kwerfeldein
28. März 2008 Lesezeit: ~4 Minuten

Kai Müller – Ein Interview (Teil 1)

kai-mueller (1 von 1).jpg

Kai Müller ist wohl den Meisten unter dem Begriff Stylespion bekannt, ein Weblog zum Thema Design, Einrichtungstipps und vielem mehr. Doch in den letzten Monaten machte sich Kai auch mit seinem Weblog über Fotografie und seinen eigenen Bildern bemerkbar. Da Kai ein sehr guter Freund von mir ist, habe ich mit ihm ein Interview via Chat gemacht, wovon ich Euch nun Teil 1 präsentiere.

MG : Kai, magst du dich vorstellen ?

KM : Hi, mein Name ist Kai Müller. Ich lebe in Köln und arbeite dort als Web Designer in Festanstellung. Darüber hinaus betreibe ich das Blog StyleSpion.de und seit kurzem auch (wieder) kaimueller.org. Ich habe mir im Sommer 2007 endlich einen Wunsch erfüllt und eine digitale SLR gekauft. Seitdem lässt mich die Fotografie nicht mehr los, und ich versuche meine „Skills“ auszubauen. Ich mag es, mich in neue Themen einzuarbeiten, und bin recht ehrgeizig, was das Erreichen von Zielen anbetrifft.

200803281244.jpg

MG : Welche Ziele sind das ?

KM : Unterschiedlich. Beruflich stehe ich zwischen den Fronten des Web-Entwicklers, des Web Designers und des Programmierers. Das heißt, ich muss von allem zumindest die Grundlagen kennen, arbeite mich dann aber aus Langeweile gerne in neue Bereiche ein. Als ich mit dem Bloggen anfing, wollte ich natürlich erreichen, dass den Kram auch jemand liest. Das hat bisher ganz gut funktioniert. Nun ist es die Fotografie, die dafür sorgt, dass meine Freizeit ausgefüllt bleibt. Kochen hab ich auch irgendwann mal als Ziel gehabt. Klappt nun ganz gut.

MG : Na, dann hake ich nochmal genauer nach. Hast Du Dir fotografische Ziele gesetzt ? Falls ja, welche genau ?

KM : Klar. Kameratechnik beherrschen, einen „fotografischen Blick“ entwickeln, Komposition, Beleuchtung… Ich musste aber schnell feststellen, dass zum Fotografieren eine große Portion Erfahrung notwendig ist. Die Theorie ist das eine, rauszugehen, und gute Fotos zu schiessen, das andere. Also liegt noch ein langer Weg vor mir.

200803281246.jpg

MG : Welcher dieser Bereiche ist Deiner Meinung nach am schwierigsten zu Erlernen?

KM : Technik kann man im Prinzip ablesen. Das ist wie Autofahren. Wenn man es mal verstanden hat, dann läuft es mehr oder minder von alleine. Weitaus schwieriger finde ich ist es, ein Gespür dafür zu entwickeln, wann es keinen Sinn macht die Kamera zu benutzen (Beispiel: mieses Licht). Also nicht auf alles draufzuhalten, weil man denkt, dass man jetzt Fotografieren muss. Die guten Motive zu sehen, die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Objekten zu dokumentieren und so, das finde ich schwierig. Man hat aber sicher einen Vorteil, wenn man sich vorher bereits mit Grafik beschäftigt hat. Proportionen, Perspektive, Goldener Schnitt und all das.

200803281243.jpg

MG : Auf kaimueller.org hast du Foren, Communities und deren Relevanz scharf kritisiert. Hast Du selbst Erfahrungen negativer Art gemacht ?

KM : Naja, so scharf war das doch gar nicht Ich habe die Relevanz in Frage gestellt. Ich möchte vorher aber betonen, dass ich Verallgemeinerung nicht mag – es gibt sicher einige auf die diese negativen Aspekte nicht zu treffen. Ich habe eher generell das Gefühl, dass viele Foren nicht ihrem eigentlichen Zweck dienen. Und ich mag es nicht, wenn so eine Art Insel geschaffen wird. Da gibt’s dann immer einen Anführer, viele Mitläufer und Außenseiter. Ich mag es offener, dafür eignen sich Blogs wie deiner schon eher. Jeder kann kommen, jeder kann dazu kommentieren. Wenn ein Kommentar nicht passt, schaltet man ihn nicht frei.

 

Ähnliche Artikel


2 Kommentare

Schreib’ einen Kommentar

Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.