kwerfeldein
22. September 2008 Lesezeit: ~8 Minuten

Warum sich für mich der Wechsel zu Mac OSX gelohnt hat

Letzte Woche hatte ich ja eine Umfrage gestartet, welches Betriebssystem meine Leser nutzen (falls Du Deines noch nicht eingetragen hast, kannst Du das gerne noch tun). Ich fand es sehr interessant zu lesen, aus welchen unterschiedlichen Gründen die Leute ihr Betriebssystem gewählt haben. Und heute möchte ich die Gelegenheit ergreifen, mein Betriebssystem ein bisschen vorzustellen. Das werde ich gleich praktisch anhand von Gründen tun, warum sich der Wechseln vom Microsoft zu Apple gelohnt hat.

Me & My Mac by you.

Denn : Ich habe nun über 10 Jahre mit Windows gearbeitet und hatte zum Schluss auch das Gefühl, damit umgehen zu können. Doch als ich dann bei meinem Buddy Johannes und vielen anderen Freunden ihren Mac näher betrachtet hatte, war ich mir relativ schnell sicher, dass der nächste Rechner ein Apple sein wird. Somit habe ich mir vor ca. 7 Monaten ein Macbook Pro mit Mac OSX Leopard zugelegt. Während dieser Zeit habe ich mich intensiv mit dem Betriebssystem auseinandergesetzt und erfreue mich noch heute jeden Tag daran.

Für mich hat es sich definitiv gelohnt, und warum – das erkläre ich Dir jetzt. Bei den Punkten habe ich auch 3 dabei, welche nicht direkt etwas mit dem Hause Apple zu tun haben, mir aber dennoch den Mac unheimlich sympatisch machen. Naja – jetzt aber mal los !

1. Style
Womit hat Apple mich gelockt ? Mit Style. Alle Apple Computer sehen einfach schön aus. Vom ersten Moment, als ich einen Mac gesehen hatte, war ich von diesem Teil fasziniert. Und da Apple auch die Hardware kontrolliert, sieht nicht nur die Oberfläche schon aus, sondern auch die ganze Kiste. Für mich war es noch nie ein Problem, wie XP oder Windows ME ausgesehen hatte – bis ich den schönen Mac ins Herz geschlossen hatte und eine Ahnung davon bekam, wie ein stylischer Rechner aussehen kann. Übrigens, auch heute noch macht es unglaublich viel Spass, mit dem Betriebssystem Leopard zu arbeiten, weil ich es einfach gerne sehe. Gerade als Fotograf springe ich ja auf visuelle Elemente besonders an und deshalb ist Apple genau das Richtige für mich.

2. Intuitive Bedienoberfläche
Ich hätte es nie gedacht, aber der Switch von XP zu Leopard war unglaublich einfach. Schon nach ein paar Stunden hatte ich das Gefühl, einigermassen Herr der Lage zu sein und nach einer Woche kam ich auch immer dort an, wo ich hin wollte. Dank der feinen Suchfunktion von Spotlight konnte ich mich auch dann, wenn ich nicht den genauen Weg zu etwas wusste doch dorthin mogeln. Es sieht einfach aus und es ist auch so. Und je besser ich Mac OSX kennenlerne, umso mehr fallen mir viele Details auf, welche von Anfang an gut durchdacht waren.

3. Finder
Der Finder ist in gerade in den letzten Tagen mein neuer Liebling geworden. Es ist für mich die zentrale Anlaufstelle für alles, was auf dem Mac zu finden ist. Da ich die Suchoptionen direkt im Finder editieren kann, fällt es mir recht einfach genau das zu finden, wonach ich suche. Besonders praktisch hat sich das nutzen von Etiketten herausgestellt, wodurch ich wichtige Ordner noch schneller finden kann. Über den Finder organisiere ich alle meine Dateien, um den Desktop sauber zu halten. Im Idealfall sind auf meinem Desktop nur die Festplatten zu sehen und sonst nichts. Ich mag dieses Gefühl, wenn es sauber und aufgeräumt ist. Und Finder gibt mir dazu die besten Möglichkeiten.

4. Time Machine
Als ich Steve Jobs‘ Vorstellung von Time Machine gesehen hatte, da war es aus mit mir – ich wollte einen Mac mit dem neuen Leopard und eben Time Machine machen. Time Machine macht für mich automatisch Backups von allen Dateien, welche ich auf dem Rechner speichere. Ich muss mich überhaupt nicht drum kümmern – und das ist einfach ein entscheidender Vorteil. Und kommen neue Dateien hinzu, werden nur noch diese dem Backup hinzugefügt. Und mit der schicken Oberfläche von Time Machine kann ich zu jedem Zeitpunkt zurückfliegen, an dem das Programm ein Backup gemacht hat. Über die Suchfunktion kann ich ganz leicht Dateien finden, die ich irgendwann einmal auf dem Rechner hatte. So einfach ist das. Und es funktioniert wirklich.

5. Zusammenarbeit interner Programme

Eine der Funktionen, welche auf dem Mac einfach hilfreich für den Alltag sind ist die Verbundenheit, der verschiedenen Programme untereinander. Zum Beispiel arbeiten Ical (der Kalender), Mail (das Emailprogramm) und das Adressbuch wunderbar gemeinsam. Bekomme ich in einer Email zum Beispiel ein Datum zugeschickt, wann das Treffen stattfinden wird, so kann ich einfach nur mit der Maus darüberfahren und mit einem Klick den Termin in Ical hinzufügen. Und damit habe ich nur ein Beispiel genannt. Das sind Kleinigkeiten, die zwar so auf den ersten Blick überhaupt nicht auffallen, sich im Nachhinein aber als überaus nützlich darstellen.

6. Keine Treiberprobleme
Drucker anschliessen, anschalten, funktioniert. Da Leopard mit einer Menge Treiber ausgestattet wird, schluckt das zwar etwas Speicherplatz, doch dadurch hatte ich bisher noch nie ein einziges Problem mit dem Anschluss einer Hardware. Das offensichtliche Ausbleiben solcher Probleme ist nur ein weiterer Grund, warum es sich für mich gelohnt hat, zu Apple zu wechseln.

7. Quicksilver
QS ist ein Plugin für den Mac, womit ich in Sekundenschnelle via Shortcuts meine Programme suchen und aufrufen kann. Ich habe noch nie so schnell den Firefox gestartet wie über Quicksilver. Einfach mit dem Shortcut QS aufrufen und dann „F“ eingeben, sofort erscheint in Quicksilver der Firefox und andere Programme (die mit F beginnen). Einmal Return – da sind wir. Hinzukommt, dass ich über Quicksilver jede Menge anderer Ding tun kann – wie zum Beispiel Itunes bedienen oder die ausgewählte Datei via Mail verschicken kann. Alles in Sekundenschnelle. Quicksilver rockt definitiv und seitdem ich mich ein bisschen mehr damit auseinandergesetzt habe, nur noch mehr, haha.

8. Clipboard
Auch Clipboard ist kein Apple Produkt sondern ist ein Plugin für Quicksilver, dem Programmstarter vom vorheringen Punkt. Warum ich es trotzdem nenne ist, weil es mir schon viele unzählige Dienste erwiesen hat. Clipboard speichert alle mit Apfel-C oder Apfel-X ausgewählten Texte automatisch mit. Somit kann ich ohne Probleme einen Text, den ich heute vormittag irgendwann ausgewählt habe wiederherstellen. Ich habe Clipboard auf 1000 Speicherungen eingestellt und bisher noch nichts verloren.

9. Fluid
Noch ein Tool, welches nicht von Haus aus von Mac kommt, aber zusammen mit Leopard einfach eine tolle Sache ist. Fluid macht jede Webseite zu einem eigenständigen Programm, welches ich dann auf dem Mac aufrufen kann. Durch die neueste Funktion von Fluid kann ich das Programm dann in der Menübar quasi „nebenher“ laufen lassen und aufrufen, wenn es mir gerade passt. Mit einem netten Plugin für den Safari erneuert sich die Seite in von mir bestimmten Intervallen. Fluid macht es mir somit sehr einfach, Webseiten aufzurufen ohne den Browser zu benutzen. Arbeite ich zum Beispiel gerade in Photoshop und möchte kurz schauen, ob neue Kommentare freizuschalten sind, dann brauche ich nicht einmal mehr Photoshop zu verlassen.

10. Aktive Ecken & Exposè
Was für viele, die den Mac kennenlernen etwas stressig ist, hat für mich ganz viele Vorteile : Die aktiven Ecken. Da frei konfigurierbaren Ecken reagieren ähnlich wie Maus-Gesten. Fahre ich mit der Maus in eine Ecke, gehen z.B. alle offenen Fenster zur Seite und ich habe freie Sich auf den Desktop. Solange ich nicht wieder in eine Ecke fahre, bleiben alle Fenster „weg“. Ein anderer netter Effekt nennt sich Exposè und der zeigt mir beim Fahren in eine andere Ecke alle offenen Fenster nebeneinander. Dann kann ich das Fenster wählen, was ich als nächstes bedienen möchte. So einfach ist da.

P.S.: Nein, ich werde nicht von Apple gesponsort ;)