kwerfeldein
24. April 2007 Lesezeit: ~1 Minute

Offensichtlicher Bilderklau – kein Kavaliersdelikt

2007-04-24_231927.jpg

Hier das Original.

Nun, es ist nicht das erste mal, das mir von meinem Photoblog oder Flickr-Account ein Bild unerlaubt abgenommen und dann auch noch geposted wird.
Und ich nehme an, dass sich das so schnell nicht ändern wird. Für mich ist das bei Weitem kein Kavaliersdelikt mehr sondern einfach unverschämt.

Ich kann es ja noch verstehen, wenn sich jemand das Bild zieht und als Desktophintergrund benutzt. Für mich wäre es auch völlig in Ordnung sich das Bild printen zu lassen und von mir aus übers Klo zu hängen. Hey, kein Ding. Aber das Bild als Eigenes zu posten, das geht mir nicht in den Kopf.

Und wieder interessiert mich die Erfahrung und Meinung meiner Leser zu diesem Thema ;)

Ist Dir das auch schon einmal passiert ? Wie gehst Du damit um ? Hast Du Tipps?

Bist Du auf der Suche nach einer coolen Community ? Dann schau doch beim kwerfeldein Fotografie Forum vorbei ! Wir freuen uns auf Dich !

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22 Kommentare

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  1. super dreist. wuerde nicht anders reagieren. was aehnliches ist mir mal bei ebay passiert. ich hatte bilder von meinem alten handy gemacht, um es zu verkaufen. das handy war noch top in schuss und die bilder waren auch ganz in ordnung. irgendwann spaeter, als ich mich darueber informieren wollte, fuer wie teuer andere baugleiche handys sind, habe ich in einer auktion meine bilder entdeckt, noch schoen versehen mit dem text „wie auf den bildern zu sehen ist, hat das handy kaum gebrauchsspuren“ (oder so aehnlich)- weil die bilder nur von meinem webspace verlinkt waren, habe ich die bilder auf dem webspace halt kurzerhand geaendert, zum grauen des auktionaers ,)

    aber blogbilder, die ja eigentlich als persoenliches werk zu verstehen sind, zu klauen, das setzt dem ganzen die krone auf und ist wirklich noch mal um einiges dreister.
    finde ich absolut nicht gut und ich verstehe ich nicht, wie respektlos der andere ist, dein(e) bilder zu klauen, das koennte ich garnicht.

  2. ach ja, groß tipps gibts wahrscheinlich keine- du koenntest ein wasserzeichen oder ein logo auf die bilder packen- schreckt sicher ab, allerdings zum leidwesen des motivs.
    andernfalls nicht mehr in flickr inserieren- was aber auch schade waer, weil deine motive dann nicht mehr so publik waeren- hmmm.

  3. Finde ich ebenfalls sehr dreist. Vor allem, da der Nutzer dies anscheinend nicht nur Dir angetan hat – wenn man durch die Bilder scrolled findet man ähnliche Kommentare wie den Deinen. Es scheint so als wäre es ein professionellrr Flickr-Klauer. Kann man sojemanden nciht bei Flickr melden bzw. irgendwie abmahnen?

  4. @ Sven : Bin immer wieder beeindruckt, wie Du Dich hier einbringst ;) Ja, Wasserzeichen machen das Bild kaputt, da hast Du recht. Und die Bilder ganz rausnehmen is auch nich cool …
    @ Christian : Werde schaun, ob ich einen Admin davon informiere. Denke auch, dass der Kollege yuexiepinlan dat Ding nicht lange durchhalten kann, denn da werden sich einige beschweren ;)

  5. Willkommen im digitalen Zeitalter. So schön digitale Fotografie und Internet sind – der Zugriff wird erleichtert, die Anonymität ist sehr hoch und man weiss nicht mehr, wer was wann und wo mit seinen Bildern (in meinem Fall auch Texten geschieht). Manchmal entdecke ich per Zufall Fotos und Texte, manchmal gebe ich meinen Namen in Google ein und schau mal, wer was wohin gepostet hat. Manchmal schreibe ich einen netten Hinweis mit der Bitte, dass dieses Bild, Text bitteschön urheberrechtlich geschützt ist und oft lege ich auch eine Rechnung bei.

  6. Es handelt sich beim Fotoklau um einen eindeutigen Diebstahl, der ernst zu nehmen ist! Leider wird man immer wieder damit konfrontiert, wenn man Fotos über das Internet zeigt. Wenn man aber solch einen Fotoklau entdeckt, sofort Beweise (z.B. Screenshots) sichern und einen Rechtsanwalt fragen. Nach einer Rechtsauskunft kann man abschätzen und wählen, welchen Weg man als Konsequenz einschlagen will. (Alles auch eine Kostenfrage). Aber auf keinen Fall einfach nur akzeptieren! Prima ist, wenn sich User gegenseitig informieren, wenn Sie einen Fotoklau entdeckt haben. Mache ich auch so. Ich war auch schon dankbar für einen Tipp, den ich bekommen habe.
    Gruß kaschperle

  7. das ist ja mal eine ganz schöne frechheit!! so ein …

    naja, wenigstens ist der typ nicht mehr flickr-member (ich hoffe auch nicht unter anderem namen!!)

    mich würde mal interessieren, wie du dein bild dort gefunden hast? vielleicht sollte ich auch mal an anderer, unerlaubter stelle nach bildern von mir schauen!!

    schönen (rest)1ten mai!!

    greets,

    u.

  8. Ein Klau ist auf jeden Fall eine Frechheit, superdreist und es gibt Leute, die sehen das noch nicht einmal so und denken, es wäre einem egal. (so ein Kommentar bei mir im Blog)

    Der sicherste Weg ist eigentlich, seine hochwertige Arbeit gar nicht ins Netz zu setzen. Denn bis auf Anerkennung von anderen bloggern und ein bisschen Austausch hat man nichts. Es macht Spaß, aber meistens bekommt man weder Jobs noch Kohle dafür. Ich persönlich kenne keinen hauptberuflichen Fotografen, der sich in unter die Fotoblogger reiht.
    Das sind zumindest meine Erfahrungen.
    Die Gefahr, dass Bilder geklaut und missbraucht werden, ist groß.

    Wer trotzdem gerne postet (wie ich auch) nimmt entweder nicht die Besten, setzt ein Wasserzeichen rein oder benutzt ein kleines Format, damit der Print schon mal nicht hinhaut.

    Grüße, Sam

  9. aber nur durch das kleine format kann man immernoch seinen namen druntersetzen. wie waere es denn mit passwortgeschuetztem blogging? du gibst das passwort nur den bekannten/bloggern, die sich vertrauensvoll erweisen (‚kwerfeldein-pay-per-view‘, oder so)- nachteil aber auch hier: der austausch wird natuerlich extrem eingeschraenkt.

  10. hab ich ständig damit zu tun, früher habe ich es immer mit freundlichkeit probiert, heute nur noch mit anwalt.
    als ich mal als idiot und depp tituliert wurde nur weil ich mal höflich anfragte ob er mein bild bezahlt…ab diesem zeitpunkt nur noch mit anwalt.
    wenn du möchtest kann ich dir die telefon nr. eines auf urheberrecht spezialisierten anwalt aus heidelberg geben.
    seit ich einen anwalt einschalte hat noch jeder bezahlt.
    gruß horst

  11. Blogartikel dazu: fotografr.de » Blog Archive » Wo sie überall sonst noch sind

  12. In dem folgenden Beitrag möchte ich die Möglichkeiten aufzeigen, Urheberrechte bei Bilderklau durchzusetzen:

    Vorgehen bei Bilderklau

    Problemstellung

    Urheberechtsverletzungen an Werbefotografien im Internet sind ein sehr verbreitetes Übel. Sie sind nicht nur ärgerlich, sondern stellen für die Rechteinhaber wie Fotografen, Agenturen und deren Kunden ein ernsthaftes Problem dar. Die verbreitete Unsitte bei Online-Händlern, aufwändige Werbeaufnahmen ohne Erlaubnis ungefragt und vor allem kostenlos in den eigenen Webshop zu integrieren, kostet Fotografen und Bildagenturen potentielle Aufträge. Aus der Erfahrung bei der Betreuung urheberechtlicher Fälle, bei denen die unrechtmäßige Verwendung von Werbefotos und Werbepräsentationen verfolgt wird, wurde deutlich, dass viele Händler keinerlei Unrechtsbewusstsein zeigen. Offenbar hat sich die Meinung durchgesetzt, dass man kein Geld für eine Leistung auszugeben braucht, die im Internet ebenso gut gratis zu haben ist. Dieses Phänomen beklagt die Musikindustrie seit Jahren mit Blick auf die illegalen Internettauschbörsen. Sie geht daher konsequent gegen diesen Missstand vor.

    Diejenigen Händler, die eigens Werbefotos erstellen lassen, müssen oftmals sehr schnell feststellen, dass ihre Bilder binnen kurzer Zeit von Wettbewerbern unrechtmäßig übernommen werden. Die beabsichtigte Exklusivität des eigenen Angebotes ist schnell dahin. Es bleibt bei solchen Anbietern oft nur der Eindruck, die Konkurrenz auf eigene Kosten mit Werbefotografien versorgt zu haben. Hersteller von Markenprodukten legen meist besonderen Wert auf eine aufwändige Präsentation ihrer Produkte. Die entsprechenden Fotografien sollen dementsprechend auch nur den lizenzierten Händlern zugute kommen. Bedauerlicherweise werden die Werbeaufnahmen jedoch unkontrolliert durch Händler von Grauimporten oder gar Anbieter von Fälschungen übernommen. Der Markenhersteller finanziert so unfreiwillig die Beschädigung seines Markenimages.

    Aus diesen Gründen ist jedem Inhaber von Bildrechten zu raten, Urheberrechtsverletzungen konsequent zu verfolgen.

    Immerhin ist eine Urheberrechtsverletzung gem. §§ 105 ff UrhG sogar mit einer Haftstrafe bedroht. Der Gesetzgeber sieht in dem verbreiteten Bilderdiebstahl also alles andere als eine Bagatelle.

    Die Rechtsfolgen gibt das Urhebergesetz (UrhG) vor: Ein Urheberrechtsverletzer kann von dem Inhaber der Bildrechte erfolgreich unter anderem auf die Zahlung von Schadensersatz und die zukünftige Unterlassung in Anspruch genommen werden.

    Rechtslage

    Fotografien genießen stets urheberrechtlichen Schutz gem. § 72 UrhG, ohne dass es auf weitere Voraussetzungen ankommt. Die Verwendung fremder Fotografien ohne entsprechende explizite Erlaubnis des Rechteinhabers ist stets illegal. Eine solche Urheberrechtsverletzung berechtigt den Rechteinhaber, von dem Verletzer zu verlangen, die Verletzung zukünftig zu unterlassen und eine angemessene Straflizenz als Schadensersatz zu zahlen. Rechteinhaber ist entweder der Fotograf selbst oder aber ein Unternehmen oder eine Person, die von dem Fotografen die ausschließlichen Rechte an dem Bildmaterial erhalten hat. Diese Rechtevergabe erfolgt meist durch entsprechende Verträge.

    Der Schadensersatz für die unerlaubte Nutzung einer Fotografie wird im Rahmen der sog. Lizenzanalogie berechnet. Dabei wird diejenige Vergütung zugrundegelegt, die der Rechteinhaber von dem Bildnutzer erhalten hätte, wenn beide einen Vertrag über die Nutzung geschlossen hätten. Bei der Berechnung werden die Vergütungsvorschläge der Mittelstandvereinigung für Fotomarketing (MFM) zugrunde gelegt. In der Rechtsprechung sind darüber hinaus gewisse Strafzuschläge anerkannt. Die Lizenzhöhe wird daher durch den Umfang der jeweiligen Bildnutzung im Einzelfall beeinflusst. Praktisch bedeutet dies, dass für die unrechtmäßige Nutzung eines bestimmten Werbefotos im Rahmen eines Webshops oder eines Ebay-Angebotes etwa 150,00 bis 250,00 Euro als Straflizenz an den Rechteinhaber zu zahlen sind. Im Einzelfall konnte RA Schroeder eine Lizenzgebühr von bis zu 1000,00 Euro erstreiten. Dies für die Verwendung eines einzigen Bildes auf der Plattform eBay (Amtsgericht Köln). Verwendet ein Händler mehr als nur ein Bild, was oftmals der Fall ist, erhöht sich in der Regel die Lizenzgebühr.

    Der Anspruch des Rechteinhabers auf Unterlassung der zukünftigen Nutzung des unerlaubt verwendeten Werbefotos wird erfüllt, indem der Rechtsverletzer entweder außergerichtlich eine Erklärung abgibt, nach der er für jeden Fall der erneuten Nutzung eine Vertragsstrafe in Höhe von mehreren tausend Euro an den Rechteinhaber zu zahlen verpflichtet ist, oder er wird gerichtlich zur Unterlassung verurteilt, wobei im Fall einer Zuwiderhandlung ein ganz empfindliches Ordnungsgeld oder bis zu zwei Jahre Haft vollstreckt werden.

    Rechtliche Vorgehensweise

    Der Schadensersatzanspruch und auch der Unterlassungsanspruch werden außergerichtlich im Wege eines Anspruchsschreibens an den Rechtsverletzer geltend gemacht. Der unrechtmäßige Bildnutzer wird darin aufgefordert, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, in der er für jeden Fall, in dem er das Bildmaterial zukünftig nutzt, eine ganz erhebliche Vertragsstrafe verspricht.

    Zudem wird er aufgefordert, eine Straflizenz zu zahlen und die Rechtsanwaltskosten auszugleichen, die durch das Tätigwerden meiner Kanzlei entstanden sind.

    Die ganz überwiegende Zahl von Urheberrechtsverletzungen wird auf diese Weise außergerichtlich aus der Welt geschafft. Eine außergerichtliche Lösung ist schnell und effektiv. Sie entspricht deshalb auch dem Interesse des Rechteinhabers.

    Ein gewisser Teil der Verletzer ist jedoch einer außergerichtlichen Lösung zunächst nicht zugänglich. Hier bietet es sich an, den Unterlassungsanspruch in einem gerichtlichen Eilverfahren vorläufig durchzusetzen. Das Gericht entscheidet dann meist innerhalb von einer Woche, dass eine Urheberrechtsverletzung stattgefunden hat und dass der Verletzer diese zu unterlassen hat. Nach dieser gerichtlichen Feststellung der Urheberrechtsverletzung kommt es vielfach doch noch zu einer außergerichtlichen Einigung über die Zahlung des Schadensersatzes und der Anwaltsgebühren.

    Der verbleibende Teil der Urheberrechtsverletzungen muss gerichtlich verfolgt werden. Das Prozessrisiko des Mandanten ist dabei als sehr gering einzuschätzen. Eine dokumentierte und belegbare unerlaubte Bildnutzung ist illegal und zieht rechtlich zwingend die aufgezeigten Rechtsfolgen nach sich. Nämlich eine Lizenzzahlung, die Zahlung von Anwaltskosten und die Verurteilung zur zukünftigen Unterlassung. Da Fotografien, wie erwähnt, per se Schutz genießen, sind die Ansprüche dem Grunde nach nicht angreifbar.

    Weiterführende Informationen unter:
    http://www.kanzleischroeder-kiel.de

    Rechtsanwalt Lutz Schroeder, Kiel

  13. Ich finde es schlimm was da passiert ist, was aber noch schlimmer ist, ein Anwalt der wohl so seine Kunden fangen will… Also ich kenne keinen guten Anwalt der durchs Netz jagen muss um sich Mandanten zu suchen. In den USA nennen die sowas Ambulance Chasers.

    • Auch ich finde es schlimm was da an Schadenersatzansprüchen an Normalbürger versandt wird.
      Da geht es doch nicht mehr um den Eigentum an einem Bild. sondern nur noch darum, schnell und leicht sehr viel Geld zu verdienen.
      Das Internet hat in letzter Zeit sehr viel Gutes in der Welt ins Rollen gebracht, aber anscheinend hat es auch sehr viele schlechte „Start-ups“. Hoffentlich wird diese Internetbewegung durch eine benutzerfreundliche Rechtsprechung demnächst aufgehalten.