Artikel20.01.2012 / 07:53

Neuseeland: Kurzbericht aus der Sicht eines Landschaftsfotografen

Frank Lüdtke ist ein leidenschaftlicher Landschaftsfotograf und verwendet dazu am liebsten eine Canon Vollformat-Kamera mit Weitwinkelobjektiv und einer Auswahl an Lee Neutralverlaufsfiltern. Seine Arbeiten kann man auf seiner Homepage oder bei Google+ ansehen und erwerben.

Würde man als Mitteleuropäer versuchen, Neuseelands Landschaft mit nur einem Wort zu beschreiben, käme dabei wohl folgender Zungenbrecher heraus: Irlanorwegschottalpen. Und in der Tat erinnert mich die Landschaft doch sehr an Irland, Norwegen, Schottland und die Alpen. Ein solch einfacher Vergleich mit Europa wird Neuseeland jedoch nicht gerecht, da die Landschaft dafür zu einzigartig ist.

Neuseeland besteht aus einer Nord- und einer Südinsel und ist von der Kultur her sehr europäisch geprägt. Man merkt, dass das Land Teil des englischen Commonwealth ist und obwohl es einer der am weitesten entfernten Orte auf diesem Planeten ist, den ein Mitteleuropäer bereisen kann, fühlte ich mich irgendwie gar nicht so weit weg.

Coromandel - Copyright (c)2008 by Frank Lüdtke. All rights reserved.

Die Nordinsel

Coromandel

Vor knapp vier Jahren machte ich eine vierwöchige Reise von Mitte Oktober bis Mitte November nach Neuseeland. Mein erstes Ziel auf dieser Reise war, nach einem Kurzaufenthalt in Auckland, die Halbinsel Coromandel. So schön der Name klingt, so schön ist auch die Landschaft. Von Auckland kommend windet sich die Straße über sanfte Hügel und führte mich schließlich über eine spektakuläre Küstenstraße zu meinem ersten Campingplatz in Papaaroha.

Coromandel entzückt das Fotografenherz mit Buchten und Stränden wie aus dem Bilderbuch und lädt zum Verweilen ein. Die Halbinsel verließ ich bereits wieder nach einem Tag, was ich rückwirkend betrachtet als viel zu kurz empfinde. Wer die Möglichkeit hat, einmal auf die Halbinsel zu fahren, sollte mehr Zeit mitbringen als ich es getan habe – dafür ist es einfach zu schön dort.

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Interview19.01.2012 / 06:48

Einmal quer durch Afrika

Wie die meisten von Euch wissen, ist unser Redakteur Simon Sticker erst seit Kurzem wieder von seiner Reise durch Afrika für das Projekt HUMANS zurück. Im Dezember veröffentlichte er hierzu schon die Geschichte seiner Begegnung mit Ntaiya Naoroi und Ihr habt dadurch schon einmal einen Eindruck davon bekommen, was Simon in Afrika erlebt hat.

Jedoch wollten wir es dabei nicht belassen und da mir selbst sowieso unendlich viele Fragen unter den Nägeln brannten, habe ich mich kurzerhand mit Simon zu einem Interview verabredet und die Audiospuren der Unterhaltung aufgezeichnet.

Wir sprachen darüber, warum Simon diese Reise überhaupt unternommen hat. Wie es war, dort auf wildfremde Menschen zuzugehen, ihnen Fragen zu stellen und sie auch noch zu fotografieren. Das Thema Kameratechnik haben wir natürlich auch tangiert, aber auch seine Eindrücke in Kairo, das Leid der Menschen und der Arabische Frühling kamen nicht zu kurz.

So enststand ein sehr interessantes Gespräch und Simon hat sich die Mühe gemacht, das Foto- und Videomaterial von seiner Reise unter unser Gespräch zu legen. Voilà!

Übrigens: Einige der Fragen, die verschiedene Leser hier auf Nachfrage stellten, haben wir im letzten Drittel besprochen. Und: Wer möchte, kann sich das Interview hier als Audiofile herunterladen.

Redaktioneller Beitrag18.01.2012 / 17:30

Diesen Samstag: Formspring-Tag

Guten Tag. Das ist nur eine kurze Ankündigung.

Denn: Am kommenden Samstag, den 21. Januar, werden wir auf Formspring Eure Fragen beantworten. Den ganzen Tag lang. Live. Die komplette Redaktion. Mehr dazu verraten wir dann noch am Samstag. Bis dann.

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Artikel18.01.2012 / 08:15

Gegenlicht in der Naturfotografie

Dieser Artikel wurde von Radomir Jakubowski (24) verfasst. Radomir ist Betriebswirtschafsstudent der Universität des Saarlandes. Fotografisch befasst er sich ausschließlich mit der Naturfotografie. Seine Fotos sind unter www.naturfotocamp.de sowie auf  Facebook zu finden.

Was macht ein gutes Foto aus? In der Regel ist es die Gesamtheit des Bildes. In der Zeit der vielen technikverliebten Fotoforen sind es wohl eher die Schärfe, der perfekte Weißabgleich, das Fehlen von CAs und Vignettierungen sowie die technische Perfektion. 

In der Naturfotografie hingegen entscheiden für mich Licht und Situation darüber, ob ein Bild gut ist oder nicht. Beide Faktoren sind schwer zu beeinflussen. Ich möchte heute etwas zum Licht in meinen Bildern erzählen, genauer möchte ich auf Gegenlicht in der Naturfotografie eingehen.

Gegenlicht in der Naturfotografie: Bild 7

Oftmals schaue ich mir meine Bilder zu Hause an und denke “verdammt, irgendwie sehen die nicht so aus, wie ich es gerne hätte” und fast immer ist das Licht daran schuld. Das Licht in seinen unterschiedlichen Facetten und Arten sorgt dafür, dass ein Naturfoto gut wirkt oder nicht.

Das Problem ist, dass man als Fotograf kaum Einfluss auf das Licht nehmen kann und somit gibt es nur zwei Möglichkeiten: Man nimmt das, was man bekommt oder man fährt so oft an einen bestimmten Ort, bis man das bekommt, was man haben möchte. Doch wie findet man das richtige Licht? Und was ist das richtige Licht? Das ist wohl für jeden anders.

Ich persönlich liebe einfach besondere Lichtsituationen, sei es Schnee, Regen, Sturm, Nebel oder Sonnenlicht. Eigentlich gibt jede Lichtsituation etwas her, man muss es nur erkennen. Da es so viele tolle Stimmungen gibt, beschränke ich mich in diesem Artikel auf das Gegenlicht. Gegenlicht zu “planen” ist relativ einfach, man muss nur schauen, wo sie Sonne auf und untergeht.

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Redaktioneller Beitrag17.01.2012 / 07:30

Ich wollte mal fragen, wie du deine Fotos bearbeitest.

Alle paar Wochen trudelt bei (sicher nicht nur) mir eine Nachricht von irgendeinem Menschen ein, der meine Fotos gesehen hat und daraufhin sich und auch mich fragt: Wie bearbeitest du deine Fotos? Ja, genau so allgemein. Warum ich dann mit ebenso schöner Regelmäßigkeit mit den Augen rolle, will ich hier etwas detaillierter ausrollen.

Vorweg kommt ein Disclaimer: Gegen berechtigte spezielle Fragen habe ich absolut nichts. Sowas wie: Hast du Blitzlicht oder einen Reflektor eingesetzt? Hast du Tipps für Hautretusche? Gibst du deinen Modellen Anweisungen? Immer her damit, ich wäre der letzte Mensch, der darauf nicht eine freundliche und oft auch ausführliche Antwort schreibt.

Ich frage mich, was für Antworten sich der Absender einer Frage, die so allgemein ist wie oben beschrieben, erhofft oder verspricht. Wenn jemand ein konkretes Bild nennt, kann ich noch anfangen, Rätsel zu raten, ob es einen speziellen Aspekt gibt, der dieses Bild von anderen unterscheidet, auf den derjenige vielleicht hinausmöchte. Die meisten fragen aber wirklich ganz allgemein. Oder hätten direkt gern mal ein Making-of meiner Bildbearbeitung.

Irgendwann habe ich mich auch mal an so einem Making-of mit Beispielbild versucht. Ich dachte, wenn ich versuche, die Entstehung eines Bildes nachzuvollziehen und verallgemeinert aufzuschreiben, sehe ich vielleicht selbst das Kochrezept für meine Bilder. Das hat natürlich nicht funktioniert, genauso wenig wie ich die Bearbeitung eines Fotos auf ein Foto aus einer völlig anderen Session anwenden kann. Im besten Fall ist das nur ein guter Ausgangspunkt.

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