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25. August 2008 Lesezeit: ~8 Minuten

LensAvenue im Fokus : Ein Interview

LensAvenue im Fokus : Ein Interview

Was ist LensAvenue nochmal ? Die mit den Objektiven, oder ? Da kann man Fotozeug leihen, nicht war ? Was kosten die Sachen bei denen ?

Diese Fragen stellen sich bestimmt dem ein oder anderen Leser, der hier übers Blog oder anderswo auf LensAvenue aufmerksam geworden ist. Ja und um genau diese Fragen zu beantworten, habe ich den Geschäftsführer, Alexander Kuruz zu einem Interview eingeladen, dass Du Dir nun in aller Ruhe durchlesen kannst.

Eins sei zu Beginn noch gesagt : Dies ist der erste Teil des Interviews, bei dem ich die Frage gestellt und Alex geantwortet hat. Ich habe vor, einen zweiten Teil zu machen, bei dem DU die Fragen stellen kannst – weitere Details dazu weiter unten. Jetzt aber erstmal viel Spass beim Lesen !

LensAvenue im Fokus : Ein InterviewMartin : Hallo Alex !
Alexander : Hi Martin! Zunächst vielen Dank für diese Möglichkeit, mich und unser Angebot kurz vorzustellen.

Martin : Magst Du Dich und LensAvenue kurz vorstellen ?
Alexander : Ich bin Geschäftsführer von LensAvenue GmbH – die ich zusammen mit meinem Kollegen Fuad im letzten Jahr gegründet habe. Zurzeit vermieten wir über das Internet Objektive, DSLRs und Zubehör für Systeme Canon und Nikon.

Martin : Das hört sich gut an – doch gehen wir mal ein bisschen ins Detail… Bist Du selbst fotografisch tätig oder läuft das bei Dir nebenher ?
Alexander : Ich würde mich selber definitiv als Amateur bezeichnen. Bis vor wenigen Jahren habe ich nur mit analogen bzw. später digitalen Kompaktkameras fotografiert. Dann habe ich mir eine Nikon D70s + Kit-Objektiv zugelegt und so einen Einstieg in Spiegelreflexfotografie geschafft. Ich schätze ich ging einen typischen Weg eines Anfängers – erstmal viel knipsen, parallel viel lesen und den Rat von Profis holen. Jetzt fotografiere ich deutlich besser (hoffe ich) , jedoch wegen Geschäftstätigkeiten bleibt wirklich nur wenig Zeit zum Fotografieren.

Martin : Ah, das habe ich mir schon gedacht. LensAvenue wird bestimmt ein Fulltime-Job für Euch sein. Wenn wir gerade dabei sind : Wie kamt ihr eigentlich auf die Idee, einen Onlineshop zu machen ? Eigene Not oder Tipp von anderen ?
Alexander : Eher das erste. Sowohl mein Geschäftspartner (der viel mehr Erfahrung als ich in Fotografie besitzt) als auch ich sind relativ schnell an unsere finanziellen Grenzen gestoßen, als wir einige Fotoprojekte geplant haben. Um unsere kreativen Ideen in gewünschter Qualität umzusetzen, haben wir Equipment gebraucht, das wir nicht hatten, und das wir uns nicht leisten konnten, da Fotografie für uns immer noch Hobby war. So kam die Idee – eigentlich würde ich gerne einige Objektive mieten. Und so geht es vermutlich vielen Fotografie-Begeisterten, insbesondere denen, die außerhalb von Großstädten wohnen. Wir haben beide zu diesem Zeitpunkt nach Geschäftsideen gesucht, und wir wollten etwas im Internet machen. So kam dann alles zusammen.

Martin : Und da sind wir nun bei LensAvenue, da steckt ja das Wort „Lens“ wie Objektiv drin, aber Kameras kann man bei Euch ja auch leihen. Was kostet zum Beispiel eine 5D pro Tag bei Euch ?
Alexander : Zunächst muss unsere Preisschema erklären: Unsere Preise sind „all-inklusive“, d.h. sie enthalten Mietgebühren, Lieferung hin+zurück, weltweite Versicherung und MwSt. Eine Kamera wird darüber hinaus mit all dem notwendigen Zubehör geliefert: z.B. kommt die 5D mit Batteriegriff, 2-mal Akkus, 4GB Extreme III Speicherkarte, Tragetasche, Ladergerät und Kartenleser. So muss sich der Kunde um nichts weiteres Gedanken machen.

Martin : Nicht schlecht, davon können sich andere Mietservices ein Stückchen abschneiden.
Alexander : Jetzt zurück zur konkreten Frage: der Tagespreis ist sehr stark von der Dauer der Miete abhängig. Sie beträgt zurzeit 28€ bei einer 5-tägigen Miete und 24€ bei 7 Tagen. Jeder weitere Tag nach dem 8. Tag kostet knapp 17€

Martin : Das ist gut zu wissen ! Dann gehen wir mal von einem jungen Hobbyfotografen aus, der mit seinem Taschengeld mal eine 5D für 2 Tage haben möchte. Wieviel muss der bezahlen ?
Alexander : Darf ich das Beispiel ein bisschen ändern ? Ein junger Hobbyfotograf und eine 40D, weil 5D keine Kamera für einen Anfänger ist. Also würde ein junger Fotograf für 3 Tage Miete für die EOS 40D zur Zeit 70,40€ bezahlen. Warum 3 Tage? – weil dies die Mindestmietdauer bei uns ist. Dies ist notwendig, um Wirtschaftlichkeit des Angebots sicherzustellen. Aber 70€ ist gerade nicht sehr viel, oder ? Darüber hinaus – ich glaube 2 Tage ist nicht wirklich genug, um die Kamera richtig auszuprobieren. An einem Tag lernt man die Kamera kennen, am Zweiten macht man Fotos, dann schaut man sie am PC an , und am dritten Tag kommt man so richtig in Fahrt. Noch eine Anmerkung wäre an der Stelle relevant: 3 Tage dauern bei uns in Wirklichkeit bis zu 4,5 Tage, weil wir am Tag VOR der Miete vor 12:00 liefern und am Tag NACH der Miete die Geräte abholen.

Martin : Alles klar – zwar würde ich einen Hobbyfotografen nicht mit einem Anfänger gleichstellen, aber gut. Nun hat der/ die Fotograf/In die Kamera geliehen und sie fällt ihm aus versehen herunter und bekommt einen Schaden. Was passiert dann ?
Alexander : Gute Nachrichten – alle Geräte sind automatisch versichert. Der Fotograf sollte dann ein Schadensmeldungsformular ausfüllen und an uns schnellstmöglich schicken. Die Kamera muss er auch zurückgeben. Wir prüfen mit Canon oder Nikon Professional Service ob die Kamera noch zu reparieren ist und lassen sie reparieren wenn es noch geht. Der Kunde trägt nur einen Teil der Kosten, und zwar die Selbstbeteiligung von 250€.

Martin : Ich nehme an, dass die Selbstbeteiligung auf einen Prozentsatz vom Wert des Gerätes festgelegt ist, oder ?

Alexander : Im Regelfall ist die Selbstbeteiligung 250€, also ein Festbetrag. Nur im Fall von einer grob fahrlässigen Handlung seitens des Kunden kann die Selbstbeteiligung auf 25% des Neuwerts erhöht werden. „Grob fahrlässig“ bedeutet z.B. die Kamera im McDonalds auf dem Tisch liegen lassen oder die Kamera in Cabrio liegen lassen.

Martin :
Okay, dann heißt es also vorsichtig sein, wie mit den eigenen Sachen – ist ja selbstverständlich. Eine Frage noch zum Abschluss, Alex : Ihr habt ja ein grosses Sortiment anzubieten – für jeden was dabei. Wie sieht es mit Studiomaterial (z.B. Softboxen, Blitzausstattung, Sender / Auslöser usw.) aus ? Ist das in Planung oder wollt ihr in diese Richtung erstmal nicht gehen ?
Alex : Es gibt durchaus Überlegungen , Blitzausstattung ins Programm aufzunehmen. Wir sind allerdings noch beim Planen, welche Marken und welche Preiskategorie wir anbieten sollen. Untere Preiskategorie ist relativ uninteressant. Ein Kunde sagte „Styroporplatten kann ich selber kaufen“ – Daher denke ich werden wir in Richtung Bowens oder Elinchrom gehen. Die nächste Frage wäre – mieten Stück für Stück oder in Sets. Ich würde zurzeit eher zu Sets tendieren. Die Einführung wird allerdings in nächsten 1-2 Monaten nicht stattfinden.

Martin : Verständlich – Styroplatten würde auch nicht zu Euch passen ;) Na, da können wir ja gespannt sein, was es da bei Euch noch zu entdecken gibt !


Falls Dir nun beim Lesen eine Frage eingefallen ist, die Dir unter den Nägeln brennt, dann schreibe sie in Form eines Kommentars hier hinein. Falls hier mehr als 5 Fragen eintrudeln, werde ich mit Alex einen zweiten Teil machen, bei dem ich ihm Deine Fragen stellen werde. Na dann mal los !

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