kwerfeldein
25. Juli 2008 Lesezeit: ~4 Minuten

Faszination Ringlicht

Dies ist ein Gastartikel von Sebastian Kemmer. Sebastian ist im echten Leben Ingenieur für Verfahrenstechnik im Anlagenbau und lebt und arbeitet derzeit in Herrsching am Ammersee. Bis vor kurzem begeisterten ihn vor allem Landschafts- und Reisefotografie, seit einigen Monaten widmet er sich aber zunehmend den Menschen. Seine Arbeiten kann man auf seiner Webseite malter.de sehen.

https://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/gastposts/F/Sebastian_Kemmer_Profilbild.jpgDie Begeisterung für das Ringlicht entstand aus der einfachen Tatsache, dass ich in der Lage war es mit einfachen Mitteln zu bauen, ohne teures Geld an Spezialversender zu verschwenden. Tatsächlich stellte ich mein erstes Ringlicht lange vor meinem ersten richtigen Ringlichtbild fertig. Nun, das stimmt nicht ganz, denn die ersten Bilder entstanden bei einem Workshop mit Guido Karp im April 2006, damals war ich jedoch ahnungsloser Konsument und erarbeitete mir das Thema erst über ein Jahr später von neuem. Heute bin ich dem Ringlicht und den Bildern die man mit ihm erzeugen kann verfallen. Das hat mehrere Gründe und da es immer schwer ist subjektive Empfindungen zu vermitteln, möchte ich die Bilder für sich sprechen lassen.

Für den einfachsten Aufbau für Portraits, stellt man das Ringlicht direkt vor eine Person und fotografiert durch das Loch in der Mitte. Aufgrund dessen, dass das Licht kreisrund und etwas größer als ein Kopf ist, strahlt es direkt und gleichzeitig diffus auf das Gesicht. Dadurch wirft es kaum Schlagschatten und ebnet das Gesicht, ein weiches, schmeichelndes Bild entsteht.

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Jedoch verfügt das Ringlicht nicht über die Leuchtkraft eines Blitzes und durch den hohen Anteil an diffusem Licht, wird die Leuchtstärke mit steigender Entfernung zum Licht deutlich schwächer. Als Effekt verschwinden Gesichts und Körperpartien schneller im Dunkeln als bei anderen Leuchtmitteln und das Gesicht, als nähester Punkt zum Licht, wird stärker in den Fokus der Betrachtung gebracht.

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Die abstrakteste Veränderung und auch die meistdiskutierte Eigenschaft des Ringlichtes ist jedoch der sich in den Augen spiegelnde Ring und die damit eingehende Veränderung der Gesichtswahrnehmung durch den Betrachter. Da das Ringlicht ein Dauerlicht ist, passen sich die Augen der Person an die Helligkeit an und schließen die Pupille. Die Iris wird dadurch deutlich erweitert und zeigt ihre volle Farbenpracht. Gleichzeitig spiegelt sich das Ringlicht im Auge und umgibt die sehr kleine Pupille mit einer harten, ringförmigen Kontrastkante. Das Ergebnis ist bewusst verstörend und wird nicht von jedem als schön empfunden. Dazu muss sich aber jeder seine eigene Meinung bilden und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

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Wer auf den Geschmack gekommen ist und selbst Bilder im Ringlicht machen möchte, der sollte in den nächsten Tagen immer wieder auf kwerfeldein schauen und sich überraschen lassen.

Über die Models

Die bezaubernde Krystal (Bilder 1 und 2) kommt aus Garmisch-Partenkirchen und modelt seit 2007. Sie hat schon an vielen Fotoshootings, sowie zahlreichen Werbeaufnahmen und Gastauftritten im TV mitgewirkt. Demnächst wird sie in einer Dokumentation von Pro7 zu sehen sein. Für den Gastartikel auf kwerfeldein war sie so lieb sich als Model zur Verfügung zu stellen. Vielen lieben Dank nochmal dafür!

Annika (Bilder 3 und 4) ist eine Freundin von mir, leider ohne Webpräsenz aber hoffentlich bald mit eigener Kollektion. Die Aufnahmen sind spontan nach einem Shooting für ihre erfolgreiche (!) Bewerbungsmappe entstanden.

Maya gehört zum Personal der redhead-models, ist aber auch mit einer eigenen Sedcard vetreten. Die Aufnahmen sind in einem Flur mit den Abmessungen 2,5 auf 1,5 Meter entstanden.


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