS: Wer ohne Stativ Fotos macht kann sich mir einem kleinen Trick behelfen.
    (Das Schnurstativ) http://www.nasobem.all.de/blog/archiv/2008/02/03/327

    Ich entschuldige mich schon mal für die Rechtschreibung und Grammatik da ich es nicht noch mal durchlesen werde. (Ist ja ein Kommentar)

    Mit freundlichen Grüßen Denis

  32. Ich hatte bis vor ein paar Tagen ein Cullmann – welches ich früher einmal gebraucht bekommen habe. In den letzten Monaten habe ich festgestellt, das der Stativkopf immer wieder mal wackelig ist, sich aber durch kräftiges festdrehen gegenüber der festgehaltenen Mittelsäule wieder befestigen ließ.
    Nun bin ich vor wenigen Tagen dem Supergau um Haaresbreite entgangen, denn beim Aufsetzen der Kamera habe ich wiedereinmal bemerkt, das die Verschraubung sich gelöst hatte. Ich nahm die Kamera wieder ab, wollte erneut den Kopf festschrauben und hatte ihn sogleich in der Hand. Abgebrochen!

    Zum Glück ist er nicht abgebrochen als die Kamera drauf war!

    Das war definitiv mein erstes und auch letztes Billigstativ!

    Wie der Artikel oben schon beschreibt, ist das Stativ für den sicheren Halt meiner mir lieb und teuer gewordenen Ausrüstung zuständig – und diese Ausrüstung vertraue ich in Zukunft nur noch einem gut verarbeiteten stabilen und sicheren Stativ an!

    Grüße

    Joerky

  33. Blogartikel dazu: Makro - Einsteiger Digitalkamera Ausrüstung | zoomyboy

  34. hallo martin,

    super seite, die ich immer wieder gerne anschaue! kannst du vielleicht ein kurzes update geben über komponenten, die deines erachtens ein gutes preis/leistungs-verhältnis haben und einem ambitionierten hobbyfotografen wie mir genügen!? “dein stativ” gibt es leider bei amazon nicht mehr. gerne auch wie du beschrieben hast, mit dem kopf, dass man aus ungewöhnliche stellungen fotografieren kann.

    das wäre super!

    danke und viel erfolg weiterhin!

  35. Super Artikel,

    auch ich benutze ein Manfrotto. Allerdings meist mit einem 3-Wege-Getriebeneiger. Extrem genial für Panoramaaufnahmen. Es lässt sich perfekt justieren, auch für Makros.
    Für Videoaufnahmen habe ich mir einen anderen Kopf gekauft. Ich hatte zuvor 3 andere Stative und kann nur sagen, so butterweich habe ich nicht nie filmen können.
    Ich stehe voll auf Manfrotto ;-)

    In Anlehnung an Scott Kelby, nun auf Ruhrpott-Deutsch:
    Wat nix kost is auch nix!

  36. Ja … ein Stativ kauft man nur einmal im Leben.

    Bei mir hat es ca. 10 Monate gedauert :) bis ich das richtige gefunden habe. Es musste anfangs unbedingt ein Manfrotto sein (055XPROB). Nach einigem Testen und Preis- und Gewichtvergleichen wurde es dann doch das Bilora C283 plus passendem Kugelkopf.

    Leider hab ich es noch nicht so lange und kann noch keinen ausführlichen Bericht liefern :( Die ersten Tests haben meine Kaufentscheidung aber bestätigt.

    So long

  37. Blogartikel dazu: Schatten bei Portraitaufnahmen aufhellen | KWERFELDEIN | Digitale Fotografie

  38. Blogartikel dazu: Welches Stativ benutzt ihr? Ein Umfrage. | KWERFELDEIN | Digitale Fotografie

  39. Ich habe mir zu meiner damaligen Kamera (einer Sony f828) ein HAMA Star 61 Stativ gekauft. Ich brauche es nicht sehr oft. Vom Gewicht her ist es super, beim Rest weniger. Habe mir eine Canon DSLR gekauft, und je nach Objektiv wird die Kamera einfach zu schwer für das Stativ. Wenn ich noch den Blitz aufsetze ist es definitiv zu schwach.
    Sehr schlecht ist das Scharnier dass sich um 90° kippen lässt. Durch das Gewicht der Kamera wird es über die 90° abgewinkelt und das Fotografieren im Hochformat ist fast unmöglich. Mit roher Gewalt kann die Schraube so eingestellt werden dass es einigermassen in 90°hält. Nur ist mir dabei die Kamera schon umgekippt bei einer minimalen Berührung. Zum Glück ist der Kamera nichts weiteres passiert. Das nächste Stativ wird definitiv ein stärkeres (und wohl auch teurer).

  40. Hi,
    Ich werde in einer Woche 12 & bin schon total aufgeregt,denn ich bekomme eine Spiegelreflexkamera! Das ist für mich der größte Traum! Ich fotographiere für mein Leben gern! Dazu habe ich mir ein Buch über Fotographie & alles gewünscht,damit ich lerne mich damit aus zu kennen! Zu Weihnachten habe ich ein Foto Bearbeitungs Programm bekommen!
    Nach meinem Geburtstag bin ich dann bestimmt total ausgestattet!
    Ich weiß,Sie denken bestimmt: ,,Oh, ein kleines Kind,will fotographieren,was bekommt die den schon auf die Reihe” Aber für mich ist es wirklich wichtig eine gute Fotographin zu werden!
    So,jetzt komme ich mal zur Sache.
    Wofür brauche ich denn ein Stativ?
    Ich hab mal gelesen das es dazu dient,das die Fotos nicht verwackeln,aber das ist bestimmt nicht der einzige Grund,oder?
    Ich glaube nicht das ich ganz am Anfang schon ein Stativ brauche,aber ich bin ein Amateur.
    Ich würde mich sehr über eine baldige Antwort freuen.

    • Hallo Ronja

      Am Anfang würde ich mir noch keines kaufen da du dann auch einen Kopf braucht, beides zusammen ist richtig teuer wenn man etwas vernünftiges haben möchte.
      Wenn du aber eines kaufst dann bedenke auch deine zukünftige Ausrüstung, größere Kamera, große Objektive.
      Denn es wäre nicht gut wenn du dann auch immer ein neues Stativ kaufen müsstest.

      Ich finde es super wenn sich “Kinder” schon in jungen Jahren ein solches Hobby aussuchen und vielleicht machst du es irgendwann ja mal zu deinem Beruf.
      Bis dahin aber vergeht noch sehr viel zeit daher wünsche ich dir sehr viel Spaß mit deinem neunen tollen Hobby.

  41. Ich benutze ein Novoflex Triopod 2830 in Verbindung mit einem Uniqball 45 und bin damit sehr zufrieden.
    Zur Zeit fotografiere ich noch mit einer Nikon D 7000 die aber bald durch eine D 500 ersetzt wird, mein größtes Objektiv ist das Sigma 150-600 Sport.
    Meine bevorzugten Motive sind fast ausschließlich Natur und Tiere hin und wieder etwas Architektur.
    Mit der Kombi bin ich sehr zufrieden, der Preis ist mit 878€ aber auch sehr hoch, dafür habe ich aber ein rel. leichtes und wandelbares Objektiv in Verbindung mit dem ultimativen Kopf.

  42. Ich besitze ein Novoflex Triopod 2830 (Alu) mit zwei Auszügen.
    Da ich meist Wildlife, Tiere,Landschaft und viel Makro fotografiere wollte ich kein zu leichtes aber stabiles Stativ haben.
    Die mitgelieferten Minibeine erlauben zu dem das Fotografieren auf engstem Raum und in den unmöglichsten Posisionen.
    Der Preis 329 €.

    Als Kopf habe ich einen Uniqball 35 er kostet 399€ ist aber Arca Swiss kompatibel und nimmt Objektive bis 600 mm auf.
    Das besondere er ist Kugelkopf und Gimbalkopf in einem.