kwerfeldein
25. Februar 2008 Lesezeit: ~4 Minuten

Blogreflexion und Gedankenfetzen

Gute Tag allerseits. Ich hatte ja angekündigt, hier öfter mal wat Persönliches zu schreiben. Und da ich mir eh täglich Gedanken um kwerfeldein.de machte, rücke ich mal damit raus.

  • Karten auf den Tisch. Immer wieder bemerke ich, wie unsicher ich oft über das bin, was ich hier täglich präsentiere. Des öfteren habe ich keine Ahnung, wie Du, lieber Leser meine Artikel aufnimmst, ob sie Dir was bringen oder nicht. Aber mit jedem Monat mehr stelle ich fest, dass kwerfeldein.de nicht perfekt sein muss und diese Unsicherheit einfach dazugehört und auch ok ist.
  • Vor einiger Zeit habe ich Dich gefragt, welche Dinge Du über Digitale Fotografie lernen möchtest. Im Anschluss an die sehr hohen Reaktionen ist mir bewusst geworden, dass ich die meisten der gestellten Fragen gar nicht beantworten kann bzw. nicht dazu qualitfiziert bin. Und ehrlich gesagt tut mir das leid, da ich ja versprochen habe, auf die Fragen einzugehen und nach ersten Gehversuchen nix mehr darüber geschrieben habe. Dennoch habe ich vor zu schauen, was andere über die Themen schreiben und werde kucken, was ich dazu sagen kann. In den meisten Fällen werden es nur aber Links zu anderen Fotografen sein. Oder deren schlaue Zitate. Ich möchte auf keinen Fall hier Sachen sagen, die mir nicht zustehen oder welche aufgesetzt klingen – habe aber Deine Fragen, lieber Leser nicht vergessen..
  • Ehrlich gesagt habe ich mir lange überlegt, ob ich das Thema ansprechen soll, oder nicht. Jetzt mach ichs einfach. In den letzten Wochen habe ich häufiger mal mitbekommen, dass Leute kwerfeldein.de mit anderen Blogs vergleichen und in manchen Kommentaren entdecke ich einen leicht zynischen Ton. Ich selber vergleiche kwerfeldein.de kein bisschen mit anderen Blogs, weil das nichts bringt und ich mich sowieso nicht mit anderen auf einer „besser/schlechter“-Ebene sehe. Im Gegenteil : Ich finde es spannend, dass es so viele unterschiedliche Blogs zum Thema Fotografie gibt, regelmässig lerne ich eine Menge von anderen Fotografieblogs und habe einen Riesenrespekt vor jedem, der seine Meinung in der Öffentlichkeit präsentiert. Und da ich immer noch davon ausgehe, dass Blogs freiwillig sind und niemand gezwungen ist, hierher zu kommen möchte ich noch einmal betonen : Ich freue mich über Feedback jeder Art und sachliche Kritk ist hier sehr willkommen. Aber vorne wie hintenrum meckern und lästern ist etwas, das ich einfach schade finde.
  • Ich habe mich riesig über die Resonanz gefreut, als ich gefragt habe, wie meine Leser zu persönlichen Posts von mir stehen. Zwar gingen am Tag drauf die Feedburnerzahlen ersma mächtig nach unten aber hey : Das ist mir ziemlich wurschd. Eure Kommentare haben mir bestätigt, hier immer mal wieder was von mir zu schreiben. Dankeschön.
  • Die aktuelle Blogparade „Deutsche Fotografieblogs – Wo sind sie denn?“ hat mich zu sehr interessanten Blogs und Persönlichkeiten gebracht, welche ich zuvor nicht gekannt habe. Teilweise bin ich überrascht von der Kreativität, die so manchem Schreiberling liegt, Fotografie in Wort und Bild zu veröffentlichen. Hammer, echt. Mir macht diese Parade wirklich eine Menge Spass, denn wir lernen uns alle noch ein bissken besser kennen und das find ich cool. Donnerstag ist Einsendeschluss.

So. Nun kennst Du mich wieder ein Stückchen besser ;)


Und weil heute Montag ist, schicke ich gleich noch einen Wochengruss raus an alle, die in irgendeiner Weise mit Fotografie zu tun haben. Haut rein.

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8 Kommentare

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  1. Gute und ehrliche Entscheidung. Zu den Feedburner Zahlen: die sind letzte Woche durch einen Fehler für einen Tag zusammengebrochen. Feedburner hat die Zahlen des Google Readers nicht intergriert, was mir auch mal eben 1300 Abos weniger gebracht hat :) Am nächsten Tag war aber alles wieder beim alten.

  2. Martin,
    Du sprichst zwei wichtige Punkte an:
    1) Keiner hat das absolute Wissen für sich gepachtet. Auch in der Fotografie nicht. Es ist absolut legitim, Deine Leser zu fragen was sie gerne wissen wollen, ohne alles beantworten zu können. Wichtig ist nicht, alles selbst zu wissen, sondern eigenes und fremdes Wissen übersichtlich und ansprechend rüberzubringen. Das gelingt Dir hier meiner Meinung nach gut.
    2) Authentizität ist es, was einen guten von einem normalen Blog unterscheidet. Indem Du Persönlichkeit zeigst, verpasst Du Deinen Blog ein Profil das sich nicht nur über fachliche Informationen definiert – das sehe ich als Bereicherung.

    Viele Grüße
    Florian

  3. Hi Martin,
    ich finde es prima, dass du so offen und ehrlich ueber
    deine Bedenken sprichst und auch erwaehnst, dass du nicht
    alles weisst!
    Das ist mir Welten lieber als jemand, der meint, alles zu wissen
    und in seinem Elfenbeinturm sitzt, wo ihn niemand mehr erreicht.

    Ich habe mal in einem englischen Blog gelesen:
    ‚Das ist meiner Meinung und klar bin ich parteiisch. Deswegen spiegelt
    das Ergebnis des Tests keine objektive Beurteilung wieder.‘

    Das ist genau das, was ein Blog definiert: Eine Meinung und diese
    Meinung ist auch kenntlich gemacht (genau, wie es in deinem Blog auch
    passiert!). Der Autor dieser Zeilen ist eine ziemlich Autoritaet in
    der Fotografie, er koennte es sich erlauben, seine Meinung als Fakt
    hinzustellen…

    Deswegen mach weiter so, ich lese den Blog wirklich gern!

    Ein schoene Woche,
    Marc

  4. Hallo Martin.

    Obwohl ich bereits(heute) 180 Tage mit FlickR arbeite,
    beginne ich das System erst sehr langsam zu begreifen.
    So fürchte ich, das sich zu den Anfangsfehlern noch
    weitere hinzugesellen werden. Da kommen Helfer, wie du und noch einige Andere (z.B. Manfred) gerade sehr zurecht.

    Was dich und einige wenige von Anderen unterscheidet,
    ist euer Mut, das ihr euch auch – bis zu einem gewissen Grad –
    persönlich öffnet und damit einen großen Vertrauensvorschuß gebt.
    Der uns Laien, so auch mir, erst den Mut gibt,
    euch anzusprechen, selbst mit dummen Fragen und
    trotzdem Antworten zu bekommen,
    die euren Respekt vor der Person zeigt.

    Überzeugend finde ich deinen heutigen Beitrag
    • wegen der anfänglich beschriebenen Unsicherheit,
    . die – wenn er ehrlich ist – wohl jeder kennt
    &bull: deine Ansicht hinsichtlich Blogg-Konkurrenz
    . Ich denke die Welt wäre friedlicher,
    . wenn jeder so denken und handeln würde.

    Dir möchte ich jedenfalls ganz herzlich für die offenen Worte hier,
    wie überhaupt für alle deine ganze Arbeit,
    die mir und sicher auch vielen Anderen weiter hilft
    mit großem Respekt und aber ganz herzlich danken.

    Bleib gesund und hab weiter Spaß an deiner Arbeit
    mit herzlichen Grüßen

    Juergen

  5. Aus Erfahrung kann ich sagen, das alles was du in deinem Blog schreibst gegen dich verwendet werden wird. Also am besten gleich an den Gedanken gewöhnen, denn wer dich nicht mag (oder einfach schlechte Laune hat) wird immer etwas zum meckern finden.

    Blogs finde ich so sympatisch eben gerade weil sie eine persönliche Meinung sind, und auch dazu stehen. Und was Leute angeht die kritisieren, nun, es gibt zwei Arten der Kritik: konstruktive Kritik und Gemaule. Konstruktive Kritik ist super, Gemaule kann man getrost ignorieren oder gleich löschen, nützt doch eh keinem was, nicht mal dem der da rummault.

    Was das schreiben über Dinge angeht von denen du keine Ahnung hast: solange du das dazuschreibst dass du davon nichts bzw. wenig weißt, ist auch das ok. Man muss nicht alles perfekt können, und vieles lernt man auch erst wenn man sich damit auseinandersetzt und bereit ist Fehler zu machen (auch wenn der Fehler dann von hunderten von Leuten gelesen wird).

    Überhaupt finde ich du machst ein verdammt gutes Blog hier, mit den Gastbeiträgen, Ideen wie der Blogparade, halt der Bereitschaft auch andere mit einzubeziehen um das Thema vorwärts zu bringen! Kurzzeitig wurde ich neidisch auf die Ideen, bis mir einfiel das ich da gar keine Lust zu gehabt hätte und dir lieber den Ruhm überlasse ;*)

    Also: no fear, und weiter so!

  6. Ich muss sagen das deine gesamten Artikel dieses ganzen Blogs einfach grandios sind! Sie haben mir sehr geholfen die Fotographie zu verstehen bzw. kennenzulernen.
    Hab schon fast alle deine Beiträge gelesen und ich muss feststellen das ich viele Dinge fast genauso wie Du sehe.

    PS:
    Schick doch alle deine Artikel mal zu einem Verlag und frag sie doch ob sie ein Buch daraus machen würden z.B. mit dem Titel:,,Meine Philosophie der Fotographie“. Das potenzial haben sie alle mal.
    Fragen kostet ja nichts ;-)