kwerfeldein
10. August 2008 Lesezeit: ~1 Minute

1A Beauty Fotos mit einer Kompaktkamera (G9) fotografieren

Diese Woche habe ich von einem Freund ein Foto gezeigt bekommen mit dem Beisatz : „Das ist mit einer G9 fotografiert worden“. Ich konnte es erst einmal nicht glauben und habe mir anschliessend ein Video angeschaut, das mit eines besseren belehrt hat.

Video anschauen
Proof that you can in fact create top beauty images with a point & shoot camera

Natürlich ist es schwer, irgendwelche Regeln und Schlüsse aus dem Video zu ziehen oder verallgemeinernde Aussagen zu treffen. Doch eines verdeutlicht dieses Video dennoch : Häufig kann man mit der unscheinbarsten Kamera aussergewöhnlich gute Fotos erzielen.

Ich finde diesen Punkt schon interessant, denn auch ich schiele nur zu gerne auf die „bessere“ Kamera als meine jetzige. Dabei kam ich mit meiner Canon EOS 30D nur ganz selten an meine Grenzen. Immer wieder entdecke ich mich mit dem Gedanken : Hach, eine 1D wäre ein Traum – dabei brauche ich die gar nicht.

Da fällt mir ein Satz ein von Craig M. Tanner : „Die beste Ausrüstung, die Du haben kannst ist Deine jetzige.“

Natürlich lässt sich das nicht auf jede Situation übertragen, aber ein bisschen Wahrheit ist da schon dran, nicht war ?

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15 Kommentare

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  1. howdie,

    na die message ist tatsächlich: sch.. auf die 30.000$ kamera, letzten endes liegt es am fotografen, ob bilder gut werden oder nicht… ;) ich selber besitze mittlerweile eine eos400d und bin nach wie vor begeistert und habe lange noch nicht ihre grenzen erreicht. man muss sich eigentlich nur mal vor augen führen, mit welchen equipment vor 20/30/40+ jahren sehr schöne und professionelle aufnahmen gemacht wurden. da ist auch diese G9 um längen voraus, oder?

    weiter so, dein blog ist wirklich seine tolle „fundgrube“ im positivsten sinne! :)

    volker

  2. Jau, genau!
    Wobei ich, ehrlich gesagt, seine Bearbeitung nicht besonders schön finde, das Ergebnis wirkt mir zu künstlich und verliert zu viel vom Mädel. Erinnert mich an jemand die ich mal für ihre Webseite fotografiert hab, die vorher ein super retuschiertes Bild hatte, auf dem sie aber leider niemand wiedererkannt hatte.

  3. Sehr interessant – vor allem die Details die die G9 aufzeichnet. Das hätte ich nie erwartet.
    Allerdings muss ich Volker widersprechen: Die Message ist: „Nicht die Kamera, auch nicht der Fotograf, sondern die Nachbearbeitung ist es, die ein Foto gut macht.“ Naja, das trifft nicht ganz meine Meinung.
    Zwar bin ich der Ansicht, dass praktisch alle Fotos nachbearbeitet werden müssen. Was der Fotograf in dem Video allerdings macht hat für mich mehr mit einem Gemälde zu tun als mit einem Foto. Das retouschierte Bild hat mit dem Original kaum noch etwas gemein. Kann man machen – muss man nicht. Ich finde das Ergebnis noch nicht einmal sonderlich ansehnlich – das Original gefällt mir viel besser.

  4. In weiten Teilen der Bevölkerung herrscht – wohl nicht zuletzt durch geschicktes Marketing der Anbieter – der Irrglaube vor, dass man nur mit einer DSLR gute Fotos schießen kann. Das ist natürlich Nonsens. Es gibt sogar gehobene Fotobildbände, bei denen alle Fotos mit der Kamera eines Mobiltelefons geschossen wurden.

    Eine DSLR bietet verschiedene technische Vorteile, u.a.:
    – schnelleres Fokussieren
    – schnelleres Auslösen
    – mehr Bilder pro Sekunde
    – weniger Bildrauschen bei geringem Licht
    – bei Bedarf weniger Schärfentiefe
    – Parallaxenfreie Sucherbild
    – größerer Dynamikumfang

    Nur alle diese technischen Vorteil spielen bei der Portraitfotografie im Studio keine Rolle. Da ist genug Licht, genug Zeit zum Fokussieren, der Dynamikumfang hält sich in Grenzen usw. Und viele Kompakt-/Bridgekameras haben durchaus hochwertige Objektive. Ein paar Panasonic-Modelle welche von Leica, Sony-Modelle teilweise von Zeiss. Von daher hat eine gute Kompaktkamera oder eine gute Bridgekamera hier kaum Nachteile gegenüber einer DSLR. Bei Sport- oder Wildlifefotografie würde das anders aussehen.

    Ich habe im Internet einen Namibia-Reisebericht mit vielen Bildern. Die häufigste Frage die ich dazu bekommen habe: „Mit welcher Kamera hast Du fotografiert?“ Und ich habe mich jedes Mal über die Frage geärgert. Als wenn das eine Rolle spielen würde. 99% der Bilder wären auch ohne DSLR so möglich gewesen. Viele der Bilder sind sogar fehlerhaft, weil ich so blöd war, 2 Wochen vor der Reise von Minolta-DSLR auf Canon-DSLR umzusteigen. Dementsprechend war ich mit der Canon wenig vertraut und die Einstellungen bei einigen Fotos suboptimal.

  5. hm, das klappt vielleicht auch mit einer alten ixus – nach nur ein paar stunden beautyretusche am tablett…dürfte das schon drin sein – details kann man in dem fall auch perfekt mit dem stift hinzufügen, der mann beherrscht das programm, kann man nichts sagen. mir ist das einfach zuviel photoshop.

  6. Ja, mir persönlich gefiel auch schon das Original besser. Auch hier ist der Detaillreichtum enorm und ich hätte sowas der G9 nicht zugetraut. In diesem speziellen Fall gilt aber meiner Meinung nach auch: nicht nur Kamera oder Fotograf, sondern vor allem Model, Visagistik und (bei weitem nicht zu letzt) Licht machen dieses Bild möglich.

  7. Danke für den Artikel und den Videolink. Ich benutze seit einigen Monaten neben meiner DSLR auch eine G9. Auf meinem Trip durch San Frankcisco und New York habe ich oft aus Gewichtsgründen auf die DSLR verzichtet und mit der G9 unterwegs gewesen. Naturgemäß sind eine ganze Menge der ‚besten‘ Bilder der Reise mit der G9 gemacht – eben weil ich sie oft dabei hatte. Bei der Bearbietung der Bilder (habe stets in RAW fotografiert) merkte ich aber (sehr) deutlich, das der Spielraum der RAWs ein ganz andrer als der meiner Vollformat-DSLR ist. Und damit meine ich (nicht) nur Rauschen etc.

    Trotzdem eine prima ‚immer dabei‘ Kamera, die eine Menge kann, finde ich. Doch – je nach Aufnahmesituation – kann die DSLR vielmehr, wenn man sie denn dabei hat.

    Happy Shooting,
    Carsten

  8. Die G9 hat saubere Arbeit geleistet. Das Foto jedoch ist extrem overprocessed. Da hätte er sich das Shooting sparen können und einfach zu Poser greifen können. Das „fertig“ bearbeitete Bild schaut für meinen Blick nämlich so aus, als wäre es in Poser gerendert. Geschmackssache mag man sagen – meinen trifft es nicht.

  9. Das „Hey Leute, die Cam ist egal“ ist nun doch ein wenig in Mode gekommen – und überzeugt mich nicht so ganz, ehrlich gesagt. Man könnte auch umgekehrt behaupten: wenn die „kleine“ Cam noch nicht mal unter so idealen Lichtbedingungen gute Bilder macht, wann dann? Verschiedene Aufgaben, verschiedene Kameras. Schließe mich in Vielem den Vorrednern an.

  10. Meiner Meinung nach hat eine DSLR den Vorteil, dass ich schneller und präziser zum Ergebnis komme. In einem Studio mit entsprechendem Licht spielt das keine Rolle. Von daher ist absolut nachvollziehbar, dass auch mit einer P&S gute Ergebnisse erzielbar sind.
    Es gab schon zu analogen Zeiten entsprechende Vergleiche…

  11. also dass man mit guter ausrüstung schlecht fotografieren kann und andersherum, sollte sich ja schon rumgesprochen haben. es kommt halt auf in letzter instanz auf das auge und das jeweilige anwendungsgebiet an. ich fotografiere mit einer 400D … und ich muss sagen, dass diese mir voll und ganz ausreicht. jede höherwertige kamera wäre derzeit für mich so überflüssig wie eine penisverlängerung…

  12. Bis vor kurzem habe ich alle meine Fotos mit einer Samsung-Kompaktkamera gemacht, für die ich vor einem Jahr circa 150 Euro gezahlt habe. (Samsung S1050) Damit habe ich Fotos gemacht die von der Qualität so hochwertig (für meine Verhltnisse) waren, dass mir oft kaum geglaubt wurde, dass sie eben aus einer Kompakten sind. Hier ein paar Beispiele:
    http://www.flickr.com/photos/kehrel/2649212395/
    http://www.flickr.com/photos/kehrel/2693425484/
    http://www.flickr.com/photos/kehrel/1861187198/
    http://www.flickr.com/photos/kehrel/1858908889/
    http://www.flickr.com/photos/kehrel/1306875148/

    MfG

  13. Eine DSLR verhilft nicht zu besseren Fotos. Fotografieren muss der Fotograf schon selber.

    Normalerweise sieht man von Kompakten nicht solche guten Bilder, da eigentlich niemand mit einer Kompakten sich ein professionelles Studio baut – und umgekehrt benutzt niemand mit einem prof. Studio eine Kompakte. Man darf natürlich keine Aldi-Müll 1000 Kamera dazu nehmen, aber sehr viele Kameras würden unter diesen Bedingungen sehr gute Fotos machen.

    Auch wenn die G9 eine super Kamera ist, würde ich dafür niemals 400 oder 450 Euro, was sie eben kostet, ausgeben.