Artikel16.04.2012 / 07:59

Natur mal anders. Einsam.

OliviaDies ist ein Artikel von Olivia Michalski. Sie macht nächstes Jahr Abitur und fotografiert in ihrer Freizeit, wobei sie Naturfotografie bevorzugt. Man kann ihre fotografischen Arbeiten auf Facebook, deviantART und 500px anschauen.

Wenn man diesen Titel liest, denkt manch einer vielleicht: „Was ist das denn für eine Aussage?“ Aber ja, es stimmt. Natur kann auch einsam sein. Fragil, mit einer Prise Gefühle des Fotografen.

Besonders schwer hört es sich nicht an: Man sucht ein Objekt, legt es sich zurecht und macht – klick – ein Foto. Ganz ehrlich: Kompliziert ist es nicht, „Modelle“ zu finden – anders als in der Portraitfotografie. Kamera eingepackt, Objektive noch einmal kontrolliert, Jacke an und raus für einen Spaziergang.

Natur mal anders: Einsam 2

Besonders im Winter wird es einem erleichtert, Aufnahmen wie die obige zu machen. Denn genau zu der Jahreszeit, in der die meisten Menschen zuhause in eine Decke eingepackt Tee trinken, gehe ich raus in die Kälte – mit ein bisschen Musik und Handschuhen ist mir sogar Schnee egal – und suche meine Foto-Objekte. Und das läuft eher spontan ab: Ich habe so meine Stellen, an denen ich gerne fotografiere, weil das Licht oft passt und den Bildern eine bestimmte Stimmung verleiht.

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browserFruits15.04.2012 / 08:37

browserFruits April #3

Fotospecial: Bücher



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Deutschsprachig

• Ein wenig skurrile Bilder aus der Serie “There’s a nude in my yard”. Zu sehen ist immer eine nackte, liegende Person aus der Vogelperspektive an verschiedensten Orten. Lasst Euch von den tollen Landschaften und Kompositionen mit viel Witz überraschen.

Afrika aus der Luft. Der Fotograf George Steinmetz zeigt die landschaftliche Vielfalt des Kontinents sehr eindrucksvoll.

• Die Photo Presse bescheibt anlässlich einer Ausstellung in Köln das Werk von Clare Strand, die vor allem mysteriöse und surreale Bilder geschaffen hat.

• Eine wunderschöne Hochzeitsreportage aus Südafrika gibt es bei Paul liebt Paula als Slideshow.

Fotos aus Nordkorea. Zum 100. Jahrestag von Staatsgründer Kim Il Sung durften auch ausländische Fotografen in das sonst abgeschottete Land.

• Selbstportraits mit natürlichen Hilfsmitteln von Luca Pierro.

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Redaktioneller Beitrag14.04.2012 / 10:29

Varieté im April: Dein tollstes Handyfoto

Wie versprochen folgt heute das Varieté zum Exposé von vor einer Woche. Vielen Dank für Eure zahlreichen Kommentare! Was uns auffiel, ist, dass anscheinend doch noch einige Leute ohne sogenanntes Smartphone, Handytelefon, Kamera mit Telefonfunktion oder was auch immer da draußen herumlaufen.

Denn es waren dann letztlich doch deutlich weniger Beiträge als bei den sonstigen Exposés. Das hat uns die Auswahl aber nicht unbedingt leichter gemacht. Hier kommt sie:

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Unfassbar schrieb:

Das Foto entstand Anfang Januar im Düsseldorfer Medienhafen, direkt neben dem noblen Hotel Hyatt. Hinter mir fuhren Limousinen mit sicherlich wichtigen Menschen vor, aber ich hatte nur Augen für das tolle Licht zu dem Zeitpunkt. Als dann auch noch die Frau mit der roten Jacke die Treppe hochging, war der fotografische Moment für mich perfekt.

Generell muss ich gestehen, dass ich Instagram und das Konzept dahinter, dass jeder mit in etwa dem gleichen Equipment seine Umwelt ablichtet, sehr sehr mag. Außerdem merke ich, dass der tägliche Umgang mit der Immmer-dabei-Cam mein fotografisches Auge schult und man seine Umwelt viel intensiver wahrnimmt, da sich überall ein potentielles Motiv verbergen könnte (von der Inspriation der angesehenen Bilder ganz zu schweigen).

Beim letztendlichen Posten der Bilder bin ich recht selbstkritisch und vermeide, zu triviale Dinge wie Essen+Co hochzuladen und verzichte auf eine übermäßge Bearbeitung der Bilder (meist nur SW-Umsetzung).

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Redaktioneller Beitrag13.04.2012 / 07:55

Buchvorstellung: Seeing the Unseen

Ich lese kaum noch technische Bücher über Fotografie. Irgendwie scheint es mir so, als ob man alles schon irgendwo gelesen hat. Es gibt wenig Neues und Interessantes. Heute stelle ich Euch ein E-Book vor, das für mich eine Ausnahme darstellt.

Copyright 2012 Alister Benn

Schon lange wollte ich die Sterne fotografieren. Ich habe einige Versuche unternommen, bin jedoch selten zu guten Ergebnissen gekommen. Anders als meine Sonnenauf- und -untergangsfotos waren meine Nachtfotos meist nicht sehr gut geplant. Sie entstanden spontan aus einer Laune heraus.

Alister Benn beschreibt das in seinem Buch Seeing the Unseen als reaktive Fotografie im Gegensatz zur proaktiven Fotografie. Und Letzteres ist es, was ich mir vorgenommen habe: Auch bei meinen nächtlichen Fototrips mehr zu previsualisieren, sie besser vorzubereiten und zu planen.

Seeing the Unseen ist dabei eine große Hilfe. Ich bemerkte schon auf den ersten Seiten, dass hier jemand über seine Leidenschaft schreibt, über etwas, was er seit Jahren praktiziert. Das vermitteln auch die fantastischen Fotos im Buch, die mir sehr gut zeigen, was bei welcher Lichtsituation möglich ist. Drei Beispielbilder seht Ihr hier im Artikel.

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Redaktioneller Beitrag12.04.2012 / 08:04

Dear John

Magst du Geschichten aus der Großstadt? Wenn der Himmel grau gewaschen und Gedanken neben verwelkten Blumen hocken?

Es ist ein Tag von vielen anderen. Ich schlage das Buch auf und weiß nicht, was mich erwartet. Ich frage mich: “Wer ist John?” Es fühlt sich ein wenig verboten an. Wie das Öffnen eines Tagebuches, das nicht mir gehört. Ein Fotoalbum, gefunden auf einem Flohmarkt. Fremde Gedanken und Nichtfarben. Fremde Erinnerungen.

Weiße knöcherne Bäume wiegen sich nach links. Graue Wolkentürme schmecken nach Regen. Es ist der Beginn einer Reise, die jeder zu seiner eigenen machen kann. Schon das erste Bild hat mich, doch werden mich auch die anderen mitnehmen?

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