Artikel09.01.2012 / 08:29

Stilllife Teil 1: Ideenfindung

Susann Probst ist 24 Jahre alt. Nach ihrer Ausbildung zur Fotografin hat sie sich in Berlin selbstständig gemacht und arbeitet vor allem in der Stilllife- und Hochzeitsfotografie. Sie ist Mitgründerin des Zimmer 117 und als Hochzeitsfotografin ein Teil von PaulliebtPaula.

Im folgenden Artikel möchte ich Euch einen kleinen Einblick in die Stilllife- und Foodfotografie geben. Ich werde erklären, wie ich bei meinen Bildern vorgehe und warum ich bestimmte Dinge so oder so verfolge. In diesem ersten Teil wird es zuerst einmal vor allem um die Ideenfindung gehen.

Eine wichtige Frage für viele ist, welche Kameras oder Objektive sich am besten für die Foodfotografie eignen. Dabei geht es gar nicht zwangsweise um ein bestimmtes Modell oder Format, sondern um die Fähigkeit, seine eigene Technik zu beherrschen.

Es ist viel wichtiger, Licht und Schatten zu verstehen, eine gute Komposition finden zu können und grundlegende Dinge wie Blende, Verschlusszeit und Weißabgleich zu begreifen und zu wissen, wie man diese für seine Aufnahmen nutzen kann. Für gute Fotos ist es wichtig, sich nicht auf Automatiken der Kamera verlassen zu müssen, sondern sie voll unter Kontrolle zu haben.

Aber bevor es mit technischen Details los geht, fangen wir deshalb am besten bei null an. Bevor man überhaupt zur Kamera greift, braucht man eine Bildidee. An das Konzept kann man ganz individuell heran gehen. Ob einem als erstes ein bestimmtes Gericht oder ein bestimmter Gegenstand in den Sinn kommt, den man gern einmal fotografieren möchte oder auch eine Stimmung, ein Gefühl oder vielleicht sogar ein Ort. Bei mir ist das von Bild zu Bild ganz unterschiedlich und variiert immer wieder.

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browserFruits08.01.2012 / 10:16

browserFruits Januar #1

Foto Special



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deutschsprachig

• Wie Stalin und Ulbricht Fotos retuschieren ließen, erklärt Welt Online.

Zehn Tipps, um als Fotograf erfolgreich zu sein

• Das Zimmer117 hat eine neue schöne Serie von Susann Probst veröffentlicht: Nachts sind alle Katzen grau.

• Fotogrüße aus dem Jenseits. Nicht gruselig, aber sehr interessant.

Undine geht. Die großartige Serie von Christine Bachmann zeigt dienacht.

• Zufällig entstanden oder sorgfältig geplant? Magnum Contact Sheets erzählen die Geschichte hinter den Bildern.

• langweiledich.net stellt den Fotografen Jan Scholz vor.

• Miranda Kerr ist auf jeden Fall eine verdammt schöne Frau. Chris Coll hat eine hübsche Fotoserie von ihr gemacht.

• Arte hat in der Mediathek zur Zeit zwei interessante Dokumentationen: David Bailey, eine Fotolegende und Andreas Gursky – Das globale Foto. Beide sind nur noch wenig Tage online.

• Über die Ausstellung der Galerie c/o Berlin über Paparazzo Ron Galella. “Gehen Sie weg! Gehen Sie weg!”

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Redaktioneller Beitrag07.01.2012 / 11:00

Exposé: Zeig Dein wichtigstes Foto 2011

Liebe Leser,
wie im letzten Jahr wollen wir auch dieses Mal Eure wichtigsten Fotos aus 2011 sehen. Es interessiert uns, was ihr fotografiert, doch wie jeder weiß, ist es nicht möglich, den Fotostream jedes einzelnen Kommentatoren anzusehen. Also bitten wir Euch, es uns ein wenig leichter zu machen. Sucht Euer wichtigstes Foto des letzten Jahres heraus.

Dass dies keine leichte Aufgabe ist, wissen wir. Und deshalb bieten wir Euch ein paar Entscheidungshilfen an: Welches Bild bekam die größte Aufmerksamkeit, das positivste Feedback? Oder: Welches Bild liegt Euch selbst sehr am Herzen, hat Euch berührt oder gar verändert? Oder: Welches Foto war im Herstellungsprozess am witzigsten, interessantesten oder herausforderndsten?

Und auch, wenn vieles dagegen spricht, ein einzelnes Bild aus vielleicht Tausenden gemachten herauszuheben, kann es auch von Vorteil für Euch sein. Denn wenn die Entscheidung erst einmal getroffen ist, könnt Ihr es zum Beispiel für Grußkarten drucken lassen oder Euch schön groß an die Wand hängen. Wir jedenfalls wollen es sehen. Und wir werden wie immer eine kleine Auswahl davon präsentieren.

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Redaktioneller Beitrag06.01.2012 / 07:12

Die Fotografie in der Karikatur

Im 19. Jahrhundert wurde die Fotografie erfunden und bald arbeiteten erste Fotografen in Ateliers und gelangten zu einer gewissen Berühmtheit. Zur gleichen Zeit elebte die Karikatur ihre Blütezeit. Dass dabei auch die Fotografen Ziel des Spottbildes wurden, blieb nicht aus.

Der wohl bekannteste französische Karikaturist ist der 1808 geborene Honoré Daumier. Anlässlich der ersten Luftbildaufnahmen der Welt karikierte er Félix Nadar. Unter der Karikatur schrieb er “Nadar hebt die Fotografie auf die Höhe der Kunst”. Die Frage, ob Fotografie Kunst sein kann, wurde in dieser Zeit sehr stark diskutiert. In seiner Karikatur beantwortet sie Daumier ironisch.

Man sieht Nadar in seinem Fesselballon: Die Stativkamera fest an seine Augen gepresst, schwebt er über der Stadt. Die Häuser unter ihm tragen Werbeaufschriften, die auf die vielen Fotoateliers hinweisen, die in dieser Zeit in Paris eröffneten.


“Nadar hebt die Fotografie auf die Höhe der Kunst” von Honoré Daumier (1862)

Daumier veröffentlichte in verschiedenen französischen Zeitschriften. Seine folgende Karikatur macht sich über die Kopfstützen der damaligen Fotografen lustig, die durch die langen Belichtungszeiten unabdingbar waren. Daumier überspitzt sie in seinem Bild: Der Portaitierte sitzt auf einem Stuhl mit mehreren Schraubzwingen. Unter dem Bild steht: “Die bequemste Position für ein schönes Daguerreotypie-Portrait.”


Lithografie von Honoré Daumier (1847)

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Redaktioneller Beitrag05.01.2012 / 08:00

In die Sonne fotografieren

Als ich mit der Landschaftsfotografie anfing, habe ich mich durch viele Bücher und Tutorials gewühlt und nach Tipps gesucht. Worauf soll man achten, wie macht man ein gutes Foto? Am Anfang ging es mir noch sehr viel um technische Dinge. Eine Sache, die ich oft gelesen habe, war zum Beispiel, dass man vermeiden soll, in die Sonne zu fotografieren.

Gar nicht so abwegig. Wenn ich in die Sonne fotografiere, bekomme ich starke Blendenflecke, der Dynamikbereich übersteigt bei Weitem das, was meine Kamera abbilden kann und die Farben werden blasser. Letzteres ist wieder ein Nebeneffekt der Blendenflecke.

Here comes the Summer

Doch ich hatte auch viele Fotos gesehen, in denen die Sonne so schön als Stern enthalten war. Und da waren keine Blendenflecke, die Farben waren satt und die sternförmigen Strahlen um die Sonne einfach ein klasse Gestaltungselement.

Also wie mache ich solche Fotos?

Sonnenstern

Schnell herausgefunden habe ich, wie der Stern zustande kommt. Je kleiner ich die Blende wähle, desto feiner und länger werden die Strahlen. Jedes Objektiv hat da einen optimalen Bereich. Bei meinem Tokina 11-16mm liegt der beispielsweise bei f/19 oder f/22 – tolle Strahlen, aber ebenso extreme Blendenflecke.

Diese liegen meist auf einer Diagonalen. Ist die Sonne zum Beispiel oben links im Bild, treten die stärksten Blendenflecken im unteren rechten Bereich auf.

Schrammsteine
Schrammsteine – helle Belichtung für den Himmel, f/19, Fokus auf fast unendlich

Trotzdem ist das immer mein erster Schritt, wenn ich in die Sonne fotografiere. Die Kamera ist auf dem Stativ und den Bildausschnitt mit der Sonne habe ich eingestellt. Fokussiert habe ich manuell auf fast unendlich. Wichtig ist zudem, dass ich die Belichtung ebenfalls manuell eingestellt habe.

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