kwerfeldein
23. Juli 2008 Lesezeit: ~5 Minuten

Haben Fotografen andere Sichtweisen wie Otto-Normal?

Dies ist ein Gastartikel von Kerstin Wagner. Sie ist nebenberuflich als Fotografin tätig und versucht gerade ihren Traum, das Hobby zum Beruf zu machen 100%ig in die Realität um zu setzen. Ihre Schwerpunkte möchte sie dabei auf die Baby- und Kinderfotografie legen. Trotzdem ist sie immer für andere Sichtweisen und Projekte offen, denn sie schaut gern auch einmal über den Tellerrand hinaus. Ihre fotografischen Arbeiten können auf KerstinWagner-Photography.com und hier besichtigt werden.

Bin ganz spontan dem Aufruf von Martin zu einem Gastbeitrag auf KWERFELDEIN gefolgt. Ich habe vor einigen Jahren mit einer kleinen Digiknipse angefangen zu fotografieren und habe alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen war abgelichtet. Ein Fotograf und Grafiker aus Frankfurt am Main, den ich über eine Bildagentur kennen gelernt habe, bin ich dann zur Fotografie und Bildbearbeitung gebracht worden. Vor 2,5 Jahren habe ich mir dann die Canon 350D gekauft und im Frühjahr dieses Jahres die Canon 40D, ohne die ich selten aus dem Haus gehe und die ich auch nicht mehr missen möchte.

Haben Fotografen andere Sichtweisen, wie Otto-Normal?

https://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/gastposts/E/Kerstin%20W%20IIa%20%20CAF%20Klassentreffen.jpgDiese Frage hat sich mir schon so oft gestellt, wenn ich in meinem Bekanntenkreis Bilder von hervorragenden Fotografen zeige, wo ich ins Koma falle, weil ich sage: Wow und phantastisch! So möchte ich auch mal fotografieren können und mein Gegenüber schaut mich nur an und schüttelt den Kopf, weil das Bild eine grobe Körnung, eine gekonnt eingesetzte Bewegungsunschärfe, einen genialen Bildausschnitt u.s.w. zeigt, was er für Pfusch hält.

Für mich ist das eine gekonnte Bildkomposition und dann frag ich mich immer wieder:
Wie überzeugst Du Dein Gegenüber, damit er nicht Knipsebildchen bekommt?

Mir selbst, hat es mächtige Kopfschmerzen eingebracht, wie ich im Frühjahr meine erste Hochzeit fotografiert habe.

Dazu muss ich kurz vorher anbringen, das ich ein begeisterter Fan von Jeff Ascough http://www.jeffascough.net bin. Er ist einer der 10 weltbesten Hochzeitsfotografen und das zu recht, denn seine Art und Weise diesen Tag zu dokumentieren, ist einfach genial.
Ich selbst kann mir seine Bilder stundenlang anschauen und finde es phantastisch, wie gefühlvoll, romantisch und natürlich er seine Bilder mit fotografischen Stilmittel komponiert. Da kann sogar eine verregnete Hochzeit Spaß machen, wenn man sich diese Bilder betrachtet. Hier in Deutschland würden wahrscheinlich nur lange Gesichter zu sehen sein… Vielleicht ist es aber auch die Mentalität der Engländer, die mit Regen anders umgehen, oder man weis nicht, was Herr Ascogh hinter der Kamera veranstaltet, das die Hochzeitspaare strahlen, wie bei Sonnenschein! ;-)

Bei der Hochzeit, die ich dokumentiert habe, war dieser Stil überhaupt nicht erwünscht.
Nein … nur keine b/w Aufnahmen … keine so kleinen feinen Detailaufnahmen, die zeigen, mit wie viel Liebe die Hochzeit arrangiert wurde. Schon im Vorgespräch wurde mir klar, das ich hier auch nicht im Ansatz, diesen Stil zu fotografieren, mit einbringen kann. Hier hieß es nur…recht viel der ganzen Verwandtschaft auf ein Bild mit drauf quetschen und immer schön bunt. :-(

Der Tag kam und ich hab mich frisch ans Werk gemacht. Hab es so abgehandelt, wie erwünscht, obwohl sich oft der Auslöser nicht drücken lassen wollte, weil ich mir gesagt habe: Das ist nicht das, was Du an Hochzeitsfotografie machen möchtest, aber: „Der Kunde ist König!“ Trotzdem habe ich für mich, soweit es ging, versucht, ein wenig diese Art der Fotografie um zu setzen. Wie ich die Bilder dann fertig bearbeitet hatte, hab ich auch ein paar dieser Aufnahmen zur Auswahl gestellt und wie erwartet, wurden diese als misslungene Aufnahmen abgehandelt und man schaute mich mit entsetzten Augen an, wie ich so etwas anbieten könne.

Habe in einem Forum, in dem ich bin, diese Aufnahmen einigen Hobby- wie auch Berufsfotografen zur Diskussion frei gegeben und hier kam eine völlig andere Resonanz rüber. Klar, wurde auch Kritik geübt, wo ich mit umgehen kann, aber es war auch meine erste Hochzeit und niemand ist perfekt, ich stehe noch am Anfang und lerne jeden Tag dazu, aber da stellte sich mir, wie am Anfang meines Gastartikels die Frage:

„Haben Fotografen andere Sichtweisen, wie Otto-Normal?“

Würde mich brennend interessieren, was für Erfahrungen Ihr bisher gemacht habt? Wie reagieren die Profis unter den Lesern von KWERFELDEIN, wenn der Kunde komplett andere Vorstellungen hat, von dem, wie Ihr es machen möchtet, wie Eure Art und Weise ist, zu fotografieren? Wie überzeugt Ihr den Kunden, von Eurem Stil und bis zu welchem Maß weicht Ihr von diesem ab? Ich glaube, das ist ein Problem was nicht so leicht zu händeln ist und darum bin ich auf Eure Antworten und Tipps gespannt?

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30 Kommentare

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  1. Wenn ich ganz ehrlich sein soll, hätte ich diesen „Job“ gar nicht angenommen. Gott sei Dank geht es bei meiner „Arbeit“ nicht um Geld – ich bin also kein Berufsfotograf –, aber mit solchen Einschränkungen hätte ich nur schwerlich frei und kreativ arbeiten können. Und wenn ich das richtig interpretiere, dann hattest du auch keinen Spaß bei der Arbeit, oder?

  2. Ein schöner Beitrag.
    Auch ich habe schon oft über diese Problematik nachgedacht. Letztlich ist es gar nicht nur ein Problem von Otto-Normal zu Fotograf, sondern manchmal auch von Naturfotograf zu Hochzeitsfotograf zu Architekturfotograf etc.
    Es ist eine Art Bildverständnis, welches man mit der Zeit gewinnt wenn man sich intensiv mit einem Genre beschäftigt und auch offen gegenüber bestimmten Bildrichtungen ist. Simplifiziert gesagt, kann mancher Unerfahrene die Bildsprache vielleicht noch nicht wertschätzen. Genauso ist es mit Kunden … :)
    Das beste ist glaube ich, ein kleines Portfolio mit Aufnahmen aus dem eigenen Stilbereich aufzubauen und dann nur den Wunschkunden als Kunden anzunehmen. Ist vielleicht in der Anfangsphase etwas schwierig, sollte aber letztlich zu einem zufriedenen Arbeitsrhythmus führen. Denn irgendwann kommen nur die Kunden, die sich auf für den nach Aussen vertretenen Stil interessieren.
    Grüsse, Sandra

  3. Danke für Deinen Beitrag!
    ENDLICH höre ich auch einmal von jemanden anders, die Frage, ob es unterschiedliche Sichtweisen gibt-eben die Knipsbildliebhaber und diejenigen,die das Besondere mögen.
    Und damit kann ich Deine Frage beantworten: Ja, es muß einen Unterschied geben. Warum das so ist-keine Ahnung. Klar könnte man sagen,das ist Geschmackssache,aber das allein kann es nicht sein.
    LG
    Sandra

  4. Es heißt anders „als“, nicht „wie“. ;)
    Aber abgesehen davon finde ich Deinen Artikel sehr interessant. Habe aber leider noch keinerlei Erfahrung mit Kunden in dem Sinne. Bei Bekannten kann ich so eine Tendenz schon leicht feststellen, habe da aber auch erst wenige Erfahrungen gemacht.
    Kann mir das aber schon gut vorstellen.

  5. Ich bin zwar kein Profifotograf, aber ich denke das jeder Fachmann auf seinem Gebiet eine andere Sichtweise als ein Laie hat.

    Ich befürchte für Dich, dass die große Mehrheit der Hochzeitsfotografie-Auftraggaber kein Interesse an ausdrucksstarken, künstlerischen Fotos hat und Du noch viel Frust erleben wirst. Ich kenne genau deshalb eine Menge Fotografen mit der Einstellung „Ich fotografiere so ziemlich alles, aber keine Hochzeiten, Geburtstage, Firmenfeiern…“ 90% oder so gucken RTL, SAT1 und weniger als 1% guckt arte.

    Die Bilder von Ascough – den ich bisher nicht kannte – sind wirklich grandios. Scheint einiges mit HDR zu machen?

  6. Natürlich. Genau wie Köche Essen anders betrachten, Tänzer Tanzaufführungen anders sehen, Mechaniker Autos anders ansehen, und überhaupt jeder mit anderen Augen auf Sachen aus seinem Fachgebiet schaut.

    Bei einer Hochzeit geht es um Erwartungen: der Auftraggeber möchte Fotos so wie von dieser oder jener Hochzeit. Experimente nicht erwünscht, gerade bei Hochzeiten nicht.

    Berühmte Hochzeitsfotografen haben den Vorteil, dass ihr Stil bekannt ist, und sie von den Leuten aufgesucht werden, die genau diesen Stil haben möchten.

    Von unbekannten Fotografen wird erwartet, dass sie solche Fotos machen wie man sie beim Kumpel gesehen hat, nur ein wenig besser. Gewünscht sind Erinnerungen, keine Kunstwerke.

    Mit ein Grund warum ich nicht gerne Hochzeiten fotografiere.

  7. Danke für Eure so zahlreichen Wortmeldungen und das „Korrekturlesen“! ;-)

    @ Besim:
    Ich habe diesen Job auch nur gemacht, weil es eigentlich ein Freundschaftsdienst war und hab nicht einen Bruchteil von dem erhalten (außer Magen- und Kopfschmerzen) :-(, was ein Hochzeitsfotograf nehmen würde. Wollte diese Bilder als Referenz nehmen, aber ich verkneife es mir, weil sie nicht das wieder spiegeln, was ich mir unter gekonnter Fotografie vorstelle.
    Also immer schön aufpassen, auf was man sich einlässt!
    Ich habe jedenfalls für mich daraus gelernt, das ich für die Zukunft nur noch solche Angelegenheiten fotografieren werde, zu meinen Bedingungen, sonst wird niemand glücklich….weder das Hochzeitspaar noch ich.

    @ Sandra Bartocha

    Du hast schon recht das z. Bsp. ein Naturfotograf sich schwer mit solch einem Thema identifizieren könnte, aber ich bin der Meinung, wenn es dann z.Bsp. um seine eigene Hochzeit geht, er auf die Anregungen und Vorschläge eines Kollegen eingehen würde, weil vom Grundstein her, das Bildverständnis vorhanden ist.

    @ Sandra

    Vielleicht ist es die Tatsache, das wir Fotografenvölkchen, egal ob Hobby oder Profi für unsere Bilder eben leben und uns damit identifizieren. Allein die Tatsache, das wohl jeder von uns total stolz auf sich ist, wenn er eine Aufnahme so beim ersten Mal hin bekommt, ohne sie groß mit einem Bildbearbeitungsprogramm zu bearbeiten, jeder „normale“ Mensch dann vielleicht nur eine oberflächliche Bemerkung über dieses Bild abgibt.

    @ Guido

    Wie weiter oben schon geschrieben: Hochzeitsfotografie nur noch zu meinen Bedingungen oder dann lieber gar nicht. Das kann einem sonst die Lust nehmen!
    Drum versuche ich mir erst einmal meine Lorbeeren mit den Kindern zu verdienen…da besteht bei den Eltern sowieso, bei allen Bildern der „Niedlichkeitsfaktor“. Ich laufe nicht Gefahr, mit meinen Aufnahmen total daneben zu liegen. ;-)

    Was Jeff Ascough alles an Bildbearbeitung macht, weis ich nicht so genau. Ich weis nur soviel, das er mit Canon und Hasselblad fotografiert. Er hat auch einen Blog http://jeffascough.typepad.com/
    auf dem er inzwischen auch viele Tipps und Tricks verrät. Seit geraumer Zeit hält er wohl auch Seminare.

    Dort zeigt er auch andere Bilder, wie z. Bsp. Naturaufnahmen, die mich aber dann doch nicht so faszinieren. ;0)
    Er ist eben doch ein genialer Hochzeitsfotograf, dem ich all zu gern einmal bei seiner Arbeit über die Schulter schauen würde.

    Zum Schluß: Meine beste Freundin und deren Tochter, die in England lebt und mit einem Engländer verheiratet ist, sind gerade in der Aufbauphase, sich mit einer Firma die Hochzeiten hier in Deutschland und in England organisiert, selbständig zu machen. Die Zwei sind von meiner Arbeit überzeugt und ich kann dann dort zu meinen Bedingungen arbeiten.

  8. Dürfen auch „Nicht-Profis“ hier Ihren Senf dazu abgeben?

    Kurz gefasst: Das Problem, dass man Bilder macht, von denen man selbst denkt „.. das sieht zumindest INTERESSANT aus“ (..und man manchmal sogar Bestätigung von anderen Fotografen erhält) und die dann bei „Otto-Normalo“ unten durchfallen kenne ich auch… da braucht man gar nicht so ins spezielle wie Hochzeitsfotografie gehen.

    Hat das noch keiner erlebt? Du machst ein Foto.. bearbeitest es etwas nach.. und denkst dir zum Schluß: „..Nicht schlecht Herr Specht.. Eines meiner besseren bisher!“

    Dann zeigst du es deiner Umgebung und die Leute gucken dich an schwankend zwischen „was zeigt er mir da für einen Müll“ und „Den verhinderten Künstler können wir demnächst einliefern!“.

    Dann plötzlich tippen Sie auf deinen Bildschirm auf ein Foto und sagen „DAS ist gut!“… und schaust verzeifelt auf den Ordnernamen, wo das Foto drin war… und da steht „Für den Müll“.

    Etwas überzeichnet jetzt vielleicht.. aber ich denke es ist schon klar worum es geht.

  9. Oja, das kenne ich! Jetzt nicht speziell bei Hochzeitsfotografie, aber insgesamt. „Warum hast du denn nur das Fenster fotografiert?“ „Noch eine Türklinke??“ oder (mein Favorit, den ich jedes Mal von einer Freundin zu hören bekomme) in entsetztem Tonfall: „Da sind ja gar keine Menschen drauf!“

    Das ist einer der Gründe, warum ich meinen Fotoblog gestartet habe. Es ist einfach eine Sache, Fotos den Freunden zu zeigen, und eine andre, sie anderen Fotografen zu zeigen. Und es wäre doch schade, wenn die „anderen“ Bilder auf dem PC versauern und nie wirklich betrachtet werden! (Was man von ihnen halten mag, ist dann ja noch was andres, aber immerhin werden sie freiwillig angeschaut ;) ).

  10. Ich persönlich kann nun „nur“ von Fetish-, bis Aktfotografie reden und auch dort scheint diese einstellung weit vertreten. Der nachbearbeitungs wunsch nochmehr. Da ich hauptsächlich interessante Menschen (nicht obtimale figur, oder krasse gegensätzte) fotografiere und dabei auf einige Details achte, Ernte ich natürlich nicht nur Lob. Ich würde sagen das ein Fotograf im Laufe der Zeit einen Blick entwickelt, mit dem er sachen sieht, die ein nicht knippsender Mensch einfach nicht wahr nimmt.
    LG Frank

  11. also profi bin ich bei weitem keiner – und „DIE HOCHZEITSBILDER“ also nur das brautpaar lehne ich generell ab – trau ich mich einfach nicht. andere erfahrungen habe ich derweil allerdings während der feier gemacht – so dinge wie *mach nur, das wird schon*, *ne, einfach durchgehen*, *eindrücke sammeln* machen schon spass – wenns da allerdings nen festen, zwanghaften plan gibt bin ich leider auch nur halbherzig dabei und „machs halt“, das war bisher einmal der fall und mein sodbrennen war kaum mehr zu bändigen. gut, bisher hatte ich das glück, dass mich die leute haben machen lassen und froh waren kurz vor knapp noch jemanden zu finden (ich mach das allerdings nur für wirklich enge bekannte – ergo nicht mehr so lange ;o)). respekt dafür, dass du so ein gebiet gewählt hast, das wirklich sehr schwer zu bewältigen ist, meiner meinung nach – mir würden wahrscheinlich irgendwann die nerven durchgehen, wenn ich mich nicht mit einbringen dürfte.

  12. Interessantes Thema!
    Aus meiner Sicht gibt es schon unterschiedliche Sichtweisen, aber selbst unter den Leuten, die sich mit Fotografie nicht so gut auskennen. Ich würde mich nicht unbedingt als Profifotograf bezeichnen, auch wenn ich mein Geld damit verdiene. Aufgrund meiner Verantwortung für die grafische Bearbeitung bei meinem Arbeitgeber bin ich auch für die Produktfotografie zuständig. Das ist eine sehr schwierige Gratwanderung zwischen Fotokunst und reiner Dokumentation. Bildgestaltung, Schärfentiefe oder Belichtung interessiert die Leute wenig. Denen ist es wichtiger, dass das Produkt gut aussieht. Manche verstehen aber nicht, dass es schwierig ist, ohne ein Fotostudio vernünftige Produktfotos zu erstellen. Ich habe hier manchmal mit sehr schwierigen Lichtverhältnissen zu tun, da ich die Produkte zum größten Teil nur in der Produktion fotografieren kann.

    Nur bei Detailaufnahmen, wo ich mit der Schärfentiefe spielen kann und bei den Aufnahmen vor Ort in den Gebäuden mit großen Räumen bzw. bei Außenaufnahmen in der Dämmerung (mein Arbeitgeber ist ein Leuchtenhersteller), kann ich meine künstlerischen Stärken ausspielen.

    Mit der Fotografie von Menschen tue ich mich schwer. Privat habe ich schon zwei Hochzeiten fotografiert, was lediglich ein Freundschaftsdienst war. So etwas mache ich äußerst ungern und ich habe da sehr viel Lehrgeld zahlen müssen. In meiner Freizeit ziehe ich mit meiner Kamera lieber durch die unberührte Natur, möglichst ohne Menschen weit und breit. ;-)

  13. Man muss sich halt immer fragen für wen man eigentlich fotografiert.
    Für sich selber, für die Breite Masse, für Kunstsammler, für andere Fotografen…?
    Das bestimmt dann was für Bilder das werden.
    Einen Profi würde ich jemand nennen, der sich auf die Wünsche des Publikums einstellt, wie ein Schauspieler sich in seine Rolle einfühlt.
    Ob man das als ’sich verdrehen‘ ansieht und einem schlecht wird, oder als Herausforderung mit solche einer Einschränkung Bilder zu machen die den ‚Kunden‘ glücklich machen, das ist dann wieder eine Sache der persönlichen Einstellung, bzw. eine Entscheidung die man halt für sich treffen sollte.

  14. Hallo Kerstin,

    ein sehr sehr schöner Bericht und ich kann Deine Empfindungen in Sachen Hochzeiten sehr gut nachempfinden, denn das ist mein fotografisches Hauptgebiet.
    Wenn ein Paar so gar nichts von schönen Details haben möchte und am besten noch diese „Wir-gucken-lustig-durch-den-Bilderrahmen“-Fotos will, dann sag ich: Sorry, ich bin nicht der richtige für Euch. Da muss man echt nein sagen können, bevor ich mich verbiege.
    Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass die Leute hier nix anderes gewohnt sind, als seit gefühlten 100 Jahren die selben Posen mit „Wir-gucken-um-den-Baum“. Von daher finden sie das toll. Wenn ich im Hochzeitsforum Bilder anschaue, die Fotografen-Kollegen gemacht haben, die meine Oma mit 40 Fieber und ner Agfa besser hinbekommen hätte, aber die Bräute finden es toll, dann spricht das für Deine These, dass Fotografen andere Sichtweisen haben…

    Letztlich wird es noch etwas dauern, bis die Paare bereit sind, mal weg von grünen Alleen und so weg zu kommen, bis hin zu „anderen“ Hochzeitsfotos. Aber ich arbeite dran, denn den Style von Jeff Ascough, Yervant, Jerry Ghionis finde ich grandios!
    Ich freue mich über Paare, die nachher sagen: Wir hätten nie gedacht, dass das so toll aussehen kann.

    Beste Grüße
    Alex

  15. Meine Güte ne, ich bin irgend wie platt das sich nicht einer hier bisher gemeldet hat, der aus voller Inbrunst schreit: „Hochzeitsfotografie, das ist mein Ding!“

    Auch in meinem Bekanntenkreis, der sich natürlich auch hauptsächlich mit Fotografie beschäftigt, winkt man auch abgenervt ab und ich habe schon einige Male zu hören bekommen, das es der undankbarste Job ist, den ein Fotograf erwischen kann. Eigentlich alle, haben unangenehme Erfahrungen gemacht…egal ob es der so genannte Freundschaftsdienst oder der gebuchte Auftrag war.
    Alle hatten anschließend, wie Saxi so schön schrieb „Sodbrennen“ :-(

    Ich glaube aber doch noch, das da einer oder eine unter den Lesern von KWERFELDEIN ist, der mir den Glauben an dieses schöne Thema 100%ig zurück gibt! ;-)

  16. Hm… ich durfte vor einem Jahr eine Hochzeit fotografieren, und war mit den Ergebnissen weitaus zufriedener als mit denjenigen, die ich sonst so abliefer. Also ICH würd immer wieder Brautpaare und hochzeiten ablichten wollen..

    und, wie schon bemerkt: es heisst „ANDERS ALS“, und nicht anders wie ;) ….

  17. Hallo,
    ich muss sagen, dass der Beitrag sehr gut geschrieben ist. Ich habe bereits mehrere Hochzeiten fotografiert. Meist waren es Hochzeiten von Bekannten. Meine Erfahrungen waren jedoch ziemlich anders. Ich habe den Brautpaaren im Vorgespräch gezeigt, was ich gerne mit Ihnen machen würde. Darunter waren Detailaufnahmen, Gruppenbilder, klassische S/w-Bilder und die Paare waren eigentlich immer von den Ideen begeistert. Wenn sie eigene Ideen hatten, haben wir diese natürlich eingebaut, aber im Grunde genommen konnte ich meine Ideen verwirklichen (wenn das Wetter mitgespielt hat). Die Paare wollten unbedingt Abwechslung in ihren Fotos, also mal eins in Sepia, ein Color-key, s/w etc. und nicht nur bunt. Es sollte Leben und vor allem Liebe in den Fotos stecken. Sie wollten sich in den Fotos wiedererkennen. Bei der letzten Hochzeit habe ich dem Brautpaar vorgeschlagen, sie schon in den Vorbereitungen (Anziehen, Haare, Schminken etc.) zu begleiten und diese Idee fanden sie großartig, da so der jeweilige Partner später sehen konnte, wie aufgeregt der Andere war. Sie wollten besondere Fotos, keine langweiligen vom Fotografen aner Ecke. Meine Erfahrungen sind dabei durchweg recht positiv gewesen und die Resonanz auf die Bilder war ebenso positiv. Vielleicht bin ich da aber auch nur ne Ausnahme, da ich das nicht hauptberuflich mache und deswegen nicht drauf angewiesen bin, dabei Geld zu verdienen.

    lg Anja

  18. Dann mach ich das mal.
    Ich liebe es Hochzeiten zu fotografieren! :)
    Ich habe bisher auch nur ganz vereinzelt Kunden gehabt, die irgendwie unangenehm im Handling waren.
    Letztlich habe ich bisher die Hochzeiten immer so fotografiert, wie ich mir das vorgestellt habe, und die Brautpaare waren oft im Nachhinein total glücklich, dass ich über das hinaus gearbeitet habe, was abgesprochen war.
    Ich finde den Job auch ganz und gar nicht undankbar, denn die Freude in den Gesichtern der Brautpaare, wenn sie ihren Tag anhand der Bilder rekapitulieren, ist eigentlich unbezahlbar. Die positive innere Anspannung, die den ganzen Tag anhält, während man das Paar begleitet, bewirkt meist, dass man über sich selbst hinauswächst und für das Brautpaar unvergessliche Bilder schafft.
    Egal, wie verschieden die Ansichten zwischen Fotograf und „Otto-Normalo“ auch sein mögen. :)
    Gruss, Sandra

  19. Ich, als mehr oder minder Hobbyfotograf (mit der Ambition nicht nur „Knipsebildchen“ zu machen, sondern richtig gute Aufnahmen, die ggf auch noch nachbearbeitet werden), finde schwarzweisse Hochzeitsfotos auch grausam. Sorry, ich denke spezielle bei b/w gehen die Geschmäcker schnell auseinander.

    Ich bin großer Fan von b/w fineart, das heisst feine schwarze Linien mit viel Weiss. Aber ob das zur Hochzeitsfotografie passt, möchte ich nicht entscheiden.

    Gerade bei Hochzeitsfotos finde ich jene Aufnahmen gigantisch, die das Brautpaar in allen erdenklichen Posen vor atemberaubenden Naturkulissen zeigen. Jedoch müssen diese Aufnahmen so gemacht sein, dass die Kulisse nicht die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht, sondern eben das Paar. Und selbstverständlich müsste es farbig sein.

  20. Hallo Kerstin!

    Vielen Dank für dein Beitrag!
    (Ignoriere die „es heißt anders als“ Grammatik-Fetischisten!)

    Ich kenne es auch nicht anders in meinem Bekanntenkreis. „Voll drauf halten“, besonders bei den italienischen Hochzeiten ist das so. Da werde alle Hochzeitsgäste vor allem beim Essen abgelichtet, mittig im Bild, alle das selbe lethargische Lächeln, das erzwungen aussieht, noch während dem Kauen.

    Fotografen sehen nun mal anders als andere Menschen, oder besser sie „SEHEN“ und die anderen sehen nicht.
    Und wer sieht und noch keine Kamera hat, der schafft sich irgendwann eine an und wird auch ein guter Fotograf!

    LG
    Peter

  21. @ all

    Danke, für all die netten Kommentare und Meinungen. Jetzt hab ich erkannt, das wir andere Sichtweisen haben als (wie) Otto-Normal. ;-)
    Diese gehen dann zwar auch etwas in der Art und Weise aus einander, aber das ist auch gut so, denn wie langweilig wäre sonst unser liebstes Hobby: DAS FOTOGRAFIEREN!

    Ich möchte nur noch mal zu meinem Fall sagen, das meine erste Hochzeit, irgendwie ein Härtefall (ich weis, behauptet wohl jeder) war. Absolut keine Vorstellung was man eigentlich wollte, alles was aus der altbekannten Schiene, der in Germany praktizierten Fotografie abgewichen ist, hat man rigoros abgelehnt. Diese feinen kleinen Aufnahmen , die man z. Bsp. vor der Trauung (Ankleiden, Schminken, der kleine Sektempfang mit den Brautjungfern) machen kann, war absolut nicht erwünscht und da half auch kein Reden, Bitten und Betteln.
    Ich werde wohl noch einen Kurs belegen, wo mir beigebracht wird, wie ich bessere Überzeugungsarbeit leisten kann, um solche harten Nüsse dann in Zukunft zu knacken! ;-)

    Euch allen wünsche ich einen sonnigen Tag.
    LG Kerstin

  22. Ich denke, in deinem Fall ging es einfach um ein grundsätzlich anderes Verständnis. Für viele geht es bei Fotografie bei solch einem Ereignis nur darum, „schöne“ Bilder von den ganzen Verwandten zu haben. Weil bei Onkel Karl immer die Füße abgeschnitten und die Bilder schief sind, holt man sich für die doch an sich eigentlich recht einfache Tätigkeit (die wie gesagt mit kleinen Abzügen Onkel Karl nebenbei machen könnte) einen hochbezahlten Profi, der dann bei den Gruppenfotos darauf achtet, dass alle schön feierlich gucken. Okay, das war jetzt etwas sarkastisch, aber eigentlich ist an dieser Erwartung rein gar nichts auszusetzen. Hier gilt dann denke ich tatsächlich die Regel: Technisch schlecht = schlechtes Bild.

    Dann gibt es ein Zielpublikum (und das sind nicht nur Fotografen; ich selbst bin auch keiner), die Wert legen auf eine künstlerischere, emotionalere, kreativere – wie auch immer Ablichtung; die wollen, dass in den Bildern auch ein Stück vom Fotografen zu erkennen ist. Hier gibt’s natürlich eine ganze Bandbreite, und wie die Erwartungen genau sind, muss man auch erst mal abklären.

    Kunden von einem Lager ins andere „bekehren“ zu wollen ist meines Erachtens die falsche Erwartung. Als Musiker darf ich bei einer Hochzeit auch nicht erwarten, dass die Leute zu den Stücken abtanzen, die ich selbst gut finde. Stattdessen sind die altbekannten Covers gefragt. Sicherlich, man kann auch das geschmackvoll umsetzen und zwischen Stevie Wonder und Tulpen aus Amsterdam liegen Welten. Aber man kann aus einer Hochzeit keine Freejazzsession machen – außer, man lässt sich von Freejazzern oder Freaks anheuern ;-). (Nicht, dass ich Freejazz spielen würde.)

    In Südostasien sind übrigens heftig gephotoshopte Hochzeitsalben der Renner, die bei uns durch sämtliche Kitschraster fallen würden, weil sie teilweise völlig unecht wirken. Die „Echtheit“ ist da aber gar nicht das Ziel; die gewünschte Ästhetik ist eine völlig andere.

  23. Hi Kerstin,

    erstmal herzlichen Dank fuer den Beitrag.
    Ich habe auch schon auf Hochzeiten Bilder gemacht, aber immer als
    Amateur mit einem Profi im Hintergrund.
    Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass dem Brautpaar beide Arten von
    Bilder (meine und die des Profis) gefallen haben.
    Teilweise waren meine Bilder die ’schoenen‘ waehrend die des Profis
    die ‚offiziellen‘ wurden.

    Ich denke, man muss in dem Bereich einerseits offen fuer andere Ideen
    sein und auch die Kundenwuensche akzeptieren. Immerhin ist es ja deren
    besonderer Tag und nicht der eigene.
    Ausserdem gibt es immer die Gelegenheit, Bilder fuer sich selbst zu
    machen. Ich finde, die Kunst ist, beidem zu genuegen und sich zu
    freuen, wenn die ‚eigenen‘ Bilder auch anderen gefallen.

    Die Beurteilung von Bildern ist nun mal subjektiv und das wichtigste
    ist, dass sie einem selbst gefallen (was nur aus der Sicht des
    Amateurs zutrifft…). Bei einem Profi muessen einem eher die ‚eigenen‘
    und nicht die fuer den Kunden gefallen. Aber der Kunde bezahlt nun
    mal…

    Cya,
    Marc

  24. Ich bin Profi-Fotograf und habe schon häufiger Hochzeiten auf dem Saal fotografieren müssen. Ich kann mich noch gut an die erste erinnern: etwas nervös sass ich dem Paar gegenüber, da mir selbst die Aufnahmen teilweise gar nicht gefielen. Aber es musste ja jeder mit drauf.
    Das Paar dagegen war begeistert. Auch, dass der alte Uropa auf einem Bild etwas unscharf war, störte sie nicht. Hauptsache, er sei überhaupt zu sehen. Seit dem mache ich mir bei der Präsentation der Bilder keinen Stress mehr. Natürlich muss die Qualität stimmen und darauf lege ich auch großen Wert.

    In dem Zusammenhang möchte ich euch eine Bilderseite eines Freundes von mir empfehlen: http://www.trash-the-dress.de/gallery/trash_the_dress/ – das geht natürlich nicht so nebenbei auf der Hochzeit, sondern muss sorgfältig inzseniert werden.

  25. Noch ein Nachsatz:

    Zusätzlich zum Honorar habe ich bei einer Silberhochzeit auch noch die Tochter des Hauses erhalten – mit der bin ich jetzt seit fast 18 Jahren verheiratet… :-D

  26. Meiner Meinung nach gibt es da aufjedenfall ein Unterschied das sieht man doch schon an den meisten Bilder ausm Urlaub. Jemand der schon länger knipst geht dabei nach dem goldenen schnitt vor der hobby knipser schiesst einfach drauf los und Hauptsache die lieben sind ja immer mittem im Bild. so kommt es das mann sehr schöne bilder von Sehenswürdigkeiten sieht wo dann einfach irgend ein Mensch davor steht und die sicht raubt. Wohin gegen der knipser der schon länger knispt doch eher die person im recht oder linken Drittel grösser positioniert und dann 2 drittel für die sehenswürdigkeit hat.

    Bei der Hochzeitsfotographie ist es bestimmt sehr schwer den Geschmack von jemanden zu treffen. Vor allem weil man nur eine chance hat. Ich denke das schöne Hochzeits fotos Gild wert sind :-).

  27. Das müssen aber wirklich „Feldbauern“ gewesen sein. Wenn ich Leuten die mit Fotografie nichts zu tun haben („Mein Handy macht super Bilder“) Fotos zeige die wirklich künstlerisch und ansprechend sind, verstehen sie zwar nichts von der Technik aber sehen schon ein, dass diese Bilder „sehr schön“ sind.

  28. Hallo,

    ich möchte der These in einigen Punkten widersprechen. Ich glaube nicht, dass man einfach sagen kann, der Fotograf hat eine andere Sichtweise als der Normalmensch – und Punkt. Denn das, was die Qualitätsfotografie in etlichen Jahrzehnten als Kniffe, Methoden, Regeln oder Ausdrucksmitteln erarbeitet hat, dient ja zunächst mal dazu, Fotografien wirkungsvoller zu machen, stärker, konzentrierter, pointierter emotionaler usw. Und diese Wirkungen werden auch vom Publikum wahrgenommen, das fast immer nicht-fachlich ist. Für diese wurden sie ja gemacht!

    Das Wissen um den goldenen Schnitt macht gewiss noch keinen Fotografen, aber in den Fotografien von guten Fotografen kommt der goldene Schnitt häufig vor!

    Wenn Fotografen aber einen besonders pointierten Stil entwickelt haben, wenn der Ausdruck in eine ganz besondere Richtung geht und wenn die anvisierte Zielgruppe dafür kein Verständnis dafür hat und die Ergebnisse auch nicht „schön“ finden kann, dann liegt das nicht am Unterschied Fotograf – Normalo, sondern schlicht an unterschiedlichen ästhetischen Positionen oder an unterschiedlichen kulturellen Niveaus.

    Dennoch glaube ich, dass der Könner auch mit der Maßgabe „alle drauf und möglichst bunt“ bessere Fotos zustande bringen wird, als Onkel Heinz, der mit der Cybershot blindwütig in die Menge ballert.

    Ein Profi ist, wer seinen Auftrag zur Zufriedenheit des Kunden erfüllt. Wenn feinsinnige Schwarzweißstudien bei nicht-feinsinnigen Auftraggebern nicht gewünscht werden, muss man sie halt weglassen und dafür die Stretchlimousine ordentlich fett inszenieren…. Oder sich ein Sujet suchen, wo man besser aufgehoben ist (und das war meine Entscheidung…. :-) ).

    VG
    Christian

    http://www.christianahrens.de

  29. Man kann natürlich die „Normalos“ nicht über einen Kamm scheren. Da gibt es die, die sich gern Fotos anschauen, aber selbst nicht fotografieren und dann gibt’s natürlich die, die es einfach gar nicht verstehen, warum das Foto gut sein soll oder gerade schlecht. Aber das ist ja letztendlich nicht wichtig. Du machst die Fotos für Dich und andere, die es interessiert.. nicht für jeden.
    Könnte man mit jedem da draußen über Fotografie reden, gäb es nicht diese Internet-Fotografie-Blog-Schwemme. Nur hier trifft man in großer Zahl Gleichgesinnte und kann ausführlich Gedanken teilen..

    Auftragsfotografie ist sicherlich (gerade am Anfang) ne höchst komplizierte Sache.
    Ich habe bisher noch keine Hochzeiten fotografiert (würde aber gern mal), bin aber jemand, der eher in’s Wasser springt und schaut, was passiert. Offensichtlich scheint das gerade bei Hochzeiten ne ganz schlechte Idee zu sein.. Habe mit Produktfotografie in einer Firma angefangen, obwohl ich davon eigentlich keine Ahnung habe. Aber die Ansprüche waren niedrig und mein Verständnis für Fotos haben ausgereicht, um die Qualität deutlich zu verbessern..
    Man kann es lernen..

    Interessanter Beitrag, aber von „Normalos“ zu reden hat auch’n bisschen was Elitäres.. Weiß nicht, ob das immer angebracht ist..

    M.