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05. Mai 2008 Lesezeit: ~4 Minuten

Fotografieren und Deine Kamera – eine spannende Beziehung

Fotografieren und Deine Kamera - ein spannende BeziehungPhoto : Matthias Pabst


Der Fotograf und seine Kamera – das ist doch eine ganz besondere Beziehung, nicht war ? Doch was ist wichtig für den Umfang mit unserem Baby ? Welche Dinge sollte man beachten, um in eine gute Beziehung mit der Kamera einzugehen ? Dieser Frage möchte ich heute Begegnen und mit ein bisschen Witz aus meinem Erfahrungsschatz berichten. Viel Spass damit !

Die Beste
Dein „Baby“ ist für diesen Moment die beste, welche Du haben kannst. Ich kenne viele Fotografen, welche immer wieder erzählen, dass sie mit einer besseren Kamera ein viel „krasserer“ Fotograf wären. An dieser Stelle : Das ist völliger Bullshit. Es ist der Fotograf hinter der Kamera, der das Bild macht, nicht die Kamera. Klar, es ist nicht zu leugnen, dass ein qualitativer Unterschied zwischen verschiedenen Modellen festzustellen ist. Doch schau Dir mal diese Bilder an, sie wurden allesamt mit einem Handy fotografiert. Ergo : Sei stolz auf Deine Kamera, sie ist die Beste, die Du haben kannst. Sei dankbar dafür – das wird Deinen Fotoalltag wesentlich leichter und angenehmer machen.

Führ sie aus
Wenn Du besondere Events wie ein Fussballspiel, ein Konzert oder ein leckeres Essen vor Dir hast, dann nimm sie ruhig mit. Gerade wenn ihr noch nicht lange zusammen seit, werden solche Momente immer wichtiger werden, denn dadurch wirst Du sie erst richtig kennenlernen, hihi. Nein, ganz im Ernst : Deine Kamera sollte so oft wie möglich an Deiner Seite sein. Es hat nur Vorteile und man kann es sich angewöhnen. Das ist auch einer meiner Geheimtipps dafür, wenn Du mal wieder in ein Motivationsloch gefallen bist und so gar kein Bock auf fotografieren hast. Einfach überall mitnehmen.

Hör ihr zu
Wenn Du Dir eine Kamera kaufst, dann ist da immer auch eine Betriebsanleitung dabei. Sie ist wie der Mund Deiner Kamera und bevor ihr so richtig zusammen kommt, solltest Du das Büchlein gelesen haben. Es wird Dir eine Menge Dinge über Deine Kamera erzählen, die Du so niemals erfahren würdest. Nimm Dir gerade am Anfang so richtig viel Zeit, um das Büchlein zu studieren, und ich garantiere Dir : Du wirst Dein Baby danach viel besser verstehen (Du wirst wissen, was sie gar nicht mag, was sie gerne macht und wo Du vorsichtig sein solltest) …

Abwechslung
Versuche sämtliche Fähigkeiten aus, die Deine Kamera kann. Fotografiere in Jpeg, Raw in grosser oder kleiner Auflösung mit Piepton und ohne. Alles muss erprobt sein, denn auch in der Praxis musst Du wissen, warum Du welche Einstellung vorgenommen hast. Checke sämtliche Sonderfunktionen, welche Du ja nun in der Betriebsanleitung kennengelernt hast und beobachte, wie sich die Kamera verhält oder welche Zusatzfunktionen es gibt. Ich finde selbst heute noch Sachen an meiner 30D, welche ich entweder wieder vergessen oder noch nie so probiert hatte. Das macht Spass.

Die Kleidung
Mit Kleidung ist eine Kameratasche gemeint, sie wird Deiner Kamera die nötige Sicherheit geben, welche sie verlangt. Zwar genügt für den Beginn auch mal der Rucksack, aber nur eine Kameratasche ist so gepolstert und eingerichtet, dass Deine Kamera so optimal gesichert ist, wie sie es sein sollte. Hier empfehle ich einfach zusammen mit Deinem Baby in ein Fotofachgeschäft zu gehen und verschiedene Taschen anzuziehen. Aber auch online kann man einige schicke Kamerataschen käuflich erwerben ;)

Der Alltag
Ja, der Alltag, der muss auch trainiert sein, nicht war ? Nach einer bestimmten Kennenlernzeit wirst Du auch mit Deiner Kamera richtig arbeiten können. Und dann muss sie in den Einsatz kommen, wo immer auch möglich. Fotografiere das, was Dir gefällt, was Dich bewegt und fotografiere es abertausende Male. Dann wirst Du immer mehr über Deine Kamera und schliesslich auch über das Fotografieren lernen !

So – und nun mach ich hier Schluss und wünsche Dir viel Spass beim Fotografieren mit Deiner Kamera !

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12 Kommentare

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  1. Die meisten Fototaschen sind mir viel zu dick, groß und hässlich.
    Hab mir eine Crumpler Daily L gekauf, die macht zwar optisch was her… ist aber trotzdem ein Mördervieh. Hab sie deswegen auch noch nie benutzt und nehme immer noch meine alte schlichte Ledertasche die null gepolstert ist. Dafür ist sie einfach mitzuführen und stört nicht. Hat halt leider alles seine Vor- und Nachteile.

    Bin weiter auf der Suche nach dem optimalen Mix aus beidem :-/

  2. Schickes Foto, kann ich auch, lesen meine ich :)

    Als Tasche hat sich die Lowepro Stealth Reporter D300W bei mir durchgesetzt. Platz für ne DSLR inkl. Batteriegriff, 10-12er (normal), 17-15er (gross), 70-200 (sehr gross) und ein wenig Schnickschack wie Filter, Teleconverter und so.

  3. ich such immer noch verzweifelt nach einer tasche, in der mehr als meine kamera platz findet und die dabei aber dennoch nich wie ein Klotz wirkt*umfall* kalahari find ich toll, aber die sind soooooooo teuer….

  4. Ich finde ne Tasche zu unbequem, daher hab ich mich für einen Fotorucksack von Tamrac entschieden, unten ein großes, gepolstertes und einteilbares und vor allem seperates Fach für den ganzen Kamerakrams inkl. Speicherkarten, Akkus etc. und ein recht großes Fach für alles andere was man so mitnehmen will wie Jacke, Bücher, Nahrungsmittel und so weiter. Und in der größten Fassung gibt es sogar noch ein drittes Fach für einen Laptop bis 17″. Siehe: http://www.gedankenstuecke.de/index.php?/archives/1489-Tragbar.html

    Und für den Fall, dass es rauher wird hab ich mir erst kürzlich ein Pelicase angeschafft.

  5. Ich habe bemerkt, dass mir das Fotografieren erst richtig Spaß macht, seitdem ich alle Einstellungen meiner Kamera wie im Schlaf und fast ohne hinzugucken einstellen kann. Dazu habe ich oft die Bedienungsanleitung gelesen und die verschiedenen Einstellungen ausprobiert. Trotzdem klappt immer noch nicht alles auf Anhieb. Aber es macht Spaß und das ist das Wichtigste für mich.

  6. Diesen Fehler, zu denken „Wenn ich bloß eine bessere Kamera hätte, wäre ich ein besserer Fotograf“ habe ich eine zeitlang auch gemacht. Mittlerweile habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass man auch aus einer Einsteiger-DSLR einiges rausholen kann. Vorausgesetzt, man geht damit richtig um und besorgt sich Informationen (neben der Bedienungsanleitung gibt es auch ein paar vernünftige Bücher, die über die Bedienungsanleitungen hinausgehen).

    Für meine Fotosessions benutze ich den Fotorucksack „SlingShot 200 AW“ von Lowepro. Gerade wenn ich in der freien Natur unterwegs bin, ist dieser Rucksack äußerst praktisch. Den muß ich nicht auf dem Boden stellen und kann ihn nach vorne an den Bauch schieben, Kamera oder Objektiv rausholen und wieder hinter dem Rücken schieben und habe so meine Hände frei für Kamera und Stativ. Hat sich bisher bestens bewährt. Für eine Kameraausrüstung mit 2 Bodies und 5 Objektiven ist das natürlich nichts.
    Hier ein paar Bilder: http://taschenfreak.de/TASCHEN/LP/SlingShot200AW/index.htm
    Es gibt aber auch eine größere Variante: http://taschenfreak.de/TASCHEN/LP/SlingShot300AW/index.htm

    Gruß Matthias