kwerfeldein
18. Februar 2008 Lesezeit: ~3 Minuten

Konzerte fotografieren …

Konzerte fotografieren ist eine wunderschöne Sache, welche ich letztes Wochenende wieder für neu mich entdeckt habe. Mein Buddy Benson hatte mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, auf die CD-Release Show der in Hardcorekreisen bekannten Descend To Rise in Freiburg zu gehen, welche ich aus meiner erst kürzlich beendeten Zeit mit Opposition Of One vom gemeinsamen Touren persönlich kannte. Und da ich es sowieso liebe, mit Benson auf Autofahrten ausgiebig zu kwatschen und schon lange auf keiner guten Hardcoreshow mehr war, habe ich zugesagt.

In Freiburg angekommen erinnerte ich mich, dass der liebe Kai ja kürzlich erst einen guten Artikel zum Thema Konzertfotografie geschrieben hatte. Ein Zitat seines Artikels war immer noch frisch in der Birne :

Dauerfeuer
„Ergibt sich ein gutes Motiv, bleibt der Finger meist auf dem gedrückten Auslöser und die Kamera schießt von derselben Situation mehrere Bilder. Grund hierfür ist einmal mehr die Geschwindigkeit. Es kann gut sein, dass die Kamera erst beim zweiten oder dritten Auslösen brauchbare Werte gefunden hat. Ganz abgesehen von der Chance, dass man in Sekundenbruchteilen völlig unterschiedliche Gesichtsausdrücke und Gesten festhalten kann.“

Selber
Heidenaus ! – Innerlich freute ich mich darüber, nun mit diesem Zitat nicht ganz unvorbereitet zu fotografieren und tümmelte mich somit selbstbewusst unter die Menge. Die Kamera trug ich stolz vor mir her und kam mir vor wie King of Käs, da alle anderen nicht so eine derbe Kamera wie ich dabei hatten und ich sogar einen Blitz oben aufgesetzt hatte. Als mir bewusst wurde, wie selbstgeil ich mal wieder über mich dachte, erinnerte mich an einen Post, den ja ich geschrieben hatte. Ups.

Nach dieser kleinen Rückbesinnung gings trotzdem kwirlig frisch ans Fotografieren.

Dabei rausgekommen sind folgende Bilder :

Konzerte fotografieren
Die Dreads des Bassisten der Vorband „Final Kings“ fand ich einfach gut. Die Mädels haben sicherlich auch geschwärmt.

Konzerte fotografieren
Zwar bin ich persönlich kein Crossover-New-Metal-Fan, aber der Sänger der Final Kings hatte es definitiv drauf.

Konzerte fotografieren
Unter den Besuchern gab es immer wieder einmalige Foto-Gelegenheiten.

Konzerte fotografieren
Dann war das Donnerwetter sicher. Descend To Rise betraten die Bühne. Hier zu sehen : Florian, Sänger.

Konzerte fotografieren
Äh, ja. So sieht er aus, wenn er schreit. Ich sag nur : Mörda-Stümme. Hintendran : Simon, Bassist.

Konzerte fotografieren
Moschen ist angesagt. Gitarrist Thomas bei der „Arbeit“.

Konzerte fotografieren
Eine andere Perspektive auf Julius, 2. Gitarre – volles Brett.

Konzerte fotografieren
Jo. Das Schlagzeug wurde auch bedient – Kollege Simon II voller Aktion. Die konventionellen „bewegte Sticks und Arme ohne Blitz“ – Bilder sind nichts geworden.

So. Heute erklär ich mal nüschd zu Konzertfotografie sondern lasse einfach meine Bilder sprechen und verlinke einfach mal zu anderen lesenswerten, witzigen oder lehrreichen Artikeln. Bei speziellen Rückfragen bin ich natürlich zur Stelle.

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9 Kommentare

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  1. Mit Konzertfotografie habe ich mich auch schon mal probiert. Die Bilder sind aber nicht so geworden, wie ich es gerne gehabt hätte. Das lag evtl. auch daran, dass ich mich nicht getraut habe, den ISO-Wert so hoch zu stellen. Mit Rauschen als Gestaltungsmittel komme ich (noch) nicht so ganz klar. Aber an deinen Bildern sehe ich, dass es doch ganz cool aussehen kann. Gerade das erste Bild gefällt mir sehr gut. Bei weiteren Konzerten habe ich die Kamera zuhause gelassen. Aber vielleicht probiere ich es wieder aus…

    Ach ja, ich betrachte es als eine Frechheit, dass du in Freiburg warst und ich nix davon wußte. *schmoll* ;-)

  2. Na super, am Wochenende war ich ebenfalls bei einem Konzert zum fotografieren – das erste MAl mit meiner 350D. Und jetzt haust Du diesen Artikel mit Tipps raus. Super Timing! ;-)
    Naja, hat aber trotzdem ganz gut geklappt. Ich werde mir Deine Linktipps aber in den nächten TAgen mal zu Gemüte führen. Denn das am WE war hoffentlich nicht mein letztes Konzert!

  3. Tolle Fotos, aber: hmm, war es nicht „störend“, dein „Dauerfeuer“ mit Blitz? Ich hab vor zwei Wochen bei einem kleinen Konzert in einem Jazzkeller fotografiert (http://www.flickr.com/photos/agreiner/tags/tunnel), da hätte Blitzen wahrscheinlich schon gestört. Letztes Jahr hab ich bei einem Jazzfestival fotografiert (http://www.flickr.com/photos/agreiner/tags/jazzfestwiesen2007), da hat kein einziger meiner „Fotografenkollegen“ im Bühnengraben einen Blitz verwendet…

  4. @Matthias : Allright – schick ma Deine Nummer. Nächstes Mal meld ich mich ;) .
    @Anja : Na davon gehen wir doch mal aus !
    @Alex : Nö – war ja Hardcore, da hört man eh nix, hihi. Grüße !
    @Kai : Na, dann bin ich mal auf den Rest gespannt !

  5. merci für den link! für die ersten „gehversuche“ im konzertbereich schon sehr gut! ich hatte gerade die tage an kai noch eine mail geschrieben, u. a. auch zu dem artikel, den kopiere ich mal hier rein, vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen mitleser, und es passt gerade:

    der artikel ist recht vernünftig geschrieben – nur bezogen auf die automatik habe ich als purist einwände… allerdings bin ich hier auch recht konservativ, viele kollegen machen es wie du und nutzen die blendenvorwahl, bei großen konzerten sogar mit erweiterter spot- oder bei den gigantischen konzerten gar mit matrix-messung. ich hingegen bevorzuge tatsächlich das manuelle einstellen von blende, iso und belichtungszeit – die änderungen in den lichtsituationen sind tatsächlich im regelfall nie so groß, als dass man sich nicht schnell darauf eingrooven könnte, und mit ein wenig übung sind die bilder meist (farblich) knackiger als die konservativen automatik-werte.

    tatsächlich ist es so, dass bei „normalen“ konzerten (alles außer strobo-flackern) die lichtdesigner auch wissen, wo auf der bühne wieviel lux sind und schwanken in der farblichkeit und intensität innerhalb gewisser parameter (ich glaube, 30 prozent) um diesen wert herum, damit das menschliche auge gelegenheit hat, bestmöglich zu adaptieren. braucht man nicht wirklich drauf achten, unterm strich muss man nur wissen, dass für konzerte die belichtungszeit i. d. r. maximal um drei stufen angepasst werden muss (und das „sieht“ man mit ein wenig übung), und wenn man einen wert daneben liegt, ist eine nachträgliche tonwertkorrektur so gut wie immer problemlos möglich.

    ich bin auch kein verfechter der dauerfeuer-lösung, in drei songs mache ich im schnitt 80-140 fotos, mein „trick“ ist eher zu versuchen, bewegungen und aktionen vorherzusagen und mein bild entsprechend einzurichten, und drauf zu warten, dass der künstler sich in den ausschnitt hineinbewegt (stichwort hier ist auch noch das korrekte fokussieren, wenn ein künstler den hals erst nach hinten und dann wieder nach vorn streckt, fokus halt in der mitte setzen und auf die gegenbewegung warten). klappt bei einigen besser als bei anderen, aber beispielsweise grönemeier ist fotografisch ein extrem vorhersehbarer künstler, sobald du einen song gesehen hast, kannst du wunderbar die tollen motive vorherahnen und komponieren.

    aber wie gesagt: unter den kollegen ist die dauerfeuermentalitiät verbreitet und hat definitiv ihre berechtigung, beispielsweise hab ich den police-sting-sprung schlicht und einfach verpasst, als die neulich hier gespielt haben, weil ich den zu nem anderen zeitpunkt „vorhergesehen“ hatte. muss halt jeder seine methode finden, möchte nur deutlich machen, dass es durchaus nen anderen ansatz gibt.

    sebastian (der zweite fotografirma-fotograf, mit dem ich die ganze ndr-event-nummer veranstalte) ist auch ein automatik- und dauerfeuer-verfechter, er produziert auch tolle ergebnisse – es gibt da glaub ich kein richtig oder falsch. aber: ich behaupte, dass ich durch die o. g. methoden mehr ausbeute bei geringerem ausschuss produziere. ;-)

    für nikons vielleicht noch ein trick aus meiner erfahrung: wenn ich mit relativ stark schwankenden lichtstimmungen konfrontiert bin, bleibe ich meist im manuellen modus, wechsle aber in der iso-einstellung auf automatik (kombiniert mit spot-messung) – und die ergebnisse sind komischerweise i. d. r. überzeugend, vielleicht auch mal ausprobieren.

    ansonsten viel spaß weiterhin!

  6. Was ich bei Konzertfotographie gerne mache, ist mit Silhouetten zu arbeiten. Direkt in die Scheinwerfer gucken und warten bis sich jemand dazwichen stellt =)
    Meine beiden Lieblingsbilder dieser Technik sind wohl: Das hier und das hier.
    Außerdem kann man meistens noch sehr viel mit Nachbearbeitung rausholen, weil ja nicht alle Bühnen so aufgeräumt sind =)
    Hier mal ein vorher und nachher Vergleich.
    Ansonsten gehe ich bei der ISO eigentlich immer auf 1000, bei „wilderen“ Konzerten auch auf 1600. Die 350D kann damit recht gut umgehen. Bei meinem letzten Konzert habe ich mit ISO 1000 photographiert und ich muss sagen, man sieht es nur bei genauem hingucken. Aber das hat ja auch die 5D gemacht. Super Kamera =)

    In der Hoffnung, dass das hier viele zukünftige Konzertphotographen lesen, muss ich allerdings noch die Bitte loswerden, dass man bei ruhigen Konzerten doch bitte nur bei lauteren Stücken oder nur am Anfang Photos zu macht.
    Blitz ist meistens so wie so nicht erlaubt, aber auch wenn kann das sehr störend für die restlichen Besucher sein.