kwerfeldein
01. August 2008 Lesezeit: ~2 Minuten

Reduce to maximum

Dies ist ein Gastartikel von Laurenz A. Reinitzer. Er ist Architekturstudent an der Fachhochschule Nordwestscheiz und fotografiert in seiner Freizeit. Einen Schwerpunkt in seiner Arbeit gibt es noch nicht. Er selbst sagt, dass er noch auf der Suche ist. Da seine Homepage gerade überarbeitet wird, können seine Bilder momentan nur auf fototreff24.de oder in der fotocommunity besichtigt werden.

„Reduce to maximum“ – Reduktion auf das Maximum

Ein abgeändertes Sprichwort, dass auf den ersten Blick keinen Sinn ergibt. Doch, was hat das mit Fotografie zu tun? Nun, in der monochromen Fotografie wird mittels weglassen von Farben versucht das Bild zu stärken. Leider ist es ein weit verbreiteter Irrtum, dass wenn digitale Bilder farblich misslungen sind, sich ohne weiteres ein gutes Schwarzweissbild draus machen lässt. Am besten indem man einfach den Modus auf Graustufen wechselt. Lieber sein lassen! Und konsequent misslungene Bilder aussortieren. Dann werden die nichtaussortierten nämlich besser. Eine Anleitung für die Bearbeitung wird es aber in einem späteren Beitrag geben.

In diesem Beitrag möchte ich zunächst mal eure Aufmerksahmkeit auf einige Könner der monochromen Fotografie lenken. Ich persönlich bin überzeugt, dass durch das Anschauen guter Arbeiten das Fotografenauge geschult wird, denn plötzlich erkennen wir in eigenen sogenannt „guten Bildern“ Dinge, die wir anders oder sogar besser machen würden.

Zugegeben bei den folgenden Künstlern fällt es schwer.

Hier einige meiner persönlichen Favoriten…

… aus dem Bereich der Landschaftsfotografie:

David Fokos

Chris Simpson
Josef Hoflehner

Michael Kenna

… aus dem Bereich der Reportagefotografie (von Hochzeit über Krieg bis hin zu Städten)



Jeff Ascough

James Nachtwey

Horst Hamann

Eines haben Alle gemeinsam: Durch die schwarzweisse Darstellung ihrer Bilder werden die Bildaussagen gestärkt und die Dramatik erhöht. Es ist immer eine bewusste Entscheidung, denn durch die Reduktion der Farben auf ihre Grauswerte kann der Fotograf das Auge des Betrachters lenken. In diesen Fällen vor der Ablenkung durch die Farben bewahren.

In diesem Sinn. Weiterhin viel Spass beim Sehen.

PS: In der Planung des Artikels hat mich Martin darum gebeten zu jedem Künstler einige Worte zu schreiben, doch meiner Meinung nach sollten die Bilder für sich sprechen.

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5 Kommentare

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  1. Danke für die tollen Links, zu wirklich beeindruckenden Bildern.
    Schön, das wir einen gemeinsamen Favoriten (Jeff Ascough) ;-)haben.
    Besonders haben es mir die Bilder von James Nachtwey angetan. Sehr tiefgründige Bilder, die einen wirklich berühren.

    LG Kerstin

  2. das sind wahre worte – ich habe auch erst lernen müssen, dass wenn mir ein bild in farbe nicht gefällt, dass es das in s/w garantiert auch nicht tut – irre – danke für die links – die sind großartig ;o)