kwerfeldein
06. April 2008 Lesezeit: ~5 Minuten

Colorkey mit PhotoFiltre

Dies ist ein Gastbeitrag von Anne Kornell – deren Blog Du unter blog.tokbela.de besuchen und studieren kannst. Schau ruhig mal vorbei und sage hallo ;) .

– –

Die Wikipedia weiss:

Colorkey ist eine Technik der digitalen Bildbearbeitung, mit deren Hilfe Motive in Grauwert-, Sepia- oder sonstigen monochromen Bildern besonders hervorgehoben werden können.

PhotoFiltre ist ein Bildbearbeitungs-Programm von Antonio Da Cruz. Es ist für den nichtkommerziellen Gebrauch Freeware und in vielen Sprachen erhältlich.

Soviel erstmal zu den Buzzwords im Titel. Nun versuchen wir, das Ganze in einer Art Kurzgeschichte in 9 Bildern Tutorium zu verbinden:

Das unbearbeitete Bild. Zuerst einmal öffnet man das fragliche Bild in PhotoFiltre. Wir sehen hier ein wunderbares Foto voller Kuscheltiere, völlig unübersichtlich. Was wir wollen, ist eine Hervorhebung des kleinen Plüschschafes, indem wir alles andere in Grautönen darstellen. Klassische Colorkey-Technik also.

Überprüfen/Ändern der AuswahlrandeinstellungenWir wollen also das Schaf auswählen. Dazu überprüfen wir zuerst, welche Optionen für die Auswahlkante gelten. Mit der Einstellung „Antialias“ (unter Auswahl -> Antialias) habe ich hier die besten Erfahrungen gemacht. Dann ist der Übergang zwischen farbigem und grauen Teil nicht abgehackt (dann sieht es aus wie eine schlecht gemachte Collage), sondern fließend. So fügt sich der farbige Teil besser in die Umgebung ein und zB runde Formen werden besser dargestellt.

Zoomen und ToolauswahlNun zoomen wir an den Teil des Bildes, den wir auswählen wollen – in unserem Fall das Schaf. Das geht entweder mit der Lupe mit dem + (rot markiert) oder mit dem Mausrad. Anschließend wählen wir unser Werkzeug. Ich verwende hier nicht das Lasso-Tool, welches quasi „freihand-markiert“, weil meine Maus öfter mal in Richtungen zieht, in die ich nicht möchte und ich auch ansonsten mit dem Polygon-Tool bessere und exaktere Ergebnisse erziele. Also Polygon-Tool (roter Kasten) auswählen.

Auswählen des ObjektsMit diesem Tool umranden wir nun also unser Objekt. Dabei müssen wir nicht pixelgenau die Kante des Schafs treffen (wäre bei der Wolle auch eine schweisstreibende Arbeit), da wir ja eine weiche Kante bekommen und sich das deswegen schnell relativiert. Außerdem ist Perfektion eh langweilig. LAAANGWEILIG!

Invertieren ahoi! Mit dieser Auswahl sind wir zwar schon einigermaßen glücklich, aber zufrieden noch lange nicht. Um den folgenden Schritt besser bewundern zu können, stellen wir den Zoom wieder so ein, dass wir das gesamte Bild sehen können. Nun betätigen wir den lustigen Button unten rechts (rot markiert). Der invertiert nämlich die Auswahl. Was vorher innen war, ist nun außen; also ganz, wie der Mathematiker in Afrika einen Löwen fängt. Dass ihr die Auswahl umgekehrt habt, sehr ihr daran, dass abgesehen von eurem Schaf auch noch der Bildrand mit einer gestrichelten Linie versehen ist.

Endlich grau Jetzt sind wir endlich so weit, dass wir den Rest des plüschigen Volkes ergrauen lassen können. Dafür wählen wir unter Filter->Farbe die Einstellung „Graustufen“. Tadaa, sieht das Ganze relativ monochrom aus. Aber was ist das? Am silbernen Ring des Schafs (da links) haben wir etwas übersehen!

Beseitigung kleinerer Macken Na, da zoomen wir doch direkt wieder hin und korrigieren das kurz. Jetzt sehen wir auch genauer, was wir da verbockt haben. Macht nichts, einige kühne Striche mit dem Polygon-Tool bügeln das wieder aus. Über das inzwischen Graue dürfen wir natürlich nach Lust und Laune drübermarkieren, ist immerhin schon grau. Dies ist auch empfehlenswert, ansonsten sorgt nämlich die weiche Auswahlkante für bunte Überbleibsel im Bild. Also an der zukünftigen grau-grau-Kante großzügig abschneiden.

Kurz vor dem Ziel Aber jetzt nicht die Nerven verlieren, immer mit der Ruhe. Klickt ihr jetzt nämlich auf „Graustufen“, habt ihr euer Schaf in Millisekunden um Dekaden altern lassen. Die Auswahl-umkehren-Funktion ist nämlich noch aktiviert. Die deaktiviert ihr einfach durch erneuten Klick auf das Symbol (in der Normalansicht checken, ob der Rand des Bildes noch gestrichelt ist oder nicht) und dann – endlich – könnt ihr den übriggebliebenen Schnipsel noch entfärben.

Fertig! Fertig! Fertig!Jetzt bewundert euer wunderbares Colorkeybild. Speichern nicht vergessen und dann kann man sich ans nächste setzen. (Bei Objekten, die von vorneherein schon eine angenehme Form haben – die Iris eines Auges beispielsweise – bieten sich auch die vorgeformten Auswahlwerkzeuge an – das Runde in etwa.)

Und dass man das Ganze auch am Fließband machen kann, sieht man z.B. in diesem Teil meiner Galerie. Etwaige Mängel an meiner Anleitung bitte ich zu verbessern bzw. zu berichtigen.

Ähnliche Artikel


3 Kommentare

Schreibe einen Kommentar zu Andrea – abbrechen –

Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.

  1. Ich bin ein großer Freund von Photofiltre, aber ich würde niemals auf die Idee kommen damit ein ck zu machen.

    Probier dich mal an Ebenen:
    Lege eine zweite Ebene über das Foto, und zwar eine s/w-Version.
    Danach radierst du einfach an den Stellen die Ebene weg, an denen die Farbe sein soll.
    Grüße!
    (Netter Blog übrigens)

  2. Hi ihrs

    find den beitrag klasse.. such da jetzt echt schon 2 monate lang was, keiner konnts mir erklären.der beitrag half!! danke xD

    aber du freddy wie meinst du das mit der 2ten ebene? kannst du das vllt bitte ein wenig genauer erklären?

    gruß an euch fleißigen.

    andi