Kwerfeldein
07. Februar 2007 Lesezeit: ~2 Minuten

8 Tipps für erfolgreiche Langzeitbelichtungen [Landschaftsfotografie]

1. Benutze immer ein Stativ. Nimm Deine Brennweite mal 2 und Du hast Deine maximale Belichtungszeit aus der Hand in hundertstel Sekunden [20mm x2 = 1/40s].

2. Bleibe bei Deiner niedrigstmöglichen ISO. [Meistens ISO 100]. Je höher Deine ISO, umso stärker wirst Du später am Rechner Bildrauschen feststellen. Belichte deshalb lieber 10x länger.

3. Falls möglich, schalte die Spiegelvorauslösung ein. Canon bietet diese Sonderfunktion ab der EOS 350D. Somit klappt der Spiegel zeitlich getrennt vor dem Verschluss auf und löst damit keine Verwackler auf dem Stativ aus.

4. Benutze einen Kabelauslöser. Per Hand Langzeitbelichtungen durchzuführen hat meistens verwackelte Bilder als Ergebnis. Ausserdem ist dadurch folgender Punkt möglich :

5. B oder Bulb. Diese Einstellung, welche man meistens bei DSLR-Kameras finden kann, bedeutet, dass man selbst bestimmt, wie lange eine Belichtung dauern soll. Falls Du diese Möglichkeit hast, nutze sie ! Bei Canonmodellen ist sie im „M“-Modus anwählbar. Man scrollt die Belichtungszeiten immer länger bis man bei B angelangt ist. Nun kann man entweder mit dem Finger solange auf der Auslösetaste bleiben wie man will oder man setzt den Kabelauslöser ein. Letzteres ist logischer Weise die bessere Entscheidung.

6. Wähle Blenden von 10-X. In der Nacht zu fotografieren kann – wenn es um Bildschärfe geht – doch ein grösseres Dilemma werden als man ahnt. Deshalb rate ich zu Blenden ab 10 bis zum Maximum. Das hat natürlich längere Belichtungszeiten zur Folge, aber auch deutlich schärfere Bilder.

7. Sensorreinheit spielt in diesem Zusammenhang ein grosse Rolle. Je kleiner Du Deine Blende einstellst, um so deutlicher werden Punkte auf Deinem Sensor sichtbar. Gerade bei Langzeitbelichtungen solltest Du eine „klare“ Sicht haben.

8. Sei pünktlich vor Ort. Eine Stunde vor Sonnenauf-und-untergang solltest Du zum Shooting bereit sein, wissen wie Du fotografieren willst. Zu dieser Zeit entstehen die interessantesten Lichtqualitäten. Diese solltest Du nicht verpassen.

Diese Liste ist noch lange nicht vollständig. Es gibt noch viele Tipps, welche ich hier hinzufügen könnte. Welcher hat Dir gefehlt ?

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8 Kommentare

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  1. ja – nicht schlecht, infrarot-fernauslöser ist noch besser, ein neutraler graufilter hilft lange belichtungszeiten zu erreichen, trübes wetter ist besser als sonne (wegen der harten kontraste), was noch?…
    ich denk mal nach…

  2. zu 6.
    du darfst die Beugungsunschärfe nicht vergessen. Ich würde in der Landschaftsfotografie nie (NIE!) komplett ablenden. auf 11, 16 geht vielleicht auch noch, aber auch bei 8 erziehlt man schon sehr gute Ergebnisse. für längere Belichtungszeiten, eben einen Graufilter oder auch (noch) einen Polfilter nehmen.

    zu 3.
    Das würde ich auch nicht paushcalisieren, angenommen du nimmst 15 Minuten Belichtungszeiten (ich bin so krank ;) ) Dann ist es schnurz piep egal, ob die erste Sekunde oder die Letzte verwackelt ist.

    Grüße

  3. Blogartikel dazu: Tipps & Tricks für bessere Fotos | Oberlehrer

  4. Hallo Martin,

    ich bin neu in der Fotografie und habe eine Frage an Dich. Im Internet habe ich folgende Beschreibung zur Brennweite einer Kamera gefunden: Brennweite: 5,0 – 60,0 mm (28 – 336 mm; äquivalent zu KB) Welcher Wert ist der richtige für die Rechnung in diesem Artikel (1. Benutze immer ein Stativ.)?

    Danke sehr!

  5. Ich würde die beide Punkte noch dazu nehmen:

    -Wenn die Kamera es erlaubt, immer im RAW-Format aufnehmen. Nimmt zwar mehr Platz, aber hinterher kann man viele Details raus holen. Wenn die Kamera in Jpg-Format sofort abspeichert, gehen viele Details verloren. Die Speicherkarten kosten nicht mehr viel.

    -Immer die Extremwerte bei Blende und Brennweite vermeiden. Also nutze nicht die Endbereiche von den Blende und Brennweite (Zoom). Bei Extremwerten sinkt die Qualität ab. Informiere dich im Internet in welchen Bereichen ihr Objektiv am stärksten ist.

    Viel mehr Tipps für richtig scharfe Fotos, auf http://www.rieb-foto.de

  6. Hi!

    Ich würde nicht pauschal sagen, dass längere Belichtungszeiten immer gut sind.
    Es kommt stark auf das Motiv an denke ich. Sterne z.B. fangen ab 20-30 Sekunden an, zu verwischen durch die Erddrehung.
    Nachts ist eine gute, weit leuchtende Taschenlampe auch immer praktisch um fürs fokussieren das Motiv anzuleuchten oder die Hyperfokaldistanz zu fokussieren.
    Viele Grüße
    Sebastian