kwerfeldein
23. Mai 2008 Lesezeit: ~1 Minute

6 Megapixel

Hannes Trapp„6 Megapixel“ ist ein Gastartikel von Hannes Trapp, dessen Ipernity Blog Du hier besuchen kannst.

Es kommen immer noch Leute zu mir, und fragen nach der Megapixelzahl meiner Kamera. Da muss ich immer ernsthaft überlegen – denn das ist eine der wenigen Zahlen meiner Kamera, die ich mir sicher nicht merke.

Oft bekommt man dann die Kompakte vor die Nase gehalten: „Die hier hat aber mehr!“ Das ist dann der Punkt, an dem ich mir die Äußerung „Na dann back Dir doch n Eis!“ verkneife und ohne weitere Worte zu verlieren aus der Unterhaltung aussteige. Dort ist ohnehin jede Bemühung zwecklos, Drehtüren sollen andere zuschlagen.

Wieder andere kommen und fragen was ich von verschiedenen kompakten Kameras halte, kurz bevor die Anschaffung einer ansteht. Empfehle ich daraufhin nicht die mit den meisten Pixeln, ernte ich oft Unglaube. (Welche ich empfehle werde ich hier nicht schreiben – wer das wissen will muss fragen – keep it non-commercial.) Die Erklärungen, warum man nicht die mit den meisten Pixeln empfiehlt, dauert dann oft recht lange. Glücklicherweise habe ich heute die 6mpixel.org Kampagne gefunden, die das ganze übersichtlich und offensichtlich erklärt.

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7 Kommentare

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  1. Ganz recht. Ich habe mit einer 8MP-Kamera schon Abzüge gemacht, die als 100 x 150 cm-Abzug im Wohnzimmer hängen. Das sollte wohl reichen. Trotzdem verlangen viele Agenturen, mit denen ich arbeite, als Untergrenze 10 MP, natürlich mit Vollformat, da muss man sich da beugen.

  2. Die Seite wurde hier nich gar nicht erwähnt?
    Beschreibt es meiner Meinung nach absoult klasse.
    So wie Hannes wurde ich auch schon oft angesprochen und verweise auch immer auf diese Seite…

    Meine alte und „unterpixelte“ EOS 1D mit jämmerlichen 4P hat es auch schon geschafft sehr schöne Vergrößerungen an meine Wand zu zaubern ;)

  3. @R. Kneschke: Die 6-Megapixel-sind-genug bezieht sich ja eher auf die Kompakten mit ihren Mini-Sensoren.

    Und da ist die Erklärung eigentlich ganz einfach. Wenn der einzelne Pixel schon schlecht arbeitet, weil er einfach zu klein ist, wird das Ergebnis nicht besser wenn man immer mehr dieser schlechten Pixel hat.

    Auch für APS gibt es sicher eine solche Obergrenze, bei deren Überschreitung die Qualität leidet. Die dürfte aber proportional zur Sensorfläche höher liegen – und damit liegen 10 oder 12 MP noch deutlich darunter.

  4. ich kenne all diese diskussionen und probleme, und am meisten nervt wenn die leute mir sagen ja ich verstehe und kommen nachher mir einer 10mpx kompakten dahergelaufen… dann komm ich mir irgendwei veräppelt vor. diese kampagne hab ich auch schon längere zeit entdeckt, es fällt mir aber auf dass das die meisten leider nicht interessiert.

  5. @ R. Kneschke: So lange wenigstens noch die Vorgabe „Vollformat“ dabei ist, ergibt es ja auch wieder einen Sinn. Geht man von der bei 6mpixel.org angegebenen optimalen Pixelgröße von minimal 3µm aus, verträgt ein Vollformatsensor nach deren Tabelle bis zu 96 Megapixel, bevor Beugungserscheinungen etc. auftreten. Ob man das dann haben muss ist die andere Frage ;-)

  6. und ich dachte, die technikwelle hat mich schon wieder mal überrollt und mein bekannter bekommt größere bilder mit seiner pushup-kompakt hin, als ich mit meiner DSLR – man lernt jeden tag (zum glück) was dazu – merCi!