kwerfeldein
23. August 2008 Lesezeit: ~1 Minute

Umfrage : Sind Fotomagazine noch relevant ?

Karten auf den Tisch : Mir ist bis heute kein einziges Magazin begegnet, das ich wirklich abonnieren würde.

Ich mittlerweile auch genau sagen, warum. Entweder mir ist zuviel abgespacetes Technik-Zeug drin, oder manches Magazin ist was Blogs, Web, Flickr und so betrifft derart hintendran, dass es einfach keinen Sinn macht, es zu kaufen. Andere Magazine sehen von vorne herein so hochpoliert und profihaft aus, dass ich mir schon fast komisch vorkomme, da überhaupt reinzuschaun. Einfach nicht meine Welt. Und bei manchen Fotoheften vergeht einem nach 20 Seiten Werbung einfach die Lust, auch wenn jedes blinde Huhn mal ein Korn findet.

Ich habe hier und da schon ein Fotomagazin gefunden, das ich ganz okay fand, aber so richtig „yea, geil, wann kommt die nächste Ausgabe“ – das war noch nie. So ein Magazin, dass man liesst wie Strobist, Stylespion oder DPS – weil einfach guter Content drin ist. Das wäre mal was für mich. Aber gut, ich bin ja nicht alleine in der Fotowelt und deshalb spreche ich das Thema in Form einer Umfrage an.

Sind Fotomagazine heute noch relevant ?

oder : Hast Du ein Fotomagazin gefunden, dass sich zu lesen lohnt ?

Und jetzt kommst Du.

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52 Kommentare

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  1. Also ich habe aufgegeben, mir irgendein Blatt regelmässig zu kaufen. Ich stöbere hin und wieder noch ein wenig in PHOTOGRAPHIE und werfe einen Blick in das Leica LFI Blatt aber das war’s dann auch schon. Achja, die digitalPHOTO bekomme ich als DTG-Mitglied umsonst, die haut mich aber auch nicht vom Hocker.

  2. Bekomme die meisten Infos und Ideen auch über Blogs und Foto-Sites wie Strobist, DPS oder DIYPhotography.net

    Trotzden lasse ich mich schon auch gerne inspirieren von englischen Zeitschriften wie „Digital SLR Photography“, „Digital SLR User“ oder „Professional Photographer“ Vielleicht bin ich da altmodisch – Blättern macht einfach Spaß.

  3. Auch ich wüsste kein deutsches Magazin, auf das ich mich wirklich freue. Habe zwar eins im Abo, aber das ist noch aus der Zeit meiner Orientierungsphase, welche Kamera ich kaufen möchte. Also halb voll mit Tests, die mich net mehr interessieren. Werd es auch abbestellen, wenn das Abo ausläuft.

    Klasse fand ich allein Digital Photo, davon hab ich einmal eine Ausgabe zum Thema Schwarz/Weiß gelesen. Sehr toll, mit Foto- und Photoshop-Tipps. Danke für’s Erinnern, die wollt ich doch eh schon lange abonnieren. Wenn es sich gelohnt hat, werd ich berichten.

  4. Ich habe die „Visuell“ abonniert, aber da geht es eher um die Business-Seite der Fotografie statt der technischen oder kreativen Seiten…

    Die ProfiFoto ist manchmal ganz nett, aber trotzdem schaue ich da lieber eher in der Bibliothek rein.

    Lg, Robert

  5. gute zeitschriften halten sich nicht mit endlosen Tests der technischen Basis auf, sondern kommen gleich zum Punkt, dem Foto. Der ganze mainstream Kram, vollgestopft mit Anzeigen, technischen Testberichten und 0815 Fototips ist es nicht wert vor dem Altpapier gerettet zu werden.

  6. Die Chip Foto Video habe ich bis anfang des Jahres auch recht regelmäßig bei meinem Friseur gelesen. Seither liegt sie dort aber nicht mehr aus. Selber kaufen würde ich sie mir jedoch nicht. Habe mir – dem Internet sei Dank – schon ewigkeiten keine Zeitschriften selber mehr gekauft (dafür gibt es ersatzweise einfach viel zu viele gute Blogs)!

  7. Die Fotohits für €20 / Jahr habe ich auch, aber auch die hat das gleiche Problem wie alle anderen Zeitungen: Zu viele Tests (wer kauft sich vierteljährlich eine neue Ausrüstung?) und zu wenig „was kann ich mit der Technik tolles machen“.

    Das ist aber ein Problem, dass irgendwie alle Zeitungen haben, die sich mit Technik beschäftigen. Schliesslich ist der eigentliche Kunde des Verlages ja nicht der Leser sondern der Werbetreibende. Und den interessiert nur, dass über die Vorzüge seines Produktes berichtet wird, der Rest ist „Füllmaterial“ für die Leser. Sozusagen die Belohnung für das Werbung-lesen :)

  8. Also ein Abo lohnt sich auf keinen fahl nicht mehr! Das einzige Abo was zählt ist „RSS“! Und mit dem Google Reader bündelt man alle auf einmal in nur eine Übersicht!
    Zwei Zeitschriften kaufe ich aber immer wieder! „DOCMA“ & „PHOTOGRAPHIE“

  9. Für mich bringen diese Magazine nichts – Gefühlte 70% des Heftes bestehen aus Tests für Kameras („die neuen Profi/Einsteiger/Sonstwas DSLRs!“).
    …Aber ich hab aber schon ’ne Kamera :-)
    Weitere 20% sind „Geheime Profitipps“ die immer dann aufhören, wenns interessant werden würde.
    Auch ich halt es daher mit DPS, DIYP, Stroboist & Co. Und wenns die gedruckt geben würde – ich würd sie glatt kaufen.

  10. Hm, also ne richtig 100%ig gute Fotozeitschrift kenn ich auch nicht. Ab und zu kaufe ich mir mal die „Photografie“ (meistens aber nicht überzeugend) und „NaturFoto“ (teuer, aber guter Inahlt, hat aber nichtmal ne Website).

    Mein gesamtes fotografisches Wissen habe ich aber im Prinzip direkt aus dem Internet oder mir einfach selbst beigebracht. Ich finde, Blogs und Foren (obwohl ich sie nicht mag) sind für Anfänger um einiges hilfreicher — und natürlich günstiger — als eine Fachzeitschrift, die meistens nur Tests, Tests oder Tests beinhaltet und nie darüber schreibt, was der Fotograf können muss (und nicht die Kamera).

  11. Ich habe mir hier in Luxemburg die Polka gekauft, ist ein Französisches Magazin wo über bekannte Kriegsfotografen berichtet wird. Ein sehr interessantes Blatt, mit sehr wenig Werbung. Man lernt viele Fotografen kennen, wo man teilweise die Bilder kannte aber nicht die Fotografen. Aber im Deutschsprachigem Raum wird die wohl eher nicht aufzufinden sein. Die Photographie les ich auch noch ab und an.

  12. das einzige, was ich noch lese, ist doc baumanns docma… aber auch dieses ist nicht wirklich mit neuigkeiten gespickt und dreht sich sehr oft im kreis…

    ich denke es ist müßig zum 5. mal die blende zu erklären… und bahnbrechende neuigkeiten gibt es kaum noch… das was wirklich neu ist, ließt ma sowieso als erstes in blogs… oder man stößt durch freunde oder ganz zufällig darauf.

  13. Im Grunde gebe ich Dir recht Martin.
    Ich kaufe nur hin und wieder die Chip Foto Video digital. Aber in letzter Zeit auch nur sehr selten, da doch immer wieder ähnliches drin ist. Und diese Infos bekomme ich auch, wie du schon gesagt hast, über das Web, vorallem über Blogs. Oft in englischer Sprache, aber das macht zumindest mir nichts aus.

    Was ich schon gut finde, besonders wenn man gerade erst anfängt zu fotografieren, sind Sonderausgaben, die sich dann auf ein Thema, zum Beispiel Makro, beziehen und dieses wirklich gut beleuchten.

  14. Docma finde ich auch ein sehr gutes magazin. Es ist das einzige das ich bis jetzt gefunden habe was einem auch mal weiterhilft.. leider ist auch hier viel „müll“ drin. Wie ich in PS schrift mit glitzerrand versehe interessier mich halt einfach weniger :)
    Anfangs fand ich auch die Profifoto gut..bis zum 2. mal kaufen..da ist mir dann aufgefallen das die komischerweise nie etwas negatives über produkte schreiben. Tests laufen immer auf ein „jedes produkt hat seine stärken und schwächen“ hinaus. Genau da liegt meiner Meinung nach auch das Problem von Fotozeitschriften: sie müssen umsatz machen. Das geld lässt die objektivität schnell in den Hintergrund rücken wenn Nikon asche für einen positiven Artikel hinlegt.
    Blogs haben den Vorteil das sie nicht den Anspruch haben Gewinn zu erzielen. Das gibt die Möglichkeit nur das zu schreiben was auch interessiert und VOR ALLEM die wirkliche Meinung zu schreiben. Blogs haben weiter auch den Vorteil des austauschs. Der Autor liest die Meinung der Leser und das ist etwas was glaube ich bei den Magazinen zu kurz kommt!

  15. Hallo Alle,

    Ob Fotomagazine noch relevant sind, kann ich nur aus persönlicher Sicht beantworten. Ein Magazin ist für mich dann noch relevant, wenn ich eines in die Hände bekomme. Vielleicht, wenn ein bestimmtes Thema oder eine Kamera aktuell ist, kaufe ich mir ein Magazin – aber nur vielleicht. Heute gibt es im Internet so viele gute Quellen (Blogs, Websites von Fotografen), die viel bieten.

    Auch früher – mein Semester wird auch älter – habe ich kein Leibblatt gehabt, aber regelmässig ein Fotomagazin gekauft. Ausser das „Life“-Magazin – aber das war einmal.

  16. Da bin ich ja froh, dass es nicht nur mir so geht. Hab‘ auch noch kein Magazin gefunden, was meinen Ansprüchen entspricht. Die DOCMA habe ich ein paar mal gekauft, aber ein Abo würde ich auch hier nicht machen. Sind doch oft viele Sachen drin, mit denen ich nichts anfangen kann und billig ist sie ja auch nicht.

  17. Ich habe ehrlich gesagt noch nie in eine reine Foto-Fachzeitschrift geschaut. Was die Aktualität anbetrifft (neue Produkte, Tests, Reviews) hängt jedes gedruckte Format zwangsweise dem Internet hinterher. Wenn ich mich weiterbilden möchte, kaufe ich eher ein gutes Buch. Und wenn ich tolle Bilder sehen möchte, gucke ich im Internet. Bei herausragenden Bildbänden bin ich auch mal bereits, 50 EUR und mehr auszugeben, z.B. „Eyes over Africa“ von Poliza oder „Wüsten der Erde“ von Michael Martin.
    http://www.amazon.de/dp/3832792090
    http://www.amazon.de/dp/3894054352

    Die Zeitschrift GEO kaufe ich ab und an. Das ist zwar kein klassisches Fotomagazin, aber eine sehr fotolastiges Reisemagazin mit regelmäßig umwerfenden Landschaftsaufnahmen.

  18. Techniklastige Fotomagazine kaufe ich keine mehr. Über Technik informiere ich mich im Internet, Tutorials in Zeitschriften haben IMO selten mehr Tiefang als jene in Blogs, Podcasts oder sonstigen INet-basierten Medien.

    Ich investiere mein Geld eher in Bildbände und Fotos (Prints eben). Mit einer Ausnahme: Lenswork habe ich abonniert (kommt ca. alle zwei Monate).

  19. Also ich kaufe nie weche selbst, entweder bringen meine Eltern mal ab und zu eine mit oder wenn ich mal mit bin wandert eine in den Einkaufswagen. Ein Abo habe ich erst recht nicht, denn dafür bieten mir die Zeitschriften zu wenig. Ab und zu les‘ ich in Restaurants o.Ä. auch mal Geo oder National Geographic wenn’s ausliegt.

    Alles in Allem liegen mir da Bücher um einiges mehr.

  20. Als Fotografie Einsteiger war ich lange Zeit auf der Suche nach einer unterstützenden Zeitschrift. Die Regale sind gefüllt mit zahlreichen Zeitschriften, der Inhalt war allerdings immer sehr enttäuschend – die meisten Zeitschriften sind entweder mit Werbung überfüllt oder sind bis zum Ende mit Testberichten vollgestopft. Ein nicht zufriedenstellender Ausblick.
    Zum Geburtstags habe ich ein 1- Jahres Abonnement der Zeitschrift „Photographie“ geschenkt bekommen, davor habe ich drei Ausgaben gelesen. Bis jetzt bin ich noch nicht enttäuscht. In jeder Ausgabe erwartet den Leser ein ausgewogenes Mass an Tests, Anregungen, Portfolios und Berichten.
    Viele Tipps, Anregungen und Impulse hole ich mir aus den zahlreichen Fotoblogs, die es mittlerweile gibt, die Qualität dieser steigt meiner Ansicht nach auch immer mehr mit der Zeit.

  21. Als ich anfing mich mehr fuer Fotographie zu interessieren, hab‘ ich mir alle Möglichen Zeitschriften (alle aus England, deutsche Foto-Magazine gibt’s hier ganz selten) gekauft. Hab‘ da durchaus viel gelernt, aber nach einer Weile, fand‘ ich das die sich alle wiederholen und gegenseitig kopieren. Seitdem lese ich fast nur noch Blogs etc.
    Eine Zeitschrift die ich mir aber nachwievor jeden Monat kaufe und auch darauf warte, ist „Outdoor Photography“ (nicht Outdoor Photographer“). Ganz, ganz selten ist da mal was ueber Photoshop drin, und nur eine Kamerakritik pro Heft. Der Rest der Zeitschrift ist nur ueber alle Arten von Outdoor Photography (Landscapes, Wildlife etc.), und auch recht wenig „How-To’s. Zusätzlich kommen ab und zu Besprechungen zu nuetzlichen Utensilien, wie Kleidung, Zelte etc. Es kommt in der Regel immer ein Artikel ueber/von einem Profifotographen und dann auch Artikel von/ueber Leser. David Nightingale von Chromasia war auch mal gefeatured.

  22. Deutsche Fotomagazine hauen mich auch nicht vom Hocker, da lese ich auch nur hin und wieder mal eins, wenn ich dringend was zu lesen brauche.
    Letztes Jahr hatte ich mir am Flughafen ein englisches Fotomagazin gekauft, weil auf dem Cover der gleiche Käfer abgelichtet war, den ich fotografiert hatte und ich keine Ahnung hatte, was das für ein Käfer war. Als ich aus dem Urlaub zurück war, habe ich die Zeitung abonniert…. in der zwischenzeit habe ich auch noch andere englische und amerikanische gelesen und die sind für mich wesentlich relevanter als das, was man in deutschland kriegt. Die englischen haben größtenteils Bereiche, in denen sie Fotografen vorstellen (sowohl profis als auch amateure), Bilder von Lesern zeigen und sagen, was man evtl. noch hätte besser machen können, Berichte mit Tipps zu bestimmten Fotobereichen und kleine Techniktests. Absolut lesenswert!
    Das hier ist das magazin, dass ich lese: Digital SLR Photo

  23. Naturfoto! Tolles Magazin… leider zu teuer! Wer sich jedoch für diesen Bereich der Fotografie interessiert wird hier kaum enttäuscht werden. Qualitativ hochwertigste Bilder, gute Beschreibungen, viele Ideen, ein wenig Technik, ein wenig Tests,… für mich das einzige, dass ein Abo wert wäre!

  24. Schwere Frage: Fotomagazine können Fotografie anders „realer“ transportieren als das Web. Technische Magazine und „Mainstream“ Titel wie Fotomagazin oder Color Foto sind bei mir seit Jahren unten durch. Allerdings habe ich hin und wieder die Photographie und einige ausländische Titel gekauft. Ein paar Monate hatte ich letztes Jahr die „DOCMA“ abonniert, bin aber eher enttäuscht als begeistert gewesen.

    Zusammengefasst: Schöne Fotografie auf gut gedrucktem Papier ist hin und wieder sein Geld wert – Aktuelles und Technik kommt per Buch und WWW ins Haus.

  25. Wenn ich die Kohle hätte, würde ich das Photoshop User Magazine abonnieren. Sind wirklich coole Tutorials drin, gilt aber mehr für Photoshop, als für die Fotografie.
    Das Magazin hat gute Tutorials, von denen man auch echt was lernen kann als Einsteiger und Pro…es sind dann zwar nicht die ganz großen Aha Effekte, aber hier und da ist immer noch was neues dabei. Und das ist auch meines Erachtens das, was zählt.

    Am meisten lernt man eh in der Praxis. Ich habe kürzlich mit meiner Ausbildung zum Fotografen angefangen und noch kein echtes Lehrbuch gesehen. Unser Klassenlehrer hat uns die Schulbibliothek gezeigt und gesagt, dass wir uns Bücher ausleihen können, wenn es uns interessiert….aber Relevant seien sie alle nicht. Testen, von den Pros Mund zu Mund lernen und dann selbst üben …

  26. Auch ich lese kaum deutsche Fotozeitschriften (FotoHits weil sie so schön billig ist). Aber das englische Magazin „Practical Photography“ find ich schon klasse.

  27. Ich habe Visuell und die Profifoto abonniert. Dazu lese ich die Docma, da aber dann die Tipps zu Photoshop.
    Die Schwesterzeitung der ProfiFoto, die FotoHits, kaufe ich mir auch gelegentlich, weil sie preiswert ist aber nur, wenn sie interessante Berichte enthält.
    Ansonsten schaue ich gerne in der Bahnhofsbibliothek und kaufe die Fotozeitung, die mir interessant erscheint. Lediglich ColorFoto und das Fotomagazin kommen mir nicht ins Haus. Ausserdem hasse ich Fotozeitschriften, die mich jeden Monat mit einer CD/DVD beglücken.

    Ansonsten recherchiere ich viel im Internet, wenn ich etwas bestimmtes zu irgendeinem Thema wissen will.

  28. Also ich habe eine lange Zeit FotoForum abonniert. Fand die immer ziemlich gut, auch weil sie sich so intensiv mit Präsentation beschäftigt hat. Ich kriege sie zwar aus finanziellen Gründen jetzt nicht mehr, aber gelohnt hat sie sich auf jeden Fall!

  29. ich lese seit neuestem die chip fotozeitung.
    für mich ist die zeitung ideal, weil sie meiner meinung nach tips gibt die man (auch ohne dslr) gut umsetzen kann. zudem ist die zeitung günstig (als schüler ist man ja nicht so gut betucht)… auch wenn ich viele infos auf blogs finden kann lese ich immernoch gerne echte zeitungen, dort kann man immer nachschlagen, und muss nicht erst den pc anmachen…

  30. Das ist eine interessante Frage, die letztlich auch ein guter Spiegel der sich wandelnden Mediengewohnheiten ist.

    Nachdem was ich hier lese, sind die Fotomagazine ja eine aussterbende Art. Und -ja- im Grunde glaube ich das auch.

    Ich habe im Jahr 1999 die Colorfoto abonniert. Das war noch tiefste Web1.0 Zeit. Zu dieser Zeit fanden Fotowettbewerbe noch in Zeitschriften statt und waren durch das Einsenden von Dias gekennzeichnet. Da wurden auch noch Leserbilder in Fotozeitschriften diskutiert und interessante Fotografen mit ihrem Schaffen vorgestellt.
    Obwohl ich auch technisch sehr interessiert bin und mich sogar die diversen Tests zum Teil angesprochen haben, wurde mir die Zeitschrift über die Jahre zu technikorientiert und vorallem zu wenig fotografieorientiert. Eine relativ arrogante Redaktion tat ihr übriges dazu, so dass ich Anfang 2006 das Abo dann gekündigt habe und fortan nur noch im Web unterwegs war.

    Communities, Blogs, Videotutorials oder maximal die Online-Ausgaben der Zeitschriften.

    Eine Zeit lang war ich damit rundum glücklich. Allerdings – irgendwann fehlte mir die Zeitschrift. Und zwar nicht so sehr des Inhaltes wegen. Nein, informiert war ich im Grunde genommen. Es war mehr die Möglichkeit sich in bestimmten Situationen mit den Themen des geliebten Hobbys zu beschäftigen, die fehlte.

    Einfach nach dem Essen mal auf die Coutch flezen und nicht erst den Laptop hochfahren, den Browser starten und irgendwelche Seiten abrufen. Nein, einfach die Zeitschrift vom Coutchtisch nehmen, mit den Keksen krümeln und den Espresso verschütten (was ja über der Tastatur alles weniger gemütlich ist) und ein bisschen in der Fotozeitschrift stöbern.

    Ich habe dann 2007 das fotoMagazin abonniert. Nicht um besser informiert zu sein, das können Fotomagazine heute nicht mehr leisten. Ich gebe allen Kommentatoren Recht. Da ist nix besonderes drin. Aber aus meiner Sicht zumindest ein einigermaßen ausgewogener Mix. Immer noch etwas techniklastig, aber zumindest wird auch auf Fotografen eingegangen, Portfolios vorgestellt, es gibt Buchtipps auch Webtipps und auch ein paar PS-Tutorials. Von allem etwas.
    Nicht die beste Klasse an Informationen, aber ein ordentlicher Mix und für die Momente zwischendurch, dann letztlich doch eine ganz brauchbare Sache.

  31. Moin,

    ich denke man muss unterscheiden zwischen den Werbemagazinen und den informativen Fotomagazinen. Photopresse finde ich z.B. sehr gut, dort findet man immer wieder was neues interessantes. ansonsten habe ich noch das amerikanische Rangerfinder-Magazine abboniert, da steht recht viel über bestimmte Themen drin (Hochzeit, Reportage, Porträt).

  32. Ich habe den Kauf meines ersten Equipments über Monate hinweg sorgfältig geplant, dabei waren mir die hier genannten „technik-lastigen“ Magazine (insbes. ColorFoto) eine große Hilfe, mir rasch einen fundierten Überblick zu verschaffen. Nachdem ich nun einigermaßen Bescheid weiß und sich die Magazine teilw. sogar im Jahresrhythmus thematisch wiederholen, bin ich deren überdrüssig.

    Das Spektrum ist bei diesen aber auch recht unterschiedlich. DigitalPhoto z.B. besteht zu 50% aus Softwarethemen – für mich als Linuxer unbrauchbar.

    Allerdings fahre ich viel Bahn und schätze ein zusammenroll- und durchblätterbares Magazin weit mehr als dutzende unzusammenhängende Websites/Blogs, die vor Inhalt nur so explodieren! Das Papier wird aus meiner Sicht noch lange nicht aussterben.

    Da ich an Naturfotografie interessiert bin, lese ich regelmäßig das NaturFoto. An englischsprachige Magazine habe ich noch garnicht gedacht, auch die genannten Websites waren mir noch kein Begriff. (Was heißt DPS?)

    Ansonsten schätze ich das gute alte Usenet mehr als Webforen, weil letztere weniger flexibel durchsucht/abonniert werden können. In de.rec.fotografie und de.alt.rec.digitalfotografie sind viele kompetente Leute unterwegs.

  33. FOTOHits ist die einzige, die ich lese und auch aboniert habe. Ich finde sie interessant, es gibt hier und da Workshops, die für einen Angänger sehr gut sind. Werde sie aber nicht ewig lesen, denn vieles von dem, was da drin steht, ist dann für Profis doch nicht soooo interessant.
    Ansonsten hole ich mir sämtliche Informationen direkt aus dem Web.

  34. Für mich persönlich sind Fotomagazine nicht mehr so relevant und ich kann mich den anderen hier eigentlich nur anschließen, dass man heutzutage ja doch auch fast zu allen Themen was online in Blogs usw. findet. Lässt man den technischen Bereich außen vor lese ich die Photonews (gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und schönes Format) um einen Überblick über Ausstellungen zu bekommen die man zwar auch online abrufen könnte (http://photography-now.com/) aber auch die Artikel sind immer einen Blick wert. Was mich zuletzt sehr positiv beeindruckt hat ist ein amerikanisches Photomagazin aus New York (http://www.pdnonline.com) von dem es auch eine digitale Ausgabe gibt. Zielgruppe ist hier eher der professionelle Bereich. Nach Anmeldung auf der Hompage ist es kostenlos möglich einen Monat durch ausgewählte Ausgaben zu schmökern und praktischerweise benötigt es auch nach Ablauf dieser Frist keiner Kündigung oder ähnlichem. Einen Blick in diese Zeitschrift zu werfen kann ich wirklich jedem empfehlen auch wenn neben den guten Artikeln wie auch in anderen Magazinen die Werbung hier nicht zu kurz kommt. Neben den Fotomagazinen blätter ich noch ganz gerne durch die kostenlosen PDF-Magazine (http://www.pdf-mags.com/photography.php) da diese einen sehr schönen Überblick über zeitgenössische Photographie in verschiedenen Ländern geben.

  35. Ich bin auch der Meinung das die meisten Fotomagazine zu Testlastig sind und viel zu viel Werbung und zu wenig über das Fotografieren an sich berichten. Eine Ausnahme wäre da zu nennen: Wer gerne Landschaft oder Tieraufnahmen macht sollte sich unbedingt die Zeitschrift Naturfoto ansehen. Dort ist der Schwerpunkt eindeutig beim Erstellen der Bilder. Fotografen berichten wie und wo sie ihre Fotos machen. Und das sehr im Detail, mit genauen Ortsangaben und zwar nicht nur an exotischen Orten, an denen es schon auf Grund der spektakulären Lokation einfacher ist interessante Bilder zu machen, sondern auch mit Tipps über das Fotografieren vor der eigenen Haustür. Über Neuheiten und Technik wird natürlich auch dort berichtet aber nicht so in Massen, sondern wenig aber dafür ausführlich, z.B. 4 Seiten über ein Objektiv. Der Schwerpunkt liegt aber eindeutig auf dem Erstellen der Bilder. Die Zeitung ist aber nur in gut sortierten Bahnhofszeitungsläden oder Ähnlichen zu erhalten.

  36. … tja, Fotomagazine.. die „Photographie“ habe ich dank DVF Mitlgiedschaft ohnehin im Abo, ist eine der wenigen Magazine, die wenigstens erträglich sind..

    Ansonsten wiederholen sich alle.. Ist eine Canon oder Nikon neu, gibt es Specials ohne Ende.. das kann ich aber auch im Netz nachlesen, was Reviews angeht… andere Marken (Pentax und Co.) schaffen es da manchmal fast nicht aufs Cover.

    Die Magazine gleichen sich da auch zu sehr mittlerweile, ich schau schon gar nicht mehr hin.. zu „alten analogen“ Zeiten war das alles viel gehaltvoller, da wurden noch Kameras an Leser ausgegeben, die noch ausgiebig um ihre Meinung gefragt und das in einen ausführlichen Bericht integriert.. aber heute ist das irgendwie nicht mehr so das wahre…

    Das Geld spare ich mir lieber und kaufe mir Bücher und/oder Bildbände.

  37. Gute Fotozeitschriften wollen gesucht werden – bei mir hat es zwei Jahre gedauert, bis ich das für mich Passende gefunden habe. Ich interessiere mich eher für den künstlerischen Bereich und mag werbe- und testverseuchte Fotomagazine gar nicht.

    Seit einigen Monaten habe ich die schwarzweiß abonniert, da sie gute Fotobesprechungen und Portfolios bietet. Als Nachrichtenmedium aus der Kunstfotoszene kaufe ich mir regelmäßig die photonews: preiswert und spannend.

    Ähnlich wie Tom (Nr. 39) schätze ich es, eine Zeitschrift auf dem Sofa oder in der S-Bahn lesen zu können. Und ich meine wirklich lesen. Web 2.0 oder gar 3.0-Elemente suche ich dort nicht.
    Lenswork teste ich gerade, und heute habe ich in einem Zeitschriftenladen in Altona die PhotoArt gefunden, 3sprachig dt.-engl.-tschechisch, sieht ganz interessant aus. Ich berichte bei Gelegenheit.

  38. Blogartikel dazu: Kwerfeldein.de : Die wichtigsten Artikel 2008 | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel

  39. Das meiste wurde bereits ausgeführt… Hatte PHOTOGRAPHIE abonniert, war aber auf Dauer zu „digi“lastig, speziell die Kameratests, v.a. wenn ein Systemumstieg finaziell ausgschlossen ist. Das Problem hat ua auch fotoMAGAZIN. ZZT halte ich´s mit FOTOHITS (Preis ok, einige interassente Workshops, Minus: Tech-Reviews erinnern zT an verkappte Werbung) und va SCHWARZWEISS (Portfolios, analoge Schwerpunkte; va ein haptisches Erlebnis!)
    Ebenfalls sehr gefällig ist SILBERSHOTZ.
    Gelegentlich kaufe ich auch Natur Foto, früher va Outdoor Photographer.
    Gründe:
    Eine Zeitschrift ist immer und überall verfügbar und dabei ein multisensorisches Erlebnis. Die Konzentration auf ein – nicht immer bekanntes – Thema wird dann oft zum Ansporn im Netz weiter zu recherchieren, etwas Neues zu probieren.
    Fazit:
    Für mich stehen Synergieeffekte eindeutig im Vordergrund.

  40. Hallo Martin, schau mal bei US-Zeitschriften.com vorbei. Wir haben einige ganz passable Foto-Magazine im Angebot, die Dir entsprechen koennten. Allerdings nicht in deutscher Sprache… Gruesse aus New York!