kwerfeldein
05. Februar 2008 Lesezeit: ~2 Minuten

Grundlagen der Fotografie : Bildkomposition

bildkompositionBildkomposition ist eine der wichtigsten Grundlagen in der Fotografie – ob analog oder digital spielt keine Rolle. Sie ist die alles entscheidende Sache, welche Deinem Bild Dynamik und Aussagekraft verleiht. Meiner Meinung nach ist die Bildkomposition genau das, was ein Bild zu einem Foto macht, es ist das, was ich unter Fotografieren im eigentlichen Sinne verstehe. Das Abdrücken läuft eigentlich nebenher und die Hauptaufgabe des Fotografen ist : Komponieren.

Bildqualität

Immer mehr kristallisiert sich für mich in Gesprächen, Diskussionen mit anderen Fotografen heraus, dass die Bildkomposition eine „unterbeleuchtete“ und in manchen Hobby-Kreisen schon fast vergessene Kunst des Fotografierens ist. Wir tendieren dazu zu glauben, dass die Kamera für das Foto verantwortlich ist. Der Preis einer Kamera steht für mich jedoch in keiner Relation zur tatsächlichen Qualität eines Bildes, denn diese wird von der Bildkomposition bestimmt.

Keine Gesetze

Übrigens : Es gibt keine festgelegten, allgemein gültigen Regeln, wie wer ein Bild komponieren soll – und muss schon gar nicht. Aber : Es gibt Hinweise, Vorschläge, Ideen und Erfahrungswerte, welche ein Bild ansprechend aussehen lassen, und als solche möchte ich sie Euch auch erklären. Keiner Muss – jeder kann.

Aus meiner Erfahrung heraus gibt es verschiedene Elemente, welche eine gute Bildkomposition beeinflussen oder gar ausmachen. Diese sind :

7 Elemente der Bildgestaltung

  1. Form
  2. Farbe
  3. Licht
  4. Kontrast
  5. Schärfe
  6. Tiefe
  7. Schnitt

Zwar sind in den wenigsten guten Fotografien alle diese Bestandteile sofort zu erkennen oder gar vorhanden, und dennoch gibt es in den meisten Fällen minimum eine, welche in den Vordergrund tritt. Je besser wir verstehen, wie diese Elemente einsetzbar und zu kontrollieren sind, umso besser können wir unser Bild komponieren, (er)finden, „machen“. Ich möchte erwähnen, dass diese 7 Elemente in keinster Weise weder universelle Standards noch vollkommen sind, und dennoch stellen sie für mich eine sehr zentrale Rolle in der Bildgestaltung dar.

Diese werden – was den praktischen Teil dieses Blogs betrifft – in den nächsten Tagen und Wochen hier das dominante Gesprächsthema sein und finden somit ihren ersten Platz in der Planung des Jahres 2008 auf kwerfeldein.de. Ich bin sehr gespannt und hoffe, dass meine Leser aus dieser Reihe einen Nutzen ziehen können. See ya !

Achja, nicht vergessen – Der aktuelle Fotowettbewerb hat viele Preise, die auf Dich warten !

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25 Kommentare

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  1. Hallo Martin,

    erst mal Lob für Deine tolle Webseite – ich bin diese Woche das erste mal auf Deine Arbeit gestossen und muss sagen: Inspiration und Infoquelle für mich – Hut ab!
    Ich für meinen Teil beginne gerade erst mich hobbymässig ernsthafter mit dem Thema Photographie (ich mag noch die „alte“ Schreibweise) zu beschäftigen und glaube die von Dir angesprochene Bildkomposition ist ein Prozess in der Entwicklung. Je intensiver und öfter ich meine Bilder betrachte, desto mehr fallen mir meine Fehler aus der Vergangenheit auf und ich entwickle Vermeidungsstrategien für die Zukunft, basierend auf exakt den von die thematisierten Komponenten. Aber es ist halt das „trial and error“ Prinzip, das bei mir greift und ich lerne stetig hinzu…

  2. @martin: Naja, „Knipserei“ schon lange, habe mir dann irgendwann eine DSLR (Nikon D50) zugelegt, um die Ergebnisse sofort einschätzen zu können und nicht nach Entwicklung festzustellen, dass ein tolles Motiv nichts geworden ist. Ernsthafter bei der Sache bin ich jetzt seit ca. 3 Monaten, habe die diversen Communities entdeckt und angefangen ein paar Bilder zur Diskussion zu stellen und natürlich eine Menge herumzuschauen und aufzusaugen. Ein Effekt, den ich sehr schnell bemerkt habe ist, dass tatsächlich eine Menge Leute super Kameras haben und das auch gerne und oft zur Schau stellen, verbunden mit dem von Dir auch schonmal angesprochenen „Fachchinesisch“ – die Ergebnisse (zumindest nach meinem Empfinden) dem aber nicht gerecht werden…

  3. ich stelle fest, dass immer mehr wieder viel lieber auf das analoge und vor allem auf alte kameras zurückgreifen und die ergebnisse sind teilweise einfach mal wunderschön und beeindruckend

  4. @all: ich denke insbesondere in der sw photographie ist das ein Thema, da man je nach Papier, etc. noch viel Gestaltungsspielraum hat ohne direkte digitale Parallele. Für mich steht bislang noch der Aspekt im Vordergrund, dass ich zu unsicher im Hinblick auf das zu erwartende Ergebnis bin und deshalb die „Sofortkontrolle“ schätze. Analog für mich deshalb z.Zt. eher was für „Könner“

  5. UN-Schärfe nicht vergessen, die ist ganz wichtig, fast noch wichtiger als die Schärfe, kann aber natürlich auch unter dem Begriff Schärfe mit eingehen.
    Gut jedenfalls, dass du das Thema Komposition mal gezielt ansprichst (und hoffentlich noch weiter mit Inhalt füllst), denn das wird glaube ich von vielen einfach unterschätzt. Es ist dann doch viel zu häufig (schnellerhöherweiterbesser) der technische und nicht der kompositorische Aspekt auf den Bilder bei einer Diskussion reduziert werden. Unnötig zu erklären, dass das an sich sehr schade ist und vielen Bildern einfach nicht gerecht wird.

  6. Oh Schade, ich dacht jetzt zum Abend kommt ein richtig schöner Beitrag zu der Bildgestaltung. Nun ja, ich warte und bin gespannt! ^.~

    Auf jeden Fall hat mir deine Einleitung schon mal Mut gemacht, da ich momentan wieder in so einer Phase stecke, in welcher ich gern eine tolle Digitalkamera hätte, aber kein Geld dafür. Deswegen klammere ich mich wieder an die Grundlagen der Gestaltung und nicht an den technischen Firlefanz. Leider vergesse ich oft, dass nicht die Kamera das Bild macht, sondern ich. Und dein kleiner Beitrag hat mir das wieder ins Gedächtnis gerufen! Danke!

  7. @Boris: Ja, so geht es mir auch !
    @Jan : 100% Zustimmung + danke für die Blumen ;)
    @Mandy : Auch danke ! Artikel kommt bald ! Wie lange fotografierst Du schon ?
    @Andreas : Merci ;) Freut mich, dass es Dir gefällt.

  8. Also, Brainstorming Komposition:

    -Das Auge wird durch das Bild „geleitet“, wie dies z.B. im vorliegenden Foto wunderbar geschieht.

    -Bildeinteilung: Das Motiv ist nie in der Mitte (horizontal und vertikal). Perfektion, aber nicht notwendig ist der goldene Schnitt.

    -Spannung wird z.B. erzeugt durch
    1) Statik vs. Dynamik
    2) Licht vs. Dunkelheit
    3) Vorne vs. hinten
    4) Flächen vs. Linien

    Da könnte man jetzt noch 100 weitere Kriterien anführen und vor lauter Kriterien der Bildkomposition könnte man beim Fotografieren im Dunkeln stehen, weil über all dem Grübeln die Sonne untergeht.
    Deshalb gibt es meiner Meinung nach Leute, die einen Blick für so was haben und andererseits Leute, die Technikfuzzis sind und das alles dann wieder 100%-ig einhalten und dabei das Lebendige verpassen. So oder so ist es richtig, einige Kriterien einzuhalten, gleichzeitig ist es aber wieder falsch, nur nach Kriterien zu schauen!

    Yo, Martin, weiter so, du hast den „Blick“!

  9. Hi. Ich kenne deinen Blog leider noch nicht so lange, bin aber sehr begeistert. Gab es mal den Ansatz, dass deine Leser Bilder einsenden und du ein, zwei pro Woche aussuchst und die hier besprochen werden? Wäre das interessant oder wird das zu chaotisch? Ich fände es jedenfalls spannend und auch lehrreich, mal Kommentare von dir und anderen zu Bildern zu lesen, um zu sehen, wie jeder Bilder wahrnimmt.

  10. Blogartikel dazu: Die 25 meist gelesenen Fotografie Artikel | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel

  11. Es gibt ein tolles Buch zur Bildkomposition in der Fotografie, Titel: „Der fotografische Blick“ von Michael Freeman. Ich selbst habe Bildkomposition an der Grafikakademie gelernt als Layouterin, aber später mit dem Fotografieren angefangen. Das o.g. Buch ist natürlich weniger ausführlich als das Fernstudium (für Interessierte: http://www.grafikakademie.de) war, aber für Knipser ist es als Hilfe sicher gut geeignet. Andrea

  12. Hallo! Muss in Kürze einen Vortrag über die Bildkomposition in der Fotografie halten. Könnte mir jemand liebenswürdigerweise einen Tipp zu ener Internetseite geben, die sich inhaltlich eingehend mit diesen Thema befasst? Wikipedia gibt nicht viel her!

  13. Hi, ich bin Luxemburgerin und habe imr auch vor einiger Zeit eine Canon EOS 450D zugelegt, weil ich Spaß daran habe Dinge fest zu halten und mir später immer und immer wieder anzusehn. Nach und nach habe ich auch einige Bilder in einer Fotocommunity hochgeladen und as mich total stört, ist dass man nahezu keine Kommentare oder Kritik bekommt, wenn mann nicht schon sehr bekannt ist. (wie soll man denn da wissen wie man manches verbessern könnte?) Zweitens geht es mir total auf die Nerven dass es mittlerweile Kriterien gibt, die bestimmen, welche Bilder eingestellt werden und welche nicht. Klartext : Fotos sind „nicht kreativ genug“, doch man bekommt nie die Chance sich zu erklären.

    Lange Rede, kurzer Sinn… Ich denke einfach dass viele den Spaß am Fotografieren nicht mer wahrnehmen, sondern alles nur noch technisch möglichst perfekt ausführen möchten, was meiner Ansicht nach Schwachsinn ist.