kwerfeldein
07. Mai 2007 Lesezeit: ~4 Minuten

9 + 1 Wege, um ein motivierter Fotograf zu bleiben

Motivation zu Fotografieren ist ein wichtiger Bestandteil des Fotografen. Sie wird entweder extern oder intern stimuliert. Motivation wird mit Bewegung gleichgesetzt, deshalb möchte ich Dir ein paar Tipps geben, um den Stillstand zu vermeiden.

1. Setze Dir ein grosses Ziel, aber folge einem Pfad. Der Pfad hat kleine Ziele, welche in viele unterschiedliche Richtungen weisen. Wenn Du lernst, kleine Ziele zu erreichen, wirst Du motivierter sein, grosse Ziele zu erreichen. Kurskorrekturen gehören dazu.[Boring? Tipp : Artikel bis zum Schluss lesen]

2. Beende, was Du begonnen hast. Ein halbfertiges Projekt bringt Keinem etwas. Und es bremst Deine Motivation, das nächste Projekt mit voller Konzentration durchzuführen. Abbrechen ist eine Angewohnheit. Dinge zu Ende bringen kann man Lernen [Für mich ein sehr herausfordernder Punkt].

3. Finde andere, welche auch gerne fotografieren. Suche Dir ein paar Menschen aus Deiner Umgebung, mit denen Du halbwegs auf einer Wellenlänge bist, und welche Deine fotografischen Interessen teilen. Zusammen läuft es sich immer leichter, und es gibt Dinge, welche Du leichter von anderen lernen kannst. Manchmal ensteht aus solchen Partnerschaften eine echte Freundschaft. Fotografiere mit anderen, aber mache Dich nicht abhängig Ihnen.

4. Lerne selbst. Abhängigkeit von der Meinung und Fotografier-Laune anderer bereitet den Weg zum Burnout. Setze Dich mit Themen ausseinander, welche für Deinen fotografischen Fortschritt wichtig sind und bleibe selbst am Ball. Vergleiche die Zeit,in welcher Du alleine am Kit bist und die, in der Du mit anderen fotografierst. Die Zeit alleine sollte immer überwiegen, denn Du brauchst Erfahrungen Du Du erst einmal nur für Dich und allein gelernt hast.

5. Erhöhe Dein Wissen. Je mehr Du über über Deine Kamera, Deine Stilrichtung [Landschaftsfotografie, Werbefotografie, Portraitfotografie usw.] lernst, desto mehr wirst Du motiviert sein a) Dein Wissen noch weiter zu erweitern und b) selbst zu fotografieren.

6. Finde die Schönheit in Fehlern. Fehler und das Abschweifen gehören zu Weg. Lerne daraus und finde wieder zurück. Ohne Fehler kannst Du keinen echten Fortschritt machen. Versuche Dich an Dingen, die Du lernen möchtest. Gib niemals auf. Falls ja, beginne wieder von vorne. Es ist immer leichter zu sagen : „Ich habs schon x-mal versucht und es klappt nie. Also liegt es mir nicht„, als dran zu bleiben.

7. Ohne Schmerz kein Fortschritt. Ja, es ist unbequem, die Sachen zu packen, lange Wege draussen in der Natur zu gehen, sich Hitze oder Kälte bewusst auszusetzen. Dennoch wirst Du viele Wunder und einzigartige Dinge nie vor Dein Auge bekommen, wenn Du das Risiko nicht eingehst. Analysiere Deine Komfortzone, und werde bereit, davon etwas Aufzugeben und einem höheren Ziel als der Bequemlichkeit entgegenzulaufen.

8. Mach mal was anderes. Viel zu investieren heisst nicht, ein Fachidiot zu werden. Schau über den Tellerrand und isoliere Dich nicht von Menschen, die nicht wegen Deiner Bilder sondern wegen Dir selbst mit Dir befreundet sind. Ein gesundes Umfeld tickt Deine Seele unabhängig Deiner Leistung.

9. Vergiss den Spassfaktor nicht. Wenn Fotografieren eine reine Qual geworden ist, dann überprüfe Deine Ziele.Versuche Dich in anderen Bereichen und spiele mit der Kamera. Neue Blickwinkel und Ideen entstehen oft dadurch, weil Du den Status Quo langweilig findest und die Dinge auch mal auf den Kopf stellen kannst.Nur Mut !

Update :
10. Lasse zu, was Du empfindest. Wenn Du wirklich an diesem Punkt angekommen bist, den man als „Burnout“ definiert, dann erlebe diesen Punkt bewusst. Das wirkt evtl. komisch, das zuzulassen, was Du eigentlich nicht willst. Aber wenn es soweit ist, macht es aus meiner Sicht wenig Sinn, sich dagegen zu wehren. Du lernst Dich und Deine Grenzen nur kennen, wenn Du sie genau anschaust. Solange Du nicht unter einer ernstzunehmenden psychischen Krankheit leidest, kann Dir hier nichts passieren und Du wirst eines Tages wieder neuen Mut und frische Motivation finden, zu fotografieren. Nur keine Angst !

Weiterführende Links :
Motor des Menschen – Focus Artikel
Amazonliste zum Thema Motivation

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Welche hast Du schon zu oft gehört und nimmst sie deshalb nicht mehr ernst ?
Welche haben Dich persönlich angesprochen ?

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12 Kommentare

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  1. Blogartikel dazu: FOTONEWS : Selbstmotivation für Fotografen

  2. Gute Tipps! Vielleicht könnte man noch ergänzen: Der sicherste Weg, sich dauerhaft unglücklich zu machen, ist ständig oder zu viel zu vergleichen. Im Punkt 4. hast Du das angerissen…

  3. erstmal einen schönen gruß nach ka..
    also mit punkt drei habe und hatte ich immer probleme.
    in der regel bin ich einzelgänger, zumindest beim fotografieren, ich kann einfach besser denken und handeln als einzelner, bin unabhängig, muss nicht auf die launen der anderen achten.
    die geschmäcker oder die vorlieben sind in der regel zu verschieden…aber wie gesagt, das trifft nur für mich zu.
    die größte motivation für mich ist…..mein kontoauszug.
    gruß horst

  4. Ja, solche Tipps sollte ich auch des Öfteren mal beherzigen, wenn ich mal wieder frustriert bin, über mittelmäßige Ergebnisse. Und das mit dem Vergleichen stimmt. Ich schau dann mal hier, mal dort und frage mich, warum ich das nicht so hinbekomme. Die Antwort lautet meistens gleich…..

  5. Das sind doch neun gute Tipps. Für mich persönlich passen alle. Zum Glück bin ich vom Kontoauszug unabhängig, ausser das der Stand immer gegen 0 geht ;) Mit anderen habe ich bislang auch noch kaum fotografiert, das muss ich noch ausprobieren. Ansonsten sehe ich meine größte Motivation in 5.

  6. Blogartikel dazu: Meine Burnout Paradigmen (1) : Es gibt nichts Neues mehr - KWERFELDEIN - Martin Gommel - Frische Tipps zur Landschaftsfotografie

  7. Blogartikel dazu: 6 Vorteile einer Foto-Auszeit - KWERFELDEIN - Martin Gommel - Frische Tipps zur Landschaftsfotografie

  8. Wenn die anfängliche Euphorie sich gelegt hat und das Fotografieren zu Alltag mutiert und sich diese unglaubliche „Unmotiviertheit“ einstellt, dann hat man seine Ziele aus dem Auge verloren.

    Um zu dieser wieder zurück zu finden widme ich mich einfach mal etwas anderem. Zeichnen, 3D-Computerkunst, schreiben, lesen, oder einfach mal eine gute Zeit mit Freunden verbringen. Dann tankt man wieder Kraft auf und die Motivation kehrt von ganz alleine zurück.

    Verschiedene Sport-Disziplinen stärken bekanntlich den Körper mehr als nur eine einzige. Wer immer nur Fußball spielt, wird es irgendwann satt. Auch die ständigen Verletzungen wegen der einseitigen Belastung. Schwimmen, Wandern, Klettern usw wirken Wunder!

    So ist es auch bei allen Künsten. Magst du nicht mehr Fotografieren, dann zeichne! Oder lerne ein Musikinstrument spielen. Aus den anderen Disziplinen holt man sich die Motivation für die größte Leidenschaft.

  9. Blogartikel dazu: Eine ungewöhnliche Motivationsquelle - Design by FM

  10. Blogartikel dazu: Eine ungewöhnliche Motivationsquelle | www.zeitpixel.de