kwerfeldein
10. September 2007 Lesezeit: ~2 Minuten

Die 10 peinlichsten Angewohnheiten von Fotografen

Guten Tag allerseits. Es ist wieder Montag und ich dachte, es wäre eine gute Idee, die Woche damit zu beginnen über uns selbst zu lachen. Über die paar Jährchen, in welchen ich nun fotografiere sind mir Verhaltensweisen aufgefallen (die meisten kenne ich von mir selbst), welche ich bei längerem Nachdenken extrem peinlich und verdammt „unsexy“ finde.

Ich möchte noch hinzufügen, dass dieser Post nicht der tiefgründigste meines Archivs werden soll und ich damit niemandem absichtlich auf die Füsse treten will.

Und los gehts :

1. Das ständige Vergleichen mit anderen Fotografen (wir sind naürlich immer die Besseren). Diese Angewohnheit bezieht sich meistens nicht auf die Qualität der Bilder sondern in Communities wie Flickr oder unter Fotobloggern auf die Anzahl der Kommentare.

2. Das komplette Verändern des Kleidungsstiles synchron zum ersten Foto mit einer DSRL. Welcher Kleidungsstil ? Schwarz – wir sind ja Künstler.

3. Wir betreten einen Raum und philosophieren umgehend daüber, ob Weissabgeich und Kontraste stimmen.

4. Unser Zwang, jedem unsere Bilder präsentieren zu müssen, selbst denen, die überhaupt nicht interessiert sind oder gerade überhaupt keinen Nerv für unsere Profilneurose haben.

5. Unsere völlig übertriebene Identifikation mit den Bildern und das darauffolgende Eingeschnapptsein bei Kritik bzw. das „Nichtzugebenkönnen“ von Fehlern.

6. Das „meine Kamera ist 3 mal teuer, schneller und hat mehr Megapixel als Deine – und selbst wenn Deine besser ist – kann ich trotzdem besser fotografieren als Du“.

7. Das übertiebene Rühmen und Loben der eigenen fotografischen Erfolge (je mehr Freunde zuhören, um so besser).

8. Das Nichtbemerken davon, dass wir mit unserem Geklicke und Kamerarumgefummel anderen auf die Nerven gehen. Falls dann doch jemand seine Verärgerung äussert sind wir zutiefst beleidigt oder noch schlimmer : Wir sagen „Oh, entschuldigung, das tut mir aber leid“, warten 10 Minuten, und fotografieren danach einfach weiter.

9. Das „Hey – ich hab ne Kamera und habs exrem dauf“ – Getue, wenn auf einer Party knipsen, und gar nicht merken, dass wir eine viel zu hohe ISO-Zahl eingestellt haben.

10. Wir sind mit anderen Fotografen unterwegs und versuchen krampfhaft, die ausgefallenste Perspektive zu finden (auf dem Boden herumkriechen, die Arme 13 mal verschränken und in Hochgeschwindigkeit den Auslöser bedienen). Dabei ignorieren wir völlig, dass uns das Bild, das wir durch den Sucher sehen gar nicht gefällt.

Fällt Dir noch eine peinliche Angewohnheit ein ? Fall ja, freue ich mich über Deinen Kommentar !

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