kwerfeldein
22. Februar 2007 Lesezeit: ~1 Minute

Diskussionseröffnung : Fotografie und Geduld

I am often asked, what will make my landscape photography better. Is it having great gear? Is it the locations you choose? Is it a creative composition? Dramatic lighting? Although, I feel that all of these have merit, patience is one of that may be the most important aspects to getting the best photographs.

Rarely do I find myself a location where I will hop out of the car, set up the tripod and start shooting. The vast majority of my photos are achieved with large amounts of research, dedication, and above all, the willingness to be patient. – John Shephard

Diese Worte spiegeln meine tiefe Überzeugung, welche ist , dass viele "gute" Bilder ein "sehr gutes" Bild nicht ersetzen können.

Woher kommt es, dass man auf einer Fototour von einem Objekt zum Nächsten rennt ? Warum lässt man sich keine Zeit ? Warum die Hektik ?

Wie geht es Dir damit, ganz ehrlich ?

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5 Kommentare

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  1. das ist mir aufgefallen, als ich vor ein paar tagen draussen war, um deine tips auszuprobieren. ich dachte ich waere alleine mit dem problem, dass ich mir fuer die wichtige arbeit (zugegeben: motivwahl und machen des fotos sind doch essentielle basis jeder weitergehenden bearbeitung) so verhaeltnismaeßig wenig zeit lasse. ich weiß aber auch nicht, woran es liegt. ich habe mich gefragt, warum ich hetze, ob es ist, weil ich zum naechsten motiv moechte, oder ob es ist, weil heutzutage alles so schnell geht? wir uns kaum noch zeit nehmen fuer wichtige aufgaben und alles konsumieren? oder ob man einfach nicht gewoehnt ist, dass geduld gerade im hinblick auf motivwahl das wichtigste ist?
    vielleicht koennte man den gedanken ueber die „heutige zeit“ aushebeln, wenn man wuesste, wie die gedanken eines fotografen vor dreißig jahren waren.
    vielleicht wollen wir auch einfach nicht den anschluss verlieren…

  2. das hetzen bei fototouren hat bei mir zwei gesichter..
    grundsaetzlich ist fotografie etwas bei dem ich entspannen kann (und meist auch muss wenn ich etwas ablichten will das mir gefaellt)
    allerdings bemerke ich immer haeufiger, dass mir das nie gelingt wenn ich mit anderen am weg bin.. das gefuehl andere auf sich warten zu lassen werd ich dabei einfach nie los.
    fall zwei.. ich bin alleine unterwegs.. dabei gelingt es meist mich runterzufahren und wirklich acht zu geben was ich tue. da sitzt man auch mal gut eine stunde am selben platz und geht dann mit 3 bildern nach hause..
    generelle antwort gibt es dabei wohl keine.. ist ja auch nicht jeder gleich

  3. @ Sven : Mir geht es schon häufig so, dass ich nichts verpassen möchte und denke : Halt, es gibt bestimmt noch viel bessere Motive da draussen… Kann Dich sehr gut verstehen ;)
    @ martin_d : Danke für Deine Ausführung. Ja, andere warten lassen .. Kenn ich..

  4. Ich war vor einigen Wochen mal wieder draussen. Es war ein kalter Tag, ich hatte schon einen kompletten Vormittag programmiert, von etwa 5 Uhr morgens an durchgehend. Ich wollte mal kurz durchschnaufen, wollte was anderes in den Kopf bekommen und bin mit meiner Kamera losgezogen. Meine kleine Tour führt mich bei dieser Gelegenheit meist auf den Hausberg unseres Ortes. Schon nach wenigen Metern mußte ich mir befehlen, mal bewußt langsam zu laufen, den sonst üblichen Business-Schritt abzustellen, zu schauen, zu sehen, aufzunhemen und zu begreifen. So ‚downgesized‘ habe ich plötzlich sprichwörtlich alle paar Meter Motive gesehen und ich hätte wohl ganz locker die komplette Speicherkarte zuschießen können.

    Ganz schnell hatte ich dann aber den Gedanken im Kopf, den Du auch diesem Beitrag vorangestellt hast. Namentlich: »Viele „gute“ Bilder können ein „sehr gutes“ Bild nicht ersetzen«. Alles muß funtkionieren, damit ein sehr gutes Bild entstehen kann. Man schaut ein mögliches Bild, ich laufe ganz häufig anschließend ersteinmal von allen Seiten um das Motiv herum, schaue immer wieder auch durch den Sucher, spiele mit Einstellungen. Beim digitalen Fotografieren gewinnt man hier natürlich Vorteile. Man kann Testbilder machen. Ich nutze diese Möglichkeit sehr und denke dabei immer an Maler, die auch beinahe immer vorbereitende Skizzen machen, bevor sie mit dem eigentlichen Bild beginnen. Schnelligkeit schließt sich bei meiner Vorgehensweise von selbst aus. Sie ist mein Feind, weil ich unter Druck meist keine sehr guten Ergebnisse erzielen kann. Mal ehrlich: Sehr häufig kommen sogar ohne zeitlichen Druck noch keine optimalen Bilder heraus. Wie sollten Ergebnisse erst aussehen, wenn ich mich auch noch unter zeitlichen Druck begebe? Aber, zurück zum eigentlichen Thema: Ich wandere umher, wähle meine optimale Position, erst jetzt beginnt das Spiel mit dem Bildauschnit. An ihm hängt Brennweitenwahl, Blenden, Zeiten, Filter. Ich vergesse die Zeit und tauche irgendwann nach dem finalen Schuß wieder auf aus dieser Welt zwischen dem Motiv und meinem Innen. Meine Heransgehensweise ist zutiefst kontemplativ und sie ist alleine schon deshalb unendlich heilend. Ich schalte beim Photographieren vollkommen ab. Da ist kein Alltag, da ist kein Gedanke an Termine, Probleme, Was-Auch-Immer. Da ist nichts mehr außer dem Motiv, der Kamera und meinen Ideen für eine Umsetzung. Schnelles Photographieren? Nein, ich würde 1.) deutliche schlechtere Bilder machen und würde mich 2.) einem großen Abenteuer berauben. Zugegeben, diese Herangehensweise luxuriös. Da ich aber mit Bildern kein Geld verdiene, kann und will ich mir diesen Luxus leisten. Photographie, so betrieben wie ich es oben schildere, ist pure Erfüllung und Erholung.