kwerfeldein
11. Juni 2008 Lesezeit: ~1 Minute

Fotografie ist … ruhen lassen können

Fotografie ist ....Dies ist ein Gastbeitrag von Markus Dollinger, dessen Blog Du hier besuchen kannst. Übrigens, dies ist der letzte Gastbeitrag der Reihe „Fotografie ist …“. Viel Spass damit !

Jeder kreativen Tätigkeit tut es gut, sie auch einmal ruhen lassen zu können. Das ständige Mitführen der Kamera, zusammen mit dem Motivjagttrieb, führt meiner Erfahrung nach zu einem krampfhaften Umgang mit dem Thema und im Endeffekt zu schlechteren Bildern.

Große und gleichzeitig günstige Speicherkarten verleiten dazu, alles abzulichten, was einem in den Weg kommt. Auch wenn man als Fotograf einen anderen Blick für die Dinge bekommt, führt inflationär eingesetzte Fotografie wieder unweigerlich zum Tunnelblick.

Kamera liegen lassen und trotzdem entspannt nach außen gehen, sich anderen Dingen zu widmen, obwohl vielleicht ein absolutes Hammermotiv zu erwarten wäre! Das macht den Kopf frei und verhindert Betriebsblindheit und auch, dass die Fotografie zu nerven beginnt, weil sie einen permanenten „Motivdruck“ erzeugt.

Und ist es nicht auch schön, wenn das Motiv nur in unserer Erinnerung abgelichtet wurde und sich mit der Zeit verklärt, ohne dass ein fotografisches Beweismittel die Existenz dokumentiert?

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5 Kommentare

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  1. Blogartikel dazu: … nachbelichtet » Mein Statement zur Fotografie, dem Leben und dem ganzen Rest bei Kwerfeldein

  2. Interessanter Beitrag.. Tunnelblick und Motivdruck lassen der eigenen/authentische Wahrnehmung und der Kreativität tatsächlich wenig Raum. Hierzu vielleicht passend: ich habe momentan meine DSLR einer Freundin geliehen, und mal wieder meine manuelle Analoge benutzt (das Aufziehen nicht vergessen ;). Das schärft die Sinne und die Arbeit am Motiv. — Übrigens ein toller Blog und wahnsinns Bilder bei flickr, Martin! Schaue gerne rein.. Grüße, Mat

  3. Diese Erfahrung habe ich selbst auch gemacht. Manchmal braucht man mal bewusst eine kleine kreative Schaffenspause. Wenn man die ganze Woche mit der Kamera als Pressefotograf unterwegs ist und am Wochenende tatsächlich mal frei hat – was selten genug ist – dann muss man einfach sein Arbeitsgerät mal zwei Tage lang nicht anfassen.
    Auch nach einem längerem Urlaub komme ich mit neuem Schwung und in der Regel auch mit neuen Ideen wieder zurück.