Kwerfeldein
03. Juni 2008 Lesezeit: ~3 Minuten

Der beste Foto Tipp, den ich jemals bekommen habe .. Und Deiner ?

Jim Goldstein frägt mit seinem Gastpost auf DPS, welches der beste Foto Tipp war, den man jemals bekommen hat. Um diese Frage zu beantworten, kommt die Antwort nicht nur in einem Kommentar, sondern auch in einem Artikel. Der beste Foto Tipp, den ich jemals bekommen habe war :

„Fotografiere Tausende und abertausende Fotos, dann wirst Du besser werden“

Wie ich an den besten Tipp kam
https://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2007/10/arbeitklein.jpgIch kann mich noch gut erinnern wie ich an diesen Tipp gekommen bin. Damals hatte ich gerade angefangen mit der Kamera von Elena das Fotografieren zu lernen. Ca. 2 Monate war ich dabei habe viele unterschiedliche Fotografen angeschrieben, deren Fotos mich begeistert hatten.

In der Email stellt ich ihnen die Frage, wie ich ein guter Fotograf werden könne. Einer der wenigen Fotografen, die überhaupt antworteten schrieb mir dann zurück (ungefährer Wortlaut) :

Martin, ich kann Dir kein Zaubermittel verraten, mit welchem Du reich und berühmt wirst. Für Dich ist im Moment wichtig, dass Du viele Bilder machst von etwas, dass Dir Spass macht. Fotografiere Tausende und abertausende Fotos, dann wirst Du besser werden„.

Ich weiss noch sehr genau, wie diese email bei mir damals eintraf und ich erst einmal geschockt war, weil der Fotograf so direkt und ehrlich geantwortet hatte. Damals rechnete ich tatsächlich mit einem kürzeren Weg, einer Art Zaubermittel. In meinem Kopf waren damals eher ausgefallene Photoshop Techniken als ein so realitätsnaher Ratschlag. Deswegen traf der Tipp den Nagel auf den Kopf.

Leider kann ich mich an den Namen des Fotografen nicht mehr erinnern. Schade.

Heute …
Wenn ich mir diesen Tipp heute nocheinmal durch den Kopf gehen lasse und darüber nachdenke, dass steht eins fest : Dieser Aha – Moment damals hat mich unglaublich weit in meiner Entwicklung gebracht und ich würde diesen Foto – Tipp niemals gegen einen anderen eintauschen.

In einer Zeit in der ich mich vielmehr mit der Portraitfotografie beschäftige als damals erinnere ich mich gerne daran und mache mir klar, dass sich nichts geändert hat. Fotografieren Lernen geht nicht mit einem Zaubermittel und schon gar nicht von alleine. Übung macht den Meister und ich selbst kann bestimmen, wie schnell ich besser werde.

Und Du ?
Welcher war der beste Foto Tipp, den Du jemals bekommen hast ? Natürlich kannst Du, wenn Du magst auch einen Artikel auf Deinem Blog darüber schreiben. Falls nicht, freue ich mich wie immer über Deinen (Video)Kommentar !

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33 Kommentare

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  1. Ohja, das ist echt einer der besten Tipps. Leider langwierig und anfangs doch recht enttäuschend, aber wohl das einzige was hilft. Für mich, der immer alles gleich sofort perfekt beherrschen will ist das umso tragischer *g*

  2. Kann ich nur bestätigen – als ich vor ein paar Jahrzehnten anfing hat mir zwar niemand diesen Tipp gegeben, ich hatte aber auch so schon so viel Spaß am fotografieren, dass ich auf einem Party-Abend locker 7 36er-Filme verballert hab. Mit Digital hat die Menge dann ein wenig *hüstel* zugenommen.

    Das ging schon so weit dass ich mir vornahm *weniger* Fotos zu machen damit ich nicht mehr so ewig viel Zeit beim Sichten der Bilder aufwenden muss ;)

  3. Ach ja, Fototipp: ich denke der beste Tipp den ich bekommen hab war, grundsätzlich manuell zu arbeiten wenn man die Zeit dafür hat: manuell Blende, Zeit, ISO und Schärfe einzustellen.

    Gerade beim manuellen Belichten lernt man sehr viel über Lichtsituationen, ausleuchten einer Szene, bekommt ein Gefühl für Helligkeiten usw.

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  5. Der Tipp ist sicherlich ein sehr guter. Und grade das Wort „Zaubermittel“ trifft einiges doch sehr genau. Denn diese Erwartungshaltung dürfte wohl bei den meisten Neulingen da sein. Sie versuchen einfach Krampfhaft einen Stil nach zu machen oder orientieren sich eher an sch noch schlechteren Leuten, weil es das eigene Selbstwertgefühl nicht ganz so strapaziert.

    Letztendlich gibt es aber zweierlei Arten von Photographen: Die einen sind sehr Sparsam mit dem Abdrücken. Kein Auftrag = Kein Photo. Bzw.: „Warum soll ich ein Photo machen wenn ich es danach nicht verwenden kann?“
    Und es gibt die sportlichen „Everknipser“ wie ich sie mal nennen möchte. Die drücken am Tag am liebsten 20 tsd mal ab und haben bereits so einen festen Abdruck am Auge. Der Serienbildmodus ist natürlich immer angeschaltet. Praktisch, denn: 1x drücken = 12 Aufnahmen, soll auch schonend für den Auslöser sein. Da wird dann Abends fleißig im Familienrunde gesichtet und alles aufgehoben was halbwegs Scharf geworden war.

    Kategorie 2 hat auch noch die Zufallsabdrücker. Sie machen im Jahr einfach 15 tsd Photos im Automatikmodus. Egal wann, egal wo. Und am Ende des Jahre waren 3-4 geniale Zufallstreffer dabei. Und mit denen starten sie dann plötzlich die Karriere oder werden „entdeckt“. Hm…

    Ich selbst gehöre komischerweise Kategorie 1 an. Wenn mal nichts zu tun ist, bleibt die Kamera im Koffer. Das versuche ich mir sogar seit 3 Jahren abzugewöhnen, aber leider klappt das nicht einfach so.
    Ich glaube aber das für die meisten eher eine gesunde Mischung ein guter Tipp wäre. Photographiert was Euch Spaß macht, aber macht es mit Verstand. Und wenn es geht einfach mal im manuellen Modus. Der Stil etc. findet sich von selbst und nach den ersten 10 tausend Bildern wirds auch besser werden.

    Gruß Toasti

  6. Toasti, diese Extreme sind schön getroffen, doch ich denke die meisten Fotografen findest du in der Grauzone zwischen den beiden.
    Ich muss zB weiß gott nicht überall die Kamera mit hin schleppen, und selbst wenn, dann muss ich dort nicht zwingend auch Fotos machen, ich kann mich da auch sehr gut zurückhalten.
    Auch im Urlaub (wo ich natürlich eine Kamera mit habe), bin ich eher sparsam mit Bildern, ich knipps nicht einfach alles was sich nicht schnell genug weg bewegt.

    Habe ich dagegen ein Auftragsshooting, so mache ich hunderte oder auch tausende Fotos während einer Session, um möglichst viel verwertbares Material zu kriegen.

  7. Nachbearbeiten. Bekommen von der ersten Band die ich fotografiert habe und denen ich die Bilder zwar ausgewählt, aber unbearbeite schickte, da ich entschieden hatte, ein Purist zu sein.
    Absoluter Unsinn. Kontrast gegen den blassen Schleier auf den Fotos ist nötig. Hab direkt danach angefangen, die zu bearbeiten.
    Meine Methode(n) zum Bildmastering (:D) haben sich genauso entwickelt wie meine konkreten fotografischen Verhaltensweisen. Und wenn ich mich an einen Eintrag von dir erinnere: „Deine ersten 10000 Fotos sind deine Schlechtesten“, kann ich dir nur zustimmen. Ich bin derzeit bei 9786 und glaube, die perfekte Postprocessing-Methode für mich gefunden zu haben.
    Das hab ich schon mindestens zehnmal gedacht.
    Dein Tip: „Schreib über Fotografie“ ist Top.

  8. Ah, ich kann nicht editieren, aber der direkt zweitbeste Tip (eigentlich der beste) ist natürlich: „Aussortieren (es lässt die restlichen Bilder besser aussehen)“.
    Nichts ist schlimmer als durch endlos viele, gleich aussehende Fotos zu browsen.
    Aber das entwickelt sich wahrscheinlich. Meine veröffentlichten Bilder/Band sind auch von 35 auf 10 gesunken. Gleichzeitig mache ich auch insgesamt weniger Fotos, was einfach angenehm ist.
    Oft stehe/knie ich 10-20 Sekunden in einer unangenehmen Position, um ein wirklich gutes Bild der Konstellation zu bekommen. Oft gibts da aber kein gutes Bild, vor einiger Zeit wars mir sogar peinlich, „unverrichteter Dinge“ meine Position zu verlassen. Unsinn.

  9. der beste fototipp, den ich jemals gehört habe:
    „wenn’s scheiße aussieht, warst du nicht nah genug dran.“

    kann man natürlich nicht verallgemeinern, aber oft trifft es zu… man wundert sich, warum’s nicht wirkt und die stimmung rüberkommt usw. und am ende war man einfach nicht nahgenug dran :)

  10. janika hat den besten tipp, den ich bekommen habe, offenbar auch bekommen: „näher ran“ .
    also mein zweitbester tipp: alte fotos nochmal anschauen – in der kiste (heute: olle ordner auf der fesplatte) verbergen sich oft schätze, die beim ersten mal hingucken langweilig erschienen.

  11. Der Typ ist gut, man sollte das auch nicht verallgemeinern, die Hinweise sind doch gut für einen Anfänger besonders. Ich werde erst bald anfangen, aber einen Stil zu kopieren finde ich nicht gut. Denn es versteckt doch das eigene Potential.

    Ich male Bilder, entwickle T-Shirts und orientiere mich nicht an anderen Malern oder Designern. Die Übung machts denke ich mal, die ersten gemalten Bilder mit Pinsel waren super schwer, Farbe trocknet so schnell ich nicht mal gucken konnte. Pinsel kaputt etc. Ich würde nie tsd Bilder schiessen, ich würde eher sagen dasselbe Motiv immerwieder probieren, um irgendwann doch das gewünschte zu haben. Und vor allem nicht Wahllos zu Fotografieren, sondern sich gedanken um das Bild zu machen. Dies schreibt ein Anfänder:-)

  12. Also ich fotografiere seit Februar diesen Jahres (also versuch es professionell) davor hab ich immer ein wenig rumgeknipst.
    Ich bin kein Typ Fotograf sondern ein Individuum das sich nich ein Ordnen lässt weil ich mache was ich will und wie oft ich verdammt nochmal auf den Auslöser drücke entscheidet die Situation und jetz zu sagen man solle nich zu oft auf den Auslöser drücken ist der größte Schwachsinn den ich je gehört habe, weil wozu gibt es denn digitalen Film???
    Naja und durch 10000 gleiche Fotos zu gucken macht mir noch eher Spass weil ich es immer einen kleinen seknivikaten Unterschied gibt den meist nur ich sehe mich aber immer glücklich fühle, da ich immer ein Fotoa am Ende noch habe bei demes dann alles stimmt und wenn nih gibts ja auch noch Photoshop

    Der beste Tipp den ich mir mal vor ca. 1 Monaten geholt hab bei einem Kumpel: “ such dir Kontraste (z.B.: Meerjungfrau in der größten Stadtpassage) und versuch dir vor einem Shooting in einem kleinen Notizheft alle Ideen die du hast festzuhalten auch wenn sie noch so doof wirken und schreib alle deine Gedanken und Gefühle in dieses Notizbuch…

    Was soll ich sagen ich bin ein ganz anderer Fotograf geworden dem auch Gfühle kein Problem bereiten

    Mfg Franky

  13. Die besten Bilder mache ich selbst, wenn ich eher intuitiv fotografiere. Es ist ähnlich dem Billiardspielen, manchmal entsteht so eine Art (Spiel)rausch, noch bevor die Stoßkugel die anderen Bälle berührt, weißt du, das du deinen Punkt gemacht hast.

  14. mein erster und wichtigster war durch den sucher schaun stillhalten und abdrücken da war ich ungefär 4oder5 war auch mein erster Tipp denn ohne den geht wenig. mein zweiter war dann den objektivschutz abzunehmen^^

  15. Hallo deine Tipps sin schon recht hilfreich und der mit den1000 Fotos war non mal der beste.
    Aber mal zu mir ich habe meine Kamera seid 2 Wochen.
    Habe meine noch nichd getauft hole ich aber bald nach hab nur noch keinen passenden Namen :-)
    Habe mich in den 2 Wochen rechd ausgetobt und mich schwer in di Fotografi
    Ferliebt. Ein ferdamd schöne art sich Arm zu machen
    Mit lieben grüßen Spu

  16. Drei Sätze, welche mich zum Nach-und Umdenken bewogen haben:

    „Sieht es scheisse aus, lag der Fehler hinter der Kamera!“
    „Gib einem guten Fotografen eine schlechte Kamera und er wird bessere Bilder machen wie du, mit der besten Ausrüstung.“
    „Die ersten 10.ooo sind die schlechtesten.“

    Beste Grüsse

  17. Mein Matheprof hatte mir zu einer Frage folgendes entgegnet:
    „Tust du’s ist es schlecht, lässt du’s dann erst recht.“
    Diese bedeutende allgemeine Floske, lässt sich problemlos auf jeden Lebensbereich anwenden. :)

  18. Der beste Tipp eines Fotografen, den ich erhielt , lautete: Wenn Du Menschen fotografieren willst und das Bild arrangieren willst, dann überhaste nichts, plane viel Zeit ein und vor allem erkläre Deinen „Objekten“, was Du beabsichtigst und was Du von Ihnen erwartest. Bitte sie, geduldig zu sein und vergiss nicht, Dich anschließend bei Ihnen zu bedanken

  19. Ein weiterer wertvoller Tipp, den mir vor Jahren ein Fotograf gab, betraf das Arrangement von Vordergrund und Hintergrund:
    “ Unterschätze den Hintergrund nie! Wähle einen Hintergrund, der es schon für sich allein Wert wäre, als Bild in einer Galerie zu hängen“