kwerfeldein
09. Juli 2008 Lesezeit: ~3 Minuten

Schwarzweiss : When Darkness Falls

Ich möchte Dir heute ein neues Foto aus meinem Portfolio vorstellen. Es ist in Schwarzweiss und ist bewusst düster und dunkel gehalten. Mehr dazu aber in den Details.

When Darkness Falls



Technische Informationen :
Canon EOS 30D, 1/50s, f/9, ISO100, 50mm, handgeschossen; RAW;

Zum Objekt :
Diese Hütte steht in Dobel, das ist ein Nachbarort von Bad Herrenalb im Schwarzwald. Und diese Hütte ist wohl die meistfotografierteste Hütte in meinem Archiv. Zwar habe ich davon sehr wenige Bilder veröffentlicht, aber vor Ort war ich schon einige Male. Die Hütte hat etwas einmaliges, anziehendes für mich.

Bildtitel :
Als ich über einen würden Titel für das Bild nachdachte kam mir „When Darkness Falls“ von Killswitch Engage (Achtung Metalcore) in den Sinn und das machte für mich durchaus Sinn.

Bildentstehung :
15 Uhr nachmittags. Mal wieder vor Ort an der Hütte dachte ich : Heute mach ich mal was anderes. Somit bin ich mit der Kamera in alle möglichen Richtungen gelaufen und habe von dort aus fotografiert. Auf dem Boden, von ganz nah, weit weg und auf einer Erhöhung wie in diesem Bild. Beim Shooting habe ich die Anzeige auf dem LCD auf Schwarzweiss gestellt und dennoch in RAW fotografiert. Denn die Struktur des Grasses verlangte geradezu danach in s/w fotografiert zu werden.

Postprocessing :
When Darkness Falls ist deshalb so düster, weil es zum einen monochrom ist und zum anderen so viele Schwarzanteile besitzt. Hier habe ich bewusst den Vordergrund dunkler gemacht, aber dabei darauf geachtet nicht alle Details zu verlieren. Den Hintergrund habe ich absichtlich schwarz gemacht um die Aufmerkamkeit auf die Hütte zu lenken und einen senkrechten Lichteinfall zu simulieren. Mit Abwedeln und Nachbelichten wurden verschiedenste Konturen der Hütte neu betont. Ein Blick auf das Histogramm lässt erkennen, dass das Bild eigentlich stark unterbelichtet ist – doch weil es hier gewollt und zur Stimmung passt ist das kein weiteres Problem.

Inspiration :
Ich habe mir ausgiebig viel Zeit für dieses Bild genommen und gute 10 Minuten darüber nachgedacht, wie es wohl am besten wirken könnte. Die Zeit der Bildbearbeitung ist für mich eine schöpferische Tätigkeit in der ich das Potential eines Bildes „entwickle“. Dabei hatte wie eher selten musikalische Unterstützung von dem einmaligen Gitarristen Andy McKee.

Reflexion und Kritik : Wer oben die Exifdaten gelesen hat, der sieht, dass ich mit 1/50s Belichtungzeit gerade so an der Grenze des Möglichen belichtet habe. Das hat auch Folgen, denn in der 100% – Ansicht ist zu erkennen, dass es minimal verwackelt und somit nicht ganz so knackig scharf ist, wie es ein könnte. Insgesamt bin ich aber dennoch zufrieden und fürs Web reicht die Aufnahme allemal. Die erdige, tiefe und düstere Stimmung wirkt auf mich anziehend und fast ein bisschen heimelig.

PS : An alle, die ungeduldig auf die Gewinner des Fotowettbewerbs warten : Wir arbeiten hier mit Hochdruck und sind der der letzten Phase. Bitte entschuldigt die lange Wartezeit.

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