kwerfeldein
09. September 2008 Lesezeit: ~1 Minute

HDR : (M)Eine Meinung dazu

Die HDR Technik ist ja eine weit verbreitete und oft genutzte Technik, um Bildern einen besonderen Touch zu geben. Gestern Abend habe ich mich mal wieder hingesetzt und ein kleines Video (ca.10min) aufzunehmen um mich hör- und sehbar zu diesem Thema zu äussern. Los geht’s !

Wie siehst Du das mit den HDR’s ? Ich freue mich auf Deine Meinung !

In manchen Browsern scheint das Video Probleme zu verursachen. Hierzu empfehle ich entweder das Video als Quicktime zu downloaden oder den Flashplayer zu installieren.

Ähnliche Artikel


42 Kommentare

Schreib’ einen Kommentar

Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.

  1. Ein gutes Video. Weitgehend einverstanden mit dir. HDR hat mich auch „getroffen“. Ich bin in vielen Situationen versucht eine Serie aufzunehmen um dann ein HDR zu basteln. Eigentlich will ich das aber gar nicht mehr und nehme die 3 unterschiedlich belichteten Fotos mehr als „Backup“ mit :)

    Gruss
    Lance

  2. HDR ist eine Technik und Technik ist per se niemals gut oder schlecht – es kommt darauf an, was man damit macht. HDR kann helfen, den wichtigsten Nachteil digitaler Kameras gegenüber dem menschlichen Sehen zu kompensieren, nämlich den viel geringeren Kontrastumfang. Das ist gut. Leider sehen ca. 90% aller HDRs völlig unnatürlich aus. Das ist schlecht. Beim ersten Mal findet man so ein Bild vielleicht noch interessant, aber bei der Masse finde ich solche Bilder mittlerweile nur noch gruselig. Ich kann das wirklich nicht mehr sehen. Suchen bei Flickr füge ich häufig schon ein „-hdr -dri“ hinzu, um von den ganzen HDRs möglichst verschont zu bleiben.

    Ich bin leider kein EBV-Experte, aber die eher guten HDRs, scheinen nicht unbedingt mit „richtiger“ HDR-Software ineinander gerechnet zu sein, sondern da scheinen mittels Masken o.ä. unterschiedlich belichtete Bildteile ineinander kopiert zu werden? Damit entfallen auf jeden Fall schon mal typische Nebenwirkungen von HDR-Software wie völlig groteske Farben und der Grauschleier. Wenn man HDRs in sw erstellt, entfallen auch schon einige der typischen HDR-Nebenwirkungen.

  3. Ich stimme Guido voll und ganz zu. Sparsam und korrekt eingesetzt kann es Bilder durchaus zu einem Tonwertumfang verhelfen, den man sonst nicht erreichen würde. Übertrieben eingesetzt sieht es inzwischen einfach nur kitschig aus.

    BTW: Das Video kommt hier auch nur sehr abgehackt an. (FF 3.0)

  4. Nettes Video.
    Persönlich gefallen mir die HDRs bei denen man nicht direkt erkennt das es ein HDR ist besser, als die üblichen Bilder die sag ich mal mit Photomatix erstellt wurden, die sind meistens total übersättigt von den Farben her.
    Ich bin aber mittlerweile auch von den HDRs weggegangen, war vor circa einanhalb Jahren richtig verrückt nach der Technik, mittlerweile Fotografiere ich aber lieber mit einem Aufhellblitz um die Gesamtdynamik des Bildes zu erhöhen.

  5. Und was ist mit Dodge&Burn? Wie ich das sehe, benutzt du das ja auch recht häufig. Von der Technik her ist HDR ja nur die Idee, ein gesamtes Foto (automatisiert) aufzuhellen/abzudunkeln, d.h. auf das ganze Foto Dodge&Burn anzuwenden.

    Hm, du hättest noch was zu den Möglichkeiten von RAW Bildern (größere Dynamik als JPG) sagen können, denn damit entfällt ja genau diese Problematik von deinem See/Himmel-Beispiel (fast).

    Ich benutze HDR auch kaum noch, höchstens wenn ich ein Fantasy-Gemälde-„Foto“ machen will, für den Rest reicht mir meistens eine einzige RAW-Aufnahme.

  6. das ist halt wie mit sovielen sachen und dem geschmack so eine sache. ich mag hdrs und mache auch gerne hdrs… auf der einen seite denke ich schon das es aufs programm ankommt und ich denke das man es manuell mit photoshop noch viel besser hinbekommen kann. darüberhinaus finde ich es jetzt kein probkem wenn man ins unnatürliche kommt… wenn ich das mal so sagen kann :-) solange man es sich so vorgestellt hat. zum beispiel hier http://www.flickr.com/photos/icedsoul/2689322275/in/set-72157604386749892/ habe ich ein hdr vom kölner dom gemacht. nicht sehr natürlich, die farben sehr satt. hier das selbe als nicht hdr http://www.flickr.com/photos/icedsoul/2689322107/in/set-72157604061846848/ . mir gefällt das hdr wesentlich besser, wobei ich bei dem hdr auch sagen muss ich habs überkopf ohne stativ gemacht, daher ist es wirklich kein parade beispiel und ich sehen auch umsomehr ich mich damit beschäftige, desto besser werden die hdrs. ich glaub wirklich man braucht da viel zeit zu. es ist sicherlich nicht die ultimative lösung für alles aber ein schönes stilmittel. im kinobereich wird hdr auch benutzt und dort merkt man es nicht, da es einfachnur realistischer aussieht. und das kann man bei den fotos auch machen nur braucht es halt mehr oder viel arbeit. oder die programme müssen hat besser werden. aber photomatix hat meiner meinung nach schon die besten resultate hervor gebracht von den ganzen die ich getestet hab, neben der manuellen erstellung in photoshop halt.
    jeder wie er will denke ich. die einen mögens, die anderen nicht.
    guess thats life. aber ich hab noch nicht aufgegeben mit meinen hdrs… :-D ich hoffe ich werde noch besser

  7. Zu meinem Verständnis: sag mal Martin, ist es jetzt HDR was Du nicht magst oder HDR + Tonal Mapping?
    Betreffs Tonal Mapping: d’accord, an den quietschbunten Farben sieht man sich schnell satt, aber es geht ja auch ohne. Auch bei der speziellen HDR-Software (wenn man weiß mit welcher Option).

    Wo ziehst Du persönlich die Grenze? Kein HDR, aber den Himmel und den Rest des Fotos getrennt zu entwickeln ist OK (bspw. bei ‚Glow‘)? Oder das Fenster maskieren und der Blick durchs Fenster und der Innenraum stammen aus zwei unterschiedlichen Aufnahmen (mache ich auch so)? Knifflig.

    Selbst als Freund von Film kann ich die Ablehnung von (gekonntem) HDR nur schwer nachvollziehen. Schon bei der Wahl des Films und der Entscheidung über Pull (oder Push) drehe ich mitunter heftig am Kontrastumfang. Von der Dunkelkammer garnicht zu reden.

    Ich empfinde HDR als Werkzeug, schlechte Bilder bleiben schlechte Bilder. Der Einsatz von HDR kann guten Fotos helfen, pure Effekthascherei lehne auch ich ab.

  8. Ich muss zugeben, ich bin noch immer von HDRs fasziniert (und mache gerne selber welche). Ich denke sowohl die „künstlich“ wirkenden HDRs als auch die „realistischen“ HDRs haben ihre Berechtigung.

    PS: Habe ja Videos recht gerne aber, dein O.S.T hat irgendwie vom wesentlichen abgelenkt.

  9. Als könntest Du Gedanken lesen. Kriege morgen mein Stativ und wollte unter anderem auch mal HDR probieren. Da kommt dein Video genau richtig. Danke für die Tipps. Werde auf die drei Sachen achten und versuchen nicht zu übertreinem ;-)

  10. Echt super gelungen das Video. Ich finde gut wie du an das Thema herangegeangen bist, und trotz deiner eigenen Meinung ziemlich umfassend geblieben bist! Auch ich erwische mich ab und zu mit einem „leichten“ HDR zu „tricksen“, aber ermahne mich jedesmal, ersteinmal auf die Grundlagen der Komposition etc zu achten. Gerade als Anfänger (wie ich) sollte man lieber auf Komposition, gesamte Ausleuchtung und so weiter achten!
    Danke für den Tipp HDR´s mit dem passenden mittleren Bild zu überlagern, hatte ich zuvor nicht nicht probiert.

    Gruß Marcus

  11. Hallo Zusammen,

    wie ich euerer Diskussion entnehmen kann, lehnt ihr eher
    die Art des Tonemappings ab. Also wie man aus einem
    32-Bit Bild wieder ein 8-Bit Bild erzeugt. Natürlich übertreiben es viele beim Tonemapping, dass ihre Bilder
    unnatürlich aussehen und die von Martin angesprochenen Halos bekommen. Aber deshalb HDR zumeinden ist meiner Meinung nach der falsche Weg. Heute fotografieren ja auch immer mehr im Raw-Format um später noch eine Möglichkeit zu haben eventuelle
    Fehler zu beheben. Und der Raw-Workflow ist dem HDR-Workflow eigentlich ziemlich ähnlich. Ab CS3 kann man sogar 32-Bit Bilder in Photoshop retuschieren.

    Für jeden den das Thema interessert kann ich nur Christian Blochs HDRI-Handbuch empfehlen (ISBN: 978-3-89864-430-3).

    Gruß
    Timo

  12. es wurde vermutlich schon oft geschrieben… es kommt immer auf die anwendung an!

    ich persönlich habe hdr bisher gemieden, denn die bilder wirken auf mich durchs band zu kitschig.

    wenn ein hdr nötig sein sollte gibt es für mich 2 varianten:
    1. wider kommen, wenn das licht geeigneter ist.
    2. auf das motiv eingehen. wenn ich zb. einen sonnenuntergang über einer bergsilouhette habe, dann ist es doch ein versuch wert darauf einzugehen und auf die zeichnung im berg zu verzichten und auf die linie zu reduzieren.
    das bild wirkt somit weniger überladen und die aussage wird gestärkt. oder aber auf den sonnenuntergang verzichten und die struktur herus zu arbeiten. (oder: siehe 1.)

  13. HI!!! 1d2e3cc756167fa677331004e7b4aa23
    Habe noch keine HDR´s gemacht und werden es wohl ersteinmal nicht machen. Die meisten der HDR´s finde ich doch recht künstlich, obwohl es auch gut gemachte gibt.Wie gesagt, ersteinmal nicht, ggf. später einmal.

  14. Ich stimme vollkommen damit überein, dass HDR Automaten (so nenne ich die Software einfach mal) gerade mit den Kanten enorme Probleme haben. In ermangelung brauchbarer Digitaltechnik habe ich noch nicht viel damit herum gespielt, aber doch schon einiges heraus gefunden.

    HDR Automaten sind nicht nötig. Sie produzieren etwas mehr oder weniger automatisch, was ja ganz nett ist wenn keine Kanten etc. auftreten. Worum es bei HDR nun mal geht ist es eine insgesamt höhere Detailanzahl zu erreichen. Das kann man an sich mit zwei Bildern auch gut in Photoshop machen.

    Klassisches Beispiel der Torbogen von innen. Entweder draußen hell und innen alles sichtbar, oder eben umgekehrt. Ein wenig Schnittarbeit in einem einigermaßen ausgestatteten Bildbearbeitungsprogramm, und schon hat man ein HDR, ganz ohne automaten. Ich nenne das mal Full Control HDR Technik. Es kann bei einer komplexen Szenerie viele Stunden, ja sogar Tage dauern bis das Bild fertig ist, aber es ist den Aufwand wert wenn man schon im Vorhinein weiß was man eigentlich machen will.

    Und dann sollte natürlich das Ausgangsmaterial auch schon stimmen. Leuchtet also alles so gut wie möglich auf dem Rohmaterial aus um später ein perfektes, nicht als HDR erkennbares, Ergebniss zu landen.

    cu
    Roman

  15. Blogartikel dazu: intermayer.com

  16. Ich finde das diese Technik in den letzten Monaten ziemlich überstrapaziert wurde. Für mich persönlich heiligt in der Fotografie der Zweck die Mittel. Den meisten HDR Bilder sieht man aber leider an das sie zusammengesetzt wurden und es wirkt von den Farben und dem Kontrast künstlich und unecht. Wenn für ein Sonnenuntergang mehrere Bilder überlagert werden um dunkle und helle Bereiche gleichmäßig zu belichten, dann entspricht das dem natürlichen Empfinden, denn ich sehe ja in echt, wenn ich vor dem Sonnenuntergang stehe ja auch helle und dunkle Bereiche gleich gut. Da lohnt sich das wenn nicht übertrieben wird. Aber wenn ein Bild einen Kontrastumfang hat, wie ihn nie ein menschliches Auge sehen würde, dann ist das am Ziel vorbeigeschossen.
    (M)eine Meinung.

  17. Hi, ich finde Deinen Beitrag zu HDR sehr interessant. Ich habe zwar selbst noch nie mit HDR experimentiert, da ich hauptsächlich analog fotografiere, aber mir ist bei den HDR-Bildern, die ich bis jetzt in Flickr gesehen habe aufgefallen, daß sie größtenteils sehr unnatürlich wirken. Ich weiß nicht woran das liegt, sicherlich läßt sich das Softwareseitig einstellen, aber Anfangs fand ich diese Bilder sehr beeindruckend, aber je mehr ich in der Zwischenzeit davon gesehen habe, um so weniger gefallen sie mir. Da lobe ich mir meine analog aufgenommenen Bilder, da ist der Kontrastumfang meistens ausreichend um alles so wieder zu geben, wie es mir gefällt. Mit meiner DSLR habe ich damit meistens etwas Probleme.

  18. hab soeben dein wirklich geniales blog gefunden. sorry wenn ich jetzt schon frag (denn ich werde dein blog erst morgen weiterlesen, sicher steht es irgendwo und auserdem bin ich recht neu am fotografieren drann) wie bekommst du dann diesen hohen dynamikumfang in deine bilder? ich habe gerade den eintrag mit deinen baumbildern gelesen. wunderschöne perfekt belichtete himmel und bäume. und du schreibst selber das du ein stativ benutzt. also wie machst du das? ein link zu einem post würde reichen wenn du es schonmal irgendwo beschrieben hast. danke danke!!

  19. also erst mal danke danke und ich werde geduldig jeden post im jahr 2009 abwarten. :-)
    wie ich nun gelesen hab hast du lightroom auch noch nicht allzulang. ich weiß es gehört zum standart eines jeden fotografen aber ich kann mich nicht so recht damit anfreunden. es läuft irgendwie zu behäbig. dabei hab ich eine recht schnelle kiste hier mit einem quadprozessor und 3 gb ram. gerade der tolle korekturpinsel ist beinahe nicht anzuwenden wenn alles mit ner sekunde verzögerung läuft. ein schnelles worklflow bekomme ich damit nicht hin. ja das verlauftool ist wirklich prima um den himmel abzudunkeln. trotzdem hast du eine beneidenswerten (sichtbaren) dynamikumfang in deinen bilder.