Artikel16.01.2012 / 08:15

Skateboard durch den Sucher

Das ist ein Artikel von Martón Szabó. Er arbeitet in einem großen Medienunternehmen in Berlin und macht berufsbegleitend seinen Master (Medieninformatik) ebenfalls in Berlin. Den größten Teil seiner Freizeit verbringt er mit Fotografie, Skateboarding und Wellenreiten.

Samstagabend um 22.31 Uhr in einem großen Fernsehstudio in Berlin. Normalerweise werden zu dieser Uhrzeit TV-Sendungen aufgezeichnet, geprobt oder Bühnenbilder auf- und abgebaut. Mit etwas Vorarbeit (Anfragen im Fernsehstudio und Abstimmung mit dem Skateboarder) klappte es tatsächlich mit einem Studiotermin im Oktober 2011.

Für den Termin im Studio habe ich ca. sechs Monate an Vorlauf benötigt. Grund dafür war, dass permanent im Studio gearbeitet wird und somit eigentlich kein freies Zeitfenster dazwischen bleibt. Erst durch etwas Hartnäckigkeit und permanentes Anfragen im Studio hatte sich spontan im Herbst ein Termin ergeben.

Wir hatten an einem Samstagabend ca. 20 Minuten Zeit für diese Aufnahmen. Aufgrund des kurzen Zeitfensters habe ich mich entschlossen, fast alles im Action-Mode (6,5 Bilder pro Sekunde) zu fotografieren. Als Kamera hatte ich meine Canon 40D, zwei Sigma-Objektive (10-20mm und 18-250mm) und natürlich einen guten Freund, der Skateboard fährt, dabei. Am Ende sind 657 Bilder entstanden.

Außer Ollies, kleineren Powerslides oder Kickflips durften wir keine „wilden“ Tricks machen, da dort sehr viel teures Equiqment steht, das nicht kaputt gehen darf. 

Der Freund, der mitgekommen war, fährt sehr gut Skateboard und somit konnte ich mir schon etwas im Voraus überlegen, welche Tricks ich fotografieren möchte.

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Redaktioneller Beitrag15.01.2012 / 10:37

Archangel – Serie – Langzeitbelichtung

Für die vorgestellte Serie gab es weder ein Konzept, noch eine konkrete Idee. Spontan mit den gegebenen Möglichkeiten auf eine Umgebung zu reagieren, ist eine Form von kreativer Freiheit, die ich mir hin und wieder gönnen muss.

Die Serie habe ich mit Tanja, selbst Fotografin, gemacht. Wir haben uns über die Model-Kartei kennengelernt. Nach einem ersten Treffen und anschließendem Mailkontakt zeigte sich schnell, dass auch sie Lust auf eine Zusammenarbeit hatte. Wenn auch noch verhalten, denn wie sie sagte, ging es ihr nicht um Bilder von sich, sondern um den kreativen Prozess zweier Menschen. Ich war also gespannt.

Da sie eine große Wohnung mit viel Licht hat und diese für das Fotoshooting bereitstellte, nahm ich ihren Vorschlag gern an. Mein Ideenkasten im Kopf war noch wirr und unausgegoren, als ich bei ihr ankam. Ich durfte mir Zeit nehmen und ihre Wohnung erst einmal erkunden. Ich schaute mich nach dem richtigen Platz um und war um ihr Vertrauen sehr dankbar.

Diverse Fragen gingen mir durch den Kopf. Wo war genug Licht, wie die Umgebung drumherum? Eines der Zimmer hatte sie als Studio eingerichtet. Ein fast leerer Raum mit Lampen und Blitzen, die ich nicht brauchte, denn das große Fenster zum Hof und die graue Wand ohne jegliche Ausschmückung waren ideal. Auf dem Boden lag noch Laub vom letzten Fototermin. Das war der perfekte Ort.

Aber bevor es losging, unterhielten wir uns zuerst eine ganze Weile in der Küche über alles, was bewegt und uns durch den Kopf schoss. Immerhin muss man erst einmal diese feine dünne Schicht des Unbekannten durchbrechen, bevor man zusammen etwas schaffen kann. Nach fast zwei Stunden bemerkte ich, dass das Licht draußen immer fahler wurde und wir beschlossen, nun anzufangen. Es war bereits 15 Uhr, ein regnerisch grauer Dezembertag in Berlin und ich innerlich noch ein wenig aufgeregt, wegen des vor mir liegenden Unbekannten. › weiterlesen

Redaktioneller Beitrag14.01.2012 / 14:54

Varieté 2011: Eure wichtigsten Fotos | Teil 2

Kommen wir nun zum zweiten Gang. Wir gehen davon aus, dass der erste Euch schon gemundet hat, ja? Dann bleibt zu hoffen, dass Ihr noch ein wenig Platz im Bauch habt, denn auch die folgenden Fotos haben viel Liebe in sich. Und die geht ja bekanntlich durch den Magen. Viel Spaß damit!

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Dein bestes Foto 2011

Anika schrieb:

Mir fällt es gar nicht so schwer, mich da festzulegen, denn für mich gibt es ein Foto aus 2011, welches mir sehr am Herzen liegt. Als ich im Mai anfing mit der Fotografie, war ich oft gefrustet und mir nicht sicher, ob ich das jemals schaffen kann. Ich gehöre in der Hinsicht nicht wirklich zu den geduldigsten Menschen. :-D Ich sah oft Bilder von Fotografen, die ich so bezaubernd fand, dass ich der Meinung war, das würde ich nie hinbekommen.

Woher waren nur all ihre Ideen… Doch dann hatte ich diesen tollen Tag mit einer Freundin von mir. Wir beide schnappten uns die Kamera, fuhren ins nahe gelegene Industriegebiet und versuchten uns einfach. Dort entstand dieses Foto. Es ist sicher nicht das technisch beste meiner Bilder und ich habe es damals auch direkt in Schwarzweiß fotografiert. Aber es hat mir gezeigt, dass es sich lohnt, einfach durchzuhalten und an sich zu glauben. Manchmal sollte man den Blick nicht zu weit schweifen lassen, sondern bei sich selbst bleiben und einfach auf sich vertrauen.

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Redaktioneller Beitrag14.01.2012 / 08:51

Varieté 2011: Eure wichtigsten Fotos | Teil 1

Vor exakt einer Woche habe wir Euch nach Eurem wichtigsten Foto 2011 gefragt. Sieben Tage sind vergangen und wir haben in dieser Zeit behutsam Eure Fotos durchgeschaut und viele spannend bis großartige Geschichten erfasst. Heute präsentieren wir Euch in zwei Teilen die Auswahl, die wir Redakteure getroffen haben.

Doch zu Beginn wollen wir ganz ehrlich sein: Wir hatten mit wesentlich mehr Einsendungen gerechnet. 255 Kommentare sind für kwerfeldein’sche Verhältnisse nicht schlecht, aber auch nicht übermäßig viel.

Womit wir aber nicht gerechnet hatten, war die fast durchgängig hohe Qualität Eurer Aufnahmen. So war die Entscheidung viel schwerer als wir ursprünglich dachten. Dennoch haben wir versucht, uns auf ein paar wenige Fotos zu einigen, die uns allen gut gefallen haben.

Und um den einzelnen Fotos mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, haben wir aus unserer Auswahl zwei Features gemacht. Das erste lest Ihr hier schon und die Nummer zwei kommt in ein paar Stunden. Let’s go!

Dein wichtigstes Foto 2011

Catherina Rocío schrieb:

Für mein Architektur-Seminar sollten wir uns ein Skizzenbuch-Cover überlegen. Die Idee schoss mir augenblicklich in den Kopf und musste sofort umgesetzt werden. Da es schon dunkel draußen war, ging ich in den Keller, stellte die Kamera auf Selbstauslöser und stellte mich vor die einzige brauchbare weiße Wand im Haus.

Nach gefühlt 1000 Fotos musste nur noch ein passendes rausgesucht und am PC bearbeitet werden. Blöderweise ging dieser nicht. Da ich aber zu ungeduldig war, um auf die Reperatur zu warten, bearbeitete ich das Fotos an einem uralten Laptop, der ständig im unpassendsten Moment ein Nickerchen machen musste, aber wundersamerweise nicht abstürzte.

Es zog sich hin, doch im Großen und Ganzen ist es ungefähr so geworden wie ich es mir vorgestellt habe – eine digitale Doppelbelichtung.

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Redaktioneller Beitrag13.01.2012 / 17:22

Jugendfotowettbewerbe 2012

Gleich zwei Fotowettbewerbe speziell für Jugendliche und junge Erwachsene kann man Anfang des neuen Jahres entdecken. Wie Ihr teilnehmen könnt und welche Themen es gibt, haben wir kurz für Euch zusammengefasst.

Bei einem Fotowettbewerb mitzumachen, hat seinen ganz eigenen Reiz. Man stellt sich einer konkreten Aufgabe, arbeitet sie durch und hat final ein dennoch selbst erstelltes Foto. Und dann bekommt man zu sehen, was ganz andere Leute mit derselben Aufgabenstellung angefangen haben. Mal ganz von den möglichen Gewinnen abgesehen. Klingt gut, oder nicht?


Adrian Hoellger, Deutscher Jugendfotopreis 2011

Deutscher Jugendfotopreis 2012

Teilnehmen kann jeder aus Deutschland, der nicht älter als 25 Jahre ist. Der Wettbewerb ist in verschiedene Themenbereiche unterteilt. Ihr könnt sowohl Serien, als auch Einzelbilder einschicken. Im ersten allgemeinen Bereich gibt es keine Themenvorgabe, im zweiten Teil werden Bilder zum Thema „Unterwegs“ gesucht und um digitale Fotokunst geht es in „Next Level“.

Ihr könnt bei einem, zwei oder allen drei Bereichen mitmachen. Einsendeschluss ist der 1. März 2012. Den Gewinnern winken Geldpreise im Gesamtwert von 14.000€, zudem werden die Gewinnerbilder auf der diesjährigen Photokina ausgestellt. Mehr Informationen findet ihr hier.

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